Gliederung
1. Vorwort Seite 2
2. Sachanalyse Seite 3
3. Didaktische Analyse Lernziele Seite 4
3.1. Außerschulische Lernorte Seite 4
3.2. Gegenwartsbedeutung Seite 4
3.3. Zukunftsbedeutung Seite 4
3.4. Exemplarische Bedeutung Seite 5
3.5. Zugänglichkeit des Inhalts Seite 5
4. Die Lerneinheit / Stationen im Überblick Seite 6
5. Ausführliche Darstellung dreier Stationen der Lerneinheit Seite 12
5.1. Station 3: Traditionelle Musik kennen lernen Seite 12
5.2. Station 4: Körperbemalung mit Naturmaterialien Seite 14
5.3. Station 6: Schutz vor Malaria Seite 17
6. Reflexion der Unterrichtsskizze Seite 20
7. Literatur- Quellenverzeichnis Seite 21
8. Abbildungsverzeichnis Seite 21
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Auf Erkundungstour in Ozeanien
Das Übersee-Museum in Bremen als außerschulischer Lernort
1. Vorwort
Das Übersee-Museum Bremen vereinigt unter einem Dach natur-, völker- und handelskundliche Sammlungen. Seine Anfänge lassen sich bis weit in das 18. Jahrhundert verfolgen. Es gehört zu den meistbesuchten Museen in Deutschland, wobei 60% der Besucher Schulklassen sind.
Wir haben das Museum als außerschulischen Lernort gewählt, da wir es im vergangenen Jahr privat besucht haben und vor allem von der 2003 eröffneten Dauerausstellung "Ozeanien -
wir den Schüler/innen und Schülern unserer Klasse die Institution Museum näher bringen, indem wir die Lerneinheit vor Ort derart gestalten, dass ihnen die Aktivitäten Spaß bereitet und gleichzeitig ihr Interesse und ihre Neugier wecken. Hilfreich ist dabei, dass das Übersee-Museum ein umfangreiches museumspädagogisches Angebot bereithält, welches speziell für die jeweiligen Voraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen entwickelt worden ist.
Ein weiterer Aspekt für die Wahl des Museums als außerschulischen Lernort ist die gute Erreichbarkeit, da es sich in Sichtweite des Bremer Hauptbahnhofs befindet und somit auch mit Kindergruppen unkompliziert und sicher per Bahn zu erreichen ist. Zudem existieren für Schulklassen günstige Eintrittspreise.
Wir planen unsere Exkursion mit der Klasse 2a der Grundschule X. Diese Klasse besteht aus 10 Schüler/innen und 9 Schülern, wovon zwei Jungen, X1 und X2, auf ein Hörgerät angewiesen sind. Aus diesem Grund ist seit der 1. Klasse ein Mikrofon in den Unterricht integriert. Ein Schüler, X3, und eine Schülerin, X4, haben einen Migrationshintergrund, sie beherrschen aber die deutsche Sprache. Eine Schülerin der Klasse, X5, leidet unter generalisierter Angststörung des Kindesalters und befindet sich seit drei Monaten in psychotherapeutischer Behandlung. Die Therapie zeigt bereits erste Erfolge. Vor unbekannten Situationen hat X5 allerdings immer noch unter ausgeprägten Ängsten zu leiden, so dass sie solche Situationen zu vermeiden sucht. In unserer Unterrichtsplanung muss daher auf X5 besonders ausführlich eingegangen werden, damit die Exkursion auch für sie eine freudige Erfahrung wird.
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2. Sachanalyse
Das Übersee-Museum Bremen
Ausstellung über die Völker der Südsee, die durch eine umfangreiche Sammlung aus der Natur und Lebenswelt Ozeaniens und den individuellen Handelsmethoden einzelner hiesiger Bevölkerungsgruppen abgerundet wird.
