Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Topologische Grundlagen und Vorbemerkungen 6
2.1 Konventionen 6
2.2 Faserungen 7
2.3 Bemerkungen zu Homologie und Kohomologie 8
2.4 Beziehung zwischen Homologie und Homotopie 10
2.5 Einh angung und Schleifenr aume 12
2.6 Der Abbildungszylinder 13
2.7 Spektralfolgen 14
3 Drei Definitionen der Hopf-Invariante 20
3.1 Urspr ungliche Definition nach Hopf 20
3.2 Definition der Hopf-Invariante nach Steenrod 23
3.3 Verallgemeinerte Hopf-Invariante nach Whitehead 25
4 Vergleich der Definitionen der Hopf-Invariante 29
4.1 Vergleich der Definition nach Hopf mit der verallgemeinerten Hopf-Invariante
nach Whitehead 29
4.2 Vergleich der verallgemeinerten Hopfinvariante nach Whitehead mit der
De finition nach Steenrod und der Definition nach Serre 34
4.3 Bemerkung zu Satz 4.1.6 46
2
1 Einleitung
Heinz Hopf f¨ uhrte 1931 die heute nach ihm benannte Invariante folgendermaßen ein
(vgl. [Hop]): Sei f : S 3 → S 2 eine simpliziale Abbildung und p, q seien verschiedene innere Punkte von 2-Simplizes aus S 2 . Dann sind die Urbilder f −1 (p) und f −1 (q) Zykel in S 3 . Diese Zykel k¨ onnen miteinander verschlungen sein und ihre Verschlingungszahl
gibt den Grad der Verschlingung an. Hopf zeigte, dass diese Zahl nur von der Homotopieklasse von f abh¨ angt.
Im Jahr 1935 verallgemeinerte Hopf in [Hop35] diese Definition auf simpliziale Abbil-
dungen f : S 2n−1 → S n . In diesem Fall ist die Verschlingungszahl zweier ”Urbildzykel” definiert und die Betrachtungen aus dem Fall S 3 → S 2 lassen sich ohne Probleme
ubertragen. ¨ Steenrod ¨ ubersetzte 1949 in [Ste49] die Hopfsche Definition in die singul¨ are Koho-
mologie. Ist f : S 2n−1 → S n eine Abbildung und S f der Abbildungszylinder von f , so
hat der Kohomologiering
H • (S f , S 2n−1 )
als homogene Z-Basis ein Paar {α, β} mit dim α = n und dim β = 2n − 1. Die Hopf-Invariante nach Steenrod ist dann die ganze Zahl ˇ γ, die die Relation
α α α = ˇ γβ
erf¨ ullt. Dabei bezeichnet das Cup-Produkt.
In [Whi50] verallgemeinerte G.W. Whitehead 1951 die Definition von Hopf indem er einen Homomorphismus
H : π q (S n+1 ) → π q (S 2n+1 )
f¨ ur q < 3n − 3 definierte. Dieser Homomorphismus verallgemeinert die urspr¨ ungliche Definition im folgenden Sinne. Die Hopf-Invariante liefert einen Homomorphismus von
π 2n−1 (S n ) nach Z. Nun ist die Gruppe π 2n−1 (S 2n−1 ) isomorph zu Z. W¨ ahlt man den Isomorphismus zwischen diesen Gruppen geeignet, so stimmt f¨ ur q = 2n − 1 der Homo-morphismus, den man aus der Hopf-Invariante erh¨ alt, mit H ¨ uberein.
Von Serre wurde dann 1953 gezeigt, dass sich die Steenrod’sche Definition der Hopf-Invariante auch schreiben l¨ asst als der nat¨ urliche Isomorphismus von π 2n−1 (S n ) nach π 2n−2 (ΩS n ) gefolgt vom Hurewicz-Homomorphismus ϕ (vgl. [Ser53]):
1 Einleitung
In dieser Arbeit betrachten wir diese Definitionen der Hopf-Invariante. Um die Notation zu vereinheitlichen ersetzen wir dabei n durch n + 1 und q durch q + 1, so dass wir die Definitionen von Hopf und Steenrod f¨ ur Abbildungen
f : S 2n+1 → S n+1
geben und die verallgemeinerte Hopf-Invariante nach Whitehead ein Homomorphismus
H : π q+1 (S n+1 ) → π q+1 (S 2n+1 )
ist.
