Danksagung
Ich möchte mich bei meinen Prüfern Prof. Dr. Georg Hey und Frau Dr. Heike Kamel für die Betreuung und die schnelle Bearbeitung meiner Arbeit bedanken. Weiterhin möchte ich Frau Gisela Jopke für die gute Zusammenarbeit danken. Ich danke meinen Eltern, ohne die mein Studium und somit diese Diplomarbeit nicht möglich gewesen wäre. Besonderer Dank gilt meinem Freund Lars Petersohn für die unaufhörliche geduldige Begleitung.
2
INHALTSVERZEICHNIS
Seite
Abk ürzungsverzeichnis 07
1. Einleitung 08
2. Medizinische Grundlagen 10
2.1 Begriffsbestimmung Krebs 10
2.1.1 Pathologie der Zelle 11
2.1.2 Ursachen von Krebserkrankungen 12
2.1.3 Epidemiologie 12
2.2 Medizinische Versorgung 13
2.2.1 Operation 13
2.2.2 Bestrahlung 14
2.2.3 Medikamentöse Behandlung 14
2.2.4 Tumornachsorge 15
3. Krankheitskonzepte und Krankheitsverarbeitung 16
3.1 Gesundheit und Krankheit 16
3.2 Krankheitsmodelle 17
3.2.1 Das biomedizinische Krankheitsmodell 17
3.2.2 Das psychosomatische Krankheitsmodell 18
3.2.3 Das Streß-Modell 19
3.2.4 Das Verhaltensmodell von Krankheit 19
3.2.5 Das sozioökonomische Krankheitsmodell 20
3.2.6 Das Risikofaktoren-Modell 20
3.3 Krankheitsverarbeitung 21
3.3.1 Krankheitsbewältigung 21
3.3.1.1 Das Coping-Modell 21
3.3.1.2 Das Konzept der Abwehr 22
3.3.2 Zusammenhang von Coping- und Abwehrkonzept 23
3
4. Belastungen für Menschen mit einer Krebserkrankung 25
4.1 Diagnosemitteilung 25 4.2 Krankheitsbewältigung bei Krebskranken 27 4.3 Krankheitsverarbeitung im Verlauf 28
5. Beratung 30
5.1 Beratungsansätze in Deutschland -Ein geschichtlicher Rückblick 31 5.2 Psychosoziale Beratung 32
5.2.1 Klientenorientierte Gesprächsführung 33
5.2.2 Die Beratungsbeziehung 34 5.3 Psychosoziale Beratung in der Onkologie 35
5.3.1 Konzept zur psychosozialen Beratung in der Onkologie 36 5.3.1.1 Leistungen 36 5.3.1.2 Tätigkeitsfelder 36 5.3.1.3 Strukturqualität 38 5.3.1.4 Personalausstattung 38
5.3.1.5 Rechtliche Rahmenbedingungen 39 5.3.1.6 Qualitätssicherung 39
5.3.2 Anforderungen an Mitarbeiter im psychoonkologischen Bereich 40
6. Unterstützende Angebote innerhalb der Krebsberatung 42
6.1 Sozialrechtliche Beratung 42 6.1.1 Zuzahlungen 42
6.1.2 Schwerbehindertenrecht 43 6.2 Wirtschaftliche und finanzielle Beratung 44 6.2.1 Lohnersatzzahlungen 44 6.2.2 Krankengeld 44 6.2.3 Übergangsgeld 45
6.2.4 Härtefonds der Deutschen Krebshilfe 45
6.2.5 Erwerbsminderungsrente 45
6.2.6 Wiedereingliederung in den Beruf 46 6.3 Medizinische Rehabilitationsmaßnahme 46
6.3.1 Anschlussrehabilitation (AR) 46
6.3.2 Onkologische Rehabilitation 47
6.3.3 Nach-, Festigungs- und Rehabilitationskuren 48
4
6.4 Soziale Pflegeversicherung 48 6.4.1 Pflegebedürftigkeit 49 6.4.2 Pflegestufen 49 6.5 Selbstbestimmungsrecht 50
7. Tumorzentrum „Südharz e.V.“ 51
7.1 Psychosoziale Beratungsstelle 52 7.2 Statistische Daten der Psychosozialen Beratungsstelle 53
8. Zum Anliegen der Klientenbefragung 55
9. Klientenbefragung in Kooperation mit dem Tumorzentrum „Südharz e.V.“ 56
9.1 Vorüberlegungen 56
9.1.1 Entscheidung für die quantitative Methoden der Befragung 57
9.1.2 Mögliche Vor- und Nachteile einer schriftlichen Befragung 58
9.1.3 Qualitätsstandards der empirischen Sozialforschung 58 9.2 Ausgangssituation 59 9.3 Vorgehensweise 59
9.3.1 Fragebogenkonstruktion 60 9.3.2 Fragebogenstruktur 60 9.4 Verteilung und Rücklaufquoten 61
10. Auswertung 63
10.1 Erster Teil - Allgemeiner Teil 63
10.1.1 Auswertung Fragen 01-04 63 10.1.2 Zusammenfassung 64 10.2 Zweiter Teil - Fragen zur Erkrankung 64
10.2.1 Auswertung Fragen 05-09 64 10.2.2 Zusammenfassung 67 10.3 Dritter Teil - Beratungsstelle Tumorzentrum Nordhausen 68
