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Modellierung von Interdependenzen der Financial Supply Chain mit Hilfe von System Dynamics

Titel: Modellierung von Interdependenzen der Financial Supply Chain mit Hilfe von System Dynamics

Diplomarbeit , 2003 , 87 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eugen Otto (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Financial Supply Chain ist der monetäre Teil der Wertschöpfungskette und rationalisiert
die Transaktionen zwischen Kunden, Lieferanten, Finanzinstituten, Marktplätzen und anderen
Dienstleistern. Wie eine güterbasierte Wertschöpfungskette darf auch die Financial Supply
Chain nicht einfach in Einzelteile zerlegt werden, um danach für jedes Element der Kette eine
suboptimale Lösung zu suchen. Die ganzheitliche Betrachtung ist die Bedingung für den Gesamterfolg
des Financial Supply Chain Managements.1 Die Interdependenzen sind die Interaktionseffekte
der einzelnen Phasen innerhalb der Financial Supply Chain. Gelingt es beispielsweise,
den Analyse-Prozess entscheidend zu verbessern, so hat es Auswirkungen auf zukünftige
Transaktionen, und Verbesserungspotenziale anderer Prozesse können aufgedeckt werden.
Die Unternehmensplanung und Unternehmenssteuerung werden aufgrund der Dynamik der
Märkte und Komplexität der Zusammenhänge immer unübersichtlicher. Die Entscheidungsträger
benötigen aber Modelle, die ihnen Voraussetzungen und Folgen ihres Handelns unter verschiedensten
Bedingungen aufzeigen. Bereits seit einigen Jahren gibt es technische bzw. EDVbasierte
Möglichkeiten der unternehmensübergreifenden Prozessunterstützung. Die Prozessmodellierung
kann mittlerweile nicht nur statisch, sondern auch dynamisch erfolgen. Die Berücksichtigung
der zeitlichen Komponente, sowie die schnelle Reaktion auf die Veränderungen
stehen bei der dynamischen Betrachtung im Vordergrund.2
Das Ziel dieser Arbeit ist, zu zeigen, dass in der Financial Supply Chain Effizienzen bei den
Abhängigkeiten der einzelnen Phasen voneinander bestehen. Die Verbesserungen innerhalb
einer Phase können auch Auswirkungen auf die gesamte Kette zur Folge haben: diese werden
in Form von höherer Rentabilität und somit in Form eines gesteigerten Unternehmensgewinns
belohnt. Dabei soll geprüft werden, ob die Wechselwirkungen in einem Modell abgebildet
werden können und welche Modellierungsart dafür geeignet ist.
Im zweiten Kapitel der Arbeit wird ein Überblick über die Financial Supply Chain und ihre
einzelnen Phasen gegeben. Hierbei stehen insbesondere die rentabilitätsrelevanten Kennziffern
einzelner Phasen im Vordergrund. Am Ende des Kapitels werden die Interdependenzen der einzelnen Phasen dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird dabei nur die Lieferanten-
bzw. Verkäufersicht betrachtet. [...]

1 Vgl.: Arkhipov / Yong (2001), S. 8
2 Vgl.: SAP AG (2001)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Financial Supply Chain