Wir werden zeigen, dass die gegebenen Definitionen im Fall q = 2n bis auf Vorzeichen ¨ ubereinstimmen. Da das Vorzeichen der Hopf-Invariante jeweils von der Wahl der entsprechenden Erzeuger abh¨ angig ist, kann mehr als eine ¨ Ubereinstimmung bis auf Vorzeichen nicht erwartet werden. Das Kapitel 2 beinhaltet dazu eine ¨ Ubersicht ¨ uber die verwendeten topologischen
Methoden und gibt eine kurze Einf¨ uhrung in Spektralfolgen. In Kapitel 3 werden wir einen ¨ Uberblick ¨ uber die Definitionen von Hopf, Steenrod und Whitehead geben und dann in Kapitel 4 die Beziehung zwischen diesen Definitionen herstellen. Dazu werden wir zun¨ achst zeigen, dass die Definition von Whitehead f¨ ur q = 2n mit der Definition von Hopf ¨ ubereinstimmt (Satz 4.1.6). Das Bindeglied zwischen diesen beiden Beschreibungen ist dabei das ”Linksdistributivgesetz”
(β 1 + β 2 ) ◦ α = β 1 ◦ α + β 2 ◦ α + [β 1 , β 2 ] ◦ H(α).
f¨ ur α ∈ π q+1 (S n+1 ), β 1 , β 2 ∈ π n+1 (X) und q ≤ 3n − 2 (Satz 4.1.5). Wir zeigen erst die G¨ ultigkeit dieser Gleichung und wenden anschließend die Hopf-Invariante γ auf diese Gleichung an. Mit den Eigenschaften der Hopf-Invariante erhalten wir dann die ¨ Ubereinstimmung.
Danach zeigen wir dass die Definition von Whitehead im Fall q = 2n auch mit der Beschreibung der Hopf-Invariante ¨ ubereinstimmt, die von Serre in [Ser53] gezeigt
wurde (Satz 4.2.2, Proposition 4.2.3). Dies folgt mit der Nat¨ urlichkeit des Hurewicz-Homomorphismus und dem Hurewicz-Isomorphismus-Theorem.
Anschließend sehen wir, dass diese Definition von Serre der Steenrod’schen Definition
entspricht (Satz 4.2.7). Dazu sei f : S 2n+1 → S n+1 eine Abbildung, P S f der Raum
der Wege im Abbildungszylinder S f , die im Basispunkt beginnen, und P S 2n+1 S f der
Unterraum der Wege, die in S 2n+1 ⊂ S f enden. Wir berechnen dann die Ordnung der
Kohomologiegruppe
H 2n (P S f , P S 2n+1 S f )
auf zwei verschiedene Weisen. Einmal betrachten wir die Abbildung f : S 2n → ΩS n+1 , die unter dem kanonischen Isomorphismus π 2n+1 (S n+1 ) → π 2n (ΩS n ) der Abbildung f ”entspricht”, und sehen mit Hilfe der Einschr¨ ankung der Wegefaserung von S f auf S 2n+1 , dass die Ordnung von H 2n (P S f , P S 2n+1 S f ) dem Grad der induzierten Abbildung
1 Einleitung
entspricht (Proposition 4.2.5). Danach berechnen wir die Ordnung dieser Gruppe mittels der Spektralfolge f¨ ur die relative Wegefaserung
ΩS f → (P S f , P S 2n+1 S f ) → (S f , S 2n+1 )
und erhalten, dass
H
2n
(P
S
f
, P
2n+1
S
f
) genau dann unendlich zyklisch ist, wenn f¨ ur
η
f
von
H
n+1
(S
f
, S
2n+1
) und
δ
∗
(ξ) von
H
2n+2
(S
f
, S
2n+1
) das Cupgew¨ ahlte Erzeuger ˆ
η f gleich 0 ist und dass H 2n (P S f , P S 2 n+1 S f ) Ordnung m hat, genau dann Produkt ˆ η f ˆ wenn
η f = mδ ∗ (ξ) ˆ η f = ˆ
gilt (Proposition 4.2.6). Aufgrund der Tatsache, dass der Hurewicz-Homomorphismus f ¨ ur
∗ liefert, erhalten wir dann die ¨ Ubereinstimmung zwischen der Definition von Serre mit der von Steenrod (Satz 4.2.7). Abschließend werden wir die Betrachtungen, die wir beim Vergleich zwischen verallgemeinerter Hopf-Invariante nach Whitehead und der urspr¨ unglichen Definition gemacht haben, weiterf¨ uhren und sehen, dass die Hopf-Invariante als Homomorphismus
π 2n+1 (S n+1 ) → Z
schon durch ihre Eigenschaften bestimmt ist (Satz 4.3.1).
