Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung. 3
2. Was ist Glaube? 4
2.1 Biblisch 4
2.1.1 Glaube im AT 4
2.1.1.1 Glaubenshaltung. 4
2.1.1.2 Das zentrale Bekenntnis „Jahwe der Gott Israels“ ( z.B. Ri 5) 4
2.1.1.3 Glaube als Antwort des Menschen 5
2.1.2 Glaube im NT. 5
2.1.2.1 Glaube als Annahme einer Botschaft. 5
2.1.2.2 Glaube als Zugang zur Heilsmacht. 5
2.1.2.3 Die zentrale Bedeutung des Glaubens 6
2.2 Glaube als Akt der Person ein personaler Glaube 6
2.2.1 Der Glaube an Gott 6
2.2.2 Der Glaube an Christus. 6
3. Die Sakramente im Glauben der Kirche 7
4. Glaube im Sakrament Taufe Kindertaufe. 8
4.1 Bekenntnis des Glaubens an Gott und sein Heil 8
4.1.1 Taufe als Gnadentat des dreifaltigen Gottes 8
4.1.2 Glaube als Existenz in der Gemeinschaft 8
4.2 Taufe und Glaube. 9
4.3 Wer glaubt bei der Taufe? 9
5. Glaube im Sakrament Firmung 10
5.1 Unterschied zur Taufe bzw. Beziehung zur Taufe. 10
5.2 Firmung und Glaube 11
5.3 Die Wirkung des Firmsakraments 11
5.4 Wer glaubt bei der Firmung? 13
6. Fazit 13
7. Literaturverzeichnis 14
2
1. Einleitung
Wie ist das Verhältnis vom Glauben und Sakramente? Wie äußert sich der Glaube der Kirche bzw. der Gläubigen in den Sakramenten? Sind Sakramente ohne Glauben wirksam? Das Sakrament Taufe (Kindertaufe) und Firmung sind einerseits einzelne und selbstständige Sakramente, andrerseits gelten beide als zusammengehörig, da Firmung als die „Vollendung“ der Taufe gilt. Trotz der Eigenständigkeit und der unvermeidlichen Zusammengehörigkeit, sind beide Sakramente in Bezug auf den Glauben (Wer glaubt?) sehr unterschiedlich. Der Glaube der Kirche wie auch der personale Glaube äußert sich in beiden Sakramenten anders.
Und genau dies will ich hier herausstellen. Ich beziehe mich zunächst darauf, als erstes einen groben Überblick über den Glauben wiederzugeben. Dabei gehe ich auf den biblischen und den personalen Glauben ein, da diese beiden Glaubensformen eine wichtige Rolle in dem Glauben der Sakramente Taufe und Firmung spielen und zusammenhängend verantwortlich für den christlichen Glauben der Gemeinschaft sind.
Ein großer Teil dieser Arbeit wird sich mit dem Glauben allgemein befassen, da mir es wichtig erscheint erst mehr auf den Glauben selber einzugehen und dann zu den Sakramenten zuzuordnen, wogegen die Sakramente bzw. der Glaube in den Sakramenten durch den Eigenteil nur noch mehr verdeutlicht werden. Es wird hier in dieser Arbeit nicht direkt auf die Sakramente eingegangen, sondern nur auf die wichtigen Aspekte, die sich mit den Sakramenten und dem daraus resultierenden Glauben beschäftigen.
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2. Was ist Glaube?
2.1 Biblisch
Der biblische Glaube gliedert sich in zwei Punkte, einmal biblischer Glaube im NT und einmal biblischer Glaube im AT. So wird das Wort „Glaube“ im AT nur sehr selten gebraucht, wogegen vom NT das Wort „Glaube“ als die wichtigste, gleichsam alles zusammenfassende, Bezeichnung für das Verhältnis zu Gott dargestellt wird. 2.1.1 Glaube im AT
Die Übersetzungen des AT geben mit „glauben“ das hebräische Wort „hae’aemin“ wieder. Der Sinn des hebräischen Wortes kann so umschrieben werden: Sich verlassen auf jemanden, einer Botschaft glauben schenken, sie für wahr halten, jemandem vertrauen. 1
2.1.1.1 Glaubenshaltung
Glaube kann im AT begrifflich nicht auf einen eindeutigen Sachverhalt anschließen. Um den Glauben im AT zu beschreiben dienen Ableitungen mehrere Stämme wie z.B. „aman (fest, sicher), batah (trauen), qiwwah (hoffen), hikkah (harren) und hasah (sich bergen)“. Der Glaube im AT bildet sich meist aus einer Vielzahl von geschichtlichen Ereignissen heraus: „in der Polarität von negativen (Drohung, Gericht) und positiven (Verheißung) Manifestationen Jahwes und der dadurch hervorgerufenen Reaktionen im Leben der betroffenen Menschen“. Für jeden Einzelnen des Bundesvolkes ist der Glaube eine besondere Existenzform des an Jahwe gebundenen Menschen. 2
2.1.1.2 Das zentrale Bekenntnis „Jahwe der Gott Israels“ ( z.B. Ri 5)
Das Glaubensbekenntnis der atl. Glaubens ist der Anfang, der nicht nur eine Projektion für den späteren Begriff ist, sondern authentische Aspekte aufweist.
