Die Perspektive des Älterwerdens - Entwicklungsprozesse im späten Erwachsenenalter
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2
2. Begriffsklärung
3
2.1 Alter 3
2.1.1 Der Lebensabschnitt „Erwachsenenalter“ 3
2.2 Altern 4
2.3 Entwicklung 4
3. Alterskorrelierende Veränderungen
5
3.1 Biologische Alterstheorien 6
3.2 Kognitive Veränderungen 7
3.2.1 Aufmerksamkeit 7
3.2.2 Gedächtnis 7
3.2.3 Lernen 8
3.3 Sensorische Veränderungen 9
3.3.1 Die Sehfähigkeit 9
3.3.2 Die Hörfähigkeit 9
3.3.3 Weitere Sinne 10
3.4 Motorische Veränderungen 10
3.5. Soziale Veränderungen 12
4. Theoretische Perspektive über das Altern
14
4.1 Sozialpsychologische Theorien im historischen Wandel 14
4.2 Theorien über die Anpassung an das Altern 15
4.2.1 Theoretisches Modell des „erfolgreichen Alterns“
von Baltes und Baltes 15
4.2.2 Die kognitive Alterstheorie von Thomae 17
5. Fazit
20
6. Literaturverzeichnis
22
1
Die Perspektive des Älterwerdens - Entwicklungsprozesse im späten Erwachsenenalter
1. Einleitung
Im Jahr 2005 lebten in Deutschland 82,5 Millionen Menschen; davon waren 15,6 Millionen (dies entspricht 19 Prozent) 65 Jahre und älter. Durch den medizinischen Fortschritt, den Geburtenrückgang und die verlängerte Lebenserwartung steigt der Anteil der über 65 jährigen in der Gesamtbevölkerung kontinuierlich an und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weiter steigen. Bis zum Jahr 2050 wird dieser Anteil auf ca. 30 Prozent der Bevölkerung anwachsen (Statistisches Bundesamt 2006, S. 5).
Das Thema „Alt“ ist ein Themenbereich, welcher alle betrifft. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, werden wir es alle mal sein. Einige haben noch viele Jahre vor sich, bis es soweit ist, andere sind es vielleicht schon. Eins ist jedoch klar, als alt sieht man immer nur die Anderen, nur man selber möchte es nicht sein. Ganz nach dem Motto „Alt: alle wollen es werden, keiner will es sein.“ In der vorliegenden Ausarbeitung möchte ich mich mit der Perspektive des Älterwerdens befassen. Dabei beschränke ich mich auf die folgende Leitfrage: „Welche Entwicklungsprozesse finden im späten Erwachsenenalter statt?“ Hierzu folge ich der
Grundannahme, dass die ontogenetische Entwicklung nicht bereits im frühen Erwachsenenalter vollendet ist, sondern eine lebenslange Entwicklung stattfindet.
Um dieser Fragestellung einen entsprechenden Rahmen zu verleihen, soll vorab im 2. Kapitel das ausgewählte Thema durch einige Definitionen und Begriffsklärungen erläutert werden. Im Anschluss daran möchte ich mich im 3. Kapitel meiner Leitfrage und somit meinem Fokus zuwenden und diesen genauer betrachten. Diesbezüglich soll geklärt werden, in welchem Ausmaß biologische, kognitive, sensorische, motorische, sowie soziale Veränderungen bei einem Menschen erfolgen, der seinen beruflichen Ruhestand erreicht hat.
Abschließend soll anhand von 2 psychologischen Theorieansätzen zum Alterungsprozess im 4. Kapitel geklärt werden, wie ältere Menschen mit den vielfältigen alterskorrelierenden Veränderungen möglicherweise umgehen und diese bewältigen können.
2
Die Perspektive des Älterwerdens - Entwicklungsprozesse im späten Erwachsenenalter
2. Begriffsklärung
2.1 Alter
Mit dem Begriff „Alter“ wird meistens das „kalendarische“ bzw. biologische Alter angegeben. Dies ist die vergangene Zeit, seit der Geburt in Jahren. Das Alter wird häufig einem Lebensabschnitt zugeordnet und somit wird der Lebenslauf in spezifische Phasen eingeteilt, wie z.B. Kindheit und Jugend, Erwachsenenalter und Alter. Unter anderem kann „Alter“ als ein „Index“ für Lebensereignisse gesehen werden, die im Laufe eines Lebens eintreten und den persönlichen Lebenslauf formen, wie z.B. die Einschulung mit ca. 6 Jahren oder der Eintritt in den Ruhestand mit ca. 65 Jahren. Auch Generationszugehörigkeit oder bestimmte soziale Rollen werden mit „Alter“ in Verbindung gebracht (vgl. Erlemeier 2002, S. 57).
2.1.1 Der Lebensabschnitt „Erwachsenenalter“ Von unterschiedlichen Autoren existieren verschiedene
Auffassungen über die spezifischen Lebensabschnitte des Alters. Um die Differenziertheit dieser Lebenszeit genauer beschreiben zu können, lehnt sich meine Darstellung in dieser Ausarbeitung an das Levinsons Modell von Entwicklungsphasen des Erwachsenenalters (Faltermaier u.a. 2002, S. 61). Das Erwachsenenalter beginnt demzufolge nach Levinson zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr. Er unterteilt das Erwachsenenalter in drei Lebensphasen. So gibt es ein frühes (18/21- 35/40 Jahre), mittleres (35/40- 60/ 65 Jahre) und spätes (60/65- 80/85 Jahre) Erwachsenenalter. Der Lebensabschnitt ab etwa 80 Jahren wird als Hochaltrigkeit oder als „vierte Lebensalter“ bezeichnet (Faltermaier u.a. 2002, S. 61). Meine Fokussierung dieser Ausarbeitung liegt bei dem späten Erwachsenenalter. Dieses wird auch häufig als drittes Lebensalter definiert, d.h. einem Alter von ca. 65 bis 80 Jahren.