Insgesamt werden wir in dieser Arbeit die folgende Beziehung zwischen den Definitionen zeigen:
F¨ ur n ≥ 2 und [f ] ∈ π 2n+1 (S n+1 ) gilt
5
2 Topologische Grundlagen und
Vorbemerkungen
2.1 Konventionen
Alle R¨ aume, die wir betrachten werden, sollen topologische R¨ aume sein. Die betrachteten Abbildungen zwischen diesen R¨ aumen sind immer als stetig vorausgesetzt.
Ist A ⊆ X so bezeichnen wir mit ˙ A ⊆ X den Rand von A und wir nennen (X, A) auch
ein Raumpaar. Weiter sei E n der Teilraum von R n , der gegeben ist durch
E n := {x ∈ R n : x ≤ 1}.
Mit S n bezeichnen wir die n-Sph¨ are
S n := {x ∈ R n+1 : x = 1} = ˙ E n+1 .
Mit dem Symbol ∨ bezeichnen wir die punktierte Summe von topologischen R¨ aumen und mit die disjunkte Vereinigung.
Ist G eine abelsche Gruppe, und schreiben wir H • (·; G), bzw. H • (·; G), so meinen wir die Homologie bzw. Kohomologie mit Koeffizienten in G. Im Fall G = Z schreiben wir nur H • (·) und H • (·). Die von einer Abbildung f : X → Y induziert Abbildungen in der Homologie und Kohomologie bezeichnen wir mit f ∗ : H • (X) → H • (Y ) und f ∗ : H • (Y ) → H • (X). Dabei steht das Symbol • f¨ ur einen beliebigen Index.
Das Cup-Produkt
H p (X, A) ⊗ Z H q (X, B) → H p+q (X, A ∪ B)
bezeichnen wir mit dem Symbol .
Mit π n (X, ∗) bezeichnen wir die Homotopie-Gruppen f¨ ur einen punktierten Raum (X, ∗). Mit ∗ werden wir auch den gew¨ ahlten Basispunkt von beliebigen R¨ aumen bezeichnen. Ist der Raum X einfach-zusammenh¨ angend, so h¨ angt π n (X, ∗) bekanntlich nicht vom Basispunkt ∗ ab. In diesem Fall schreiben wir auch nur π n (X) f¨ ur π n (X, ∗). Eine Abbildung f : X → Y induziert durch [g] → [f g] eine Abbildung
2 Topologische Grundlagen und Vorbemerkungen
Mit bezeichnen wir das Produkt von Wegen ω, ω : [0, 1] → X, mit ω(1) = ω (0), das
gegeben ist durch
Mit unseren weiteren Bezeichnungen orientieren wir uns an [Hat02] und f¨ ur Spektralfolgen an [Hat04].
2.2 Faserungen
Sei Y ein topologischer Raum und α : X → B eine Abbildung. Dann hat α die Homotopie-Hochhebungs-Eigenschaft bez¨ uglich Y , wenn es zu einem gegebenen kommutativen Diagramm
eine Abbildung Y × [0, 1] → X gibt, die das Diagramm kommutativ erweitert.
2.2.1 Definition (Faserung). Eine Abbildung α : X → B heißt Faserung, wenn sie die Homotopie-Hochhebungs-Eigenschaft bez¨ uglich aller topologischer R¨ aume besitzt.
Den Raum F b 0 = α −1 ({b 0 }) nennt man eine Faser von α.
Ist der Raum B wegzusammenh¨ angend, so sind alle Fasern F b 0 homotopie¨ aquivalent (vgl. [Hat02, Seite 405, Proposition 4.6.1]). In diesem Fall nennen wir F = F b 0 die Faser von α.
