INHALT
Widmung / 3
Vorwort / 7
Sofonisba Anguissola.
Die erste Malerin der Neuzeit / 9
Frida Kahlo
Die „Malerin der Schmerzen“ / 17
Angelika Kauffmann
Die Schweizer Porträtmalerin / 31
Paula Modersohn-Becker
Die Vorläuferin des Expressionismus / 47
Seraphine Louis
Frankreichs große naive Malerin / 71
Marianne von Werefin
Der „Russische Rembrandt“ / 85
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Weitere Malerinnen / Seite 95 Literatur / Seite 137 Bildquellen / Seite 141 Der Autor / Seite 145 Bücher von Ernst Probst / Seite 147
Vorwort
Malende Superfrauen
Sechs Künstlerinnen, die wahre Meisterwerke schufen, stehen im Mittelpunkt des Taschenbuches „Malende Superfrauen“: Sofonisba Anguissola aus Italien, Frida Kahlo aus Mexiko, Angelika Kauffmann aus der Schweiz, Paula Modersohn-Becker aus Deutschland, Séraphine Louis aus Frankreich und Marianne von Werefkin aus Russland. Ihre Gemälde belegen eindrucksvoll, zu welch großen Leistungen Frauen in der Malerei fähig sind, wenn man ihnen dies nicht verwehrt. Autor dieses Taschenbuches ist Ernst Probst, zu dessen Spezialitäten Biografien über berühmte Frauen gehören. Er schilderte bereits das Leben vieler anderer Superfrauen aus den Bereichen Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft, Verkehr, Wissenschaft, Medizin, Film, Theater, Literatur, Fotografie, Musik, Tanz, Feminismus, Sport, Mode, Kosmetik, Medien und Astrologie.
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Sofonisba Anguissola (um 1531/1532-1625), Selbstbildnis von 1554, Original im Kunsthistorischen Museum, Wien
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Sofonisba Anguissola
Die erste Malerin der Neuzeit
Zu den bedeutendsten Malerinnen des 16. und 17. Jahrhunderts gehörte die italienische Künstlerin Sofonisba Anguissola (um 1531/1532-1625), nach anderer Schreibweise auch Anguisciola. Ihre Werke fanden bereits zu ihren Lebzeiten den Gefallen von großen Meistern und reichen Adligen. Dank ihres Talents konnte Sofonisba als Zeichenlehrerin am spanischen Königshof nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt, sondern auch den ihrer Eltern verdienen. Man bezeichnet sie als erste Malerin der Neuzeit. Sofonisba Anguissola kam laut Online-Lexikon „Wikipedia“ um 1531/1532 als ältestes von sieben Kindern des Amilcare Anguissola und seiner Ehefrau Bianca Ponzoni in Cremona (Oberitalien) zur Welt. Die von vielen Autoren auf 1527/1528 datierte Geburt beruht auf der falschen Aussage des flämischen Malers Anthonys van Dyck (1599-1641), der Sofonisba 1624 ein Jahr vor ihrem Tod kennen lernte und als „96-jährig, blind, aber von lebendigem Verstand“ bezeichnete. Sowohl der Vater als auch die Mutter von Sofonisba gehörten zu aus dem Handelsbürgertum stammenden adeligen Familien der Stadt Cremona. Sofonisbas fünf Schwestern hießen Elena (nach 1532 bis nach 1584), Lucia (zwischen 1537 und 1542 bis vor 1566), Minerva (zwischen 1539 und 1541 bis vor 1566), Anna Maria (um 1555/1556 bis um 1611) und Europa (um 1566 bis vor 1578 tätig). Ihr jüngster Bruder trug den Vornamen Asdrubale. Die Eltern ließen ihren Töchtern eine
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humanistisch geprägte Bildung sowie eine Ausbildung zukommen, die damals nur für männliche Familienmitglieder üblich war.
