Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
1 Einleitung. 1
2 Beschaffungsmanagement im klassischen Sinne. 1
3 Das Internationale Beschaffungsmanagement. 2
3.1 Globalisierung 3
3.2 Ziele und Aufgaben im internationalen Kontext. 6
4 Implementierung eines globalen Beschaffungsmanagements 8
4.1 Chancen im Internationalen Beschaffungsmanagement. 9
4.2 Risiken im Internationalen Beschaffungsmanagement. 10
4.3 Strategien in der globalen Beschaffung 12
4.4 Neue Handelsplätze durch neue Technologien 15
4.5 Entwicklungstendenzen im Beschaffungsmanagement. 18
4.6 Bewertungsmöglichkeiten des Beschaffungsmanagements. 19
5 Internationales Beschaffungsmanagement in der Praxis. 22
5.1 Internationales Beschaffungsmanagement der DaimlerChrysler AG 22
5.2 Internationales Beschaffungsmanagement am Beipiel der USA im Krieg gegen
den Irak oder warum Effizienz suboptimal sein kann 24
6 Zusammenfassung. 28
7 Fazit. 28
Anhang IV
Quellenverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Veränderung der Märkte in den letzen fünfzig Jahren.
Abbildung 2: Vorteile verschiedener Beschaffungsmärkte in Europa
Abbildung 3: Entwicklung des Euros vom 10.04.2003 bis zum 08.05.2003.
Abbildung 4: Vernetzung unterschiedlicher Unternehmensfunktionen durch Einsatz
moderner Informationssysteme am Beispiel SAP
Abbildung 5: Architektur einer Procurement-Balance Score Card.
Abbildung 6: Versorgungssituation der US-Streitkräfte im Irak
1 Einleitung
Schon im Mittelalter waren Königshäuser dazu angehalten, Seefahrer und Geographen bei ihrer Suche nach neuen Handelswegen zu unterstützen. Schnell wurde erkannt, dass es begehrenswerte Güter im eigenen Land nicht gab oder bestimmte Rohstoffe in fremden Ländern billiger zu gewinnen waren.
Aufgrund der weltweiten politischen Veränderungen der letzten 50 Jahre wurde der Aspekt des Internationalen Beschaffungsmanagements immer wichtiger. Durch relativ stabile politische Rahmenbedingungen expandierten Firmen weltweit, um für ihr Produkt die jeweils besten und günstigsten Komponenten einkaufen und auf neuen (Welt-) Märkten nicht nur materielle Produktionsfaktoren, sondern auch neue Mitarbeiter rekrutieren zu können. Ziel der Seminararbeit ist es, den Leser für die komplexe Problematik des Internationalen Beschaffungsmanagements zu sensibilisieren. Es soll dargestellt werden, dass es nicht die Person des international orientierten Beschaffers gibt, sondern dass erfolgreiches internationales Beschaffungsmanagement ein grundlegender Baustein der Unternehmensstrategie sein muss. In Kapitel 2 wird das klassische Beschaffungsmanagement definiert, woraus in Kapitel 3 die Definition, die Aufgaben und die Ziele des Internationalen Beschaffungsmanagement hergeleitet werden. Kapitel 4 thematisiert die Chancen und Risiken des Internationalen Managements und stellt Strategieansätze sowie Bewertungsansätze vor. Der Schwerpunkt wird auf den Einsatz neuer Technologien gelegt und es werden Entwicklungstendenzen des Beschaffungsmanagements skizziert. In Kapitel 5 wird das Internationale Beschaffungsmanagement anhand zweier Praxisbeispiele vorgestellt und abschließend werden in Kapitel 6 die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst.
2 Beschaffungsmanagement im klassischen Sinne
Der Begriff Management kann aus zwei Perspektiven betrachtet werden. Bezeichnet er eine Gruppe von Aufgabenträgern (Management), dann versteht man darunter die institutionale Perspektive. Zum anderen kann das Handeln, das diese Manager ausführen als Management bezeichnet werden. Dies ist die prozessuale Ebene. In den weiteren Ausführungen der Seminararbeit wird der Schwerpunkt auf den Managementprozess gelegt. Der Managementprozess umfasst die Willensbildung durch eine oder mehrere Personen. Bei Sichtung der Literatur wurde deutlich, dass es viele unterschiedliche Definitionen und Inter-
pretationen des Beschaffungsmanagements gibt. Es zeigt sich jedoch, dass die Gemeinsamkeiten in der Versorgungsfunktion und Analyse von Beschaffungsmärkten zu finden sind. Die folgenden Definitionen wurden ausgewählt, da sie den Kerngedanken des Beschaffungsmanagements am besten wiedergeben:
• „Beschaffung umfasst (…) sämtliche unternehmens- und/oder marktbezogenen Tätigkeiten, die darauf gerichtet sind, einem Unternehmen die benötigten, aber nicht selbst hergestellten Objekte verfügbar zu machen“ (Arnold, U. (1997)) • „Unter Beschaffung sind all diejenigen Aktivitäten zu subsummieren, die darauf gerichtet sind, der Unternehmung die Produktionsfaktoren zur Verfügung zu stellen, die sie im Rahmen ihrer Sachzielerfüllung benötigt, die sie aber nicht selbst produziert.“ (Corsten, H. (1994/95)). 1
Untersucht man verschiedene Definitionen des Beschaffungsmanagements, so wird deutlich, dass die Wissenschaft nicht immer zwischen Einkauf (purchaising), Beschaffung (procurement) und der Materialwirtschaft (materials management) differenziert und die Begriffe synonym benutzt werden. Es sei aber festzuhalten, dass der Einkauf die operative und die Beschaffung die strategische Ebene des Beschaffungsmanagements darstellen.
