Abkürzungsverzeichnis
Central Intelligence Agency CIA
Federal Reserve System FED
International Monetary Fund IMF
Vereinigte Staaten von Amerika USA
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I. Problemstellung
Bretton Woods II ist eine Bezeichnung für ein monetäres System auf Weltebene, in dem wirtschaftlich aufstrebende Schwellenländer, hauptsächlich aus Asien und Südamerika, insbesondere jedoch China, ihre Währungen an den US-Dollar binden, und dabei tendenziell ihre Heimatwährung unterbewerten, um auf diese Weise ihre heimische Exportwirtschaft zu stärken. Die USA dienen als Absatzmarkt und stimulieren durch hohe Importquoten die Volkswirtschaften der beteiligten Staaten. Diese Konstellation zwischen den USA auf der einen Seite und insbesondere China auf der anderen Seite wird in Anlehnung an das Bretton-Woods-System, Bretton Woods II genannt, und geht als Begriff auf Aufsätze der Ökonomen M. Dooley, D. Folkerts-Landau und P. Garber zurück. Diese geldpolitische und wirtschaftliche Beziehung zwischen China und den USA, auf die sich die Hausarbeit fokussieren wird, wird von N. Ferguson auch als Chimerika bezeichnet.
Ziel der Hausarbeit wird es sein, nach einer knappen Erläuterung des Bretton-Woods-Systems ab 1944, im weiteren Bretton Woods I genannt, eine eingehende Analyse des Bretton-Woods-II-Regimes anzuschließen Implikationen von Bretton Woods II kurz und mittelfristig zu beleuchten, und dabei Probleme und mögliche Auswege des Systems aufzuzeigen. Abschließend soll analysiert werden, inwiefern von einem Bretton Woods II System, angelehnt an Bretton Woods I überhaupt gesprochen werden kann, inwieweit Parallelen erkennbar sind, und welche Rückschlüsse und Lehren aus Bretton Woods I für Bretton Woods II und die weitere Entwicklung des internationalen Währungssystems geschlossen werden können.
II. Bretton Woods I
1. Konstruktion
Für eine Auseinandersetzung mit Bretton Woods II ist es notwendig, zunächst den Blick auf Bretton Woods I zu richten, auf das sich 1944 am gleichnamigen Ort von Delegierten der Siegermächte des zweiten Weltkriegs geeinigt wurde. Bretton Woods I bestimmte bis Anfang der 70er Jahre das internationale Währungssystem. Dem System lagen feste Wechselkurse zu Grunde, sowie die Etablierung des US-Dollar als Leitwährung. Die USA verpflichteten sich, den US-Dollar fest an Gold zu binden zu 35 Dollar je Unze. Die Bindung des US-Dollar an Gold sollte Vertrauen in den US-Dollar als internationale Reserveeinheit schaffen, und stand
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potentiell ausländischen Zentralbanken zur Verfügung als Option zum Umtausch von Dollarin Goldreserven.
2. Niedergang und Auswirkungen
Im Zuge von Bretton Woods I entwickelte sich der US-Dollar zur internationalen Reserveeinheit. Eine internationale Reserveeinheit muss jedoch in ausreichendem Maße den Zentralbanken der verschiedenen Volkswirtschaften zur Verfügung stehen, insbesondere dann, wenn diese ihre Währung an die Reserveeinheit binden, da sonst Liquiditätsengpässe innerhalb dieser Volkswirtschaften auftreten können;
ither the key-currency country maintains equilibrium in its balance of payments, and other countries will experience a shortage of the reserves needed to support an expansion of trade and transactions, with attendant brake on growth; or the desirable growth of world reserves will be preserved only through persistent increases in the liabilities of the key-currency country, raising increasing doubts about its ability to redeem such liabilities, especially when they (Durlauf und Blume 2008, Volume 8 S. 394 f.)
Dieses als Triffin-Dilemma bezeichnete Problem war letztendlich ein Hauptgrund für den Niedergang von Bretton Woods I (vgl. Cesarano 2006, S. 205). Stetig steigende Devisennachfragen des Auslandes gegenüber den USA wurden mit einem Außenhandelsdefizit ausgeglichen; die damit einhergehenden anwachsenden Forderungen des Auslandes gegenüber den USA führten zu einem Vertrauensverlust in die Stabilität des US-Dollar, zu Kapitalabflüssen, und schwindenden Goldreserven (vgl. Durlauf und Blume 2008, Volume 1 S. 548). 1971 setzten die USA die feste Konvertibilität des Dollars in Gold aus, woraufhin die Zentralbanken des Bretton-Woods-Systems ihre Dollarbindung aufgaben Bretton Woods I war beendet.
Rückblickend hat Bretton Woods I den Übergang vom Commodity-Standard zum Fiat-Standard geebnet (vgl. Cesarano 2006. S. x), den US-Dollar als weltweite Hauptdevise etabliert und zu einer Phase hohen Wachstums in den teilhabenden Volkswirtschaften beigetragen.
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III. Bretton Woods II
1. Konstruktion
Unter dem Begriff Bretton Woods II, der vornehmlich von den Ökonomen Michael P. Dooley, David Folkerts-Landau und Peter Garber in Veröffentlichungen seit 2003 geprägt wurde, versteht man ein nicht-kodifiziertes Währungssystem, welches sich aus Bretton Woods I heraus entwickelt hat, und in der Struktur ähnlich funktioniert.
(vgl. Eichengreen 2004, S.1) des Systems nehmen dabei nach wie vor die USA ed as international reserves
and a tendency to live beyond its (Eichengreen 2004, S.1) verfügen. Setzte sich die n Woods I hauptsächlich aus Ländern Westeuropas zusammen, so sind diese mittlerweile ausreichend entwickelt, eine neue Gattung von Schwellenländern, vornehmlich in Asien und Südamerika und insbesondere China (vgl. Eichengreen 2004, S.1) von Bretton Woods II dar. Diese binden ihre Währung an den US-Dollar mehr oder weniger fest. Die heimische Währung wird dabei in der Regel gegenüber dem US-Dollar unterbewertet, einhergehend mit einer Akkumulation großer Dollar Reserven, um die eigene Exportwirtschaft zu stärken, was wiederum positive Wachstumseffekte auf die Gesamtwirtschaft hat. Die Fixierung auf und an den US-Dollar wird darüber erklärt, dass die USA attraktivster Hauptabsatzmarkt seien, die europäische Union hingegen sei schwerer zu-the face of absorbing Eastern Europe as well. (Dooley et al. 2003, S.9)
Auch wenn sich die von Europa hauptsächlich nach Asien verschoben hat, so ist die durch Bretton Woods I etablierte Fixierung auf den US-Dollar als Leitwährung bestehen geblieben, gemeinsam mit einer Dollar-Bindung, die den US-Dollar tendenziell überbewertet. Dies wird jedoch bei Bretton Woods II einseitig von den Staaten ohne vertragliche Bindung und ohne explizite Zustimmung der USA.
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Arbeit zitieren:
Gregor Geist, 2010, Ein neues Bretton Woods?, München, GRIN Verlag GmbH
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