Gliederung:
1. Die US-amerikanische Stadt
1.1 Aufbau und Merkmale der US-amerikanischen Stadt 3
1.2 Funktionsverluste der Central Business Districts 3
1.3 Entwicklung von Slums und Ghettos 4
1.4 Suburbanisierung 4
1.5 Aufstieg US-amerikanischer Städte 5
2. Die US-amerikanische Stadt Chicago
2.1 Einführung 6
2.2 Die geographische Lage 6
2.3 Die Entwicklung Chicagos 6
2.3.1 Der frühe Aufstieg der Stadt 1770-1850 6
2.3.2 Die wirtschaftlichen Impulse 1850 - 1870 7
2.3.3 Von der Großen Feuersbrunst bis zur Großen Depression 1870- 7
1900
2.3.4 „Plan of Chicago“, Weltwirtschaftskrise und Zweiter Weltkrieg 1900- 7
1945
2.3.5 Prozesse der Dezentralisation und der Revitalisierung 1945-1970 8
2.3.6 Die Entwicklung seit 1970 8
2.4 Der „Loop“ 9
2.5 Stadterneuerungspolitik in Chicago 9
2.6 Main-Street-Erneuerung: State Street, Chicago S.11
3. Schluss
3.1 Gegenwärtige Situationen in Chicago 11
3.2 Fazit: Chicago 12
4. Literaturverzeichnis 13
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1. Die US-amerikanische Stadt
1.1 Aufbau und Merkmale der US-amerikanischen Stadt
In Nordamerika herrscht eine Differenzierung von Siedlungen in cities, town und villages. Die nordamerikanische Stadt ist durch zwei besondere Merkmale gekennzeichnet. Zum einen durch ein schachbrettartiges orthogonales Straßennetz und zum anderen durch eine Hochhaus- oder Wolkenkratzerbebauung. Diese Wolkenkratzer sind meist in den Großstadtkernen sowie in jüngerer Zeit auch in einzelnen Außenstadtzentren zu finden. Das orthogonale Straßennetz lässt sich auf das quadratische Landvermessungssystem Amerikas zurückführen. Bei diesem Vermessungssystem wirde das Land in quadratmeilengroße Abschnitte, so genannte sections, geteilt. Jede dieser sections teilt man wiederum in 12 Baublöcke mit Seitenlängen von jeweils 100 Meter. Die Baublöcke werrden in den meisten Städten durch schmale Hintergassen, den alleys, zweigeteilt.
Aber es gibt in Amerika auch Städte, die von diesem „Schachbrettmuster“ abweichen. Ein Beispiel stellt die Hauptstadt Washington D. C. dar, die sich besonders durch diagonal verlaufende Avenues, in deren Schnittpunkt sich das Kapitol und das Weiße Haus befinden, auszeichnet. Das amerikanische Stadtsystem bringt auch einige Probleme mit sich. Ein Problem ist in vielen amerikanischen Städten die Flächenbeanspruchung des ruhenden Verkehrs. Die Ursachen dafür sind das Straßennetz, der hohe Motorisierungs- und Mobilitätsgrad der Bevölkerung und die Konzentration der Wolkenkratzer in den zentralen Geschäftsbezirken (Central Business Destrict). Durch die Konzentration von Wolkenkratzern im Stadtzentrum kommt es zu einer hohen Anzahl von Angestellten in Büros sowie von Besuchern in Geschäften und Restaurants auf relativ kleinem Raum. Dies führt zu einem enormen Parkplatzproblem. Diesem Problem hat man in den vergangenen Jahrzehnten versucht entgegenzuwirken, in dem neue Standorte für Büros und den Einzelhandel angelegt wurden. Diese befinden sich meist an Schnellstraßen in den Rand- und Vorortzonen von Städten. Diese so genannte Entlastung oder Entleerung der Innenstädte wird als Dezentralisierung bezeichnet (vgl. HEINEBERG 2001, S. 248-250).
