2 Gewalt im Fernsehen lässt Jugendliche aggressiv werden
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Gewalt im Fernsehen lässt Jugendliche aggressiv werden
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: 3
2. Definitionen. 4
2.2. Definition von Gewalt. 4
2.1. Definition von Aggression 4
3. Ursachen für die Gewalt. 5
4. Alterstypische Unterschiede. 6
5. Geschlechtstypische Unterschiede 8
6. Formen und Arten der Aggression 9
7. Gewalt in den Medien 9
8. Präventionen. 13
9. Literaturverzeichnis. 15
2 S e i t e
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1. Einleitung:
Kein Spiel, kein Film, oder keine andere Darstellung zeigt das Problem der Gewalt so konzentriert und komplex wie das dieser Videokamera in Nothercare von 1993.
Niemand der Umliegenden Passanten hätte ahnen können oder müssen, was die beiden Jungen mit dem Kleinkind vorhaben. Niemand wusste, dass der zwei Jährige von den beiden 10 Jährigen wenige Stunden später misshandelt und getötet werden würde. Die beiden Jungen haben das schreiende Kleinkind vier Kilometer durch die Innenstadt von Liverpool getrieben, ohne dass jemand von den Hunderten, die ihren Weg kreuzten und ihnen begegneten, sie überholten oder ihnen auswichen, aufmerksam geworden oder gar eingeschritten hätte. Fassungslos stand im Februar 1993 England und der Rest der Welt da. Es gab weder ein Motiv, einen Grund oder gar einen Sinn zu erkennen. Doch schon bald hatte man eine Erklärung zur Hand. Ein Horror-Video machte die beiden Jungen zu Mördern. Als Inspiration für den Mord soll der Film „Child Play III“ gedient haben, in dem eine vom Teufel besessene Puppe erst ihren Schöpfer tötet und dann selbst in einer langwierigen Prozedur zerstückelt wird. Der Mord an dem 2 Jährigen und die genannte Filmsequenz weisen zahlreiche Ähnlichkeiten auf. Schnell wurde dafür eine Erklärung gefunden. Es wurde alles auf die Gewalt verherrlichenden Filme geschoben. In der heutigen Gesellschaft ist dies ja kein Einzelfall. Ich möchte damit auf die verschieden Amokläufe in den letzten Jahren hinweisen. Für jede dieser Taten wurden die
1 Mike Friedrichsen 1995, S.7 3 | S e i t e
sogenannten Killerspiele wie z.B. Counter Strike verantwortlich gemacht. Doch ist dies denn möglich? Um dies zu verstehen zu können, benötigt man einiges an Vorwissen: Definitionen, Formen, Ausprägungen, die ich nun etwas näher betrachten möchte. Beginnen möchte ich mit den Definitionen.
2. Definitionen
2.2. Definition von Gewalt
Gewalt ist eine Verhaltensweise von Personen gegen andere Personen oder Gegenstände, um ihnen psychischen, physischen oder sozialen Schaden zu zufügen. Es ist eine Reaktion auf evtl. ungerechte Behandlung oder gar erlittene Gewalt. 2 „Gewalttätiges Verhalten erhält einen subjektiven Sinn, es vermittelt Dominanz, die sonst nicht erlebt werden kann, sie dokumentiert Überlegenheit, suggeriert als solches ein Gefühl von Durchsetzung seiner selbst“. 3 Gewalt dient als Ausdruck von Bedürfnissen nach Körperlichkeit, nach Bewegung und Beweglichkeit. Sie ist ein Zeichen für soziale Isolation oder für fehlende Bindungen in der Familie oder in anderen sozialen Instanzen. Zusammenfassend lässt sich sagen: „Gewalthandlungen
• führen zu schweren Schädigungen mit erheblichen Konsequenzen
• verstoßen gegen juristisch fixierte Normen und sind verboten
• haben instrumentellen Charakter
• erfolgen oftmals berechnend und kalt“. 4
2.1. Definition von Aggression