3
Die Perspektive des Älterwerdens - Entwicklungsprozesse im späten Erwachsenenalter
2.2 Altern
Altern ist ein im Lebenslauf integrierter Prozess. Dieser Prozess kann als ein mehrdimensionaler und vielfältiger Veränderungsprozess bezeichnet werden. Bereits ab dem mittleren Erwachsenenalter können allmähliche Veränderungen eintreten. Im späten Erwachsenenalter können dann zunehmend Veränderungen hinzukommen.
Zeitlich kann das Altern jedoch nicht genau festgelegt werden, da dieser Prozess sehr individuell ist.
Das Altern wird von partizipierenden wissenschaftlichen Disziplinen wie z. B. von der Biologie, Medizin, Psychologie, Soziologie, Kultur, Geisteswissenschaften und der Pädagogik usw. betrachtet (Erlemeier 2002, S. 61).
Mein Fokus richtet sich auf die psychologische Sichtweise. So wird in der Entwicklungspsychologie Altern als ein Entwicklungsvorgang, ein Prozess der Veränderung und Umstrukturierung des Verhaltens und Erlebens in der 2. Lebenshälfte, verstanden.
2.3 Entwicklung
Da sich diese Ausarbeitung mit Entwicklungsprozessen beschäftigt, soll auch geklärt werden, was unter Entwicklung zu verstehen ist. Der Begriff „…Entwicklung kann Entstehung, Veränderung und Vergehen umfassen.“
Die ontogenetische Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess und endet nicht im frühen Erwachsenenalter, wie früher angenommen. Die Entwicklung eines Menschen umfasst alle „…altersbezogenen Veränderungen im Erleben und Verhalten eines Individuums…“ (Faltermaier u.a. 2002, S. 30).
4
Die Perspektive des Älterwerdens - Entwicklungsprozesse im späten Erwachsenenalter
3. Alterskorrelierende Veränderungen
Alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche im Lebenslauf erworben werden, bleiben im Alter auch weiterhin bestehen. Sie sind jedoch von Verlusten mitbestimmt. Entwicklungen und Veränderungen sind im menschlichen Zyklus somit unausweichlich. In diesem Kapitel sollen die vielfältigen Veränderungen des Menschen im späten Erwachsenenalter genauer betrachtet werden. Die Fragestellung „Was verändert sich an einem Menschen, der den Ruhestand, also ab einem Alter von ca. 60 bis 65 Jahren und darüber hinaus, erreicht hat?“ wird in diesem Kapitel fokussiert. Dazu sollen folgende Detailfragen bearbeitet werden: Welche Entwicklungen sind mit zunehmenden Alter bei einem Menschen festzustellen? Welche Veränderungen treten mit nehmendem Alter auf? Welche Lebensbereiche sind betroffen und in welchem Ausmaß kommen diese Veränderung und Entwicklungen vor? Kann ein Alterungsprozess identisch sein mit einem Abbauprozess? Hinsichtlich der Komplexität dieses Themas, können in diesem Rahmen nur einige spezifische Aspekte der Entwicklung im Alter herausgegriffen und erläutert werden. Um Antworten auf die Fragen zu finden, sollen hierzu die biologischen, kognitiven, sensorischen, motorischen, sowie die sozialen Veränderungen kurz aufgezeigt werden.
Da ein Prozess des Alterns sehr individuell verläuft und nicht zu einem bestimmten Alter zugeordnet werden kann, werden deshalb im Folgenden nur Durchschnittswerte angegeben. Bei Menschen gibt es unterschiedliche Veränderungsmuster, so können Ausmaß und Verlauf der altersbedingten Veränderungen von Person zu Person stark variieren (vgl. Faltermaier u.a. 2002, S. 166). Die folgenden alterskorrelierenden Veränderungen
beschränken sich auf die „normalen“ Prozesse, d.h. mögliche pathologische Altersprozesse werden hier nicht aufgezeigt.
5
Arbeit zitieren:
2008, Die Perspektive des Älterwerdens, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Psychologie - Entwicklungspsychologie: Die Perspektive des Älterwerdens ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Psychologie - Entwicklungspsychologie: neuer Titel erschienen: Die Perspektive des Älterwerdens
Altern gestalten - Medizin, Technik, Umwelt
Heinz Häfner, Konrad Beyreuther, Wolfgang Schlicht
Produktives Altern und informelle Arbeit in modernen Gesellschaften
Theoretische Perspektiven und ...
Marcel Erlinghagen, Karsten Hank
Perspektiven systemischer Entwicklung und Beratung von Organisationen
Ein Sammelband
Nino Tomaschek
Die globale Perspektive der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
Eine europäisch-lateinamerikan...
Marco Rieckmann
Studien zur Sprachwelt des Alten Testaments 2
Ernst Jenni, Hans-Peter Mathys, Jürg Luchsinger, Markus Saur
0 Kommentare