Von ihrem Vater wurde Sofonisba bereits mit zehn Jahren zusammen mit ihrer Schwester Elena für drei Jahre in die Lehre zu dem manieristischen Maler Bernardino Campi (1522-1591) in Cremona geschickt. Der Entschluss Amilcares, diese beiden Töchter als Malerinnen ausbilden zu lassen, war damals eine Sensation. 1549 setzte Sofonisba ihr Studium bei dem Maler Bernardino Gatti, genannt Il Sojaro (um 1495-um 1575), fort. Außer Sofonisba betätigten sich auch deren Schwestern Lucia, Europa und Anna Maria als Malerinnen. Minerva wurde Literatin und Elena Dominikanerin und Malerin. Amilcare Anguissola reiste mit Sofonisba sowie ihren Zeichnungen und Selbstporträts zu den Adelshöfen in Mantua, Ferrara und Parma. Ihre Werke beeindruckten sogar den berühmten italienischen Bildhauer, Maler, Baumeister und Dichter Michelangelo (1475-1564). Er stellte Sofonisba die besonders schwierige Aufgabe, einen weinenden Jungen zu zeichnen. Sie löste dies bravourös mit dem Motiv des „Knaben, der von einem Krebs gezwickt wird“. Auch die Künstler Giorgio Vasari (1511-1574), Francesco Salviati (1510-1563) und Antoine Caron (um 1521-1599) wussten Sofonisbas Gemälde zu schätzen. Als Beweis ihrer Anerkennung gilt ihre Aufnahme in die zweite Auflage der Künstlerbiographie Vasaris, die 1568 erschienen. Sofonisba genoss in Italien und im Ausland hohes Ansehen und stand mit Herrschern, Literaten und Künstlern in Verbindung. Die väterlichen Investitionen in die Zukunft von Sofonisba Anguissola machten sich bezahlt. 1559 war sie zu Gast am Hof des Vizekönigs Duca di Sessa in Mailand. Von dort aus leitete man sie 1560 mit einer Empfehlung des Herzogs von
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Alba, Fernando Toledo (1507-1582), nach Madrid an den königlichen Hof. Dort diente sie Isabella von Valois (1556-1568), der 14-jährigen Braut des spanischen Thronfolgers Philipp II. (1527-1598), als Hofdame und Zeichenlehrerin. Bald verbrachte die junge Königin die meiste Zeit vor der Staffelei. Für ihre Dienste erhielt Sofonisba nicht nur eine jährliche Rente für sich selbst, sondern auch für ihre Eltern. Von Sofonisba blieben auch Zeugnisse ihres Schriftwechsels erhalten. Dazu gehören ein am 16. September 1561 in Madrid verfasster Brief an Papst Pius IV. (1499-1565) und ein am 21. Oktober 1561 ebenfalls in Madrid zu Papier gebrachter Brief an den Maler Bernardino Campi.
Das erste Porträt, das Sofonisba Anguissola von der kindlichen Infantin Isabella anfertigte, war so gelungen, dass Peter Paul Rubens es kopierte. 1565 malte Anguissola auch König Philipp II.
Als Königin Isabella, mit der sie sich sehr gut verstanden hatte, 1568 während ihrer dritten Schwangerschaft starb, litt Sofonisba Anguissola unter Depressionen, blieb aber am spanischen Hof. Die Nachfolgerin von Isabella, die Erzherzogin Anna von Österreich (1549-1580), wusste ebenfalls ihre Gesellschaft und ihre Kunst zu schätzen. Während ihres Aufenthalts bei Hofe verhielt sich Sofonisba stets untadelig und zurückhaltend. Als Sofonisba Anguissola etwa 40 Jahre alt war, bot der spanische König ihr bei der Suche nach einem Ehemann seine Hilfe an. Doch sie wollte einen Italiener und keinen Spanier heiraten. Um 1571 vermählte sich Sofonisba mit dem Bruder des Prinzen von Paterno auf Sizilien, Fabrizio di Moncada. Das Paar lebte auf Sizilien. Der Gatte ertrank 1579 bei einem Piratenüberfall auf ein Schiff, mit dem er nach Spanien fahren wollte.
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Nach dem Tod ihres ersten Ehemannes verließ Sofonisba zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt Sizilien. Sie heiratete 1580 in Genua, wo ihre Existenz ab 1578 belegt ist, den adligen Schiffskapitän Orazio Lomellini (gestorben nach 1632), mit dem sie zunächst in dessen Heimatstadt Genua und später in Palermo (Sizilien) lebte.
Während Sofonisbas Zeit in Cremona bis 1559 entstanden unter anderem das Porträt des jungen Bernardino Campi, der gerade Sofonisba malt (um 1559), Selbstbildnisse (1554 bis 1559), das Gemälde „Die Ruhe der Heiligen Familie auf der Flucht nach Ägypten“ (1559) sowie die Hauptwerke „Drei Schwestern beim Schachspiel“ (um 1555) und „Gruppenbild der Familie Anguissola“ (um 1558). Das Bild „Drei Schwestern beim Schachspiel“ gilt als erste Darstellung einer Alltagsszene in der italienischen Malerei.
