Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 3
2 JUDENVERFOLGUNG IM FASCHISTISCHEN ITALIEN. 5
3 EINTRITT ITALIENS IN ZWEITEN WELTKRIEG. 6
4 JUDENVERFOLGUNG AB 1943 6
5 HEILIGE STUHL, DER ANFANG DER NS-ZEIT UND DIE DIPLOMATIE. 7
6 PIUS XII UND HOLOCAUST. 11
7 DER PAPST, DER GESCHWIEGEN HAT 13
8 RESÜMEE. 16
9 LITERATURLISTE 18
2
1 Einleitung
„Nachdenken über das Geschehene ist die Pflicht eines jeden“ 1
Der zweite Weltkrieg hat große Wirkung auf die Gesellschaft hinterlassen und ist heute noch Aktualität. 55 Millionen Menschen fanden den Tod, darunter 6 Millionen Juden die Opfer des Holocaust. Mehr als 15 Millionen Menschen wurden Opfer von Flucht und Vertreibung, viele Millionen Menschen litten an Krankheiten und leiden heute noch an ihre Erinnerungen. Die Geschichte kann sich aus Sicht der Wissenschaftler wiederholen, weil die Menschen manipulierbar sind. Sie beschäftigen sich auch mit der Frage, warum und wie die Menschen sich von andren Menschen und bestimmten Sachen wie zum Beispiel der Werbung oder dem soziale Umfeld beeinflussen lassen. Auch im zweiten Weltkrieg sind die Menschen manipuliert worden. In dem Roman die Welle (1981) von Morton Rhue ist eine Ereignis dargestellt, was tatsächlich in der USA passiert ist. Ein Geschichtslehrer, der herausfinden wollte wie die totalitären Systemen Nationalismus, Kommunismus, Faschismus und ebenfalls die Religion, Menschen stark manipulieren können, führte ein Experiment in seiner Klasse. Das Experiment sollte darstellen dass die Jugendlichen sehr einfach manipulierbar sind und dass die Geschichte sich immer wiederholen kann. Genau das hat ihm gelungen. Zum Schluss zeigte der Lehrer das Bild von Adolf Hitler und sagte dass sie alle gute Nazis werden könnten Deswegen ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass die Jugendlichen die Geschichte kennen. Vor allem sollten sie sich mehrere Meinungen zu bestimmten Ereignissen informieren. Ich werde in meiner Hausarbeit über NS-Zeit in Italien schreiben, bzw. über das Verhalten der katholischen Kirche und des damaligen Papstes Pius XII. gegenüber der Judenverfolgung. Ich habe das Land Italien ausgesucht, weil dort die Religion sowohl heute als auch im zweiten Weltkrieg von großer Bedeutung war und im Vatikan der Wohnsitz der Päpste ist. Darüber hinaus hat Vatikan heute noch großen Einfluss auf die gesamte katholische Kirche. Als Fragestellung wähle ich: Was müssen Jugendlichen über katholische Kirche und die Haltung des Papstes Pius XII. im zweiten Weltkrieg gegenüber Judenverfolgung wissen? Aus dieser Zielstellung ergeben sich für mich die folgende Fragen, die ich mit der Hilfe von wissenschaftlicher Literatur versuche zu beantworten: Haben die katholische Kirche und der Papst Pius XII. den Juden geholfen? Das Verhalten des Heiligen Stuhles und das
Schweigen des Papstes Pius XII. im zweiten Weltkrieg ist heute noch umstritten. Viele Historiker kritisieren das diplomatische Verhalten und die Haltung des Papstes Pius XII. zur Vernichtung der Juden und werfen ihm vor dass er Nazifreundlich gewesen sei. Unter anderem gibt es allerdings auch Historiker, die sein diplomatischer Handel für richtig halten. Ich werde
1 Regine Wagenknecht, Judenverfolgung in Italien 1938-1945, Berlin 2005, S.9
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versuchen die beide Meinungen von Historikern darzustellen um die Fragen zu beantworten, in wie weit das Schweigen und diplomatisches Verhalten von Papst Pius XII. richtig war? Hätte er durch anderes Handeln mehr Juden helfen können? oder hätte er dadurch alles verschlimmert? Ebenfalls möchte ich einen kleinen Überblick über Judenverfolgung im faschistischen Italien geben. Denn ich finde, die Vorgeschichte zu wissen, wie es überhaupt dazu gekommen ist, ist sehr wichtig. Zuerst fasse ich zusammen wer überhaupt der Papst Pius XII. war. Papst Pius XII Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli ist am 2 .März 1876 in Rom geboren. Er war Sohn eines Rechtsanwalts. Er studierte an der Gregorianischen Universität. Im April 1901 nach dem er Priesterweihe empfangen hatte, trat er in den päpstlichen Dienst und war 1904-16 Kardinal Gasparris reche hand bei der Kodifizierung des Kirchenrechtes. Nachdem der Benedikts XV ihn im Jahr 1917 als Nuntius nannte, lebte er zuerst in München und im Juni 1920 wurde er Nuntius in der Weimarer Republik. Noch im ersten Weltkrieg musste er mit der kaiserlichen Regierung über Benedikts XV. Friedenspläne verhandeln. Nach der ersten Weltkrieg unterzeichnete er mit Bayern für die Kirche günstiges Konkordat.1929 wurde er zum Kardinal erhoben und wenig später als Nachfolger Gasparrisals Staatssekretär im Jahr 1930.Dadurch war er für die Konkordate mit Österreich (1933) und dem nationalsozialistischen Deutschland(1933) zuständig. 2 Das Reichskonkordat mit Hitler im Jahr 1933 wird auch als Pakt mit dem Teufel bezeichnet. Hitler garantierte der Kirche weit reichende religiöse Rechte, wenn sich die Priester aus Politik raushalten. Wollte der Pacelli damit die Sicherheit für die katholische Kirche, da er gesehen hatte, dass die Kirche in Deutschland an politischer Bedeutung verliert und sogar die Priester verhaftet werden? oder war er nur um seine eigene Kirche besorgt? Auch im Vatikan selbst diskutiert man heftig über das Thema. 3 Man kann natürlich nicht die ganze Wahrheit über Pius und seine Absichten erfahren, aber es gibt Akten von Papst Pius XII. die veröffentlicht wurde, und die viel über seinen Handeln aussagen. Ebenfalls gibt es weiterhin Akten, die geheim gehalten werden. Nur der amtierende Papst hat das Recht die Akten seiner Vorgänger freizugeben. Zweifellos kann auch das vollständige Archiv niemals ein lückloses Bild der Wirklichkeit zeigen. 4 Trotz allem möchte ich mit dem Material, was ich zu Verfügung habe versuchen herauszufinden in wie weit sich Der Vatikan im zweiten Weltkrieg gegen Judenverfolgung engagiert hat.