10.3.1 Auswertung Fragen 10-15b 68 10.3.2 Zusammenfassung 73 10.4 Vierter Teil - Beurteilung der Beratung 74
10.4.1 Auswertung Fragen 16-22 74 10.4.2 Zusammenfassung 81 10.5 Anmerkung zu den offenen Fragen 82
5
11. Hypothesenbewertung und Diskussion 83
12. Schlussbetrachtung 86
Quellenverzeichnis 88
Abbildungsverzeichnis 93
6
Abkürzungsverzeichnis
Bd. Band bzw. beziehungsweise etc. et cetera evtl. eventuell FH Fachhochschule
Hrsg. hrsg. Nr. Nummer S. Seite
SGB StGB u.a. usw. und so weiter
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1. Einleitung
Grundgedanken
Befremdend jedes Anzeichen einer Veränderung, die in den kleinsten Bausteinen unseres Körpers beginnt. Beängstigend jede Vermutung, die der Arzt offenbart. Ohnmacht bringt das Testergebnis. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten die Diagnose Krebs. Dieses Schicksal ereilt, nach Angabe der Gesellschaft des epidemiologischen Krebsregister, jährlich ca. 424.250 Frauen und Männer in Deutschland. 1 Was bedeutet es für einen Menschen mit der Diagnose Krebs konfrontiert zu werden? - Ein Angriff auf das Leben, den der Mensch zu selten gewinnt. Es ist eine Übernahme aller Lebensbereiche, für deren Befreiung nicht immer die Kraft reicht. Um nicht zu kapitulieren, forschen Wissenschaftler intensivst. Die Medizin ist immerwährend auf der Suche nach Antworten, um den Masterplan zu präsentieren. Und der Staat baut in seinem sozialen Verständnis und Engagement Brücken, setzt Wegweiser, um Betroffenen und Angehörigen zu helfen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den sozialen Unterstützungsmöglichkeiten durch psychosoziale Beratung für Krebskranke und soll begleitend einen Überblick über die medizinischen Bemühungen und Forschungsansätze geben. Um einen Praxisbezug herzustellen, wurde in Kooperation mit dem Tumorzentrum „Südharz e.V.“ eine Befragung durchgeführt. Die in der Klientenbefragung liegenden Erkenntnisse bilden einen Schnittpunkt zwischen Theorie und Praxis. Mit Hilfe der durchgeführten empirischen Studie soll die Bedeutung psychosozialer Beratungsstellen belegt werden. In diesem Zusammenhang ist die Rolle des Beraters 2 und das damit verbundene Anforderungsprofil an seine Person darzulegen und zu charakterisieren.
1 vgl. Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (Hrsg.), 2006, S. 16.
2 Zur besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Das gleiche gilt für die Bezeichnung des Klienten. Dabei sind gleichermaßen die weiblichen
Personen gemeint.
8
Zur Struktur der Arbeit
Im ersten Teil der Arbeit wird der Leser an das Thema Krebserkrankungen herangeführt. Dafür werden medizinische Grundlagen in der Entstehung von Krebs, den Ursachen und der Epidemiologie gegeben und die aktuellen Behandlungs-formen zur Bekämpfung von Krebs dargelegt. Gliederungspunkt drei beschäftigt sich mit den für die Krebsentstehung relevanten Krankheitsmodellen und der Krankheitsbewältigung. In diesem Zusammenhang werden die Begriffe Gesundheit und Krankheit definiert.
Der zweite Teil der Arbeit befasst sich einleitend mit den Belastungen für Menschen mit einer Krebserkrankung, wobei die zuvor erarbeiteten theoretischen Grundlagen der Krankheitsverarbeitung und Krankheitsbewältigung in Bezug gesetzt werden. Im Gliederungspunkt fünf wird die Beratung als Methode in der Sozialen Arbeit vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die psychosoziale Beratung und die Anwendung dieser in der Onkologie. Anschließend werden unterstützende Angebote innerhalb der Krebsberatung aufgezeigt und erläutert, um eine Grundlage zum besseren Verständnis der sich anschließenden empirischen Untersuchung zu schaffen.
