Inhaltverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis: II
Abbildungsverzeichnis : IV
1. Einleitung 1
2. Managed Care Programme 2
2.1 Das Modell der hausarztzentrierten Versorgung 3
2.2 Ziele der hausarztzentrierten Versorgung. 5
3. Empirische Untersuchungen 6
3.1 Ergebnisparameter der hausärztlichen Versorgung 7
3.2 Empirische Ergebnisse. 7
3.2.1 Klinische Qualität der Behandlung. 7
3.2.2 Patientenzufriedenheit 8
3.2.3 Prozessqualität/Koordinierung 9
3.2.4 Ärztliche Kontaktzahlen und Kontinuität der Behandlung 10
3.2.5 Arzneimittelverordnungen. 11
3.2.6 Doppeluntersuchungen 11
3.2.7 Ökonomische Bewertung 12
3.2.8 Gesamtbewertung 12
4. Hausarztzentrierte Versorgung in Deutschland. 13
4.1 Einführung der hausarztzentrierten Versorgung. 13
4.2 Der Status quo der hausarztzentrierten Versorgung in Deutschland 15
4.3 Bewertung der hausarztzentrierten Versorgung in Deutschland 16
5. Ausblick 21
I
Abkürzungsverzeichnis:
Abb. Abbildung Abs. Absatz allg. allgemein AOLG Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden Aufl. Auflage Bsp. Beispiel bspw. beispielsweise BR Bundesrat BT Bundestag bzgl. bezüglich ca. circa d.h. das heißt et al. et alii f. folgende ff. fort folgende gem. gemäß ggf. gegebenenfalls GMG Gesundheitsmodernisierungsgesetz GKV Gesetzliche Krankenversicherung GWB Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen KV Kassenärztliche Vereinigung MC Managed Care
II
mind. mindestens Mio. Millionen Mrd. Milliarden mWv mit Wirkung vom Nr. Nummer o.V. ohne Verfasser S. Seite SGB Sozialgesetzbuch sog. so genannte Tab. Tabelle TFR Total Fertility Rate u. und u.a. unter anderem usw. und so weiter Verl. Verlag vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
III
Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1: Modell der hausarztzentrierten Versorgung. ........................................................3 Abbildung 2: Verteilung der Ergebnisse nach den unters. Parametern....................................12 Abbildung 3: Entwicklung der Mitgliederzahlen in den Programmen nach § 53 Abs.3 SGB V
..................................................................................................................................................16
IV
1. Einleitung
Die Bevölkerungszahl in Deutschland wird sich in den kommenden 50 Jahren von 82 Mio. auf ca. 65 Mio. Menschen reduzieren. 1 Diese Entwicklung wird durch die seit den 70er Jahren auf einem schwachen Niveau von ca. 1,4 Total Fertility Rate verharrende Geburtenentwicklung hervorgerufen. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Ersatzniveau von 2,1 TFR. 2
Neben der Stagnation der Geburtenzahlen ist gleichzeitig eine deutliche Erhöhung der Lebenserwartung zu verzeichnen. Zu erklären ist diese Entwicklung durch die verbesserte medizinische Versorgung und die gestiegenen hygienischen Standards. Die durchschnittliche Lebenserwartung der 60- jährigen Frauen (Männer) im Jahr 1980 von 80,8 (76,5) Jahren stieg bis ins Jahr 2004 auf 84,5 (80,6). Diese Entwicklung wird sich nach dem mittleren Modell zu den Berechnungen des statistischen Bundesamtes bis ins Jahr 2050 weiter fortsetzen. Im Jahr 2050 werden die 60- jährigen Frauen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 88,2, die Männer einen Wert von 83,7 Jahren erreicht haben. 3 Durch die Entwicklungen der Geburtenrate und der Lebenserwartung wird sich der Rentnerquotient nach Prognosen der Bundesregierung bis ins Jahr 2050 drastisch auf 83,5 erhöhen. Im Vergleich zum Jahr 2009 ist dies ein Zuwachs von 53,8 Prozent.