3 Das Internationale Beschaffungsmanagement
Betrachtet man die obigen Beschaffungsmanagementdefinitionen im internationalen Kontext, so kann man unter Internationalem Beschaffungsmanagement die grenzüberschreitende Ver-sorgung eines Unternehmens aus unternehmensexternen oder auch unternehmensinternen Quellen verstehen mit allen für den Produktionsprozess benötigten Ressourcen. Das klassische Internationale Beschaffungsmanagement ist der Import von Produktionsfaktoren, d.h. die Beschaffungsobjekte werden direkt vom ausländischen Hersteller bezogen. Internationales Beschaffungsmanagement liegt aber auch vor, wenn inländische Produktionsfaktoren ausländischen vorgezogen werden, zuvor aber eine Analyse und Bewertung der inländischen und ausländischen Beschaffungsmärkte stattgefunden hat. 2
1 Zitiert aus: Kaufmann, L.: Internationales Beschaffungsmanagement, Wiesbaden: Gabler, 2001, Seite 29 f.
2 Vgl. Kaufmann, L.: Internationales Beschaffungsmanagement, Wiesbaden: Gabler, 2001, Seite 49 f.
Als Arbeitsdefinition soll die nachstehende Definition gelten: Das Internationale Beschaffungsmanagement ist die unternehmensübergreifende, nicht durch die Landesgrenzen beschränkte Organisationseinheit, die das Ziel hat, den Material- und Informationsfluss aus ganzheitlicher Sicht in Richtung eines wirtschaftlichen Optimums zu gestalten, 3 denn eine marktorientierte Entwicklung des Beschaffungsmanagements ist fundamentale Voraussetzung für wettbewerbsfähige Produkte und deren wirtschaftliche Herstellung. 4
3.1 Globalisierung
Als Hauptgrund für die Ausdehnung der Beschaffungsfunktionen auf Internationalen Märkten ist die zunehmende Globalisierung zu nennen. Die Wettbewerbsposition eines Unternehmens ist in hohem Maße vom Preis und von der Qualität der Produktionsfaktoren abhängig. Nationale Märkte können zum einen die entsprechenden Produktionsfaktoren nicht bereitstellen oder die Qualität ausländischer Produkte ist deutlich besser.
Wie Abbildung 1 deutlich zeigt, haben sich die internationalen dipolaren Marktgewichte aufgespalten und es sind mindestens fünf oder sechs gleich große Märkte entstanden. Das Beschaffungsmanagement umfasst nicht mehr nur West oder Ost, sondern gerade die Märkte in Asien oder Osteuropa werden zunehmend interessanter. So lagert beispielsweise Lufthansa seine Flugzeugüberholung nach China aus. Bei der Wartung von Flugzeugen machen die Personalkosten bis zu 40 Prozent aus. Die Lohnkosten pro Mitarbeiter pro Stunde in Fernost werden mit ca. 20 bis 25 Dollar beziffert, während sie in Deutschland ca. 100 Dollar bei gleicher Qualifikation betragen. 5 Es wird deutlich, dass Unternehmen vom Kostenaspekt her internationale Ausrichtung anstreben (müssen). In der Europäischen Union ist zu beobachten, dass hier ein multinationaler Handelsraum entstanden ist und zunehmend reift. Durch den Wegfall von Grenzkontrollen, der Niederlassungs- und Beschäftigungsfreiheit für EU-Bürger, der Liberalisierung der Finanzdienste, Harmonisierung der Banken- und Versicherungsaufsicht, Öffnung der Transport- und Telekommunikationsmärkte, sowie der Anerkennung von Normen und Vorschriften und größerer Freizügigkeit für Geld- und Kapitalbewegungen wird in Europa der freie Personen-, Dienstleistungs-, Waren- und Kapitalverkehr gefördert. Diese
3 Vgl. Stich, V.: Industrielle Logistik, Aachen, Wissenschaftsverlag Mainz, 2002, 7.Auflage, Seite 4f.
4 Vgl. Stich, V.: Industrielle Logistik, Aachen, Wissenschaftsverlag Mainz, 2002, 7.Auflage, Seite 161f.
5 Heisse, S.; u.a.: Büros in aller Welt, in: Wirtschafts Woche, Nr. 16, 10.04.2003, Seite 55.
Entwicklung nimmt nach Beitritt der neuen EU-Mitgliedstaaten verstärkt zu. Das nationale Denkgefüge ist nicht mehr ausreichend, um konkurrenzfähige Produkte und Dienstleistungen auf den Märkten anzubieten. 6
Quelle: Welge, M.K.; u.a.: Internationales Management, 2. Auflage, Landsberg/Lech, 2001, Seite 19.
6 Vgl. Welge, M.K.; u.a.: Internationales Management, 2. Auflage, Landsberg/Lech, 2001, Seite 20.
Arbeit zitieren:
Christoph Aretz, 2003, Internationales Beschaffungsmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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Neue Strategien im internationalen Beschaffungsmanagement
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