Die Klientenbefragung zur Beratungsstelle des Tumorzentrums Südharz e.V. bildet den dritten Teil der Arbeit. Dafür wird zunächst in Punkt sieben die Einrichtung vorgestellt. Das Anliegen der Klientenbefragung und die damit verbundene Hypothesenbildung werden im Gliederungspunkt acht definiert. Der neunte Punkt beschreibt die Wahl und Entwicklung des Datenerhebungsinstrumentes, einschließlich der Ausgangssituation und Vorgehensweise für die empirische Studie. Die Auswertung der Klientenbefragung erfolgt im Gliederungspunkt zehn. Abschließend werden die aufgestellten Hypothesen gemäß ihrer Gültigkeit bewertet und diskutiert.
9
2. Medizinische Grundlagen
Um Menschen mit einer Krebserkrankung zu begleiten und Hilfestellungen für den Umgang mit dieser Erkrankung zu geben, ist es notwendig sich zunächst detaillierter mit dem Krankheitsbild vertraut zu machen.
2.1 Begriffsbestimmung Krebs
Die kleinste Organisationseinheit des Lebens ist die Zelle. Hier entsteht der Krebs. Jedes Organ unseres Organismus besteht aus Zellen, die ihre jeweiligen Aufgaben erfüllen. Zellen haben nur eine bestimmte Lebensdauer und werden nach dem Absterben durch neu gebildete Zellen ersetzt. Im gesunden Organismus werden die Neubildungen von Zellen durch Steuervorgänge geregelt. Diese Steuerung kann außer Kontrolle geraten und neue Zellen entstehen, die im Organismus keine Funktion erfüllen. Es kommt zu einer Gewebevermehrung. 3 Aus dem alltäglichen Sprachgebrauch sind uns verschiede Begriffe für eine Krebserkrankung bekannt. Einige Bezeichnungen aus der Medizin sind zum Beispiel: echte Neubildungen, Neoplasma, Geschwülste, Gewächs oder auch Tumor. In der Medizin bezeichnet das Fachgebiet der Onkologie die Lehre von den Geschwülsten. Diese sind örtliche, irreversible und autonome Wachstumsexzesse von körpereigenen Zellen. Geschwülste verhalten sich zum Organismus parasitär. Kennzeichnend für einen Tumor ist, dass er aus körpereigenen Zellen entsteht, jedoch nicht aus jeder Zelle. Außerdem steht er außerhalb der normalen zellulären und humoralen Regulations- und Steuerungsvorgängen des Organismus. Das bedeutet, der Tumor besitz Autonomie. Ein Tumor hat keine spontane Rückbildungsfähigkeit und verkleinert sich nicht ohne medizinisches Eingreifen. Er entwickelt sich auf Kosten des gesamten Organismus. 4
In der Medizin werden verschiedene Endungen bzw. Begriffe für die Kennzeichnung gutartiger und bösartiger Tumore unterschieden. Die Kennzeichnung gutartiger Tumore erfolgt durch das Anhängen der Silbe „-om“ an den Namen des Ausgangsgewebes. Eine gutartige Geschwulst zum Beispiel, die sich am Muskelgewebe befindet, bekommt die Bezeichnung Myom. Für bösartige Geschwülste werden die Begriffe Karzinom und Sarkom verwendet. 5 Um verstehen zu können, warum es zu Störungen innerhalb des Organismus kommen kann, ist es hilfreich, die Pathologie der Zelle zu erfassen.
3 Vgl. Waller, 2002, S. 162.
4 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 31
5 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 31.
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2.1.1 Pathologie der Zelle
Die Zelle besitzt zahlreiche Möglichkeiten, sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Sie ist in der Lage, äußere Störungen auszugleichen und so das System in gewissen Grenzen stabil zu halten. Der Zellaufbau ist ein komplexes
Die Zelle ist Träger und Überträger der Erbanlagen, steuert fast alle Stoffwech-selvorgänge und dient als Transportweg für Wasser und Stoffwechselsubstanzen. Trotz des umfangreichen Wissens über die Zelle sind die Beziehungen der Zell-bestandteile untereinander und ihre Bewertung noch Gegenstand intensiver Forschung. Neben der Anpassungsfähigkeit der Zelle an veränderte Bedingungen, kann es auf der anderen Seite zur ihrer Schädigung oder sogar zum Zelltod kommen.