Während des Aufenthaltes von 1560 bis vermutlich 1571 in Spanien schuf Sofonisba gelungene Porträts der königlichen Familie. Aus dieser Zeit stammen das „Selbstbildnis am Spinett mit Amme“ (um 1561) und das „Selbstbildnis in der Brera“ (um 1561). Sehr selten sind gesicherte Werke der letzten Schaffensperiode (nach 1580), zu denen die „Madonna Lactans“ (1588) und das nach 1599 entstandene Porträt der Infantin Isabella Clara Eugenia (1566-1633), der späteren Erzherzogin von Österreich, gehören. 1606 bekam Sofonisba Besuch von dem jungen Peter Paul Rubens. Der junge flämische Maler Anthonys van Dyck besuchte die durch eine Augenkrankheit und Rheumatismus behinderte Sofonisba Anguissola am 12. Juli 1624 ein Jahr vor ihrem Tod in Palermo. Der 25-Jährige hatte sich bereits seit drei Monaten in Palermo aufgehalten, bevor sich endlich eine Gelegenheit zu diesem ersehnten Besuch bot. Weil sie „schrecklich dünn“ wirkte, erschien ihm Sofonisba sehr gebrechlich. Zu seiner
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Sofonisba Anguissola,
Selbstbildnis von 1610
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Überraschung war sie bei klarem Verstand, sprach mit ihm auf Französisch, verstand alles, was er sagte, und zitterte weder mit den Händen noch wackelte sie mit dem Kopf wie andere alte Leute.
Van Dyck fertigte eine Skizze von Sofonisba an, die in seinem „Italienischen Reisebuch“ enthalten ist. Sofonisba wies ihn darauf hin, dass bei einem bestimmten Lichteinfall die Falten in ihrem Gesicht nicht ganz so scharfe Schatten werfen würden. Van Dyck lobte sie, er habe von ihr mehr gelernt als durch das Studium der vortrefflichen Meister. Im November 1625 starb Sofonisba Anguissola in Palermo. Ihr Mann Orazio Lomellini ließ auf den Grabstein meißeln, seine Gattin habe durch ihre Vornehmheit, ihre Schönheit und außerordentlichen Gaben zu den berühmtesten Frauen der Welt gehört und sie sei im Darstellen des menschlichen Gesichts so vorzüglich gewesen, dass niemand zu ihrer Zeit gleich geschätzt worden sei.
Sofonisba Anguissola hat neben Angehörigen der spanischen Königsfamilie viele italienische und spanische Adelige ihrer Zeit gemalt. Werke aus ihrer Hand fanden auch Eingang in die Kunstsammlung des Vatikans. Zu denjenigen, die Gemälde von Sofonisba Anguissola besaßen, gehörten Papst Julius III. (1487-1555) und Papst Pius IV. (1499-1565). Von ihrer Schaffenskraft zeugen zahlreiche Meisterwerke, die in Museen von ganz Europa ausgestellt sind.
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Frida Kahlo und ihr Ehemann Diego Rivera,
Foto von Carl van Vechten (1880-1964) vom 19. März 1932
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Frida Kahlo
Die „Malerin der Schmerzen“
Der Ruhm, Lateinamerikas berühmteste Malerin zu sein, gebührt der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo (1907-1954). Ihr Leben und ihre Kunst wurden von Kindheit an durch Krankheiten, Schmerzen und Operationen geprägt. Als das bekannteste unter ihren insgesamt 271 Werken zählt das Selbstbildnis „Die gebrochene Säule“. Die so genannte „Malerin der Schmerzen“ gilt als Bahnbrecherin einer weiblichen Ästhetik und gehört zu den Kultfiguren der feministischen Ideologie.
