Inhalt
Inhalt
Einleitung. 3
Was ist LSD? 3
Hippiekultur. 5
Wie kam es zu der zentralen Rolle von LSD in der Hippiekultur? 6
Auswirkungen von LSD auf die Hippiekultur / Dynamik der Droge im Rahmen der Hippiekultur 8
Exkurs LSD als kreativitätssteigerndes Mittel? 10
LSD - Konsum heute - Revival?? 11
Fazit 13
Literaturverzeichnis 14
Literaturverzeichnis 14
Literaturverzeichnis 14
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Einleitung
LSD - Lysergsäurediethylamid, Acid, Trip, Dots, Window panes. Viele Namen für eine Droge, die einst einen unvergleichlichen Hype erlebt hat. Keine andere Droge wurde je wieder so sehr prägend für eine Subkultur, wie LSD für die Hippiebewegung. Wie kam es zu dieser Verbindung und was bedeutete diese Verschmelzung einer Droge mit einer Subkultur für diese. Welche Wechselwirkungen haben Droge und Subkultur damals aufeinander gehabt? Und wie steht es um den Gebrauch der Droge heutzutage? Ist der Hype abgeflaut? Und wenn ja, warum? All diesen Fragen möchte ich mich in der vorliegenden Arbeit widmen. Zunächst gilt es dabei zum besseren Verständnis zu klären, um was genau es sich bei der Substanz LSD handelt, und was genau man unter dem Begriff „Hippiekultur“ verstehen kann. Dann möchte ich mich mit der Frage auseinandersetzen, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass LSD eine solche Bedeutung für die Hippiekultur gewinnen konnte. Im weiteren Verlauf der Arbeit beleuchte ich die Dynamik der Droge innerhalb der Subkultur. Ein kleiner Exkurs soll die Diskussion um LSD als kreativitätssteigerndes Mittel darlegen. Und nicht zuletzt möchte ich untersuchen, ob LSD eine Droge ist, die heute noch konsumiert wird. Anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass auf den dreifachen Gebrauchswert der Substanz als Medikament, Droge und chemischer Kampfstoff nicht eingegangen werden kann, da dies den maßgeblichen Umfang der Arbeit überschreiten würde. Ich beziehe mich in dieser Arbeit, lediglich auf den Gebrauch der Substanz als Droge.
Was ist LSD?
LSD ist die Abkürzung für Lysergsäurediethylamid. Es handelt sich hierbei um eine Droge, die zu den klassischen Halluzinogen zählt. Unter Halluzinogenen versteht man im Allgemeinen pyschoaktive Substanzen, die die Sinnesempfindungen verstärken, die die Wahrnehmung verändern und die halluzinogene Effekte, wie mehr oder minder ausgeprägte Veränderungen der visuellen, akustischen oder haptischen Wahrnehmung, erzeugen. Laut Günter Amendt,
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einem deutschen Autor und Soziologen, der einige Publikationen zur Drogenthematik veröffentlicht hat, ist LSD die „potenteste aller psychoaktiven Substanzen, die je synthetisiert wurden“ (S. 8). In seinem Buch „Die Legende vom LSD“ beschreibt er ferner die körperlichen Reaktionen, die die Substanz auslösen kann: leichte Erhöhung des Blutdrucks, leicht erhöhter Puls, vermehrte Speichelbildung, verstärktes Schlucken, erweiterte Pupillen (vgl. S. 12). Hinzu können kommen: ein Gefühl der Schwäche und der Übelkeit, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Innere Unruhe, Schwindel und ein Anstieg der Körpertemperatur. Die psychologische Wirkung umfasst nicht nur ein Potpourri halluzinogener und psychedelischer Effekte. Amendt beschreibt hier folgendes: eine Veränderung der visuellen, auditiven, taktilen, der Geruchs- und Geschmacks- und kinästhetischen Sinneswahrnehmung, Veränderung in der Raum-Zeit-Wahrnehmung, quantitative als auch qualitative Veränderung des Denkens sowie der Wahrnehmung der Physiognomie, Halluzinationen, lebhafte Bilder, stark erhöhte Sensibilität für Farben, häufige Stimmungs- und Affektwandelungen, Interesse für philosophische und kosmologische, sowie religiöse Fragen und im Allgemeinen ein Auffassen einer Welt, welche die Ketten normaler kategorischer Ordnung abstreift (vgl. S. 13/14). Albert Hofmann, der Entdecker der Droge, beschreibt sein Erleben nach Einnahme der Substanz u.a. so: „Ich nahm fantastische Bilder von außergewöhnlicher Plastizität wahr. Diese wurden begleitet von einem intensiven kaleidoskopischen Farbenspiel." (Hofmann nach Schaaf, www.allmystery.de).