Pathologische Veränderungen der Zelle können sein: Störung der Zellteilung, Störung des Zellstoffwechsels,
Apoptose: Zelltod durch Erschöpfung von genetischen Informationen, Nekrose: Zelltod durch nicht kompensierbare Störgrößen, unreguliertes Wachstum durch Zunahme der Zellenanzahl, unreguliertes Wachstum durch Volumenzunahmen der Zellen. 7
Für die Tumorbildung ist das unregulierte Zellwachstum kennzeichnend. Des Weiteren neigen bösartige Tumore zur Entwicklung von Tochtergeschwülsten, die nach der Verschleppung von Zellen des Primärtumors an einer anderen Stelle im Organismus auftreten. Dieser Vorgang wird als Metastasierung bezeichnet. 8
6 Meier, Online im Internet: URL: http://www.morbus-hodgkin.de/infoserv/zelle.gif.
7 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 24-28.
8 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 33.
11
2.1.2 Ursachen von Krebserkrankungen
Seitens der Forschung gibt es bisher keine einheitliche und gesicherte Theorie zur Krebsentstehung. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in 75 Prozent aller menschlichen Krebserkrankungen Umweltbedingungen eine Rolle spielen. Ein Zusammenhang zwischen Ursache und Krebsentstehung wird zum Beispiel für das Rauchen und den Lungenkrebs angenommen. Die Krebsentstehung, genannt Kanzerogenese, ist ein mehrstufiger Prozess, der auf Veränderungen im Genom der betroffenen Zelle beruht. Die genetischen Veränderungen bestehen in der Aktivierung zellulärer Regulatorgene und im Verlust von negativ regulierenden Kontrollgenen. Daher kommt es zu einem gestörten Ablauf von Differenzierungsprogrammen. Die Ursachen dafür können in Gruppen zusammengefasst werden.
Zum einem gibt es die Gruppe der exogenen Ursachen. Hierzu zählen physikalische Reize, wie mechanische Reize, Röntgenstrahlen, radioaktive Strahlen und UV-Strahlen. Eine weitere Gruppe der exogenen Ursachen sind chemische Fak-toren. Zur Zeit sind etwa 1500 chemische Substanzen bekannt, die eine kanzerogene Wirkung aufweisen. Diese werden im Körper umgewandelt, um ihre malignisierende Wirkung zu entfalten. Sie beeinflussen das Wachstum der Zellen und ihre Bindung an die DNA führt zur Veränderung genetischer Informationen. Weiterhin zählen Parasiten und Viren zu den exogenen Ursachen. Ihre kanzerogene Wirkung ist jedoch in der Medizin umstritten. Die zweite Gruppe sind die endogenen Ursachen. In der Medizin sind Vorgänge im Organismus bekannt, die eine neoplastische Umwandlung der Zelle zur Folge haben können. Einen weiteren endogenen Faktor stellt die Vererbung dar. Es ist bekannt, dass bei Nachkommen tumorfreier Eltern weniger Krebserkrankungen auftreten als bei Nachkommen krebserkrankter Eltern. Dabei ist zu beachten, dass nicht der Tumor selbst vererbt wird, sondern die Neigung den Tumor zu entwickeln. 9
2.1.3 Epidemiologie
Die allgemeine Krebsmorbidität hat in allen Ländern stark zugenommen. Ursachen dafür sehen die Forscher in der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung, der besseren medizinischen Diagnostik und in der Zunahme von krebserregenden Stoffen. 10 Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO, erkranken jedes Jahr etwa neun Millionen Menschen an Krebs. Es ist mittlerweile die zweit häufigste
9 Vgl. Meyer, 2003, S. 37-39.
10 Vgl. Meyer, 2003, S. 39.
12
Todesursache nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 11 Die Neuerkrankungen pro Jahr liegen bei ungefähr 218.250 Männern und 206.000 Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für beide Geschlechter bei etwa 69 Jahren. Das mittlere Sterbealter an Krebs liegt für Männer bei ca.71 Jahren und bei ca.76 Jahren für Frauen. Im europäischen Vergleich der jährlichen Neuerkrankungen liegt Deutschland im oberen Drittel. 12
Die durchschnittliche Krebstodesrate ist bei Männern höher als bei Frauen. Die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, ist bei beiden Geschlechtern gleich. Krebs kann sich in jedem Alter entwickeln. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter an. 13 Bei Kindern zwischen ein bis fünf Jahren ist Krebs die dritthäufigste Todesursache. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und fünfzehn Jahren ist Krebs die zweithäufigste Todesursache. Die häufigsten Krebsarten in diesem Altersabschnitt sind Leukämien, bösartige Neubildungen des Nervensystems und Lymphome. 14
Vorhandene Unterschiede in der Erkrankungshäufigkeit auf internationaler Ebene sind größtenteils Folge der unterschiedlichen Umweltbedingungen. Hierbei sind vor allem verschiedene Lebensgewohnheiten, wie Rauchen oder Anzahl der Schwangerschaften und verschiedene Essgewohnheiten, wie Alkoholkonsum oder die Zubereitung bestimmter Getränke von Bedeutung.