2.2.2 Definition (Wegefaserung). Sei (B, ∗) ein punktierter topologischer Raum,
P B := {ω : [0, 1] → B stetig mit ω(0) = ∗},
und α : P B → B definiert durch
α(ω) = ω(1).
Die Abbildung α ist eine Faserung und wird Wegefaserung von B genannt.
F¨ ur die Faser F {∗} = α −1 ({∗}) der Wegefaserung gilt:
F {∗} = {ω : [0, 1] → B : ω stetig , ω(0) = ∗ = ω(1)} = ΩB.
Den Raum P B nennt man dabei auch Pfadraum und ΩB wird auch als Schleifenraum bezeichnet.
Faserungen induzieren folgende Isomorphismen zwischen Homotopiegruppen (siehe [Spa66, Seite 377, Corollary 9])
7
2 Topologische Grundlagen und Vorbemerkungen
2.2.3 Proposition. Sei α : X→B eine Faserung und F = α −1 ({∗}). Dann induziert α
eine Bijektion
α : π n (X, F, ∗) ∼ = π n (B, ∗).
Unter bestimmten Bedingungen induziert eine Faserung auch Isomorphismen in der Homologie. Wir ben¨ otigen allerdings nur den folgenden Spezialfall
2.2.4 Proposition. Sei α : X→B eine Faserung mit Faser F . Die R¨ aume B und F seien wegzusammenh¨ angend und π 1 (B, ∗) sei trivial. Gilt H q (B) = 0 f¨ ur q < n und H q (F ) = 0 f¨ ur 0 < q < m, so ist der Homomorphismus
α ∗ : H q (X, F ) → H q (B)
ein Isomorphismus f¨ ur q < n + m − 1.
Diese Proposition ergibt sich aus [Spa66, Seite 483, Lemma 4] mit B = {∗}, da eine
Faserung f¨ ur die die Fundamentalgruppe des Basisraums trivial ist, nach [Spa66, Seite 476, Theorem 5(a)] orientierbar ist.
2.3 Bemerkungen zu Homologie und Kohomologie
In dieser Arbeit wird die Existenz von exakten Homologie- bzw. Kohomologie-Sequenzen f¨ ur Raumpaare (X, A) ben¨ otigt. An die Gestalt dieser Sequenzen wollen wir kurz erinnern.
F¨ ur jedes Raumpaar (X, A) gibt es eine lange exakte Sequenz
j∗ i∗ ∂ i∗ . . . → H n (A) → H n (X) → H n (X, A) → H n−1 (A) → H n−1 (X) → . . .
Diese Sequenz nennen wir auch die Homologie-Sequenz f¨ ur das Paar (X, A). Dabei bezeichnen i : A → X und j : X = (X, ∅) → (X, A) die Inklusionen und ∂ heißt Verbindungshomomorphismus. Genauso gibt es eine exakte Kohomologie-Sequenz f¨ ur das Paar (X, A):
j ∗ j ∗ i ∗ δ . . . → H n (X, A) → H n (X) → H n (A) → H n+1 (X, A) → H n+1 (X) → . . .
Dabei bezeichnen i und j wieder die Inklusionen und δ den Verbindungshomomorphismus.
Da wir mit Spektralfolgen f¨ ur die Wegefaserung rechnen werden, ben¨ otigen wir die Homologiegruppen des Schleifenraums
ΩS n := {ω : [0, 1] → S n mit ω(0) = ω(1)}.
F¨ ur diese Gruppen gilt:
2.3.1 Proposition. Es gilt
2 Topologische Grundlagen und Vorbemerkungen
Ein Beweis f¨ ur diese Proposition kann man in [Hat04, Seite 9-10, Example 1.5] finden. Genauso ben¨ otigen wir die Homologiegruppen der Sph¨ aren. Es ist wohl bekannt, das diese Gruppen die folgende Gestalt haben:
2.3.2 Proposition. Es gilt
In den folgenden Kapiteln werden wir Serre-Spektralfolgen f¨ ur Kohomologie betrachten. Dabei werden Gruppen der Form H p (X; H q (F )) auftreten. Um mit diesen Gruppen arbeiten zu k¨ onnen, ben¨ otigen wir den folgenden Satz: (vgl. [Spa66, Seite 246, Theorem 10]).
