Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung - Web 2.0 2
2 Was sind Wikis? 3
3 Bekannte Wikis 5
4 Wikis in Lehr- und Lernprozessen 8
5 Fazit 10
Literatur 11
1 Einleitung - Web 2.0
An den technologischen Entwicklungen der letzten 20 Jahre, von den Anfän-
gen des Internets über die Verbreitung des World-Wide-Webs (WWW) bis zum
Web 2.0, kommt vermutlich niemand dauerhaft vorbei. Auch für Lehr- und
Lernsituationen sind einige der entstandenen Technologien sinnvoll nutzbar.
Das Internet selbst stellt zunächst nur eine Infrastruktur zur Datenübertra-
gung bereit, die durch verschiedene Dienste genutzt wird. Die bekanntesten
sind sicherlich E-Mail und das WWW, durch deren Verbreitung das Internet
mehr und mehr zu einem Massenmedium wurde. Das WWW war von Anfang
an auf Interaktivität ausgelegt. Tim Berners-Lee 1 hat in einem Interview gesagt:
„Web 1.0 was all about connecting people. It was an interactive space “ Je-
doch hat sich, gerade im Zuge der zunehmenden Verbreitung, die Relation von
Autoren zu Rezipienten hin zu einem deutlichen Überhang von Lesern entwi-
ckelt.
Seit einigen Jahren zeigt sich eine veränderte Entwicklung. Immer häufiger
werden Inhalte nicht zentral von wenigen Personen bereit gestellt, sondern durch
viele Benutzer zusammengetragen. Ein beliebtes Beispiel ist die Wikipedia, die
vom Umfang und teilweise auch im Bereich der Qualität 2 anderen Enzyklopä-
1 Berners-Lee ist Entwickler des WWW
2 Vgl. hierzu beispielsweise Stern 50/2007, „Wikipedia - Wissen für alle“
2
dien überlegen ist.
Ausschlaggebend für den Web 2.0-Charakter einer Web-Anwendung ist, dass Inhalte mit sehr geringen technischen Vorkenntnissen präsentiert werden können. Spezielle Software ist im Allgemeinen nicht erforderlich.
2 Was sind Wikis?
Der Begriff Wiki kommt aus dem hawaianischen und bedeutet schnell. Ein Wiki ist demnach eine Software mit der schnell und unkompliziert Webseiten verändert werden können.
Für eine Webpräsenz waren im „Web 1.0“ eine ganze Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen. Neben den technisch notwendigen Dingen, wie dem Vorhalten eines Servers im Netz mit der entsprechenden Software, musste auch derjenige, der die Inhalte bereitstellt, FTP 3 -Programmen bedienen können und die Beschreibungssprache HTML 4 beherrschen. Um Inhalte zu verändern war immer ein gewisser Aufwand nötig und je nach gewünschtem Komfort mussten spezielle Programme verwendet werden.
Bei der Benutzung von Wikis ist dies anders. Grundsätzlich gibt es natürlich immer noch einen Server, auf welchem die notwendige Software läuft (die sogenannte Wiki-Engine) und die Installation sowie die Wartung dieses Systems erfordert nach wie vor technische Know-How. Allerdings ist das Einstellen von Inhalten davon losgelöst. (s. Abb. 1)
Hier benötigt der Autor nur noch einen Browser um seine Seiten zu verändern. Die Wiki-Idee geht sogar noch einen Schritt weiter und erlaubt jedem Leser auch Veränderungen vorzunehmen. Bei einem Wiki handelt es sich also um ein einfaches Content-Management-System.
Der folgende Vergleich beschreibt den Unterschied zwischen einer herkömmlichen statischen Webseite und einem Wiki:
Eine Webseite ist ein Schaukasten, in dem ein Plakat hängt. Für diesen Schaukasten gibt es eine begrenzte Anzahl von Schlüsseln, bei wenig relevanten In- 3 File-Transfer-Protocol.Standard zur Übertragung von Dateien im Internet. Heute zugunsten von verschlüsselten Verfahren (SCP, SFTP) nicht mehr so stark verbreitet.
4 Hypter-Text-Markup-Language. Beschreibungssprache um Webseiten zu erstellen. Entwickelt von Berners-Lee.
3
Abbildung 1: Struktur eines Wikis aus technischer Perspektive. (Quelle: Ebersbach et al. 2008: S. 22)
halten vermutlich nur einen. Derjenige, der den Schaukasten mit neuen Plakaten bestückt ist der Autor der Webseite. Irgendwann verliert der Autor die Lust oder Zeit die Plakate im Schaukasten regelmäßig zu aktualisieren und die Seite liegt brach. Ein Wiki hingegen ist eher als eine Wandtafel zu sehen. Vor der Tafel steht ein bisschen Kreide damit jeder, der vorbeikommt, die Seite verändern kann. Unsere Tafel hat noch einige praktische Zusatzfunktionen: Zum Beispiel kann man einzelne Wörter markieren, und wenn man diese berührt, erscheint eine andere Tafel (eine ähnliche Funktion hat der Schaukasten jedoch auch). Wesentlich wichtiger ist das eingebaute Gedächtnis. Die Tafel vergisst nichts von dem, was einmal auf ihr gestanden hat. Alle Änderungen können rückgängig gemacht werden.
Wie oben beschrieben, sind Wikis also darauf ausgelegt mit minimalem Auf-wand Webseiten zu verändern. Wer bei dem Besuch eines Wikis eine Änderung vornehmen möchte, klickt auf einen Link, häufig in Form eines Knopfes, und es öffnet sich eine Bearbeitungsansicht, in der die Inhalte eingegeben werden können. Je nach Einsatzzweck ist es durchaus möglich die Rechte zu beschränken. Es muss nicht zwingend jedem die Möglichkeit gegeben werden Veränderun-
4
Arbeit zitieren:
Philip Rehorst, 2009, Web 2.0 in Lehr- und Lernprozessen, München, GRIN Verlag GmbH
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