Frida Kahlo erblickte am 6. Juli 1907 im Stadtteil Coyoacán von Mexico City das Licht der Welt. Man taufte sie auf den Namen Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderon. Später trug sie den Vornamen Frida. Ihr Vater hieß Carl Wilhelm Kahlo (1871-1941), wurde in Pforzheim in Deutschland geboren und lebte ab 1874 mit seinen Eltern in dem heute zu Baden-Baden gehörenden Ort Lichtental, später auch in der Kurstadt selbst. Seine Mutter starb bei der Geburt ihres zweiten Kindes. Sein Vater heiratete danach wieder. 1890 wanderte Carl Wilhelm Kahlo als 18-Jähriger nach Mexiko aus, weil er sich mit seiner Stiefmutter nicht verstand. Seine Mutter war bei der Geburt ihres zweiten Kindes gestorben und sein Vater hatte danach wieder geheiratet. Carl Wilhelm Kahlo ließ sich in Mexico City nieder und arbeitete dort zeitweise als Kaufmann und Fotograf. In der Biografie „Fridas Vater“ wird er als sensibel und introvertiert
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bezeichnet. Seine erste Ehe schloss er mit der Mexikanerin Maria Cárdena. 1894 ließ er sich einbürgern und hieß fortan Guillermo Kahlo. Guillermo ist das spanische Wort für Wilhelm. 1897 starb seine Ehefrau Maria. Seine zweite Ehe schloss Guillermo Kahlo 1898 mit Matilde Calderón y Gonzalez aus Oaxa, der Tochter eines Fotografen, in deren Adern spanisches und indianisches Blut floss. 1904 errichtete Guillermo in Coyoacán, der damaligen Vorstadt der mexikanischen Hauptstadt Mexico City, ein Haus. Dieses wurde später von seiner Tochter Frida zum Schutz gegen böse Geister in Kobaltblau gestrichen und als „Casa Azul“, das so genannte „Blaue Haus“, berühmt. Frida kam 1907 als drittes Kind aus der zweiten Ehe von Guillermo Kahlo zur Welt. 1910 brach die „Mexikanische Revolution“ aus. Mit diesem Ereignis identifizierte sich Frida Kahlo später so stark, dass sie 1910 als ihr Geburtsdatum angab.
Als Sechsjährige erkrankte Frida an Kinderlähmung. Nach langem Krankenlager blieb ihr rechtes Bein im Wachstum zurück. Es war etwas kürzer und dünner als das linke Bein. Fortan hatte sie wegen der mit diesem Leiden verbundenen Behinderungen in der Schule unter manchem Spott zu leiden. Laut Online-Lexikon „Wikipedia“ hatte der Vater großen Einfluss auf die Entwicklung von Frida. Er lieh ihr Bücher, nahm sie mit zu ausgedehnten Spaziergängen und weckte ihr Interesse an Pflanzen und Tieren sowie für das genaue Beobachten der Natur. Dies kam Frida später beim Malen zugute.
Besonders gut verstand sich Frida mit ihrer elf Monate jüngeren Schwester Cristina. Zu ihr hatte sie ihr ganzes Leben lang eine enge Beziehung. Als Ältere und Erfolgreichere gab Frida stets den Ton an.
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Prägend für das Leben der zierlichen und temperamentvollen jungen Frida waren die Jahre auf der „Escuela Nacional Preparatoria“. Dabei handelte es sich um eine Lehranstalt, die der Vorbereitung auf die Universität diente. Der Unterricht bot ihr viele Anregungen. Außer für Geisteswissenschaften interessierte sie sich für Anatomie, Biologie und Zoologie. Allmählich wuchs ihr Wunsch, später Medizin zu studieren. Am 17. September 1925 kam es zu einem tragischen Ereignis, welches das Leben von Frida völlig veränderte. Die 18-Jährige erlitt in Mexico City beim Zusammenprall einer Straßenbahn mit einem Bus, in dem sie saß, folgenschwere Verletzungen, als sich eine Stahlstange durch ihr Becken bohrte. Dabei wurden ihre Wirbelsäule, ihr Schlüsselbein, ihre Rippen, ihr Becken und ihr bereits verkümmertes Bein mehrfach gebrochen.
Fortan musste Frida ihren Alltag immer wieder liegend und in einem Ganzkörpergips beziehungsweise Stahlkorsett verbringen. Eines Tages begann sie, ihr Bett zu malen, um sich zu beschäftigen. Es heißt, ihr Vater habe ihr das Malen, das sein Hobby war, beigebracht. Im September 1926 schuf die 19-Jährige ihres erstes Selbstporträt namens „Selbstbildnis mit Samtkleid“.
Nach dem Unfall bis zum Tod musste Frida insgesamt 32 Operationen und acht Korsetts erdulden. Sie ertrug ihr Schicksal tapfer. Als sie ihre Mutter nach ihrem Unfall vom September 1925 wieder sah, sagte sie zu ihr: „Ich bin nicht gestorben, und außerdem habe ich etwas, wofür es sich zu leben lohnt: die Malerei“.
