Proseminar: 4032 Jugendsoziologie
Hausarbeit im Bereich: Soziologie
Thema der Arbeit: Okkultismus unter Jugendlichen
Verfasserin :
Monika Domanski
4. Semester in Pädagogik (Grundstudium)
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 1
2. Begriffsklärung- Okkultismus 2
2.1 Geschichte des Okkultismus 2
2.2 Okkulte Praktiken 3
2.2.1 Glasrücken und automatisches Buchstabieren 4
2.2.2 Automatisches Schreiben ohne oder mit „Tischchen“ 4
2.2.3 Tischrücken 4
2.2.4 Wünschelrutengehen 5
2.2.5 Pendeln über Gegenständen 5
2.2.6 Kristallsehen 5
2.3 Nicht anerkannte Deute- und Beratungspraktiken 5
2.3.1 Horoskopdeutung 5
2.3.2 Handlesen 6
2.3.3 Tarotkarten legen 6
2.3.4 I Ging 6
2.4 Magische Praktiken 6
2.5 Spiritismus 7
2.6 Satanskulte/ Schwarze Messen 7
2.7 Hören von Popgruppen mit okkultem/ 7
satanischem Hintergrund
3. Jugendokkultismus- empirisch betrachtet 8
3.1 Motive und Bedeutungen 11
3.2 Gefährdungen 12
II
5. Okkultismus als Sucht 14
6. Schlusswort 15
- Okkultismus- Eine Gefährdung für unsere Jugend?-
7. Literaturverzeichnis 17
III
1. Einleitung
Zu allen Zeiten hatte das Verborgene, das Unzulängliche und Unbekannte seinen Reiz. Noch vor einigen Jahren war der Begriff des Okkultismus für die „Normal- Bürger“ ohne Bedeutung. Erst seit dem 17. Jahrhundert erlangte das Wort eine eigene Begrifflichkeit. Heutzutage hat das Wort „Okkultismus“ so großes Ansehen wie noch nie zuvor. Ständig taucht es in den Medien auf, umgeben von zahlreicher Kritik. Unter Okkultismus können sich sehr viel Menschen nichts genaueres vorstellen. Zahlreiche wissen, dass Okkultismus etwas mit Satanismus zu tun hat, doch eine genauere Vorstellung von sämtlichen Bereichen des Okkultismus ist ihnen oft unbekannt.
Deshalb möchte ich in dieser Arbeit als erstes die Begrifflichkeit diesen so sehr komplizierten Begriffes klären.
Ich möchte mit einer Definition beginnen und die okkulten Praktiken ein wenig erläutern. Da der Begriff des Okkultismus sich über ein sehr weites Gebiet erstreckt, möchte ich jeweils nur kurze Bedeutungen aufführen.
Nachfolgend möchte ich mich meiner Fragestellung widmen. „Beweggründe der Jugendlichen zum Okkultismus“. Um an diese Fragestellung so genau wie möglich heran zu kommen, müssen zu aller erst die Gründe und Motive des Okkultismus, sowie aber auch die Gefahren dabei berücksichtigt werden. Stellt Okkultismus eine Gefährdung für unsere Jugend dar? Löst Okkultismus bei Jugendlichen psychische Störungen aus? Diese Fragen mögen sich sehr viele Eltern stellen, dessen Kinder sich mit den Praktiken des Okkultismus befassen. Nachfolgend möchte ich einige Studien aufführen, die das Interesse am Okkultismus der Jugendlichen im Zahlen ausdrücken.
Natürlich werden Eltern unruhig, wenn sie beobachten, dass sich ihre Kinder zur „schwarzen Seite der Gesellschaft“ hingezogen fühlen. Aber was könnte man dagegen machen? Muss man sich sorgen machen? Wird es in Zukunft noch schlimmer werden mit der Begeisterung am Okkultem? Diese Fragen und viele mehr können nicht eindeutig beantwortet werden, da sehr viele Faktoren zusammen kommen, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Ich hoffe dennoch, dass ich diesem Thema ein wenig näher kommen kann und ein kleines Licht auf diese „Schattenseite der Gesellschaft“ fallen kann.
Zum Schluss möchte ich mich mit dem Thema Okkultismus als Sucht befassen und versuchen die Frage: „Okkultismus unter Jugendlichen- Eine Gefährdung für unsere Jugend?“ sinnvoll zu analysieren.
1
Begriffsklärung- Okkultismus 1 2.
Der Begriff des Okkultismus von lat. -occultum- = „das Geheimnisvolle“, „das Verborgene“, fasst weltanschauliche Richtungen und Praktiken zusammen, die beanspruchen, das Wissen und den Umgang mit den unsichtbaren, geheimnisvollen Seiten der Natur und des menschlichen Geistes besonders zu pflegen.
Im Sinne des heutigen Sprachgebrauchs existiert das Wort etwa seit dem 19. Jahrhundert. Heute wird der Begriff Okkultismus als Sammelbezeichnung unterschiedlichster Phänomene, Praktiken und Weltanschauungen verwendet, die man auch als esoterisch, mystisch, paranormal oder übersinnlich bezeichnen kann. Es sind Praktiken wie Magie, Pendeln, Wahrsagen oder Spiritismus.
Eine Unterscheidung oder Abgrenzung dieser Teilbereiche des Okkultismus von anderen religiösen oder spirituellen Systemen fällt schwer, da der Begriff nie klar definiert wurde.
2.1 Geschichte des Okkultismus
Da es den Okkultismus nicht gibt, sondern er nur der Sammelbegriff unzähliger Praktiken und Anschauungen ist, lässt sich der Ursprung nicht genau definieren. Es wird vermutet, dass okkultistische Praktiken schon im Mittelalter in Form von Astrologie (sehr alte Methode die Zukunft vorher zu sehen), Alchemie (Vorform der heutigen Chemie) und magischen Riten( Satanismus und Spiritismus) zur Geisterbeschwörung durchgeführt wurde.
Der Begriff des Okkultismus ist von seiner Herkunft eng verwandt mit dem Begriff der Esoterik. Das griechische Wort „esoteros“, was soviel bedeutet wie „innerlich, verborgen“ entspricht dem lateinischen Wort „occultus“.
Schon in der Antike wurden mit dem Wort „occulta“ diejenigen Geheimnisse bezeichnet, die in den Mysterien überliefert wurden.
Erst in der Zeit der Renaissance und in der Romantik erlebte die okkulte Modeströmung eine Blüte. Dabei handelte es sich um den esoterischen Okkultismus, die sogenannten Geheimwissenschaften. 2 Das Wort okkult in einem annährend modernen Sinne wird zum ersten Mal von dem Arzt, Juristen und Theologen Agrippa von Nettesheim gebraucht. Sein
1 Vgl. Ruppert, H.: Okkultismus. Wiesbaden und Wuppertal 1990. S11
2 Vgl. Ruppert, H.: Okkultismus. Wiesbaden und Wuppertal 1990. S. 11f
2
Arbeit zitieren:
Monika Domanski, 2003, Okkultismus unter Jugendlichen, München, GRIN Verlag GmbH
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