Inhaltsverzeichnis
Heterogenit ät 2 - Kooperatives Lernen
1. EINLEITUNG 3
2. DIE PROBLEMATIK BEI GRUPPENARBEIT 4
3. KOOPERATIVES LERNEN 5
3.1 DER GRUPPENAUFTRAG 6
4. DIE ROLLE DES LEHRERS. 7
4.1 DIE LEHRERROLLE BEI DER KOOPERATION. 7
5. LITERATURVERZEICHNIS 9
2
1. Einleitung
Frontalunterricht ist im Unterricht die mit Abstand am häufigsten gewählte Sozialform. Doch wieso ist das so, wenn es so eine enorme Methodenvielfalt gibt? Der Zeitfaktor scheint eine erhebliche Rolle zu spielen, denn nirgends kann Lehrstoff so schnell vermittelt werden, wie beim Frontalunterricht. Doch wie nachhaltig ist diese Form der Vermittlung?
Der größte Lernerfolg zeichnet sich vor allem durch Anwendung ab. Während bei einem Vortrag oder durch das bloße Selbststudium via Eigenlektüre nur etwa 5 bis 10 % des Inhalts behalten werden, siedeln sich Demonstration und Diskussionen mit anderen, die direkte Anwendung des Gelernten oder selbst andere zu unterrichten bei Prozentsätzen von 30 bis 90% an. Genau diese Unterrichtsmethoden beinhaltet das Kooperative Lernen. Diese Ausarbeitung basiert auf den Veröffentlichungen von Norm und Kathy Green zum Kooperative[n] Lernen im Klassenraum und Kollegium, sowie Sara Fürstnau und Mechthilf Gomolla zur Migration und schulische[m] Wandel. Ergänzt wird sie durch einschlägige Sekundärliteratur zur Thematik.
Nachdem im zweiten Kapitel die allgemeine Problematik bei Gruppenarbeiten aufgezeigt
3
wird, ist in Kapitel 3 das Konzept des Kooperativen Lernens mit einem als Beispiel angeführten Gruppenauftrag angeführt. Kapitel 4 befasst sich mit den verschiedenen Lehrerrollen, wie sie früher gesehen wurden und heute verkörpert sind. Abschließend wird die Rolle des Lehrers in der Kooperation detailliert vorgestellt.
2. Die Problematik bei Gruppenarbeit
Die Unterrichtsmethode der Gruppenarbeit bietet vielerlei Möglichkeiten neuer Lernstofferarbeitung. Doch genauso gibt es aufzeigbare Nachteile, die durch das Arbeiten in kooperativen Gruppen bestmöglich beseitigt werden sollen. Als besonders unproduktiv gilt eine „Pseudo-Gruppe“, die nur
aus Schülern besteht, die nicht gemeinsam arbeiten. Meist findet sich ein strebsamer Schüler, der die gestellte Aufgabe erledigt, während der Rest der Gruppe zuschaut oder sich Privatgesprächen widmet. Rivalitäten innerhalb der Gruppe sind möglich. Das Prinzip lautet „Ich anstatt du“. 1 Eine traditionelle Gruppe besteht aus Individualisten, die sich alle um ihre Note sorgen. Jeder teilt sich den anderen Mitgliedern mit, hört diesen jedoch gleichzeitig nicht zu. Meist findet sich hier ein Gruppenleiter, der aus den verschiedenen Äußerungen ein Ergebnis zur späteren Präsentation zusammenpuzzelt. Hier ist das Arbeitsprinzip „Ich alleine“ zu finden. Die ertragreichste Gruppe ist die kooperative. Jedes Gruppenmitglied hat eine Aufgabe 2 und es wird auf ein gemeinsames Ziel hingearbeitet. Alle sind im positiven Sinne voneinander abhängig und lernen sich so gegenseitig wertschätzen. Das Prinzip ist „Wir anstatt ich.“ Wichtige Inhalte werden innerhalb der Gruppe herausgearbeitet. Hierbei entsteht eine Rechtfertigungspflicht gegenüber den anderen Gruppenmitgliedern, die durch Diskussionen und Demonstrationen getilgt werden kann.
In der Gruppe kann nach dem Tuckman'schen Modell 3 gearbeitet werden, oder aber auch das Prinzip „Think, Pair, Share“ 4 verwendet werden. Letzendlich sind sich die zwei
1 Fürstenau, Sara/ Gomolla, Mechthild: Migration und schulischer Wandel: Unterricht. (2009) 1. Auflage. Vs Verlag Wiesbaden.
2 Mögliche Aufgaben für die Gruppenmitglieder könnten sein: Schreiber, Zeitnehmer, Materialbeschaffer, Fragensteller, Oppositioneller etc.
3 Die Phasen einer Gruppenarbeit hat Bruce W. Tuckman in vier Phasen unterteilt: Forming, Storming, Norming,und Performing. Forming beinhaltet die Orientierung, das Testen und die Abhängigkeit der einzelnen Gruppenmitgliedern. Storming beschreibt die Konfrontationen innerhalb der Gruppe und das Besprechen der Aufgabe. Norming umfasst das Austauschen und die Kooperation innerhalb der Gruppe. Performing ist die Phase, in der alle gesammelten Informationen im gemeinsamen Produkt zusammenfließen und somit das erarbeitete Ergebnis der Aufgabe feststeht.
Quelle: Tuckman, Bruce (1965). "Developmental sequence in small groups". Psychological Bulletin 63 (6): 384-399.
4 Bei dem „Think-Pair-Share“-Prinzip handelt es sich um eine Strukturform des Kooperativen Lernens.
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Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Helene Erwin, 2010, Kooperatives Lernen - Heterogenität , München, GRIN Verlag GmbH
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