Weil Frida in einem Gipskorsett liegen musste, das von den Schlüsselbeinen bis zum Becken reichte, konstruierte ihre Mutter ein Gestell mit einer Holztafel, um das Papier daran zu befestigen. Die Mutter hatte auch die Idee, das Bett von Frida
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mit einem Himmel im Renaissancestil zu versehen. Sie brachte einen Baldachin an und hängte an der Unterseite einen Spiegel auf, damit Frida ihr Spiegelbild als Modell verwenden konnte. Entgegen medizinischer Befürchtungen lernte Frida wieder das Laufen. Sie litt aber ihr ganzes Leben lang unter den Folgen durch ihren Unfall. Das Malen war für sie gewissermaßen ein Ausdruck ihrer körperlichen und seelischen Qualen. Eine gravierende Folge ihres Unfalls war, dass sie keine Kinder zur Welt bringen konnte.
Am 21. August 1929 heiratete die 22-jährige Frida Kahlo in einer Vorstadt von Mexico City den 20 Jahre älteren, berühmten mexikanischen Künstler Diego Rivera (1886-1957). Für den 43-jährigen Bräutigam war es bereits die dritte Ehe. Die Verbindung wurde von Frida als „die Hochzeit zwischen einem Elefanten und einer Taube“ empfunden. Zum Zeitpunkt der Eheschließung war Rivera wegen seiner riesigen politisch-revolutionären Wandbilder bereits weltberühmt. 1929 wurde Rivera aus der „Partido Comunista Mexicano“ ausgeschlossen. Auch Frida verließ die kommunistische Partei.
Im Januar 1930 zogen Frida Kahlo und Rivera nach Cuernavaca. Dort hatte Rivera den Auftrag, für den amerikanischen Botschafter, Dwight W. Morrow (1873-1931), Wandbilder am Palast des spanischen Eroberers Hernán Cortés (1485-1547) zu malen.
1930 erhielt Rivera zwei Aufträge in den USA: Er sollte ein Wandbild im „Pacific Stock Exchange Luncheon Club“ in San Francisco und ein weiteres Wandbild in der „California School of Fine Arts“, dem heutigen „San Francisco Art Institute“, malen. Dies kam Rivera sehr gelegen, weil ihm damals das politische Klima und die antikommunistische Welle in Mexiko unerträglich erschienen. Er war zwar nicht mehr offiziell
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Frida Kahlo (Mitte), ihr Ehemann Diego Rivera (rechts) und Maria Luisa („Malu“) Block (1904-1989), links).
Foto von Carl van Vechten (1880-1964) vom 19. März 1932
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Mitglied der Partei, aber an seiner politischen Gesinnung hatte sich nichts geändert.
Im November 1930 verließ das Ehepaar Mexiko und reiste in die USA. In San Francisco lernte Frida die Fotografin Imogen Cunningham (1883-1876), den Fotografen Edward Weston (1886-1958), den Kunstmäzen Albert Bender (1866-1941) und Dr. Leo Eloesser (1881-1976) kennen. Letzterer wurde ihr lebenslanger Freund und medizinischer Berater. Im Juni 1931 kehrten Frida Kahlo und Diego Rivera für fünf Monate nach Mexiko zurück. Im November jenes Jahres schifften sich beide in New York ein. Auf der „Sixth Annual Exhibition of the San Francisco Society of Women Artists“ erfolgte die erste öffentliche Ausstellung eines Werkes von Frida. Dort zeigte man das von ihr geschaffene Bild „Frida Kahlo und Diego Rivera“.
Im April 1932 reisten Frida Kahlo und Rivera nach Detroit (Michigan) in die USA. Dort sollte Rivera im Auftrag der „Ford Motor Company“ ein Wandgemälde am „Detroit Institute of Arts“ malen. Anfang Juli jenes Jahres erlitt Frida eine Fehlgeburt und verbrachte 13 Tage im „Henry Ford Hospital“. Im September reiste sie mit der Künstlerin Lucienne Bloch (1909-1999) nach Mexiko, weil ihre Mutter Matilde Calderon y González erkrankt war. Die Mutter starb am 14. September 1932. Im Oktober kehrten Frida Kahlo und Lucienne Bloch nach Detroit zurück.
Im März 1933 kamen Frida Kahlo und Diego Rivera nach New York City. Dort hatte Rivera den Auftrag für ein Wandgemälde am „Rockefeller Center“ angenommen. Doch am 9. Mai wurde dieser Auftrag rückgängig gemacht, weil Rivera in das Wandgemälde ein Bild des sowjetischen Politikers und Revolutionärs Wladimir Ilitsch Lenin (1870-1924) eingefügt hatte. Im Dezember 1933 kehrte das Ehepaar nach
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Mexiko zurück und zog in ein Doppelhaus in San Ángel, das der Architekt und Maler Juan O’Gorman (1905-1982) für sie entworfen hatte.
