Inhaltsverzeichnis
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Einleitung 3
1. Definition von Festen 3
1.1 Charakteristikum des Festlichen 4
1.2 Bedeutung von Festen 5
2. Herausbildung des modernen Weihnachtsfestes 5
2.1 Weihnachten als Familienfest und dessen Privatisierung 6
2.2 Die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes 6-7
3. Das Weihnachtsfest in der heutigen Zeit 7
3.1 Die religiöse Bedeutung von Weihnachten 8
3.2 Die familiäre Bedeutung von Weihnachten 8-9
3.3 Die wirtschaftliche Bedeutung des Weihnachtsfestes 9-10
4. Geschenkezwang und Konsumrausch zum Weihnachtsfest 10-11
Fazit 11-12
Literaturverzeichnis 13
Internetquellen 14
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Einleitung
Die vorliegende Hausarbeitet betrachtet den Wandel des Weihnachtsfestes vom christlichen Fest zum Konsumfest und stellt die These auf, dass Weihnachten heutzutage ein kommerzielles Familienfest geworden ist, das seine religiöse Bedeutung weitestgehend verloren hat.
Vom ursprünglichen Fest der Nächstenliebe ist dem Weihnachtsfest kaum noch etwas geblieben. Vielmehr hat es sich zu einem Fest der Geschenke entwickelt. Der Wandel des Weihnachtsfestes zu seiner heutigen Form ist Gegenstand dieser Arbeit und durch die Erläuterung des Begriffs "Fest" und die Merkmale des Festlichen einleitend erläutert. Anschließend werden die wichtigen gesellschaftlichen Entwicklungen wie Familialisierung, Privatisierung und Kommerzialisierung beschrieben, die zu der modernen Form des Weihnachtsfestes geführt haben. Anschließend wird untersucht, inwieweit die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes fortgeschritten ist. Des Weiteren wird aufgezeigt, wieso Weihnachten heute als ein Familienfest gelten kann und wie stark dieses Familienfest vom Konsum durchzogen ist. Dazu wird auf die Bedeutung von Weihnachten als einem wichtigen Wirtschaftsfaktor eingegangen. Hierbei wird das Schenken als das heutzutage wichtigste weihnachtliche Ritual verstanden und dargelegt, wie es von der Wirtschaft als Mittel zum Zweck der Konsumsteigerung verwendet wird. Abschließend wird auf Gegenbewegungen zur Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes hingewiesen.
1. Definition von Festen
Das Kalenderjahr ist mit vielen Festen durchzogen und wird durch die großen Feste, die oftmals mit gesetzlichen Feiertagen einhergehen, strukturiert. Der Alltag wird auf diese Weise unterbrochen. Ein Leben ohne die regelmäßige Wiederkehr bestimmter Feste wie Ostern, Weihnachten, Silvester usw. erscheint folglich kaum vorstellbar. Feste sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens und nehmen einen großen Teil der Freizeit ein. Dabei hat sich die Erscheinungsform vieler Feste gewandelt. Neben den religiösen Festen wie dem Weihnachtsfest, die sich im Laufe der Zeit verändert haben, gibt es heute massenhaft Partys und Happenings, bei denen die Menschen sich selbst und andere Anlässe feiern (vgl. Deile 2004: S. 3).
Sehr unterschiedliche Ereignisse werden also heutzutage als Fest bezeichnet. Was sind jedoch die Gemeinsamkeiten, wodurch all diese Ereignisse zu Festen werden bzw. was sind die Merkmale des Festlichen und worin bestehen die Funktionen von Festen?
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1.1 Charakteristikum des Festlichen
Feste sind "universelle Erscheinungen menschlichen Handelns" (Gebhardt 1987: S. 11). Dies besagt, dass Feste etwas ausschließlich und gleichzeitig typisch menschliches darstellen. Nur Menschen feiern Feste und diese Feste und Feiern, gleich in welcher konkreten Form, sind zu allen Zeiten und an allen Orten von Menschen begangen worden und werden garantiert auch in Zukunft begangen. (vgl. ebd: S. 36).
Das Feiern von Festen hat demnach schon immer zum Leben der Menschen dazugehört. Zum Feiern gibt es etliche Anlässe. Während dies bei religiösen Festen, geschichtlichen Feiertagen und Geburtstagen meist das Gedenken an ein wichtiges Ereignis ist, kann es bei Partys und Festivals der Faktor Spaß sein, der den Anlass zum Feiern gibt (vgl. Daxelmüller 1992: S. 13). Einer der wichtigsten Aspekte des Festlichen ist jedoch seine Unterscheidung vom Alltag. Das Fest steht im Gegensatz zum Alltag und unterbricht ihn für die Dauer der Vorbereitungen und die Zeit des Feierns (vgl. Deile 2004: S.4). Die Regeln des Alltäglichen werden für den Zeitraum des Festes verändert oder gar aufgehoben. Verhaltensweisen, die im täglichen Leben als Regelübertretungen gewertet werden würden, sind beim Feiern von Festen erlaubt und meist sogar erwünscht (vgl. Gebhardt 1987: S. 56).