2.2 Medizinische Versorgung
Voraussetzung für die Krebsdiagnose ist eine mikroskopische Untersuchung von entnommenen Gewebe. Entscheidend für eine erfolgreiche Krebstherapie ist die genaue Klassifikation nach Größe und Ausdehnung des Tumors, Befall von Lymphknoten und vorhandener Metastasierung. 15 Zu den herkömmlichen medizinischen Behandlungsformen bei Krebs gehören Operation, Bestrahlung und die medikamentöse Therapie.
2.2.1 Operation
Die erste Maßnahme zur Bekämpfung eines Tumors ist oft die Operation. Diese hat das Ziel, dass Krebsgewebe vollständig zu entfernen. Um sicherzustellen das alle Zellen des kranken Gewebes entfernt wurden, ist es notwendig, auch einen Teil des gesunden Gewebes zu entfernen. Die Ausdehnung des Tumors wird
11 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 39.
12 Vgl. Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg.), 2006,
S. 16.
13 Vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 39.
14 Vgl. Waller, 2002 , S. 163.
15 vgl. Meyer (Hrsg.), 2003, S. 40 und 41.
13
hierbei ebenfalls beurteilt. Bei Krebspatienten, deren Tumor in der Nähe von Lymphknoten sitzt, werden bei der Operation auch diese entfernt. Dies dient der Vorbeugung, um so eine mögliche Metastasierung zu verhindern. An die Operation schließt sich eine histologische Untersuchung des Krebsgewebes an. Daraus ergibt sich der weitere Behandlungsplan. 16
Nicht alle Tumore können operativ entfernt werden. Bei Patienten mit einen fortgeschrittenen Tumor oder Metastasierung ist das oberste Ziel die Beschwerden zu lindern. Die Operation strebt hier nicht mehr die Heilung an, sondern das Aufrechterhalten der Lebensqualität und die Verlängerung der Lebenszeit. In der Medizin wird dann von einer palliativen Therapie gesprochen.
2.2.2 Bestrahlung
Die Bestrahlung kommt zum Einsatz, um Tumorzellen gezielt abzutöten. Sie kann allein oder in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden eingesetzt werden. Eine Bestrahlung kann vor einer Operation angewandt werden, um den Tumor zu verkleinern und nach einer Operation um eventuell verbliebene Krebszellen zu zerstören. Die Strahlentherapie wird ebenfalls zur Schmerzlinderung eingesetzt. Es gibt verschiedene Strahlenarten, die zur Bekämpfung der Krebszellen genutzt werden. Treffen diese Strahlen auf Zellgewebe, kommt es zu einer Veränderung innerhalb der Zellen. Bei der Strahlentherapie wird versucht nur das kranke Gewebe zu treffen, was nicht immer möglich ist. Durch die Aufteilung der Strahlendosis in kleine Strahlenmengen können gesunde Zellen sich in den Bestrahlungspausen erholen. Häufige Nebenwirkungen bei der Strahlentherapie sind Übelkeit, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und örtliche Hautreaktionen. 17
2.2.3 Medikamentöse Behandlung
Zur medikamentösen Behandlung zählen Chemotherapie, Hormonbehandlung, biologische Therapie und die Immuntherapie.
Bei der Chemotherapie werden dem Patienten Medikamente verabreicht, welche die Krebszellen zerstören sollen. Diese Zytostatika können in Form von Infusionen, Spritzen oder Tabletten verabreicht werden. Die Medikamente zielen besonders auf Zellen, die sich häufig teilen und hierzu gehören auch Krebszellen. Bis auf wenige Ausnahmen teilen sich gesunde Zellen nur selten und sind daher unempfindlich gegen die Chemotherapie. Zu den Ausnahmen gehören unter anderem die Schleimhäute und Haarwurzeln. Daher ist eine der häufigsten Neben-