1934 unterzog sich Frida einer Blinddarmoperation. Außerdem erlitt sie in jenem Jahr eine Fehlgeburt und wurde am Fuß operiert. Im Sommer entdeckte Frida, dass ihr Ehemann eine Affäre mit ihrer Lieblingsschwester Cristina hatte und trennte sich von ihm.
1935 zog Frida in eine Wohnung an der Avenida Insurgentes im Zentrum von Mexico City. Zusammen mit der Anthropologin und Schriftstellerin Anita Brenner (1905-1974) reiste sie im Juli nach New York City und kehrte Ende des Jahres in das Haus in San Ángel zurück. Nach dem Ausbruch des „Spanischen Bürgerkrieges“ 1936 gründete Frida zusammen mit anderen Künstlern und Intellektuellen ein Solidaritätskomitee zur Unterstützung der Republik. Als 1937 der russische Revolutionär Leo Trotzki (1879-1940) mit seiner Ehefrau nach Mexiko kam, unterstützten ihn Frida Kahlo und Rivera. Trotzki hielt sich während seines Exils in Mexiko zwei Jahre lang im „Blauem Haus“ in Coyoacán auf und wurde zeitweise Fridas Geliebter. Nach seinem Auszug ließ Trotzki sein neues Domizil zur Festung ausbauen, trotzdem ermordete man ihn an seinem Schreibtisch. Frida hatte nicht nur mit Trotzki eine Affäre, sondern auch mit anderen Männern und zeitweise Frauen. Zu ihren Geliebten gehörten der Fotograf Nickolas Muray (1892-1965), die costaricanische Sängerin Chavela Vargas (geboren 1919) und der Deutsche Heinz Berggruen (1914-2007), der später ein bedeutender Kunstsammler wurde. 1937 beteiligte sich Frida mit vier Bildern an einer Gruppenausstellung in der Kunstgalerie der „Universidad Autonoma“ in Mexico City. Im Folgejahr wurden 25 Bilder
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von ihr in der „Julien Levy Gallery“ in New York City ausgestellt.
Nach dem Ende des Verhältnisses mit Trotzki hatte Frida zu ihrem Ehemann Rivera weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis. Im November 1937 überreichte sie ein ihm gewidmetes Selbstporträt. Dieses Bild erregte kurze Zeit später die Aufmerksamkeit des französischen Surrealisten André Breton (1896-1966), der 1938 mit seiner Ehefrau Jacquelin Lamba eine Vortragsreise in Mexiko unternommen hatte. Sein Urteil lautete: „Die Kunst der Frida Kahlo ist eine Schleife um eine Bombe.“
Im Januar 1939 reiste Frida nach Frankreich. In Paris besuchte sie André Breton, der ihr eine Ausstellung versprochen hatte. Wegen einer Nierenentzündung musste sie in eine Klinik. Danach zog sie mit Mary Reynolds, einer engen Freundin von Marcel Duchamp (1887-1968), in eine gemeinsame Wohnung. Frida begegnete Wassily Kandinsky (1866-1944), Pablo Picasso (1881-1973) und vielen anderen Surrealisten um Breton wie Max Ernst (1891-1976), Paul Éluard (1895-1952), Joan Miró (1893-1983), Yves Tanguy (1900-1955) und Wolfgang Paalen (1905-1959).
Die erste Ausstellung mit Werken von Frida Kahlo in Paris war finanziell ein Fiasko. Nur der Louvre kaufte ihr Selbstbildnis „The Frame“ als erstes Bild eines mexikanischen Malers überhaupt.
Marcel Duchamp half Frida bei der Organisation ihrer Ausstellung „Mexique“, die am 10. März 1939 in der „Galerie Renou & Colle“ eröffnet wurde. Dabei waren auch Aufnahmen des Fotografen Manuel Álvarez Bravo (1902-2002) und die Sammlung mexikanischer Volkskunst von Breton zu sehen . Am 25. März 1939 reiste Frida nach New York City. Sie beendete ihre Beziehung mit dem Fotografen Nickolas Muray,
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kehrte im April nach Mexiko zurück und wohnte im „Blauen Haus“.
