Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Wettbewerbstheorien 3
2.1 Statische Wettbewerbstheorie 4
2.2 Dynamische Wettbewerbstheorie 5
2.3 Evolutorische Wettbewerbstheorie 5
3. Leitbilder der Wettbewerbspolitik 6
3.1 Vollständige Konkurrenz 6
3.2 Funktionsfähiger Wettbewerb 6
3.3 Wettbewerbsfreiheit 7
3.4 Maximierung der Konsumentenwohlfahrt 7
4. Instrumente der Wettbewerbspolitik 7
5. Einzelne Instrumente der Wettbewerbspolitik in Deutschland und Europa 8
6. Fazit 10
7. Quellen 11
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1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit einem Überblick über Theorien und Instrumente der Wettbewerbspolitik.
Unter Wettbewerbspolitik versteht man einen Teilbereich der Allokationspolitik. Ziel der Wettbewerbspolitik ist es, Kartelle (vertraglich geregelte Zusammenschlüsse rechtlich und organisatorisch selbstständig bleibender Unternehmen zur Beschränkung oder Ausschaltung des Wettbewerbs (vgl. Paulick/Philipp 2005)) und eine marktbeherrschende Stellung einzelner Unternehmen zu verhindern (vgl. Bofinger 2007). Die Wettbewerbspolitik kann somit als Summe aller Maßnahmen des politischen Systems verstanden werden, die den Wettbewerb als wesentliches Element der Sozialen Marktwirtschaft sichern sollen.
Die Wettbewerbspolitik ist notwendig, da Wettbewerb eine zentrale Voraussetzung für ein funktionsfähiges marktwirtschaftliches System ist und dieser sich nicht von selbst einstellt, sondern durch Wettbewerbsbeschränkungen ständig gefährdet ist.
In der Hausarbeit werden zunächst die statische, dynamische und evolutorische Wettbewerbstheorie vorgestellt. Danach werden die daraus folgenden Leitbilder der vollständigen Konkurrenz, des funktionsfähigen Wettbewerbs, der Wettbewerbsfreiheit und der Maximierung der Konsumentenwohlfahrt vorgestellt. Punkt vier erläutert Instrumente der Wettbewerbspolitik, die zur Durchsetzung und Aufrechterhaltung von Wettbewerb verwendet werden. Daran anschließend werden Instrumente der Wettbewerbspolitik auf nationaler als auch auf europäischer Ebene dargestellt. Die Arbeit endet mit einem Fazit, das einen kurzen Blick auf die Vergangenheit der Wettbewerbspolitik als auch auf gegenwärtige Probleme und Anforderungen gibt.
Bei der Wahl der Literatur stütze ich mich vorwiegend auf Rainer Klump (2006): Wirtschaftspolitik, Instrumente, Ziele, Institutionen. München: Pearson, auf Peter Bofinger (2007): Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, Eine Einführung in die Wissenschaft von Märkten, 2. Auflage. München: Pearson und auf Hermann May (2005): Ökonomie für Pädagogen, 12. Auflage. München: Oldenbourg, S. 261-271.
2. Wettbewerbstheorien
Beruht eine Organisation der Wirtschaft auf Konkurrenz, so hat dies wohlstandssteigernde Effekte (vgl. Smith 1776). Die Argumentation dieser Hypothese wurde zunächst in Form eines statischen Modells geführt. Dieses Modell geht von einer gegebenen Ausstattung an Produktionsfaktoren, gegebenen Präferenzen der Nachfrager und von einem konstanten Niveau des technischen Wissens aus. Das Augenmerk dieser Wettbewerbstheorie liegt auf der Analyse der Auswirkungen unterschiedlich vorgegebener Marktstrukturen auf das Marktergebnis unter den eben genannten Annahmen. Unter Marktergebnis versteht man das in einer Volkswirtschaft verfügbare Niveau der Güterversorgung. Später folgte die dynamische Wettbewerbstheorie, die im Gegensatz zur statischen Wettbewerbstheorie Rückwirkungen der Marktergebnisse auf die Marktstruktur analysiert (vgl. Klump 2006).
