Inhalt
1. Einführung. 2
2. Hintergrundwissen. 3
2.1 Rechtschreibung erlernen 3
2.2 Rechtschreibkompetenz 4
2.3 Rechtschreibfehler. 4
3. Schwierigkeiten im Rechtschreibunterricht. 5
4. Umgang mit Rechtschreibfehlern im Deutschunterricht 6
5. Umgang mit Rechtschreibfehlern in anderen Fächern 8
6. Das Problem des Lernens im häuslichen Umfeld. 9
7. Fallbeispiel und Lösungsansatz. 10
7.1 David, 12 Jahre, 7. Klasse Gymnasium 10
8. Fazit. 13
9. Literaturverzeichnis 16
1
1. Einführung
Die deutsche Rechtschreibung stellt für Schülergelegentlich ein großes Hindernis dar. Häufig sind die Regeln nicht leicht zu verstehen und Rechtschreibfehler schleichen sich ein. Innerhalb der Schule spielen sie nicht nur im Deutschunterricht eine große Rolle. Beschäftigt man sich mit dem Erscheinen von und dem Umgang mit Rechtschreibfehlern, so muss bedacht werden, dass die Grundsteine für die Beherrschung der Regeln der Rechtschreibung bereits in den ersten Lernjahren gelegt werden, denn „schon im Vorschulalter werden wichtige Vorläufer-Kompetenzen aufgebaut, die (…) unterschiedlich gut ausgeprägt sind und den späteren Erfolg im Lesen und Schreiben wesentlich mitbestimmen.“ 1 In der Grundschule dann wird den Kindern in vier Jahren weitestgehend die deutsche Rechtschreibung nahe gelegt. Oftmals ist es aber so, dass sich gerade in diesem Bereich große Schwächen abzeichnen. Die Kompetenz in diesem Bereichist letztlich auch ein Kriterium dafür, auf welche weiterführende Schule die Kinder nach der Grundschule wechseln. Hier wächst der Druck und es wird ein Wissen in diesem Bereich vorausgesetzt, was heißt, dass nicht mehr so tiefgründig daran gearbeitet wird.
Nur wer den Ursprung von Fehlern kennt, kann auch mit ihnen und vor allem an ihnen arbeiten. Gründe für Probleme in der Rechtschreibung gibt es wohl mehrere. Einerseits können sie zusammenhängen mit individuellen Einstellungen, zum Beispiel einem generellen Nicht-lernenwollen. Andererseits gibt es aber auch andere Ursachen, wie zum Beispiel Legasthenie oder eine Lese-Rechtschreibschwäche. Aber auch Konzentrationsstörungen und Nervosität können Auslöser sein. Was oft allerdings nicht bedacht wird: auch die Methoden des Lehrens können Schuld an Rechtschreibfehlern sein.
Im Folgenden werden zunächst allgemeine Hintergrundinformationen zum Erwerb der Rechtschreibung näher in Betracht gezogen, um ein Verständnis und einen ersten Überblick zu erlangen.
1 Schneider 2002: S. 143
2
Die Art der Rechtschreibfehler kann sich in den unterschiedlichsten Ausmaßen bemerkbar machen. Sie können die Groß- und Kleinschreibung betreffen, aber auch tiefergehende Grundsätze der Rechtschreibung können zu Fehlern führen. Ein Blick auf einige Fehlerquellen soll die Komplexität der Rechtschreibung aufzeigen, um diese später noch einmal aufzunehmen, wenn praktische Beispiele näher erläutert werden.
Anhand eines Fallbeispiels soll anschließend aufbauend auf den Methoden des Umgangs mit Rechtschreibfehlern im Deutsch- und Fachunterricht veranschaulicht werden, wie es Lehrern, aber auch Eltern gelingen kann, den Schüler so zu unterstützen, dass die Anzahl der Rechtschreibfehler reduziert wird.
Das letztendlich der Arbeit zugrunde liegende Ziel, aufzuzeigen, dass an Rechtschreibfehlern gearbeitet werden kann, soll im Anschluss kritisch beleuchtet werden.
2. Hintergrundwissen
Bevor das Augenmerk auf den Umgang mit Fehlern geworfen wird, soll zunächst geklärt werden, wie ein Kind die Rechtschreibung erlernt und ab wann man von einer so genannten Rechtschreibkompetenz sprechen kann.
2.1 Rechtschreibung erlernen
Zu der Fähigkeit des Schreibens gehört, wie bei den meisten Dingen, das vorherige Erlernen. Und genau wie das Sprechen als kleines Kind müssen Kinder im Grundschulalter das Schreiben zunächst lernen. 2 Sie können dies nicht komplett eigenständig, sie benötigen Hilfe und jemanden, der sie leitet. So können sie nicht alle Regeln, die die deutsche Rechtschreibung hergibt automatisch wissen und anwenden. Um sie zu verstehen, bedarf es Erklärungen und vieler Übungen. Sommer-Stumpenhorst bezeichnet die ersten Niederschriften eines Kindes als
2 Vgl. Sommer‐Stumpenhorst 1999‐2010: Rechtschreibfehler gibt es nicht!
3
eine „Privatschrift“. 3 So führt er aus, dass Kinder zunächst dem Grundsatz folgen, so zu schreiben wie man spricht. Im Laufe der Zeit entwickelt sich dann ein Verständnis für die Rechtschreibung heraus und Regeln
werden erlernt, bis dann das Niveau der Rechtschreibkompetenz eines Erwachsenen erreicht ist. 4
2.2 Rechtschreibkompetenz
Ein untergeordnetes, wenngleich auch sehr wichtiges Ziel des Deutschunterrichts ist der Erwerb einer einwandfreien Rechtschreibkompetenz. Sommer-Stumpenhorst geht von einer ausgeprägten Rechtschreibkompetenz im Erwachsenenalter aus. 5 Spätestens hier sollte ein Mensch dazu in der Lage sein, fehlerfreie Texte zu verfassen. Endziele einer vollständigen Rechtschreibkompetenz sind • die Kompetenz, Texte fehlerfrei zu schreiben, • Fehler eigenständig zu finden und zu korrigieren, • die gängigsten Rechtschreibregeln zu beherrschen und • Methoden zu kennen, die beim Erlernen der Regeln nützlich sein können. 6
2.3 Rechtschreibfehler
Die Beantwortung der Frage, wobei es sich letztlich um einen Fehler handelt, ist nicht immer einfach. In Bezug auf Rechtschreibfehler allerdings ist diese Frage schnell beantwortet. Es gibt Regeln, nach denen man sich zu richten hat und so hat sich jeder an die Richtlinien zu halten, um Fehler zu umgehen. Nach Kleppin ist ein Fehler etwas, das „als Abweichung von „etwas“ oder als Verstoß gegen „etwas“ zu be-
zeichnen ist. Dieses „Etwas“ muss als Vergleichsgröße existieren.
3 Ebd.
4 Vgl. Sommer‐Stumpenhorst 1999‐2010: Rechtschreibfehler gibt es nicht!
5 Vgl. Sommer‐Stumpenhorst 1999‐2010: Rechtschreibkompetenz entwickeln
6 Vgl. ebd.
4
Arbeit zitieren:
Katharina Neublum, 2010, Vom Umgang mit Rechtschreibfehlern, München, GRIN Verlag GmbH
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