Inhaltsverzeichnis
Pers önliches Vorwort 4
1. Die Notwendigkeit von Open Innovation 4
2. Forschungsstand und Forschungstrends 6
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung 6
2.2 Typen von Innovation Communities 7
2.3 Charakteristika von Innovation Communities 8
2.4 Aufbau von Innovation Communities 10
2.5 Motivation für die Teilnahme an Innovation Communities 12
2.6 Gruppendynamik und Kommunikation 13
2.7 Implikationen für die Praxis 14
3. Zusammenfassung und Fazit 15
Literaturverzeichnis. 17
2
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Interaktionsebenen in Innovation Communities auf Basis von
Gerybadze 2003, S. 154 13
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Persönliches Vorwort
Die Bedeutung von Innovation für ein Unternehmen wurde mir persönlich in den zurückliegenden sechs Jahren sehr stark durch das Unternehmen Apple aufgezeigt. Durch die Anschaffung eines Apple Computer im Jahr 2004 entwickelte sich eine starke Affinität für dieses Unternehmen. Ein Grund dafür war, dass sich Apple schon immer von anderen Computerherstellern in der Weise abhob, indem die Stimme des Anwenders bezüglich Benutzerfreundlichkeit bei den Produkten berücksichtigt wurde. Gleichfalls galt das Unternehmen in der damaligen Zeit noch nicht als Synonym für Innovation. Ganz im Gegenteil. Das Unternehmen erholte sich gerade langsam von einer Firmenkrise der späten neunziger Jahre. In den vergangenen sechs Jahren wendete Apple das „Blatt“ allerdings sukzessive, was ursächlich auf die her-vorgebrachten Innovationen wie beispielsweise iPhone oder zuletzt das iPad zurückzuführen ist. Apple konnte seine Marktposition durch die Innovationen bedeutsam steigern und avancierte zu einem der profitabelsten wie auch attraktivsten Unternehmen der Welt. Zwar ist Apple kein Inbegriff für Open Innovation, jedoch lässt sich an diesem Beispiel die immense Wichtigkeit des Innovierens für Unternehmen erkennen.
1. Die Notwendigkeit von Open Innovation
Unternehmen unserer Zeit berücksichtigen bis heute in ihrer Struktur, in der Produktivität und der Wertschöpfung der Leistungserstellung sowie in anderen Bereichen das Erfahrungswissen der industriellen Arbeitsorganisation gemäß den Grundsätzen von Frederick Winslow Taylor (1913) (Reichwald & Piller, 2009, S.16-17). Die stabilen Verhältnisse auf Märkten sowie die Langlebigkeit von Produkten rechtfertigten den Erfolg und die nachhaltige Effizienz der wissenschaftlichen Betriebsführung bis Ende der siebziger Jahre. Bedeutende Erfolgsparameter dieses Ansatzes sind stabile und langfristig prognostizierbare Marktbedingungen, welche eine große Produktion von homogenen Massengütern erlaubt. Allerdings stößt dieser Ansatz in der heutigen Zeit an seine Grenzen. Produkte und Märkte entwickelten sich in den letzten vier Jahrzehnten signifikant in eine gegenläufige Richtung. Eine Ursache für diesen Wandel findet sich in der Veränderung der Absatzmärkte. Die einstige homogene Nachfrage entwickelte sich zu einer heterogenen Nachfrage. Kunden besitzen individuelle Bedürfnisse und hohe Anforderungen an Produkte. Im Zuge der voranschrei-
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tenden Globalisierung aufgrund von Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) und der heutigen Marktsättigung entwickelte sich ein zunehmender Wettbewerbsdruck, welcher Unternehmen auf das Eingehen der Kundenbedürfnisse und Wünsche zwingt (Reichwald & Piller, 2009, S.23- 24). Diese Tatsachen begünstigen die derzeit mächtige Stellung der Abnehmer gegenüber der unternehmerischen Seite (Reichwald & Piller, 2009, S. 26). Käufermärkte entwickelten sich also in vielen Bereichen zunehmend zu Verkäufermärkten (Picot, Reichwald, & Wigand, 2001). Aufgrund der vorgestellten veränderten Rahmenbedingungen führt der konventionelle Weg im Rahmen von Closed-Innovation 1 neue Produkte und Dienstleistungen zu innovieren immer häufiger zu Misserfolgen. Der Lösungsraum von Unternehmen für die Entwicklung neuer Produkte ist oftmals begrenzt. Deshalb sollten Unternehmen sich nach innen und außen öffnen (Füller, 2010a). „Eine erfolgreiche Innovation ist nicht die Leistung einer einzelnen Person, sondern das Ergebnis einer Gesamtleistung“ (Füller, 2010b). Dabei gilt es den Innovationsprozess möglichst effizient zu gestalten und für interne als auch externe Akteure zu öffnen. Begünstigt durch die rasante Entwicklung des Internets in den letzten zwei Jahrzehenten und insbesondere der Einführung des Web 2.0 2 wird Unternehmen Gelegenheit gegeben, sich dieser Herausforderung zu stellen. Das Modell des Crowdsourcing eröffnet Unternehmen eine grundsätzliche Methode um im Rahmen des offenen Innovationsprozesses die traditionellen Barrieren des geschlossenen Innovationsprozesses zu überwinden. Crowdsouring wurde im Jahre 2006 von einem Autor des Wired Magazine mit Namen Jeff Howe geprägt (Kleemann, Voß, & Rieder, 2008, S. 33). „Von Crowdsour- cingim hier verstandenen Sinne ist dann zu sprechen, wenn Unternehmen zur Herstellung oder Nutzung eines Produktes bis dahin intern erledigte Aufgaben in Form eines offenen Aufrufes über das Internet auslagern. Ziel ist dabei, Internetuser mit geringer oder gar keiner finanziellen Entschädigung zur „Mitarbeit“ zu animieren.“ (Kleemann, Voß, & Rieder, 2008, S. 29). Eine Möglichkeit zur Umsetzung des Crowdsourcingansatzes im Rahmen der interaktiven Wertschöpfung bietet die Implementierung bzw. Nutzung von Innovation Communities.
1 Darunter wird das Innovieren innerhalb der organisationalen Grenzen verstanden.
2 Web 2.0 ist auch unter dem Namen „Mitmachweb“ bekannt.
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Arbeit zitieren:
Lukas Elter, 2011, Innovation Communities, München, GRIN Verlag GmbH
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