Wohnen im Alter - Analyse Alternativer Wohnformen für Senioren
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 3
1 Einleitung 4
2 Alt werden in Gemeinschaft - Wohnprojekte für Senioren in Dresden 5
2.1 Wohnprojekt „Braunsdorfer Strasse 125“ 6
2.1.1 Wohnanlage 6
2.1.2 Wohnbereich 7
2.1.3 Analyse 8
2.2 Wohnprojekt „Döbelner Strasse 1“ 9
2.2.1 Wohnanlage 9
2.2.2 Wohnbereich 10
2.2.3 Analyse 12
2.3 Wohnprojekt „Leipziger Strasse 89/91“ 13
2.3.1 Wohnanlage 13
2.3.2 Wohnbereich 14
2.3.3 Analyse 15
3 Gemeinschaft Lebens(t)raum Jahnishausen 16
3.1 Wohnanlage 16
3.2 Wohnbereich 17
3.3 Projekte und Initiativen 19
3.4 Analyse 20
4 Vergleich der beiden Wohnformen 21
5 Fazit 22
6 Abbildungsnachweise 24
7 Quellenverzeichnis 25
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Wohnen im Alter - Analyse Alternativer Wohnformen für Senioren
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1: Wohnhaus „Braunsdorfer Straße 125“
Abb. 2: Grundriss und Raumaufteilung
Abb. 3: Frontansicht
Abb. 4: Rückseite mit Lift
Abb. 5: Grundriss der 2. Etage
Abb. 6: Entwurf des Wohnprojektes „Leipziger Straße 89/91“
Abb. 7: Grundriss der 1. Etage
Abb. 8: Frontansicht
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Wohnen im Alter - Analyse Alternativer Wohnformen für Senioren
1 EINLEITUNG
Bereits seit einigen Jahrzehnten gibt es Überlegungen zu alternativen Wohnformen für Senioren. Deutschlandweit wird mit verschiedenen Modellen experimentiert. Auch in Sachsen gibt es Versuche, Senioren für neue Wohnformen zu gewinnen. Mit zunehmendem Alter werden Senioren auch zunehmend abhängiger von ihren Kindern, Verwandten und Freunden. Viele leben nur noch allein oder zu zweit in einem viel zu großen Haus oder einer zu großen Wohnung. Ihnen fällt es aufgrund der Größe der Wohnung und fehlender Unterstützung schwer, die alltäglichen Herausforderungen des Lebens zu meistern. Die meisten wollen jedoch in vertrauter Umgebung bleiben. Für ein Pflegeheim fühlen sich viele dennoch viel zu jung. Zudem haben viele Senioren in Pflegeheimen das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden und vom öffentlichen Leben weggeschlossen zu werden.
Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren den Trend, dass sich ältere Menschen in Wohngemeinschaften („WGs“) organisieren, vergleichbar mit den Wohngemeinschaften, wie es junge Menschen häufig praktizieren, um Kosten zu sparen und nicht allein leben zu müssen. Bei älteren Menschen kommt jedoch, neben der Kostenersparnis und der Gesellschaft anderer, noch die Hilfsbedürftigkeit hinzu. Dieser Fakt ist jedoch in manchen WGs bereits ein Ausschlusskriterium, da die anderen Mitbewohner zwar auch die Gesellschaft suchen, sich jedoch nicht zwangsläufig um andere Mitbewohner kümmern wollen oder können. Falls einer der Mitbewohner pflegebedürftig würde, müsste er/sie sich selbst um eine Pflege kümmern. Neueste Entwicklungen („Gemeinschaft Lebens(t)raum Jahnishausen“ oder auch Projekt „Leipziger Straße 89/91“) zeigen, dass sich Wohn- und Lebensgemeinschaften immer häufiger generationsübergreifend zusammenfinden. Diese Form des Zusammenlebens, welches häufig genossenschaftlich organisiert ist, bündelt die Stärken aller zusammenlebenden Generationen und bildet eine sich gegenseitig unterstützende Lebensgemeinschaft. Die nachfolgende Arbeit soll vier verschiedene, bereits bestehende, Wohnalternativen für Senioren in Sachsen vorstellen und vergleichend betrachten. Dabei werden sowohl Vor- als auch Nachteile der jeweiligen Wohnform aufgezeigt und ausführlich analysiert.