2.1 Der Begriff Financial Supply Chain

2.2 Phasen der Financial Supply Chain

2.2.1 Kontaktaufnahme (Qualify)

2.2.2 Finanzierung (Finance)

2.2.3 Preisfindung (Price)

2.2.4 Risikoabsicherung (Assure)

2.2.5 Rechnungsstellung (Invoice)

2.2.6 Reklamation (Dispute)

2.2.7 Zahlung (Pay)

2.2.8 Prüfung (Review)

2.2.9 Analyse (Analyze)

2.3 Interdependenzen der einzelnen Phasen

3 Erfolgsmaße der Financial Supply Chain

3.1 Kapitalumschlag

3.2 Umsatzrentabilität

3.3 Qualität

3.4 Zusammenfassung

4 Methoden der Modellierung von Geschäftsprozessen

4.1 Ereignisgesteuerte Prozessketten

4.2 System Dynamics

4.3 Kriterien des Vergleichs

4.4 Vergleich

5 Simulationsstudie

5.1 Ziele

5.2 EPK-Modellierung

5.3 Modellierung mit Hilfe von System Dynamics

5.4 Ergebnisse

6 Fazit

7 Anhang

7.1 Modellierung der Veränderungsraten einzelner Phasen FSC für den Volkswagen - Konzern

7.2 Wirkung einzelner Phasen der FSC auf ROI beim „Volkswagen“-Konzern

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Financial Supply Chain (FSC) als monetären Teil der Wertschöpfungskette und analysiert, wie durch die Modellierung von Interdependenzen innerhalb der FSC Effizienzsteigerungen und eine Erhöhung der Rentabilität (ROI) erzielt werden können. Dabei wird geprüft, welche Modellierungsmethoden – insbesondere ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK) und System Dynamics – für eine dynamische Abbildung dieser komplexen Zusammenhänge am besten geeignet sind.

  • Grundlagen und Definition der Phasen der Financial Supply Chain
  • Messung und Analyse von Erfolgsfaktoren (Kapitalumschlag, Umsatzrentabilität, ROI)
  • Vergleich der Modellierungsmethoden EPK und System Dynamics
  • Durchführung einer Simulationsstudie basierend auf Daten des Volkswagen-Konzerns
  • Identifikation der Phasen mit dem größten Einfluss auf die gesamte FSC

Auszug aus dem Buch

2.2 Phasen der Financial Supply Chain

Zu dem Financial Trade Enablement Segment gehören vier Phasen: die Qualify (Kontaktaufnahme), Finance (Finanzierung), Price (Preisfindung) und Assure (Absicherung). Das Trade Settlement Segment besteht aus: der Invoice (Rechnungsstellung), Dispute (Reklamationsmanagement), Pay (Zahlungsvorgang) und Review (Rechnungsprüfung). Der Prozess der Analyse findet nach jeder Phase statt. Die deutschen Begriffe für die einzelnen Phasen der FSC spiegeln nicht immer die präzise Bedeutung wieder, deshalb werden in der Arbeit englischen Begriffe verwendet.

2.2.1 Kontaktaufnahme (Qualify)

Die Qualify-Phase hat die Aufgabe, ein möglichst exaktes Bild über den potenziellen Geschäftspartner machen zu können. Der Qualify-Prozess im Rahmen des FSCM besteht im wesentlichen aus drei Komponenten: dem Findungs-, dem Authentisierungs- und dem Verifikationsprozess.

Die Optimierung des Findungsprozess ermöglicht eine Reduzierung der Kosten und des Zeitaufwands durch die Nutzung neuer Datenbanktechnologien unter Einbeziehung des Internets, welche Informationen anhand finanzieller Kriterien und Präferenzen in Echtzeit sondieren und auswerten. Mittlerweile gibt es viele Kredit- und Wirtschaftsauskunftsagenturen die eine solche Dienstleistung anbieten. Zum Beispiel hat Standard & Poor's in ihrer Datenbank Compustat Data Informationen (GuV Rechnung, Bilanz, Cash Flow Analysen, etc.) über 55.000 Firmen. Die Daten werden anhand von Nachrichten, Geschäfts- und Quartalsberichten und direktem Firmenkontakt analysiert. Außerdem erstellt Standard & Poor's verschiedene Bonitäts- und Rankingtabellen.

Im Authentisierungsprozess wird überprüft, ob die Kontaktperson seitens seines Unternehmens überhaupt die Autorität bzw. Legitimation besitzt, das anstehende Geschäft abzuwickeln. Dies kann eine dritte (unabhängige) Partei übernehmen. Zum Beispiel bietet Identrust eine solche Dienstleistung an. Anhand digitaler Schlüssel und Unterschriften wird der Authentisierungsprozess wesentlich erleichtert, da viele Banken die "digitale Identität" unterstützen und fördern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung der Financial Supply Chain als monetärer Teil der Wertschöpfungskette ein und definiert das Ziel, Effizienzpotenziale durch Modellierung der Prozessinterdependenzen aufzudecken.