16 Vgl.Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.), 2007, S. 12.
17 Vgl. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.), 2007, S. 15-16.
14
wirkungen der Haarausfall. Weitere Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und eine verstärkte Blutungs- und Infektanfälligkeit. Chemotherapie kann mit dem Ziel der Heilung als unterstützende Therapie oder zum Zweck der Linderung von Beschwerden eingesetzt werden. 18
Bei bestimmten Tumoren wie Brust-, Prostata-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs wird auch die Hormontherapie eingesetzt. Da einige Tumorarten durch körpereigene Hormone zum Wachstum angeregt werden, wird die Bildung dieser Hormone unterdrückt. Diese Wirkung ist aber zeitlich begrenzt die Tumore setzen ihr Wachstum fort. Die Hormontherapie erhöht als zusätzliche Behandlung bei bestimmten Tumorarten die Heilungschance und kann ein Rezidiv 19 verhindern. Auftretende Nebenwirkungen können Wechseljahrbeschwerden bei Frauen sein, wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen. Bei Männern kann es zu einer Verminderung der sexuellen Lust und zu einer Abnahme der Potenz kommen. Diese Nebenwirkungen sind die Folge des Fehlens der Geschlechtshormone. 20 Bei der biologischen Therapie werden Medikamente zielgerichtet eingesetzt, die Signalwege in den Tumoren auslösen und somit die Tumorzellen „lahm legen“. Diese Therapieform ist noch relativ neu und wird häufig zusätzlich zu einer Chemotherapie eingesetzt.
Auch die Immuntherapie kann bei der Krebsbehandlung zum Einsatz kommen. Die Therapie hat das Ziel, die Abwehrkräfte des Körpers zu steigern. Dies wird durch Gewebshormone, wie Interferon, Interleukinen oder durch die Gabe von Antikörpern erreicht. Diese Art der Behandlung ist noch im Versuchsstadium. 21
2.2.4 Tumornachsorge
Die Aufgabe der Tumornachsorge ist ein Wiederauftreten der Krankheit rechtzeitig zu erkennen, Begleit- und Folgeerkrankungen festzustellen und zu behandeln und dem Patienten behilflich bei sozialen, psychischen und physischen Problemen zu sein. Nachsorgeuntersuchung erfolgen meist interdisziplinär. In den ersten zwei Jahren werden die Nachsorgeuntersuchungen meistens in einen Intervall von drei Monaten durchgeführt. In den darauf folgenden drei Jahren finden die Untersuchungen halbjährlich statt. Nach fünf Jahren wird der Intervallzeitraum auf eine jährliche Untersuchung ausgeweitet. 22 Dies sind lediglich Richtlinien und abhängig von den Befunden und der Prognose des Arztes.
18 Vgl. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.), 2007, S. 13-15.
19 Widerauftreten einer Krankheit.
20 Vgl. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.), 2007, S. 16-17.
21 Vgl. Deutsche Krebshilfe e.V. (Hrsg.), 2006, S. 12-13.
22 Vgl. Deutsche Krebshilfe e.V.(Hrsg.), 2007, S. 56.
15
3. Krankheitskonzepte und Krankheitsverarbeitung
Im folgenden werden die Begrifflichkeiten Krankheit und Gesundheit erläutert. In diesem Zusammenhang existieren Krankheitsmodelle aus verschiedenen Wissenschaftsbereiche. Diese werden in Bezug zu den Krebserkrankungen gesetzt. Wie Menschen den krankheitsbedingten Anforderungen begegnen, wird im anschließenden Teil der Krankheitsverarbeitung erklärt.
3.1 Gesundheit und Krankheit
Krankheit und Gesundheit sind Begriffe, die uns tagtäglich begleiten. „Ich wünsche dir Gesundheit“ oder „Hauptsache gesund“ sind Formulierungen, die wir immer wieder mit den besten Absichten in Worte fassen. Aber was steht hinter diesen Begriffen - was heißt „gesund sein“, was heißt „krank sein“? Die Auffassungen über Gesundheit und Krankheit sind historisch und kulturell geprägt. Sie unterliegen dem gesellschaftlichen Wandel und sind daher variabel. Die Weltgesundheitsorganisation WHO formulierte 1948 Gesundheit als einen Zustand vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur allein als Abwesenheit von Krankheit. 23 Auch wenn die Definition der WHO häufig kritisiert wurde, ist sie doch die bekannteste und meistgenutzte Definition von Gesundheit. Gesundheit geht hier über das Freisein von körperlichen Gebrechen hinaus und bezieht das Wohlbefinden mit ein, wobei das Wohlbefinden nicht näher beschrieben wird.
