Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Verortung des Oberrheingrabens 2
3. Theoretische Grundlagen 5
3.1 Was ist ein Graben? 5
3.2 Der „Motor“ der Grabenentstehung 6
3.3 (A)symmetrische Grabenbrüche 9
4. Die Entstehung des Oberrheingrabens 11
4.1 Modellvorstellungen nach PFLUG (1982) 11
4.2 Abriss der Entwicklung des Oberrheingrabens 13
4.3 Tektonisches Spannungsfeld 17
5. Fazit 18
Literaturverzeichnis III
Erkl ärung IV
I
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Klimadiagramm von Frankfurt
Abb. 2: Klimadiagramm von Basel
Abb. 3 : Lage des Oberrheingrabens in Deutschland
Abb. 4 : Das europäische Grabenbruch - System
Abb. 5: Blockbild eines Grabenbruchs
Abb. 6: Aktiver Grabenbruch
Abb. 7: Passiver Grabenbruch
Abb. 8: Symmetrischer Grabenbruch
Abb. 9: Asymmetrischer Grabenbruch
Abb. 10: Kurzabriss der Entwicklung des Oberrheingrabens
Abb. 11: Kurzabriss der Entwicklung des Oberrheingrabens im Bereich des Kaiserstuhls
Abb. 12: Sedimentmächtigkeiten im Grabenverlauf
Abb. 13: Hauptdruckspannungsfeld
II
1. Einleitung
Die Oberrheinische Tiefebene und ihr Randgebiet ist einer der geomorphologisch eindrucksvollsten Naturräume Deutschlands.
Die klimatischen Bedingungen sind hier im Vergleich zur Umgebung und Restdeutschland sehr warm.
Abb. 1: Klimadiagramm von Frankfurt Abb. 2: Klimadiagramm von Basel
http://www.klimadiagramme.de/Deutschland/frankfurt.
html
Wie man in Abb. 1 & 2 1 sehen kann, herrschen im Bereich des Oberrheingrabens sehr günstige klimatische Bedingungen vor, mit milden Wintern (über 0°C) und warmen Sommern. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt in Frankfurt im Schnitt 10,1°C. Dies führt dazu, dass hier Sonderkulturen, wie z.B. Weinreben, sehr gut gedeihen können. Folgende Arbeit soll sich aber nicht mit der naturräumlichen Vielfalt des Oberrheingrabens oder dessen Klima beschäftigen, sondern damit wie dieser beeindruckende Naturraum ent-standen ist.
Zu Beginn wird der Oberrheingraben in Deutschland und Europa verortet.
1 Beide Orte liegen im Bereich des Oberrheingrabens, s. Kap. 2
1
Im nächsten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zur Entstehung von Gräben und Grabensystemen aufgezeigt, um ein Fundament für die in Kapitel 4 folgenden Modellvorstellungen zur Entstehung des Grabens zu schaffen. Im Anschluss daran soll eine kurze Übersicht gezeigt werden, wie sich der Oberrheingraben im Laufe der jüngeren Erdgeschichte konkret entwickelt hat und das diese Entwicklung in Teilen des Grabens nicht identisch von statten gegangen ist.
Zuletzt soll ein abschließendes Fazit erfolgen, dass versucht die Arbeit zusammenzufassen und die einzelnen Kapitel in einen gemeinsamen größeren Zusammenhang zu bringen.
2. Verortung des Oberrheingrabens
Der Oberrheingraben, ca. 300 km lang und durchschnittlich in etwa 35-40 km breit, ist ein, vorwiegend NNE-SSW rheinisch streichender 2 , tektonischer Einbruch, der sich vom Südrand des Taunus bei Frankfurt, bis hin zum Schweizer Jura bei Basel erstreckt (Abb. 3) (ROTHE 2006; SCHWARZ 2005).
Der Oberrheingraben erscheint geomorphologisch als eine breite Tiefebene, die von jeder Seite von scharf begrenzenden Bergen umgeben wird(Abb. 3). Diese Tiefebene ähnelt einer riesigen „Wanne“, die der Rhein in ihrer vollen Länge durchfließt, weshalb er in diesem Flussabschnitt auch Oberrhein genannt wird. Der Rhein schneidet im Norden das tiefe Mittelrheintal in das Rheinische Schiefergebirge; dies ist die einzige Abflussmöglichkeit, welche verhindert, dass der Oberrheingraben voll Wasser laufen und somit ein riesiger See entstehen würde (RÖHR 2010).
2 Rheinisch = in Richtung des Rheins ; Streichend = die kartographische Längserstreckung einer Gesteinseinheit
(ZEPP 2003)
2
Der Oberrheingraben bildet ein Teilstück einer, von der Nordsee bis zum Mittelmeer reichenden, überregionalen Bruchzone. Neben dem Oberrheingraben gehören dazu sowohl die Niederrheinische Bucht, die Hessische Senke, der Eger-, der Bresse - und der Limagnegraben, als auch einige kleinerer Gräben (Abb. 4). Die Gräben des Europäisch Känozoischen Grabensystems 3 befinden sich im Bereich des alten, kristallinen Grundgebirges, dem variszischen Faltengebirge, welches im Rahmen der Entstehung des Superkontinents Pangäa im Unterkarbon zusammengeschoben wurde. Dieses Grabensystem ist in etwa zur gleichen Zeit, in etwa im Untereozän vor ca. 55 Millionen Jahren, wie die jungen Faltengebirge der Alpen und Pyrenäen entstanden.
3 Im Folgenden „EKG“ genannt
3
Arbeit zitieren:
Viktoria Kredel, 2011, Die Taphrogenese des Oberrheingrabens , München, GRIN Verlag GmbH
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