Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Historischer Kontext 4
2.1 Autorenschaft und Datierung. 4
2.2 Politischer und sozialer Hintergrund. 5
3 Analyse des Textes 6
3.1 Übersicht der Textpassage 6
3.2 Schlagworte des Gebets. 9
4 Kontext des Gebetes. 10
5 Theologische Analyse. 12
5.1 Tue Buße 12
5.2 Halte meine Gebote 13
5.3 Bekenne 13
5.4 Ich höre Ich sehe 14
5.5 Zusammenfassung. 15
6 Homiletische Analyse 15
Bibliographie. 18
2
1 Einleitung
Wir als Christen und vor allem als Adventisten sehen im Gebet eine Grundlage für unsere persönliche Beziehung zu Gott. Es gibt viel Literatur über das Gebet. Welche Form, wie oft und welche äußere aber auch innere Haltung soll der Beter haben. Wenn wir Beten ist das ein Ausdruck dessen, was wir erleben und der Situation in der wir gerade leben. Dank, Lob, Preis an Gott aber auch das Klagen und Fragen in Situationen, die uns fordern. Viel wurde geschrieben und gedacht, aber ich will in das heilige Wort Gottes sehen, was es über das Gebet und seine Auswirkung sagt. Eine Person, die eine sehr enge Beziehung zu Gott pflegte und auch lebte war Daniel. In dieser Arbeit möchte ich weniger das Gebet in den Kontext der Prophetie im Danielbuch als vielmehr in den biblischen und historischen Kontext stellen. Was heißt, dass ich nicht so sehr auf kultische Motive und zukünftige Ereignisse eingehen, die sicherlich und auch deutlich vorhanden sind, sondern auf das Gebet und seine Auswirkung und was wir für uns persönlich davon lernen können. Er wurde aus seiner Heimat, Jerusalem von den Babyloniern ins Exil geführt. Er gehörte zur Oberschicht 1 , was ihm eine besondere Stellung unter den Gefangen einbrachte. Er sollte eine besondere Ausbildung in Babylon erhalten. Eine Ausbildung die ihn umformen sollte 2 . Doch selbst als Gefangener in einer gefährlichen Situation blieb er seinem Gott treu und wurde belohnt. Das Leben dieses Dieners Gottes wollen wir betrachten und im Besonderen das Gebet aus Daniel 9, dass als Bußgebet gesehen werden darf 3 .
Im Folgenden will ich mich mit dem historischen und biblischen Kontext befassen, der Aufschluss geben soll über den Hintergrund des Gebets. Im Weiteren will ich theologische Aspekte herausarbeiten und benennen. Zum Schluss werde ich versuchen eine Anwendung zu geben. Denn was sagt dieser Abschnitt der Bibel für meine persönliche Beziehung zu Gott und für meine Glauben aus?
1 Daniel 1,3.4
2 Dadurch, daß er ihnen Namen geben ließ, die für den Götzenkult bezeichnend waren, und auch
dadurch, daß er sie täglich in enge Berührung mit abgöttischen Bräuchen und unter den Einfluß der
verführerischen Riten heidnischer Anbetung brachte, hoffte er sie zu bewegen, dem Glauben ihres
Volkes abzuschwören und sich am Gottesdienst der Babylonier zu beteiligen.
Ellen White, Propheten &Könige (Krattingen Advent-Verlag Zürich 2004) S. 336
3 Werner Kessler, Zwischen Gott und Weltmacht - Der Prophet Daniel (Stuttgart Calwer-Verlag 4.
Auflage 1973) S. 130 ~ 3 ~
2 Historischer Kontext
Es gibt 2 gegenwärtig aktuelle Zugänge zu der Bibel. Entweder betrachten wir Bibel als das was sie selbst sagt zu sein, das „Wort Gottes“, oder aber wir betrachten ihre Aussagen als Legenden und Mythen und lassen die Komponente eines allmächtigen Gottes außer Acht. Die Ergebnisse sind grundverschieden. Ich entscheide mich für die Erste und schenke dem Selbstzeugnis der Bibel mein Vertrauen, was auch für die kontextuelle Bearbeitung des geschichtlichen Hintergrunds, vor allem bei dem Buch Daniel, wichtig ist.