1.2 Funktionsverluste der Central Business Districts
Ein Merkmal der US-amerikanischen Stadtentwicklung ist der Funktionsverlust der zentralen Geschäftsbezirke. Dieser wird durch die Überalterung der Bausubstanz der Gebäude im Stadtzentrum, durch eine starke Bevölkerungssuburbanisierung und durch die Entstehung von Edge Cities hervorgerufen. Ein anderes Problem ergibt sich auf Grund der bedeutungsvollen Leerstandsraten in den neu gebauten Wolkenkratzern. Da es immer mehr zu einer Arbeitsplatzverlagerung vom CBD zu den Außenstadtzentren kommt, bilden sich durch ein Überangebot von Büroräumen im Stadtzentrum immer höhere Leerstandsraten.
Der Funktionsverlust des CBD soll durch eine Reihe von Maßnahmen, die zur Attraktivitätssteigerung der CBDs führen sollen, aufgehalten werden. Dies soll zum Beispiel durch den Bau moderner Kon-
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gresszentren, exklusiver Wohnanlagen und großer Sportarenen erreicht werden. In einem weiteren Schritt erfolgt der Bau von neuen Erschließungsstraßen und Fußgängerzonen. Auf diese Weise soll das veraltete gitterförmige Verkehrsnetz umgestaltet werden (vgl. HEINEBERG 2001, S. 251).
1.3 Entwicklung von Slums und Ghettos
Ein weiteres Merkmal der amerikanischen Stadt ist die Bildung von Ghettos und Slums. In Ghettos gibt es eine räumliche Konzentration ethnischer Minderheiten. Dadurch entsteht eine rassische Segregation. In Amerika lebt meist die schwarze Bevölkerung in Ghettos. Slums weisen eine Konzentration von Bewohnern der Unterschicht auf und sind durch den baulichen Verfall der Gebäude gekennzeichnet. Dieser entsteht durch fehlende Investitionen in die Gebäude. Außerdem herrscht in Slums eine hohe Kriminalitätsrate.
Die Ghetto- und Slumbildung schreitet in den amerikanischen Städten immer weiter fort und stellt ein großes Problem dar. Als Ursache ist die Besonderheit des amerikanischen Immobilieninvestments zu nennen, das durch geringe Renditen der Unterschichtsviertel keine Investitionen tätigt. Auch die enorme Zuwanderung von unterschiedlichen Nationalitäten, die Armut von unterprivilegierten Gruppen und die Wohnsegregation sind als Ursache zu nennen. So muss die einkommensschwache und arbeitslose Bevölkerung in die, vom Mittelstand freigegebenen, Altbaugebiete der Kernstädte ziehen. Dieser Vorgang wird als „filtering down“ bezeichnet (vgl. HEINEBERG 2001, S. 251-253).
1.4 Suburbanisierung
Der Suburbanisierungsprozess gehört mit den daraus erwachsenen Siedlungsformen zu den bedeutenden Kennzeichen der US-amerikanischen Stadtlandschaft.
In der amerikanischen Gesellschaft ist eine Tendenz zum Wohnen in den Vorstädten zu erkennen. Diese reicht bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück und führt zu einer bis in die Gegenwart andauernden Bevölkerungsverlagerung aus den Zentren der Verdichtungsräume in die Suburbs. Gefördert wurde dieser Prozess vor allem durch die staatliche Wohnungsbaupolitik, welche Neubauten anstelle von Altbausanierungen bevorzugte. Ebenso trug die Steuerpolitik, die es ermöglichte Hypothekenzinsen vom Einkommen abzusetzen, zu einer Verstärkung des Prozesses bei. Eine wichtige Rolle spielt auch die private Motorisierung, sowie die Bereitwilligkeit der Steuerzahler das Autobahnnetz in den Verdichtungsräumen zu finanzieren.
Der Wunsch weg vom innerstädtischen Leben hin zum suburbanen Lebensstil, welcher die Integration ländlicher Elemente im neuen Wohnort beinhaltet, wird immer größer. Dabei ist die Gestaltung des Hauses und die Grundstücksgröße ebenso wichtig wie das Streben nach einer größtmöglichen sozioökonomischen und rassisch-ethnischen Einheitlichkeit. Bis in die frühe Nachkriegszeit zeichnete sich die Landnutzung der Suburbs besonders durch eine Dominanz der Wohnfunktion und eine Abwesenheit von Industrie und Gewerbe aus.
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Arbeit zitieren:
Benjamin Küster, 2007, US-Amerikanische Städte: Das Beispiel Chicago, München, GRIN Verlag GmbH
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Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung: US-Amerikanische Städte: Das Beispiel Chicago ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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