Am 6. November 1939 ließ sich Diego Rivera von Frida Kahlo scheiden. Danach tröstete sich Frida mit Alkohol, neuen Affären und ihrer Malerei. Aus Kummer über die Trennung schuf sie ihr „Selbstbildnis mit abgeschnittenem Haar“ (1940). Es zeigt Frida, die sich ihr von Diego geliebtes langes Haar abgeschnitten hat. Die abgetrennten Haare liegen in Büscheln auf dem Fußboden. Frida hat die ansonsten von ihr bevorzugte Tracht mexikanischer Frauen mit einem Herrenanzug vertauscht.
Als Frida Kahlo und Diego Rivera erkannten, wie sehr sie beide einander brauchten, heirateten sie am 8. Dezember 1940 zum zweiten Mal. Auch nach der Wiedervermählung kam es immer wieder zu Seitensprüngen Diegos, der als klassischer „Macho“ einerseits offen seine Frau betrog, andererseits aber mit der Pistole herumfuchtelte, wenn ein Rivale auftauchte. Die Liebe Fridas zu Diego und ihre turbulente Ehe bildeten ein wichtiges Thema ihrer Kunst. Ab 1941 lebten Frida Kahlo und Rivera wieder in Coyoacán zusammen. Das Haus in San Ángel nutzten beide als Studio. Als ihr Vater drei Monate vor ihrem 34. Geburtstag starb, fiel Frida in eine tiefe Depression, die ihre labile Gesundheit noch mehr schwächte. Ihr Vater Guillermo Kahlo gilt heute als visionärer Fotograf. Seine Aufnahmen genießen nicht nur bei geschulten Betrachtern großen Respekt. Frida gehörte zu einer Gruppe von 25 Künstlern und Intellektuellen, die vom Ministerium für Erziehung als Gründungsmitglieder des Seminars für mexikanische Kultur auserkoren wurden. Man nahm sie in die Ausstellung „Modern mexican Painters“ am „Institute of Modern Art“ in Boston auf. Im Folgejahr hat man Gemälde von Frida in zwei
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Ausstellungen in New York City präsentiert: „20th-Century Porträts“ im „Museum of Modern Arts“ und „First Papers of Surrealism“. Im Januar 1943 nahm man Frida in die „Exhibition by 31 Women“ in Peggy Guggenheims „Galerie Art of This Century“ in New York City auf. An der Schule für Malerei und Skulptur des Ministeriums für Erziehung „La Esmeralda“ in Mexico City erhielt Frida einen Lehrstuhl. Sie lehrte zehn Jahre lang. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes gab sie in ihrem Haus in Coyoacán Unterricht. Zuletzt kamen nur noch vier Studenten regelmäßig: Fanny Rabel (1922-2008), Arturo Garcia Bustos, Guillermo Monroy und Arturo Estrada, die man „Los Fridos“ nannte. Der körperliche Verfall von Frida schritt immer mehr voran. Sie ließ Spinal-Punktionen vornehmen, trug verschiedene medizinische Korsetts und musste sich innerhalb von zehn Jahren schweren Operationen am Rücken und am Bein unterziehen.
Ab 1944 führte Frida ein gemaltes Tagebuch, in dem sie eine Brücke zwischen dem Schmerz ihres Körpers und der Herrlichkeit der Welt schlug. Die Malerei entwickelte sich für sie zur Überlebensstrategie: Dabei fand sie Trost, indem sie ihre Qualen mit expressiver Kraft auf die Leinwand bannte. Frida reduzierte ihre Unterrichtsstunden, widmete sich aber weiterhin ihren Studenten. Sie verschaffte „Los Fridos“ Aufträge und Stipendien und verhalf ihnen zu Ausstellungen. Nach einer Operation malte Frida Kahlo 1944 ihr Selbstporträt „Die gebrochene Säule“. Es zeigt ihren in der Mitte aufgebrochenen Körper, den ein orthopädisches Korsett zusammenhält. Durch den Riss ist ihre Wirbelsäule sichtbar, die durch eine zerbröckelte ionische Säule, auf deren Kapitell ihr Kinn ruht, dargestellt wird. Nägel, die in ihre nackte Haut geschlagen sind, veranschaulichen ihre Qual.
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1946 wurde Frida vom Ministerium für Erziehung der „Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft“ verliehen. Im Juni jenes Jahres unterzog sie sich einer Knochentransplantation in New York City und im Oktober kehrte sie nach Mexiko zurück. Wegen ihrer Schmerzen verschrieb man ihr Morphine in hoher Dosis.