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2.1 Statische Wettbewerbstheorie
Die statische Wettbewerbstheorie analysiert die Bedingungen, die an den jeweiligen Märkten in qualitativer und quantitativer Hinsicht herrschen. Unter qualitativen Merkmalen versteht man „den Grad der Marktvollkommenheit, das Ausmaß der Markttransparenz, die Möglichkeit des Marktzutritts und die Reaktionsgeschwindigkeit der Marktteilnehmer bei einer Änderung der Marktdaten“ (Klump 2006, 91). Die quantitative Analyse von Märkten geht von der Zahl der in Erscheinung tretenden Anbieter und Nachfrager am Markt aus. Ganz simpel differenziert sie zwischen einem, wenigen und vielen Marktteilnehmern auf der Seite der Anbieter und Nachfrager. Extremfälle wie beispielsweise das bilaterale Monopol, ein Anbieter, ein Nachfrager, oder das Polypol, viele Anbieter, viele Nachfrager können aber auch auftreten (vgl. Klump 2006).
Um Schlussfolgerungen aus der statischen Wettbewerbstheorie zu ziehen, muss man die Marktergebnisse, die sich im Falle eines Polypols und des Angebotsmonopols auf einem perfekt funktionierenden Markt einstellen, vergleichen. Herrscht der Extremfall Monopol, so steht ein Anbieter vielen Nachfragern gegenüber, da alle anderen Anbieter (Konkurrenten) verhindert sind auf den Markt zu treten. Herrscht ein Polypol, so stehen viele Nachfrager vielen Anbietern gegenüber, d.h. ein einzelner Anbieter kann daher durch die Variation seiner Absatzmenge keinen Einfluss auf die Höhe des Marktpreises nehmen. Er muss sich an die Höhe des Marktpreises durch gewinnmaximale Wahl der Produktionsmenge anpassen. Das Gewinnmaximum eines unter vollständiger Konkurrenz produzierenden Anbieters ist dann erreicht, wenn die Grenzkosten der Produktion mit dem vorgegebenen Marktpreis übereinstimmen. Ein Gewinn entsteht, wenn die Grenzkosten über den Durchschnittskosten der Produktion liegen. Für andere Anbieter, die mit der gleichen Produktionstechnik und mit den gleichen Kosten produzieren besteht „bei vollständiger Markttransparenz, unbeschränkten Marktzutritt und schneller Reaktionsgeschwindigkeit“ (Klump 2006, 93) ein Interesse in den Markt einzutreten. Startet ein zusätzliches Angebot in den Markt, so sinkt der Marktpreis solange bis für alle Anbieter die Grenzkosten identisch mit den durchschnittlichen Kosten der Produktion sind. In einer solchen Situation besteht für neue Anbieter folglich kein Gewinnanreiz mehr, doch ist die unter vollständiger Konkurrenz am Markt abgesetzte Menge größer und der Marktpreis niedriger als bei einem Angebotsmonopol. In den statischen Ansätzen der Wettbewerbstheorie zeichnet sich die Marktform der vollständigen Konkurrenz gegenüber der Marktform des Monopols durch eine gesellschaftlich optimale Ausnutzung der gegebenen Ressourcen, der maximalen Marktversorgung und durch die Verhinderung von Monopolgewinnen aus (vgl. Klump 2006).
Zusammengefasst versteht man unter der statischen Wettbewerbstheorie die Modellierung des Wettbewerbs, die von gegebenen Angebots- und Nachfragedeterminanten ausgeht. Ein Vergleich von Monopol und Konkurrenz auf einem vollkommenen Markt führt dann zu dem Ergebnis, dass ein Monopol zu eindeutigen Wohlfahrtsverlusten führt. Das wettbewerbspolitische Leitbild der statischen Wettbewerbstheorie ist daher der Zustand vollkommener Konkurrenz (vgl. Klump 2006).
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Arbeit zitieren:
Hanna Martin, 2008, Überblick über Theorien und Instrumente der Wettbewerbspolitik, München, GRIN Verlag GmbH
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VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Seminararbeit, 20 Seiten
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