Stellt man also körperliche und psychologische Wirkung gegenüber, stellt man fest, dass die Risiken bei der Einnahme von LSD eindeutig im psychischen Bereich liegen. LSD kann, wie alle Halluzinogene, einen "bad-trip" oder "Horror-Trip" erzeugen, welcher zu psychotischen Reaktionen führen kann. Die Substanz hat, wie alle Halluzinogene, eine die Seele offenbarende Wirkung und kann verdrängte, auch negative Erlebnisse wieder bewusst machen und nicht realisierte Ängste an die Oberfläche bringen. Auch kann es bei der Einnahme von LSD zu Paranoia kommen, zu nicht kontrollierbaren Angstzuständen, eingeschränkter Reaktionsfähigkeit, Schweißausbrüchen und zu Gleichgewichts-und Orientierungsstörungen.
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Laut Amendt wurden Vergiftungen wegen einer Überdosis nicht registriert. „Die Droge erzeugt keine Suchtabhängigkeit.“ (S. 12). Eine körperliche LSD-Abhängigkeit entsteht nicht, auch dann nicht, wenn LSD über einen längeren Zeitraum wiederholt eingenommen wird (GAJB, www.lsdbroschuere.de). Jedoch besteht bei regelmäßiger Einnahme die Möglichkeit, psychisch von der Substanz abhängig zu werden, ebenfalls kann es zu einer Toleranzausbildung kommen und die Gefahr des „Hängenbleibens“ droht. Die Einnahme erfolgt meist oral, da die wirksame Aufnahme von LSD über die Schleimhäute erfolgt. Die Droge wird häufig in verschiedenen Motiven imprägniert auf Eßpapier eingenommen. Außerdem kann LSD in Form von Microtabletten eingenommen werden. „Üblicherweise wird LSD geschluckt . . . “ (GAJB, www.lsdbroschuere.de). Die Substanz kann aber auch gesnifft oder injiziert werden.
LSD ist eine aus dem Mutterkorn (einem schwarzen Pilz der auf Roggen wächst) synthetisierte Substanz. LSD ist gesetzlich als sogenanntes "nicht verkehrsfähiges" Betäubungsmittel klassifiziert und der Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes unterstellt (GAJB, www.lsdbroschuere.de).
Hippiekultur
„Die Hippie-Bewegung nahm ihren Ausgang in den USA.“ (Amendt, S. 40) San Francisco war Mitte der Sechziger Jahre die Keimzelle dieser Subkultur. Eine Stadt, die Magnet war, für Aussteiger, Künstler und Andersdenkende. Die aufblühende Hippieszene war eine relativ gut organisierte Subkultur, hauptsächlich zusammengesetzt aus Studenten und Künstlern. (Vgl. Rutishauser, www.60s.ch)
Laut Hutzinger wurden Hippies als eine Einheit einer Generation bezeichnet, die eine Counterculture (Gegenkultur) gegen Technokratie produzierte und traditionelle Vorstellungen von Karriere, Bildung und Moral in Frage stellte (www.aurora-magazin.at). Die Hippiekultur war also geprägt von einer antimaterialistischen Philosophie und von der Distanz zum System, was viele junge Menschen anzog. Von ihnen waren viele auf der Suche nach einer Identität au- 5
Arbeit zitieren:
Stefanie Jahn, 2010, LSD & Hippiekultur, München, GRIN Verlag GmbH
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