Ozeanien ist die Bezeichnung für eine Formation aus Inseln im Pazifischen Ozean, die zwischen den amerikanischen Kontinenten, den Philippinen und Australien liegt. Neuseeland zählt nur im weiteren Sinne zu Ozeanien. Die Region wird nach der ethnischen Zugehörigkeit der Bevölkerung in Mikronesien, Melanesien und Polynesien gegliedert. Alle ozeanischen Inseln haben zusammen eine Landfläche von etwa einer Million Quadratkilometern und sind über eine Meeresfläche von rund 70 Millionen Quadratkilometern verstreut. Somit erstreckt sich das Gebiet Ozeaniens über benahe 10% der gesamten Erdoberfläche. Die Ausstellung in Bremen zeigt Aspekte der vielfältigen Naturräume, der Beziehungen und des Handels der zahlreichen Gesellschaften. Der räumliche Aufbau der Ausstellung orientiert sich an der Geographie Ozeaniens, d. h., dass der Boden der Ausstellungsfläche die verschiedenen Tiefen des Meeresgrundes durch hell- bis tiefblaue Bemalung veranschaulicht. Themen und Inhalte von Ozeanien sind nach Schwerpunkten geordnet auf 13 Themeninseln anzufinden. Die in grün gehaltenen Themeninseln erstrecken sich neben anderen Stationen (wie z.B. Sitzflächen mit Hörgeschichten von Sammlern, Forschern oder dem Kinderalltag aus Ozeanien oder einer interaktiven Wand zur Fischgeräusch-Fisch-Zuordnung) über die - Modelle, Fotos und schriftliche Erklärungen, aber vor allem Originale aus Ozeanien wie echte Holzboote, Möbel, Musikinstrumente und Haushaltsgegenstände, eine Tauchglocke, ein nachgebautes Korallenriff, reale Masken, Schmuck und Schnitzereien, Tierexponate etc. Was dabei aus Kindersicht das Angenehmste sein könnte, ist der Umstand, dass in Ozeanien eben nicht alles nur ausgestellt wird, sondern auch anzufassen, zu hören, ja zu begreifen ist und, dass die Ausstellung nicht immer vollkommen ernst genommen werden muss.
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3. Didaktische Analyse & Lernziele
3.1. Außerschulische Lernorte
Unter außerschulischen Lernorten versteht man authentische Erfahrungsräume außerhalb des Schulgeländes, die Lernprozesse anregen und ergänzen können. Das Übersee-Museum stellt dabei einen pädagogisch gestalteten Lernort dar, bei dem die Lernsituation durch die verschiedenen Museumsangebote bereits vorstrukturiert ist.
Das Einbeziehen außerschulischer Lernorte in den Unterricht ist vor allem im Sachunterricht der Grundschule sinnvoll, da im Mittelpunkt die konkrete Anschauung, das unmittelbare Erleben sowie der handelnde Umgang mit der Sache stehen. Durch die ganzheitliche Auseinandersetzung vor Ort mit dem Thema Ozeanien gestaltet sich der Lernprozess effektiver als durch die isolierte Bearbeitung einzelner Aspekte im Klassenraum (Hellberg-Rode 2004, S. 145ff.).
3.2. Gegenwartsbedeutung
Aus der aktuellen Sicht der Schüler/innen und Schüler stehen Museumsausstellungen nicht mit ihrer Lebenswelt und wirklichkeit in Verbindung. Beinahe alle Kinder unserer Klasse haben mit ihren Eltern bereits einen Museumsbesuch absolviert, sie haben aber kaum positive Erinnerungen daran. Sie erzählten hauptsächlich von langweiligen Ausstellungen, zu langen Vorträgen und Führungen sowie von der Tatsache, dass sie die Exponate nicht anfassen, sondern nur angucken durften.
Unsere Aufgabe besteht daher darin, den Kindern zu zeigen, dass Museen nicht nur lehrreich sind, sondern auch interessant sein können und sehr viel Spaß machen.
3.3. Zukunftsbedeutung
Die Ausstellung Ozeanien bietet zum einen ein reichhaltiges Angebot an Exponaten und damit direkt verbundenes Wissen. Überdies bewirkt sie aber auch die Auseinandersetzung mit einer fremden Kultur, ihrer spezifischen Lebensweise, ihrer Weltanschauung und ihrer Lebenswelt. Für die Kinder ermöglicht sich dadurch ein Perspektivwechsel. Durch das Hineinversetzen in die Kultur der Menschen Ozeaniens können sie Rückschlüsse auf ihre eigene Kultur, ihre Art zu leben und ihre Lebenswelt ziehen. Auf diese Weise sollen die Kinder sich ihrer selbst bewusst werden, wodurch die Identitätsfindung und somit die Ich-Kompetenz unterstützt werden.
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3.4. Exemplarische Bedeutung
Die Schüler/innen und Schüler sollen erkennen, dass jede Kultur ihre individuellen Bräuche und Traditionen hat und dass sie diesen tolerant und offen begegnen.
3.5. Zugänglichkeit des Inhalts - nahe zu bringen, ist
ein Lernen mit allen Sinnen von Vorteil. Die Kinder dürfen die Ausstellungsstücke nicht nur anschauen, sondern auch berühren und befühlen. Des Weiteren stehen Sitzflächen zur Verfügung, an denen auditive Präsentationen wie z.B. Geschichten aus dem Alltag der ozeanischen Kinder dargeboten werden. Außerdem gibt es eine interaktive Wand, an der verschiedenen Fischen ihre Geräusche zugeordnet werden sollen. Die Schüler/innen und Schüler erleben also eine große Methodenvielfalt, wodurch Langeweile vorgebeugt wird.
Arbeit zitieren:
M.Ed. Georg Rabe, R. Röhling, S. Muck, 2006, Unterrichtsskizze zum Anfangsunterricht - Stationenlernen in der Ausstellung "Ozeanien", München, GRIN Verlag GmbH
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