Während etwa im täglichen Leben eher eine gewisse Distanz zu bestimmten Mitmenschen gewahrt wird, kann diese Distanz bei etlichen Festen größtenteils aufgehoben und in Nähe umgewandelt werden. Ein treffendes Beispiel hierfür ist das Silvesterfest, wo sich am Jahreswechsel teils wildfremde Menschen umarmen und sich ein "Frohes Neues Jahr" wünschen. Was im Alltag als Normüberschreitung gelten würde, kann beim Fest auf Akzeptanz oder Wohlwollen stoßen. Weitere Merkmale des Festlichen sind Essen, Trinken, Musik und Kleidung. Zu den meisten Festtagen, wie Weihnachten, gehört ein Festmahl. Es gilt besonders ausgewählte und zubereitete, meist traditionelle, Speisen in großer Fülle zu servieren, zu denen auch oft Alkohol in größeren Mengen gereicht wird (vgl. ebd.: S. 55). Auch die Kleidung unterscheidet sich häufig von der alltäglichen, was besonders beim Karneval eine große Rolle spielt. Es muss aber nicht gleich die totale Veränderung sein. Bei etlichen Anlässen ist die Kleidung einfach nur schicker als sonst, womit der festliche Charakter unterstrichen werden soll. Musik ist ebenfalls bestens dazu geeignet, den Charakter eines Festes zu bestimmen oder zumindest zu unterstreichen. Sie kann zum ausgelassenen Tanz auffordern oder als Begleitmusik ein festliches Ambiente schaffen. Essen, Trinken, Musik und Kleidung tragen somit dazu bei, dem Festtag eine besondere äußere Form zu geben, die ihn vom Alltag abhebt. Das Fest ist somit eine Überhöhung des Alltags, eine Zeit, in der all die Bedeutungsgehalte vergegenwärtigt wer- den, die in den Routinen des Alltags keinen Platz haben (vgl. Deile, 2004: S. 9).
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1.2 Bedeutung von Festen
Wenn Feste also den Alltag unterbrechen und sich durch einen besonderen Charakter auszeichnen, welche Funktionen haben sie dadurch für den Menschen? Eine davon ist die soziale Funktion der Vergemeinschaftung. Für diese Gemeinschaft haben sie eine sinnstiftende und handlungsbestimmende Funktion. Während Feste einerseits die Gemeinschaft der Feiernden stärken, grenzen sie andererseits gleichzeitig aus. Diejenigen, die nicht Teil einer bestimmten Festkultur sind oder nicht sein wollen, werden von den Feiernden zumindest indirekt ausgegrenzt. Ein Beispiel hierfür wären die nicht christlichen Glaubensgemeinschaften zu Weihnachten. Dabei bleibt es zwar jedem selbst überlassen, ob er das Weihnachtsfest feiern möchte - einfach ignorieren lässt es sich allerdings nicht. Gerade auch von Menschen ohne Familie kann das Weihnachtsfest als ausgrenzend empfunden werden (vgl. Deile 2004: S. 8).
Eine weitere Funktion von Festen ist die der Regeneration. Feste stellen eine Abwechslung zum Alltag dar, eine Zeit, in der die Menschen sich vom Alltag erholen können. "Das Fest hilft den Alltag zu bewältigen, indem es ihn aufhebt" (Gebhardt 1987: S. 53). Es entlastet den Menschen für eine gewisse Zeit von den Zwängen des alltäglichen Lebens und hilft ihm so, sich zu erholen. Durch das Fest als eine "Erhöhung des Lebens auf kurze Zeit" (Schultz 1988: S. 10) kann der Mensch seinem Alltag für eine gewisse Zeit entkommen.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Feste für das Wohlbefinden des Individuums, die Gemeinschaft und die Instandhaltung der Gesellschaft von sehr großer Bedeutung sind und dass durch die regelmäßige Unterbrechung des Alltags mit Festen auch die Bewältigung des Alltäglichen stattfindet.
2. Herausbildung des modernen Weihnachtsfestes
Obwohl das Weihnachtsfest einem über 2000 Jahre zurück liegendem Ereignis gedenkt, wird bei der Betrachtung der Geschichte von Weihnachten deutlich, dass sich das moderne Weihnachtsfest in der Form, wie es heute gefeiert wird, erst im 19. Jahrhundert herausbildete. Was führte zu der Entstehung des modernen Weihnachtens und welches waren entscheidende gesell- schaftliche Entwicklungen, die Weihnachten zu einem kommerziellen Familienfest werden ließen?
Arbeit zitieren:
Sebastian Schmelzer, 2009, Der Wandel des Weihnachtsfestes, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Weihnachten - Ein kommerzielles Familienfest
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