„Unter [dem Begriff] Aggressionen versteht man ein manifestes Verhalten, dessen Ziel die körperliche oder bloß symbolische Schädigung oder Verletzung einer anderen Person, eines Tieres oder einer Sache ist.“ 5 Aggression wird zum Teil auf einen angeborenen Aggressionstrieb, zum Teil auf Versagungen oder auch auf soziale Umweltfaktoren zurückgeführt. Die überdauernde Bereitschaft zu aggressiven Verhaltensweisen wird als Aggressivität bezeichnet. Nach Nolting sind Aggressionen Gefühle, welche aggressives Verhalten erklären können. Sie befinden sich im Körper und können den Körper in verschiedenen Formen verlassen. Es sind psychische
2 Vgl. Schorb , Theunert 1982, S.323
3 Heil, Perik & Wendt 1993, S.28
4 Vgl. Bierhoff & Wagner 1998, S.48
5 Vgl.Eberle, Gerhard 1989, S. 13
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Energien, die verbraucht werden können. 6 Doch auch andere Geisteswissenschaftler äußerten sich über den Begriff der Aggression. Selg sagte z.B. „Aggression besteht in einem gegen einen Organismus oder einen Organismussurrogat gerichteten Austeilen schädigender Reize“ 7 Mitscherlich hat dazu eine ähnliche Meinung: „Als Aggressivität gilt…alles, was durch Aktivität -zunächst durch Muskelaktivität - eine innere Spannung aufzulösen sucht“ 8
3. Ursachen für die Gewalt
Die meisten Menschen sind der Meinung, dass gewalttätiges Handeln zum Teil aus den negativen Erfahrungen, zum anderen Teil aus der persönlichen Neigung der Menschen hervorgeht 9 . Diese negativen Erfahrungen äußern sich vor allem durch unfreundliches Verhalten von Mitmenschen, Überforderungen, Einengungen, mangelnde Selbstverwirklichung oder schlechte materielle Lebensbedingungen. In einer Umfrage von Langenfeld & Langenfeld-Nagel (1990) sind fast 80 % der Erklärungen negativ d.h. sie sind auf das unfreundliches Verhalten zurückzuführen und somit der Aggressions-und Frustrationstheorie zuzurechnen. 10 Doch es gibt noch zwei interessante Vergleichstheorien, die Triebtheorie nach Freud und die Lerntheorie nach Bandura. Nach Freud sieht dies jedoch wieder anders aus. Er ist der Meinung, dass die Aggressionen dazu dienen um Gesund zu bleiben und einen eigenen inneren Ausgleich zu schaffen. Die Ursachen sieht er darin, dass jeder Mensch bestimmte Triebe in sich hat, welche irgendwann drohen auszubrechen. Freud spricht dabei von zwei Trieben, die von Natur aus im Menschen vorhanden sind. Der Todestrieb und der Eros. Das Ziel des Todestriebes ist die Zerstörung des Organismus bis hin zum Tod. Damit der Mensch diesen Trieb überleben kann, muss es einen Eros geben, der dagegenwirkt und die Lebenserhaltung zum Ziel hat. Diese Triebe kann man durch einige Mittel wie z.B. Therapien abbauen. Um sicherzugehen das solche Triebe gar nicht erst ausgelebt werden sollte man den betroffenen viel Loben und Motivieren, desweiteren sollte ein Ausgleich für ihn geschaffen werden, wie z.B. Sport. Meiner Meinung nach die am meisten verbreitete Theorie ist die Aggressions- und Frustrationstheorie. Sie beschreibt das Verhalten seinen Ärger mal richtig Luft zu machen oder sich kurzzeitig besser zu fühlen durch das Abreagieren von z.B. Stress. Meist tritt sie bei Personen auf, welche
6 Vgl. Nolting 2005, S. 13ff
7 Vgl. Selg. 1992, S. 190ff
8 Vgl. Mitscherlich 1969
9 Vgl. Nolting 2005, S.31ff
10 Vgl. Nolting 2005, S. 31
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Arbeit zitieren:
Daniel Ahnert, 2008, Gewalt im Fernsehen und ihr Einfluss auf die Aggressivität von Jugendlichen, München, GRIN Verlag GmbH
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