Inhaltsverzeichnis
1 Entstehung von Kies 4
Warum haben wir in Oberschwaben reiche Kiesvorkommen?
2 Bodennutzung und Abbau 5
3 Wirtschaftliche Betrachtung des Kiesabbaus 7
3.1 Zahlen und Daten 7
3.2 Verwendung 8
4 Ökologische Betrachtung des Kiesabbaus 9
4.1 Interessenkonflikt 9
4.2 Rekultivierung 9
4.2.1 Wiederherstellung der Forstwirtschaft 10
4.2.2 Folgenutzung Naherholung und Freizeit 10
4.2.3 Neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere 11
5 Literaturverzeichnis 13
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Bodennutzung in Deutschland
Abbildung 2: Kiesabbau
Abbildung 3: Produktion von Gesteinsbaustoffen 2001
Abbildung 4: Rekultivierung im Tettnanger Wald
Abbildung 5: Argenmündung früher
Abbildung 6: Argenmündung heute
Abbildung 7: Beispiele der Rekultivierung
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1 Entstehung von Kies
Warum haben wir in Oberschwaben reiche Kiesvorkommen?
In vielen Millionen von Jahren wurden Gesteine in den Alpen durch Verwitterung und Erosion freigelegt. Gletscher, die sich in den vergangenen Eiszeiten bildeten, brachten diese kantigen Gesteine und Gerölle aus den Alpen talabwärts in unser heutiges Oberschwaben. Sie befanden sich oben auf dem Eis, an den Seiten, am Grunde und einge-froren im Eis. Der Gletscher schob, mit seiner gewaltigen Kraft, einen ganzen Wall von Gesteinen, die man Moränen nennt, vor sich her. Auf dem Weg wurde das Gestein zerkleinert und immer mehr abgerundet. Es entstand Kies. Dieser Prozess dauerte jedoch viele tausend Jahre, denn so ein Gletscher nimmt pro Jahr höchstens 50 m an Größe zu.
Als es wieder wärmer wurde, und die Gletscher schmolzen, blieb der Kies zurück. Er wurde durch das fließende Schmelzwasser noch einmal abgerundet und auch sortiert. Diese Sortierung funktioniert folgendermaßen: Wenn das Wasser anfängt langsamer zu fließen lagert sich der schwere Kies ab und der leichtere wird weiter mit getrieben. Auch heute werden noch Gesteine durch das Schmelzwasser des Rheins nach Oberschwaben in den Bodensee gebracht und lagern sich dort ab. Die Gletscher formten und gestalteten auch die Landschaft unseres heutigen Oberschwabens völlig um. Die Moränen blieben beim Rückgang des Gletschers liegen und
bildeten „geschwungene Hügelketten“ 1 , die das Schmelzwasser stauten und die Gegend in ein Sumpf- und Moorgebiet verwandelten. Riesengroße Eisbrocken, die der Gletscher verloren hat, lagen herum und wurden mit Schutt bedeckt. Es dauerte Jahr-hunderte bis sie schmolzen, weil sie so groß waren und der Schutt gegen Wärme iso-
lierte.Nachdem sie dann schmolzen, blieben „wassergefüllte Vertiefungen“ 2 im Boden zurück. Gewaltige Gesteinsbrocken, welche der Gletscher aus den Alpen herausgerissen und mittransportiert hat blieben liegen. Diese nennt man Findlinge. Außerdem entstanden Hügel. Diese hat der Gletscher gebildet indem er Gerölle und Geschiebe zusammenschob. Im Verlauf der nächsten tausend Jahre wurde es immer wärmer und eine grüne Wald- und Wiesenlandschaft entstand. Ungefähr fünfmal wechselten sich die Eis- und Warmzeiten in den vergangenen Jahrtausenden ab.
1 Dr. Andreas und Heidi Megerle; Meine Reise mit dem Gletscher; in Feuer Eis und Wasser; S. 15
2 Ebenda
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Arbeit zitieren:
Felix Magg, 2006, Steinreiches Oberschwaben - Wirtschaftliche und ökologische Betrachtung des Kiesabbaus, München, GRIN Verlag GmbH
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