2.1 Autorenschaft und Datierung
Die Frage nach dem Autor und der Zeit der Entstehung dieses Buches ist für das weiter Vorgehen sehr wichtig und deswegen auch eine viel diskutierte Sache, da ihre Beurteilung Aussagen darüber treffen, ob Gott sich prophetisch den Menschen offenbart hat und ihnen die Zukunft voraussagen ließ.
Wie oben erwähnt ist nicht für alle Gelehrten und Theologen das Buch der Bücher eine von Gott eingegebenes Wort, sonder von Menschen erdachtes und immer wieder überarbeitetes Werk. Von einem Großteil wird bis heute die sogenannte Makkabäer-These mit Nachdruck vertreten, was eine Abfassung im 2. Jh. v. Chr. bedeuten würde 4 . Allerdings ist auch das, wie es heißt nur eine „These“, die leider aber immer mehr Zustimmung unter ungläubigen Betrachter der Bibel findet. Je mehr Beweise man aber für die Datierung finden möchte, um so deutlicher wird klar, dass das Verfassen in das 6. Jahrhundert v. Chr. gehört, wobei die beschriebene Geschichte schon Ende des 7. Jahrhundert v. Chr. beginnt. 5 Mit der Entscheidung, dass Buch in das 7. bzw. 6 Jhd. v. Chr. zu datieren, ist auch die Autorenschaft schon ein wenig geklärt. Wenn ich der Meinung bin, dass es erst im 2. Jhd. geschrieben worden ist, dann kann es keine Autobiographie mehr sein, so aber kann Daniel es selbst geschrieben haben, da wir ja davon ausgehen, dass es zu Zeit der Geschehnisse geschrieben worden ist. Die Genauigkeit ist ein Argument für eine
4 Edward Young, Kommentar zur Bibel II. (Wuppertal Brockhaus Verlag 1987) S. 848
5 William Shea, Das Buch Daniel Teil 1 (Lüneburg Advent-Verlag 1998) S. 29
~ 4 ~
Autobiographie, wobei viele der neuen wissenschaftlichen Theologen, der Meinung sind, dass auf Grund von persischen und griechischen Lehnwörter das Buch nicht zur damaligen Zeit verfasst worden sein konnte bzw. später redaktionell bearbeitete worden wäre. Doch auch hierfür gibt es Erklärungen, die aber nicht alle diskutiert werden können. Deshalb möchte ich auf zwei Bücher verweisen, die sich damit auseinandersetzten 6 . Ein Argument aber soll hier noch genannt werden, denn die Fundstücke 7 in Qumran machen eine Datierung in die Makkbäerzeit nahezu unmöglich. Denn dann müsste das Buch Daniel innerhalb von etwa 50 Jahren in den Kanon gefunden haben und das ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit.
2.2 Politischer und sozialer Hintergrund
Die politische Lage und das soziale Bewusstsein eine eigenständige Nation zu sei, sowie die Prophezeiung Gottes über die Länge des Exils waren der Grund für das Gebet Daniels. Für das Volk Israel war es eine unmögliche Situation. Es war weit weg von zu Hause. Abgeschnitten vom heilbringenden und seit Jahrhunderten nötigen Heiligtumsdienst am Tempel JHWH’s. Beeinflusst von einem fremden Götterkult und Götzendienst.
6 William Shea, Das Buch Daniel Teil 1 (Lüneburg Advent-Verlag 1998) S. 27-36
+ Edward Young, Kommentar zur Bibel II. (Wuppertal Brockhaus Verlag 1987) S. 848+849
7 John Joseph Collins, The book of Daniel: composition and reception, Band 2 (Leiden Koninklijke Bill
NV 2001) S. 330+331 ~ 5 ~
Arbeit zitieren:
Philipp Steinweber, 2009, Das Gebet - Untersuchung von Daniel 9, München, GRIN Verlag GmbH
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