2 J.N.D. Kelly, Reclams Lexikon der Päpste, Stuttgart 1988, S.336
3 Hubert Wolf, Papst und Teufel, München 2008,S.255.
4 Piesse Blet SJ, Papst Pius XII. und der zweite Weltkrieg, München, Wien, Zürich 2000, S.11.
4
2 Judenverfolgung im faschistischen Italien
Im folgenden Kapitel möchte ich, über Judenverfolgung im faschistischen Italien im Jahr 1938-1945 einen kleinen Überblick schaffen.
Wie in Deutschland, auch in Italien gab es Rassismus und Judenverfolgung. Faschismus 5 gab es vor dem Nationalsozialismus. Benito Amilcare Andrea Mussolini so genante Duce war von 1922 bis 1943 der Diktator Italiens. Mussolini hat die Massenbewegung der Rechten erfunden. Die Regime in Deutschland und in Italien, hatten manches gemeinsam. Aber es gab dennoch große Unterschiede“ 6 Ich möchte aber in meinem Hausarbeit nicht die beide Diktatoren und deren Handlungen vergleichen, oder die Unterschiede des Faschismus und des Nationalsozialismus untersuchen, sondern über Judenverfolgung schreiben. Die Judenverfolgung in Italien war nicht so dramatisch wie in Deutschland. In Italien haben mehr als 29.000 Juden durch die Hilfe den hilfsbereichen Menschen und sogar den Beamten überlebt. Während in Deutschland durch Bevölkerunghilfe nur 5.000 Juden überlebten. Dennoch gab es Judenverfolgung in Italien. Im Jahr 1938 erließ die faschistische Regierung die Rassengesetze. Diese bedeutete für die Juden Gewisse Einschränkungen. Auch in Jahr 1943 als die deutsche Wehrmacht die Juden aus Rom nach Auschwitz deportierte, stimmte Italien zu. 7
Im Jahr 1938 haben in Italien 46.656 Menschen mit jüdischer Religion gelebt. Schon seit den 16 Jahrhunderten gab es römische Ghettos in Italien. Erste davon war in Rom. Seit der Emanzipation der italienischen Juden nach dem Revolutionsjahr 1848, könnten die Juden in verschiedenen Bereichen arbeiten. Sie waren sogar im Staatsdienst tätig. Als im Jahr 1922 Mussolini die Macht übernahm, änderte sich die jüdische Lage nicht sehr. Erst ab 1938 durch die Zustimmung von faschistischer Regierung an Rassengesetze, fing die Ausgrenzung der Juden an. Die jüdischen Schüler und Studenten dürften nicht mehr in öffentliche Schulen und Universitäten gehen. Die jüdischen Lehrenden wurden entlassen. Die Juden und Afrikaner dürften nicht mehr Ehen mit Italienern. Ebenfalls dürften die Juden nicht mehr nach Italien einwandern. Sie waren ausgeschlossen von Anstellung beim Militär, bei öffentlichen Behörden und bei Institutionen von nationalem Interesse. 8
Außerdem mussten die Juden, die nicht italienische Staastbürgerschaft hatten, das Land ferlassen. Jene, die weigerten das Land zu verlassen, mussten 5.000 Liere Strafe zahlen. Es gab auch eine Ausnahmeregelung. Diese betraf allerdings nur diejenigen Juden, die schon über 65.
5 Unter Faschismus versteht man, ein totalitäres, extrem nationalistisches politisches System, in dem der
Staat alles kontrolliert und die Opposition unterdrückt. Langenscheidt, Großwörterbuch Deutsch Als
Fremdsprache, München 2003,S. 339
6 Jonathan Steinberg, Deutsche, Italiener und Juden, Göttingen 1992, S. 310
7 Regine Wagenknecht, Judenverfolgung in Italien 1938-1945, Berlin 2005, S.9
8 Regine Wagenknecht, Judenverfolgung in Italien 1938-1945, Berlin 2005, S.16-17
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Arbeit zitieren:
Mariam Losaberidze, 2009, Die NS-Zeit in Italien, München, GRIN Verlag GmbH
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