2.3.3 Satz. Ist (X, A) ein Raumpaar, und ist die die abelsche Gruppe G endlich erzeugt, so gibt es exakte Sequenzen
0 → H n (X, A) ⊗ G → H n (X, A; G) → Tor 1 (H n+1 (X, A), G) → 0
f¨ ur alle n. Diese Sequenzen spalten.
2.3.4 Bemerkung. Ist H n+1 (X, A) torsionsfrei, so ist Tor 1 (H n+1 (X, A), G) = 0 und aus dieser exakten Sequenz folgt H n (X, A; G) ∼ = H n (X, A) ⊗ G.
Die Beziehung zwischen Homologie- und Kohomologiegruppen l¨ asst sich durch den Universellen Koeffizientensatz f¨ ur Kohomologie ausdr¨ ucken ([Hat02, Seite 195, Theorem 3.2]).
2.3.5 Satz (Universeller Koeffizientensatz f¨ ur Kohomologie). Ist C ein Kettenkomplex von frei erzeugten abelschen Gruppen mit Homologie-Gruppen H n (C), so sind die Kohomologiegruppen H n (C; G) des Koketten-Komplexes Hom(C n , G) gegeben durch die exakte Sequenz
0 → Ext 1 (H n−1 (C), G) → H n (C; G) → Hom(H n (C), G) → 0.
Diese Sequenz spaltet.
2.3.6 Bemerkung. Ist H eine endlich erzeugte abelsche Gruppe, so ist Ext 1 (H; Z) iso-morph zur Torsionsuntergruppe von H und Hom(H; Z) ist isomorph zum freien Teil von H. Also folgt aus dem obigen Satz: Ist C ein Kettenkomplex von frei erzeugten abelschen Gruppen, und sind die Homologiegruppen H n−1 (C) und H n (C) von C endlich erzeugt, so gilt
H n (C) ∼ = (H n (C)/T n ) ⊕ T n−1 .
Dabei bezeichnen T n−1 ⊂ H n−1 (C) und T n ⊂ H n die Torsionsuntergruppen. Sind H n (C) und H n−1 (C) torsionsfrei, so gilt insbesondere H n (C) ∼ = H n (C).
2 Topologische Grundlagen und Vorbemerkungen
2.3.7 Bemerkung. Mit den Proposition 2.3.2 und 2.3.1 folgt aus diesen ¨ Uberlegungen
und
f¨ ur alle i
Schließlich ben¨ otigen wir noch die Wang-Sequenz f¨ ur Faserungen ¨ uber Sph¨ aren (vgl. [Spa66, Corollary 6, Seite 456]).
2.3.8 Satz (Wang Homologiesequenz). Sei α : X → S n eine Faserung mit Faser F . Dann gibt es eine lange exakte Sequenz
. . . → H q (F ) → H q (X) → H q−n (F ) → H q−1 (F ) → . . .
2.4 Beziehung zwischen Homologie und Homotopie
Wir sehen in diesem Abschnitt π n (X, A, ∗) f¨ ur n > 0 als Homotopieklassen von Abbildungen
(E n , ˙ E n , ∗) → (X, A, ∗)
an. Dann kann man eine Abbildung
∂ : π n (X, A, ∗) → π n−1 (A, ∗)
f¨ ur f : (E n , ˙ E n ) → (X, A) definieren durch
∂([f ]) = [f | ˙ En ].
Nach dieser Definition ist klar, dass f¨ ur eine Abbildung g : (X, A, ∗) → (X , A , ∗) das
Diagramm
kommutiert. Das heißt ∂ ist eine nat¨ urliche Transformation zwischen den Funktoren π n (X, A) und π n (A) auf der Kategorie von Paaren (X, A) von punktierten R¨ aumen. Den Homomorphismus ∂ nennt man auch Randoperator und es gibt die folgende exakte Homotopiesequenz f¨ ur ein Paar (X, A) (vgl. [Spa66, Seite 374, Theorem 3]):
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Dipl.-Math. Johann-Georg Vogelhuber, 2006, Über die Hopf-Invariante, München, GRIN Verlag GmbH
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