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Wohnen im Alter - Analyse Alternativer Wohnformen für Senioren
2 ALT WERDEN IN GEMEINSCHAFT - WOHNPROJEKTE
FÜR SENIOREN IN DRESDEN
In Dresden gibt es seit 1996 den Verein „AWiG - Verein für gemeinschaftliches Wohnen e.V.“. „AWiG“ steht dabei für „Altwerden in Gemeinschaft“. Diesem Motto hat sich der Verein voll und ganz verschrieben. Er ruft Wohngruppeninitiativen für Senioren ins Leben und unterstützt diese bei ihrer Verwirklichung. Auf diese Weise konnten seit 1998 bereits sechs derartige Projekte in Dresden initiiert werden. Ziel der Projekte ist, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung ein Leben in Gemeinschaft UND in Selbstständigkeit zu ermöglichen. Die Bewohner sollen sich in der Gemeinschaft geborgen fühlen, ohne sich jedoch gegenseitig zur Last zu fallen. Die AWiG-Wohnungen sind daher immer so eingerichtet, dass jeder Bewohner in seiner eigenen, abgeschlossenen Wohnung lebt, darüber hinaus aber auch die zur Verfügung stehenden Gemeinschaftsflächen nach Belieben nutzen kann. Die Bewohner können sich also stets in ihre privaten Räumlichkeiten zurückziehen, wenn ihnen nach Ruhe zumute ist. Da die AWiG-Wohnungen auf Selbstständigkeit ausgelegt sind, werden in die Wohnungsgemeinschaften bevorzugt Personen aufgenommen, die noch weitestgehend selbstständig ihren Lebensalltag meistern können. Dennoch können auch Pflegedienste zur Haushaltsunterstützung beauftragt werden, so wie dies zum Beispiel in der AWiG-Wohnung „Braunsdorfer Straße 125“ der Fall ist. Die Wohnungen sind alle senioren- und rollstuhlgerecht eingerichtet, so dass auch bei körperlichen Beschwerden die weitgehende Selbstständigkeit erhalten bleibt, ohne die anderen Mitbewohner um pflegerische Leistung bitten zu müssen. Gleichzeitig ist durch die Gemeinschaft ein hoher Sicherheitsfaktor zum einen gegenüber Kriminellen, aber auch bei eventuellen Notfällen gegeben. Bei allen AWiG-WGs gibt es eine zentrale Ansprechperson, welche die Kommunikation der WG nach außen übernimmt. Die Person wird durch die WG bestimmt. In den folgenden Abschnitten sollen die Wohnprojekte „Braunsdorfer Straße 125“, Döbelner Straße 1“ und „Leipziger Straße 89/91“ detailliert analysiert und Meinungen der Bewohner aufgezeigt werden.
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Wohnen im Alter - Analyse Alternativer Wohnformen für Senioren
2.1 WOHNPROJEKT „BRAUNSDORFER STRASSE 125“
2.1.1 WOHNANLAGE
Dresdens erste Senioren-WG wurde 1998 in dem Mehrfamilienwohnhaus „Brauns-
altengerecht zugänglich im Erdgeschoss des mehrstöckigen Wohnhauses. Der Zugang zum Wohngebäude ist tagsüber durch einen Pförtner gesichert. Hinter dem Haus befindet sich ein kleines Gartengrundstück, welches ausschließlich für die Bewohner der Senioren-WG zur Verfügung steht.
Der Garten ist direkt über den Gemeinschaftsraum und von außen her zugänglich. Die WG ist nicht nur im Sinne der Einrichtung altengerecht, sondern auch durch die Nähe der Einkaufsmöglichkeiten und der Zugänglichkeit zum ÖPNV. Der nächste Einkaufsmarkt befindet sich nur etwa drei Gehminuten vom Gebäude entfernt. Haltepunkte mehrerer Straßenbahn- und Buslinien, sowie Ärzte sind ebenfalls in ein bis fünf Minuten fußläufig zu erreichen.
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Wohnen im Alter - Analyse Alternativer Wohnformen für Senioren
2.1.2 WOHNBEREICH
Die erste WG des AWiG-Vereins (Abb. 2) besteht aus sechs Apartments, dem Gemeinschaftsraum und einer Gemeinschaftsküche. Die Gesamtfläche des Wohnbereichs beträgt 267 m², wovon 88 m² als Gemeinschaftsfläche zu betrachten sind. Der Flurbereich macht dabei mit 39 m² fast die Hälfte der Gemeinschaftsfläche aus. Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsraum beanspruchen 36 m². Die restlichen 13 m² entfallen auf Bad (8 m²) und Wäscheraum (5 m²).
Abb. 2: Grundriss und Raumaufteilung (Quelle: AWiG 2011)
Bei den Apartments selbst handelt es sich zumeist um Einraumwohnungen, welche zwischen 25 m² und 27 m² groß sind. Eine Wohnung (Wohnung 0103) hat zwei Räume und ist 48 m² groß. Alle Wohnungen sind mit einer Kochnische und einem Bad mit bodengleicher Duschzelle ausgestattet, wodurch die Selbstständigkeit der Bewohner sichergestellt ist.
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Arbeit zitieren:
B.Sc. David Zuk, 2011, Wohnen im Alter - Analyse alternativer Wohnformen für Senioren, München, GRIN Verlag GmbH
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