1946 entstand das Doppelporträt „Baum der Hoffnung bleibe stark“. Das Motiv: Auf dem Krankenbett sitzt neben der am Rücken Aufgeschnittenen eine weitere Frida in rotleuchtender mexikanischer Tracht. Dieses Bild verkörpert ihren Lebenswillen, der über die Verletzte wacht. Andere Gemälde Fridas geben traumatische Erlebnisse wider, die alle Frauen betreffen können, wie etwa die Darstellung einer ihrer Fehlgeburten auf dem Werk „Henry Ford Hospital“ aus dem Jahre 1932.
Die eigenwillige Künstlerin wehrte sich dagegen, von der Fachwelt als Surrealistin bezeichnet zu werden. Sie legte großen Wert darauf, niemals Träume, sondern ihre Realität gemalt zu haben. Aber da sie sich nicht mit der Darstellung der Wirklichkeit begnügte, wenn sie beispielsweise auf dem Bild „Der verletzte Hirsch“ (1946) einem von Pfeilen getroffenen Hirsch ihr Gesicht gab, rechnen Experten ihren Stil dem „Phantastischen Realismus“ zu. Ab 1950 verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Frida Kahlo drastisch. In jenem Jahr wurde sie sechsmal an der Wirbelsäule operiert. Ungeachtet dessen malte sie im Liegen weitere Bilder, wenn es ihr Befinden erlaubte. Ab 1951 brauchte sie einen Rollstuhl und wurde sie von Krankenschwestern versorgt. Ab 1952 malte sie innerhalb von zwei Jahren insgesamt 13 Stilleben. 1953 erlebte Frida Kahlo die erste Einzelausstellung ihrer Werke in Mexiko. Dies war eine Anerkennung, die sie sich
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schon lange gewünscht hatte. Damals war sie bereits so schwer krank, dass sie sich im Bett zur Eröffnung der Ausstellung tragen ließ. Kurz danach musste 1953 ihr rechtes Bein wegen Wundbrand amputiert werden. Danach ließ sie sich ein Paar rote Luxusstiefel mit chinesischen Goldverzierungen und kleinen Schellen anfertigen.
Das letzte von Frida geschaffene Bild präsentiert ein Stilleben mit Wassermelonen, unter das sie mit blutroter Farbe schrieb: „Viva la Vida“ („Es lebe das Leben“). Ein letztes Foto von 1954 zeigt sie im Rollstuhl sitzend bei einer politischen Demonstration in Guatemala.
Frida Kahlo starb am 13. Juli 1954 im Alter von nur 47 Jahren in ihrem Geburtsort Coyoacán. Sie erlag einer Lungenembolie. Manche Freunde von ihr vermuteten einen Selbstmord. Denn es gab schon früher Gerüchte von einer misslungenen Selbsttötung und entsprechende Hinweise in ihrem Tagebuch. Rivera lehnte eine klärende Obduktion der Leiche ab. Diego Rivera zog nach Tod von Frida in einen anderen Stadtteil um. Er sagte über sie: „Sie ist die einzige Frau in der Geschichte der Kunst, die mit absoluter und schonungsloser Aufrichtigkeit, und man könnte sagen, mit ruhiger Gewalt, diejenigen allgemeinen und besonderen Themen aufgriff, die ausschließlich Frauen betreffen.“ Frida Kahlo blieb als die mit Abstand bekannteste Malerin von Mexiko, wenn nicht sogar von Lateinamerika, unvergessen. Ihre Werke wurden von der mexikanischen Regierung offiziell zum „nationalen Kulturgut“ erklärt. Ihr Ganzkörper-Selbstbildnis „Roots“ (1943) erzielte im Mai 2006 einen Versteigerungserlös von 5,6 Millionen US-Dollar. Es gilt als das bislang teuerste Bild eines lateinamerikanischen Künstlers. Mit dem Leben von Frida befassten sich Film, Theater und Literatur.
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Arbeit zitieren:
Ernst Probst, 2011, Malende Superfrauen, München, GRIN Verlag GmbH
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Anna Montana hat den Text Malende Superfrauen kommentiert
Anna Montana hat den Text Malende Superfrauen kommentiert
Kunst - Malerei: Malende Superfrauen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Paula Modersohn-Becker 1876 - 1907
Werkverzeichnis der Gemälde
Paula Modersohn-Becker, Günter Busch, Wolfgang Werner
Anna Montana
Wenn ich nach Malerinnen gefragt werde denke ich immer zuerst an Artemisia Genitleschi.
am Saturday, October 22, 2011-
Anna Montana
tschuldigung, natürlich Gentileschi.
am Saturday, October 22, 2011-