So ist das Bekenntnis ein Ruf und die Herausforderung durch Gott und die Gehorsamkeit und Bereitschaft der Menschen. Der Glaube an die Vollkommenheit Gottes und die Heiligkeit Gottes. 3 „Der Weg des alt. Glaubens führt vom Gott der Biographie Abrahams zum Gott der Geschichte des Volkes, das sich in den Ereignissen seit dem Auszug aus Ägypten als Volk und Partner konstituiert.“ 4
1 Vgl. Vorgrimmler, Herbert, Neues Theologisches Wörterbuch, 230‐231.
2 Vgl. Seckler, Max, Berchtold, Christoph, Glaube in: Eichler, Peter (Hrgb.), Neues Handbuch theologischer
Grundbegriffe 2, 232.
3 Vgl. Seckler, Max, Berchtold, Christoph, Glaube in: Eichler, Peter (Hrgb.), Neues Handbuch theologischer
Grundbegriffe 2, 232‐233.
4 Ebd. Seite 233.
4
2.1.1.3 Glaube als Antwort des Menschen
Der Mensch im AT antwortet auf den sich geschichtlich offenbarten Gott. Der Mensch antwortet mit Gehorsam und Anerkennung, mit Vertrauen auf Verheißung und mit Treue auf Treue. 5
2.1.2 Glaube im NT
Im NT wird der Begriff Glaube anders gebraucht, als im AT. Im NT ist Glaube ein theol. Zentralbegriff, der sich in verschiedenen Gesichtspunkten auffächert:
Ein Glaube an den fürsorgenden Gott, wie er in Wort und Schrift der Synoptiker wiedergegeben wird. So ist hier der Glaube des Menschen die Annahme Gottes, Annahme der Botschaft von der Heilstat Gottes in Jesus Christus, so wie das Praktizieren des gewiesenen Heilsweges, der im Glauben erkannt und anerkannt wird. Der Gegenstand des Glaubens im NT ist die Tat Gottes an Jesus Christus und somit der Inhalt der Verkündigung. 6
2.1.2.1 Glaube als Annahme einer Botschaft
Am Anfang des Markusevangelium wird eine klare und pragmatische Zusammenfassung der Verkündung Jesu dargeboten: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15).
Somit steht die Glaubensforderung nur konsequent im Blick auf den Inhalt der Botschaft. Wer immer in Israel das Gotteswort ausrichtete, musste den Anspruch auf den Glauben erheben, der ja schließlich Gott selber galt.
Dass ein solcher Anspruch erhoben werden konnte und musste, zeigt sich z.B. im Exodus, Mose sagt: „ ...und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf mich hören...“ (Ex 4,1). So mussten die Ältesten auch Johannes glauben, dessen Botschaft vom Himmel, d.h. direkt von Gott war. 7
2.1.2.2 Glaube als Zugang zur Heilsmacht
In den Evangelien wird von verschiedenen Wundern aber auch von einem Glauben gesprochen, welche der Heilung oder Rettung vorausgeht („Als Jesus ihren Glauben sah...“( Mk 2,5)) oder vorausgehen sollte („Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“ (Mk 4.40)). Diesem Zusammenhang von Glaube und Wunder begegnet man immer nur in der christlichen Überlieferung. Der Zusammenhang von Glaube und Wunder gibt also eine besondere Erfahrung Jesu,
5 Vgl. Ebd. Seite 233.
6 Vgl. Ebd. Seite 233‐234.
7 Vgl. Seckler, Max, Berchtold, Christoph, Glaube in: Eichler, Peter (Hrgb.), Neues Handbuch theologischer
Grundbegriffe 2, 233‐237.
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Arbeit zitieren:
Veronika Weigel, 2005, Glaube im Sakrament Taufe und Firmung, München, GRIN Verlag GmbH
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