INHALTSVERZEICHNIS
Inhalt Seite
1. Einleitung 3
2. Erläuterung des Konzeptes „Teaching Games for Understanding“ 3
3. Trainingsphilosophie des DFB im Nachwuchstraining 6
4. Erlernen des Dribblings nach TGfU (geeignete Spielformen) 8
5. Fazit 11
6. Literatur 12
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1. Einleitung
Das Dribbling ist eine der Grundtechniken im Fußball und unter anderem die erste Komponente, die ein Anfänger erlernen sollte. Der Deutsche Fußball-Bund stellt dazu fest:
„Das Dribbeln ist eine der wichtigsten Fußball-Basistechniken. Im heutigen Spiel attackieren die
Gegner gleichzeitig von vielen Seiten. Die Dribbelräume werden dadurch enorm eng. Um unter
diesem Druck von Gegenspielern dennoch am Ball zu bleiben, muss ein variantenreiches
Dribbling beherrscht werden.“ (Deutscher Fußballbund, o.J.) Darüber, wie diese Technik vermittelt werden soll, gibt es in der Fachliteratur
verschiedene Ansätze. Viele davon befassen sich mit isolierten Übungen oder Übungsreihen. Das Konzept „Teaching Games for Understanding“ (TGfU) wählt einen anderen Ansatz. Bei diesem Konzept, das ich in Kapitel 2 genauer erläutere, stehen Spielformen im Vordergrund, um die einzelnen spielrelevanten Techniken, aber auch vor allem taktische Elemente zu erlernen. Übungsformen sollen die Ausnahme bilden. Der DFB sieht in seinem Ausbildungskonzept eine Mischung aus Übungs- und Spielformen vor. Er vertritt die Auffassung, dass diese sich innerhalb einer Trainingseinheit stets abwechseln sollte. Genaueres dazu schildere ich in Kapitel 3. Das Hauptaugenmerk soll schließlich auf dem vierten Kapitel liegen. Da es in dieser Arbeit schwerpunktmäßig darum gehen soll, das TGfU-Konzept auf das Dribbeln im Fußball anzuwenden, stelle ich dort einige geeignete Spielformen vor, die die Grundidee des Fußballspielens enthalten, zugleich das Hauptaugenmerk auf das Dribbeln legen und die Spielerinnen und Spieler somit spielerisch zum Erlernen des Dribblings führen sollen. Den Abschluss dieser Arbeit soll ein Fazit bilden, indem ich auf mögliche Vor- und Nachteile des TGfU eingehe und dieses mit Trainingsansätzen, in denen Übungsformen stärker einbezogen werden sollen, vergleiche.
2. Erläuterung des Konzeptes „Teaching Games for Understanding“
Das sportspieldidaktische Konzept TGfU wurde 1982 von Bunker und Thorpe in England entwickelt und vorgestellt. Es soll eine Alternative zu den traditionellen technikorientierten Ansätzen der Sportspielvermittlung darstellen und gilt als eines der weltweit führenden Konzepte. TGfU wird dabei zunächst auf eine Kritik dieser traditionellen Ansätze begründet. So wird festgestellt, dass bei traditionellen Ansätzen
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- eine Dominanz der Technikunterweisung in hoch strukturierten Unterrichtsstunden besteht
- die Technikvermittlung in der Schule die meiste Unterrichtszeit einnimmt und so nur wenig Spielzeit bleibt
- kaum Verbindungen hergestellt werden zwischen dem Erlernen einer Technik und dem Problem, wann und wie diese Technik im Spiel angewendet werden kann oder soll
- die isoliert erlernten Techniken im Spiel selbst häufig zusammenbrechen (bedingt durch Gegner- oder Zeitdruck) (vgl. Müller & Danisch, 2009).
Die Grundstruktur des TGfU sieht vor, dass abgewandelte Spielformen des „Zielspiels“ im Training oder Unterricht angewendet werden sollen. Diese sollen auf den Entwicklungsstand der Lernenden abgestimmt sein. Ziel ist es, dass Taktiken und Strategien von Sportspielen parallel mit den jeweiligen Spieltechniken gelernt werden sollen. Somit stehen Spielformen im Vordergrund, die in den Bereichen Regeln, Spielfeld oder Materialien modifiziert werden können, je nach der Zielstellung, die für die jeweilige Unterrichtseinheit vorgesehen ist. Die Spielformen ändern sich im Sinne einer Herausforderung an die Spieler im Hinblick auf das Spielverständnis (game appreciation), auf taktisches Bewusstsein (tactical awareness), auf Entscheiden (decision making) und Technikausführung/-anwendung (skill execution/performance) (vgl. ebd). Techniken (skills) werden durch Übungsformen (drills) vermittelt, allerdings erst und nur dann, wenn von den Spielern ein Spielniveau erreicht wurde, das das Erlernen dieser Technik erfordert (vgl. ebd.).
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Arbeit zitieren:
Sören Haß, 2010, Umsetzung des TGfU-Konzeptes auf das Erlernen des Dribblings beim Fußball, München, GRIN Verlag GmbH
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