Der Begriff Krankheit ist eng mit dem Begriff Gesundheit verknüpft. In der His-torie war die Gesundheitslehre vor allem auf die Verhinderung von Krankheit ausgerichtet. Krankheiten wurden als Störung in bestimmten Vorgängen ausgelegt. Bis ins Mittelalter galt die Entstehung von Krankheiten als Ergebnis von Fehlern in der Lebensführung. 24 Auch der Krankheitsbegriff wird heute in der medizinischen Literatur unterschiedlich definiert. „Eine Krankheit ist eine prozeßhafte Störung von Lebensvorgängen und geht mit strukturellen und funktionellen Atypien einher. Sie stellt ein Missverhältnis zwischen den ständig wechselnden Umweltbedingungen und der Anpassungsfähigkeit des Organismus dar.“ 25 Obwohl es verschiedene Definitionen für den Krankheitsbegriff gibt, lassen sich bestimmte Kriterien herausarbeiten, die bei der Kennzeichnung eine wichtige Rolle spielen. Zum einem liegt ein Befund vor, der objektiv feststellbare körperliche, geistige und seelische Veränderungen formuliert. Ein weiteres Krite-
23 Vgl.Hoehne, in: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.), 2002, S. 406.
24 Vgl. Franke, 2006, S. 51.
25 Meyer, 2003, S. 2.
16
rium ist die Störung des körperlichen, seelischen sowie sozialen Wohlbefindens. Auch eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit und der Rollenerfüllung stellen ein Kriterium für die Kennzeichnung einer Krankheit dar. Ein letztes wichtiges Kriterium ist die Notwendigkeit professioneller medizinischer und sozialer Be-handlung bzw. Betreuung. 26
3.2 Krankheitsmodelle
Heiko Waller erklärt in seinem Buch „Sozialmedizin“ das Krankheit vor dem Hintergrund der sozialen und ökonomischen Lebensbedingungen der Menschen verständlich ist. Ebenso sieht er das Krankheitsverhalten von Menschen von psychischen und sozialen Faktoren geprägt, die außerhalb der eigentlichen Beschwerden bzw. der Krankheit liegen. Diese Faktoren bestimmen beispielsweise die Entscheidung, Hilfe in Anspruch zunehmen ebenso stark, wie die Art und Intensität von Symptomen. Verknüpfungen von sozialen und medizinischen Faktoren bei einer Erkrankung sind daher vielfältig. Soziale Faktoren haben einen Einfluss bei der Krankheitsentstehung, der Krankheitsdefinition, dem Krankheitsverhalten, den Krankheitsfolgen als auch bei der medizinischen Versorgung im Krankheitsfall. 27 Für das Verständnis von Krebserkrankungen ist heute in der Medizin das biomedizinische Krankheitsmodell prägend. Zum Verständnis über Ursachen und Entstehung von Krebserkrankungen tragen neben dem biomedizinischen weitere Krankheitsmodelle bei. 28
Im folgenden wird auf die Krankheitsmodelle näher eingegangen, welche zur Erklärung von Krebserkrankungen beitragen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die verschiedenen Modelle der wissenschaftlichen Krankheitstheorien keine konkurrierenden Theorien sind. Sie schließen sich nicht gegenseitig aus. Sie betrachten die „Krankheit“ lediglich aus unterschiedlichen Perspektiven. Ihnen lassen sich jeweilige Disziplinen und Professionen zuordnen. Die Modelle sind kombinierbar und sollten nicht als starre Gebilde angesehen werden.
3.2.1 Das biomedizinische Krankheitsmodell
Das biomedizinische Krankheitsmodell ist das in der Theorie und Therapie beherrschende Modelle. Es begründet sich im Besonderen auf vier Annahmen. Jede Erkrankung besitzt eine spezifische Ursache. Dazu zählen genetische Veränderungen, Mikroorganismen, chemische, physikalische, mechanische und biochemische Einwirkungen.
26 Vgl. Franke, 2006, S. 54.
27 Vgl. Waller, 2002, S. 12-13.
28 Vgl. Waller, 2002, S. 165.
17
Erkrankungen zeichnen sich durch eine bestimmte Grundschädigung aus. Krankheiten haben typische äußere Symptome und können so von Ärzten erkannt und behandelt werden.
Krankheiten haben beschreibbare und vorhersagbare Verläufe, die sich ohne medizinisches Eingreifen verschlimmern.