Auch für das Gesundheitswesen bringt diese Entwicklung erhebliche Belastungen mit sich. Der demographische Wandel setzt dabei sowohl auf der Einnahmeseite als auch auf der Ausgabenseite an. Da die beitragspflichtigen Einnahmen der Rentner in der GKV deutlich unter denen der Erwerbstätigen liegen, kommt es durch den Anstieg des Rentnerquotienten zu einer Erosion der Einnahmeseite bzw. zu einer Mehrbelastung der Erwerbstätigen. 4 Gleichzeitig verursachen die Alterskohorten über 65 Jahren einen Großteil der anfallenden Kosten. Veranschaulicht wird dies durch Zahlen aus dem Jahr 2006, in welchem 47,1 Prozent der Ausgaben für medizinische Leistungen in Deutschland auf Personen über 64 Jahren entfielen. 5 Aufgrund des demographischen Wandels wird sich dieser Effekt in den nächsten
1 Vgl. Ulrich (2003), S. 1
2 Das Ersatzniveau gibt an, wie viele Kinder geboren werden müssen, um die Elterngeneration zahlenmäßig zu
ersetzen. Vgl. Kistowski (2004), S. 2
3 Vgl. Statistisches Bundesamt (2006), S. 60
4 Vgl. Ulrich (2003), S. 6
5 Vgl. Nöthen, Böhm (2009), S. 15
1
Jahrzehnten noch weiter verstärken. 6 Eine effiziente Leistungserstellung im Gesundheitswesen ist aufgrund der beschriebenen Finanzierungs- und Ausgabeneffekte unabdingbar. U.a. werden daher Managed Care Instrumente mit dem Ziel einer effizienten Allokation von Mitteln und Ressourcen in der medizinischen Leistungserstellung eingesetzt, 7 Ein potentielles Managed Care Instrument mit dem Ziel einer effizienten und qualitativ hochwertigen Patientenversorgung stellt die hausarztzentrierte Versorgung dar. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Implementierung eines Gatekeepingmodells im deutschen Gesundheitswesen. Dazu werden zunächst im Kapitel 2 die theoretischen Grundlagen und Ausgestaltungsoptionen des Versorgungmodells näher dargestellt. Im Kapitel 3 wird ein umfassender Überblick über die empirischen Untersuchungen zu den verschiedenen Ergebnisparametern gegeben, die mit der hausarztzentrierten Versorgung einhergehen. Im Kapitel 4 werden die möglichen Effekte der der derzeitigen Ausgestaltung der hausarztzentrierten Versorgung in Deutschland eruiert und diskutiert. Daran schließt eine Bewertung der aktuellen Gesetzeslage und der damit verbundenen Konsequenzen für die Krankenkassen an. Ein Ausblick beendet die Arbeit.
2. Managed Care Programme
Die Implementierung und Weiterentwicklung der Manage Care Instrumente ist entscheidend von den sich verändernden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen geprägt. Diese sind der demographische Wandel, die Ressourcenverknappung, die Veränderung des Krankheitsspektrums, der medizinisch-technische Fortschritt sowie das Ziel der wettbewerblichen Ausrichtung des Gesundheitswesens. 8 Wie in der Einführung schon dargestellt wurde, existieren bisher sehr unterschiedliche Definitionsansätze von MC in der Literatur. Eine sehr umfassende Einordnung findet sich im Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen aus Als Managed Care wird ein Versorgungssystem bezeichnet, das die Leistungserbringung und Finanzierung in
6 Vgl. Ulrich (2000), S. 166. Die quantitativen Ausmaße der Ausgabensteigerungen hängen maßgeblich mit der
Veränderung des durchschnittlichen Gesundheitszustandes der älteren Menschen ab. Prognosen werden durch
die konkurrierenden Thesen der Medikalisierung vs. Kompression gegeben. Neue empirische Untersuchungen
(z.B. Niehaus (2006)) widerlegen die These der monetären Kompression der Gesundheitsausgaben, was die
Ausgabenproblematik durch den demographischen Wandel weiter verstärkt.
7 Schwartz et al. (2002), S. 571
8 Vgl. Amelung (2007), S. 39 und BT-Drucksache 16/3100, S. 2
2
unterschiedlichem Ausmaß zusammenfasst. Dabei sieht es ein prospektiv pauschaliertes Finanzierungssystem vor. Managed Care verfolgt die Ziele, Sektoren und Leistungserbringer im Sinne einer regionalen, Outcome-orientierten Gesundheitsversorgung zu integrieren sowie deren Effizienz u. a. durch Zielgruppenorientierung und Prävention sowie Generationenbezug zu verbessern. In der Umsetzung werden selektives Kontrahieren und die Etablierung von Managementstrukturen bei Kostenträgern und Leistungserbringern eingesetzt. Die Arztwahl kann in unterschiedlichem Maße eingeschränkt sein, 9 Eines der MC Instrumente, welches all diese Zielgrößen vereint, ist die hausarztzentrierte Versorgung.
2.1 Das Modell der hausarztzentrierten Versorgung
Das Modell der hausarztzentrierten Versorgung, auch als Gatekeeping- oder Hausarztmodell bezeichnet, baut auf einem einfachen Grundgedanken auf: Jede ambulante Behandlungsepisode startet mit einem verpflichtenden Besuch bei einem vorab verbindlich gewählten Primär- bzw. Hausarzt. 10 Ausgenommen hiervon sind notfallmedizinische Maßnahmen und andere vorab definierte Leistungen (z.B. Frauenarztkonsultationen). 11
Abbildung 1: Modell der hausarztzentrierten Versorgung;
Quelle: Amelung (2007), S. 169.
Zugang zur Sekundärversorgung, d.h. zu Fachärzten, erhalten die Patienten nur mittels einer Überweisung durch den Hausarzt. Für die Funktion des Gatekeepers werden Allgemeinmediziner, Ärzte ohne Gebietsbezeichnung, praktische Ärzte, hausärztlich tätige Internisten sowie mit Einschränkungen auch Gynäkologen zugelassen. 12
9 Vgl. Gerlach et al. (2009), S. 435
10 Vgl. Zentner et al. (2008), S. 5 und Erlinghagen, Pihl (2004), S. 5
11 Vgl. Amelung (2007), S. 169
12 Vgl. Baumann, Stock (1996), S. 123
3
Arbeit zitieren:
Christoph Fürleger, 2010, Hausarztzentrierte Versorgung als Selektivvertragsoption in der vertragsärztlichen Versorgung, München, GRIN Verlag GmbH
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