2 Financial Supply Chain: Dieses Kapitel definiert die Financial Supply Chain und erläutert die acht Phasen (Qualify, Finance, Price, Assure, Invoice, Dispute, Pay, Review) sowie deren gegenseitige Abhängigkeiten.

3 Erfolgsmaße der Financial Supply Chain: Hier werden die für die FSC zentralen Erfolgsfaktoren Kosten, Zeit und Qualität behandelt und Kennzahlen wie der Kapitalumschlag und der Return on Investment (ROI) zur Messung der Rentabilität eingeführt.

4 Methoden der Modellierung von Geschäftsprozessen: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Modellierungsansätze ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK) und System Dynamics hinsichtlich ihrer Eignung für komplexe Geschäftsprozesse.

5 Simulationsstudie: Anwendung der zuvor erarbeiteten Methoden auf den Volkswagen-Konzern, um mittels Simulationen die Auswirkungen von Prozessoptimierungen auf den ROI zu quantifizieren.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Modellierungsmethoden sowie Empfehlungen für eine bewusste, zielorientierte Anwendung in der Praxis.

7 Anhang: Detaillierte mathematische Modellierungen der Veränderungsraten und grafische Darstellungen der ROI-Entwicklung für den Volkswagen-Konzern.

Schlüsselwörter

Financial Supply Chain, System Dynamics, Ereignisgesteuerte Prozessketten, ROI, Kapitalumschlag, Umsatzrentabilität, Prozessmodellierung, Geschäftsprozessmanagement, Volkswagen-Konzern, Simulation, Interdependenzen, Rentabilitätsanalyse, Prozessoptimierung, Unternehmenssteuerung, Finanzmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Modellierung und Simulation der Financial Supply Chain (FSC), um durch ein besseres Verständnis der Prozesse und deren Abhängigkeiten die Rentabilität von Unternehmen zu steigern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Financial Supply Chain Management, die Kennzahlen zur Erfolgsmessung (insbesondere ROI), Methoden der Prozessmodellierung (EPK und System Dynamics) und deren Anwendung in einer Simulationsstudie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass in der Financial Supply Chain Effizienzen durch die Abhängigkeiten der Phasen bestehen, und zu prüfen, welche Modellierungsart geeignet ist, diese Wechselwirkungen abzubilden, um den Unternehmenserfolg zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Vergleich zwischen ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK) und System Dynamics vorgenommen, ergänzt durch eine praktische Simulationsstudie unter Verwendung von Daten des Volkswagen-Konzerns.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der FSC und deren Erfolgsmaße, die methodische Vorstellung und den Vergleich der Modellierungsansätze sowie die konkrete Simulationsstudie für den Volkswagen-Konzern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Financial Supply Chain, ROI, System Dynamics, EPK, Prozessoptimierung und Interdependenzen.

Warum ist eine ganzheitliche Betrachtung der FSC so wichtig?

Die Arbeit verdeutlicht, dass eine Aufteilung in Einzelteile zu suboptimalen Lösungen führt; erst die Betrachtung der Interaktionen zwischen den Phasen ermöglicht eine echte Steigerung der Gesamteffizienz.

Welche Rolle spielt die "Preisfindung" in der Simulationsstudie?

Die Modellierung ergab, dass die Preisfindungsphase (Price-Phase) den größten Einfluss auf das gesamte System hat, weshalb sie für Optimierungen besonders relevant ist.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Modellierung von Interdependenzen der Financial Supply Chain mit Hilfe von System Dynamics
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Lehrstuhl für Electronic Commerce)
Veranstaltung
Eletronic Commerce
Note
1,3
Autor
Eugen Otto (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
87
Katalognummer
V16535
ISBN (eBook)
9783638213639
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Modellierung Interdependenzen Financial Supply Chain Hilfe System Dynamics Eletronic Commerce
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eugen Otto (Autor:in), 2003, Modellierung von Interdependenzen der Financial Supply Chain mit Hilfe von System Dynamics, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16535
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Leseprobe aus  87  Seiten
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