Für Kritiker ist das biomedizinische Krankheitsmodell zu einseitig biologisch orientiert und kann nur einen Teil der Krankheitsursachen erfassen und aufdecken. Es wird nur begrenzt auf psychosoziale Aspekte und psychische Störungen eingegangen. Außerdem versagt das Modell, insofern es um Erklärungen von funktionellen Störungen, Beschwerden ohne erkennbare organische Ursachen geht. Es ist individuenzentriert und kurativ orientiert und lässt den Bereich der Prävention aus. Die Medizin wird erst aktiv, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist. Des Weiteren stabilisiert das Modell die Dominanz der Ärzte im Gesundheitswesen und führt zur Medikalisierung der Gesellschaft. 29
3.2.2 Das psychosomatische Krankheitsmodell
Bei diesem Krankheitsmodell wird der Einfluss des Seelischen auf körperliche Erkrankungen des Menschen verfolgt. Der Begriff psychosomatisch ist hier als Oberbegriff zu sehen und unterscheidet sich noch einmal in verschiedene psychoanalytische, psychobiologische und psychosoziale Modelle. 30 Die Gemeinsamkeit besteht bei allen darin, dass sie dem Patienten unbewusste Konflikte wieder bewusst machen und diese entsprechend bearbeitet werden können. Die Kritik an diesem Modell, ist ähnlich wie die des biomedizinischen Modell. Obwohl die Psyche als wichtige Ursache für die Entstehung einer Krankheit mit einbezogen wurde, bleibt dieses Modell kurativ orientiert und individualistisch. Ergebnisse der Umweltmedizin bleiben außerhalb des Interesses psychosomatischen Denkens. 31
Das psychosomatische Modell versucht die Krebsentstehung unter zwei Gesichtspunkten zu erklären. Zum einem existiert eine Hypothese über Persönlichkeitskonstellationen und Abwehrmechanismus. Diese geht von der sogenannten „Krebspersönlichkeit“ aus. Bestimme Persönlichkeitseigenschaften, wie soziale Angepasstheit, Gewissenhaftigkeit und Fleiß sowie extreme Hilfsbereitschaft und Opferbereitschaft sollen eine Krebsentstehung begünstigen. Auch bedeuten diese Eigenschaften, dass aggressive Gefühle nicht geäußert werden können und dürfen, daher verdrängt und verleugnet werden. Die Verlust-Depressions-Hypothese hingegen vermutet, dass in der Kindheit und Jugend der Betroffenen
29 Vgl. Waller, 2002, S. 15-18.
30 Vgl. Waller, 2002, S. 18.
31 Vgl. Franke, 2006, S. 128-130.
18
keine Bindung zu Bezugspersonen stattfinden konnte. Die Betroffenen haben die Erfahrung gemacht, dass solche Bindungen gefahrvoll sind und letztlich Abweisung zur Folge haben. Wenn später zeitweise eine gute Beziehung zu einer Person besteht, genießt der Betroffene das Gefühl von Akzeptanz und das Leben erhält einen Sinn. Bei Verlust dieser Beziehung folgt eine tiefe Verzweiflung, die zu körperlichen Veränderungen führen kann. 32
3.2.3 Das Streß-Modell
Bei diesem Modell werden Reaktionsabläufe die innerhalb des Körpers ablaufen im Zusammenhang mit Belastungsfaktoren außerhalb des Körpers verknüpft. 33 Hierbei lässt sich Stress als Anpassungsversuch des Organismus gegenüber physischen, psychischen und sozialen Belastungen verstehen. Die Reaktionen des Körpers teilen sich in Alarmstadium, Abwehrreaktion und Erschöpfungsstadium. Die daraus resultierende Stressreaktion, Dauerbelastung und Erschöpfung kann nach dieser Erklärung zu funktionellen und organischen Erkrankungen führen. 34 Für die Krebsentstehung ist diese Theorie deshalb von Bedeutung, da die vermehrt unter Stress im Körper ausgeschütteten Nebennierenhormone zu einer Hemmung des immunbiologischen Abwehrsystems und somit auch zur Schwächung der Körperabwehr gegenüber Krebszellen führen können. 35
3.2.4 Das Verhaltensmodell von Krankheit
Dieses Krankheitsmodell geht davon aus, dass gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen für die Entstehung heutiger Krankheiten von Bedeutung sind. Dies gilt insbesondere für das Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum und Über- oder Fehlernährung. Der Zusammenhang zwischen gesundheitsgefährdenden Verhaltensweisen und epidemiologischen bedeutsamen Krankheiten ist in vielen Untersuchungen empirisch nachgewiesen worden. 36
Im Zusammenhang für die Krebsentstehung ist vor allem das Rauchen von Bedeutung. Krebserkrankungen der Bronchien, Lunge sowie Luftröhre werden zu 90 Prozent auf das Rauchen zurückgeführt. Schätzungen gehen davon aus, dass 30 bis 40 Prozent aller Krebstoten auf das Rauchen zurückgeführt werden können. Bestimmte Ernährungsgewohnheiten werden ebenfalls mit bestimmten Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. 37
32 Vgl. Waller, 2002, S. 166-167.
33 Vgl. Waller, 2002, S. 22.
34 Vgl. Brennecke, 2004, S. 107.
35 Vgl. Waller, 2002, S. 167.
36 Vgl. Waller, 2002, S. 26.
37 Vgl. Waller , 2002, S. 165.
19
Arbeit zitieren:
Christine Jeschke, 2008, Soziale Unterstützungsmöglichkeiten durch psychosoziale Beratung für Menschen mit Krebs, München, GRIN Verlag GmbH
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