Historisches Seminar der Universität Hannover Althistorisches Proseminar: Quellen zu Varus und Arminius
DAS VERHÄLTNIS DER QUINCTILII VARII
ZU CAESAR AUGUSTUS
Inhalt
I. Einleitung 4
II. Sex Quinctilius Varus (Nr.4) 5
1. Politische Lage 5
2. Persönlicher Werdegang. 6
3. Verhältnis zu Augustus. 6
III. Sex. Quinctilius Varus (Nr. 17) 7
1. Politische Lage 7
2. Persönlicher Werdegang. 7
3. Verhältnis zu Augustus. 8
IV. P. Quinctilius Varus (Nr. 20) 9
1. Politische Lage 9
2. Persönlicher Werdegang. 9
3. Varus’ Schwestern. 12
4. Verhältnis zu Augustus. 13
V. Schlußbetrachtung 15
VI. Literatur- und Quellenverzeichnis. 17
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I. Einleitung
Das Thema dieser Arbeit ist das Verhältnis der Quinctilii Varii um P. Quinctilius Varus zu Caesar Augustus. Es soll dabei betrachtet werden, welchem Wandel dieses Verhältnis unterzogen war und ob Varus in seinem zumindest zeitweise engen Verhältnis zu Augustus einen Sonderfall innerhalb der Quinctilii darstellt. Dabei wird unter anderem der Zusammenhang dieses Verhältnisses mit der dynastischen Politik von Augustus eine Rolle spielen.
Die Literaturlage zu diesem Thema ist schwierig, da die Quinctilii erst durch Varus die Aufmerksamkeit auf sich lenkten, was mit großer Sicherheit mit der ‘Clades Variana’ zusammenhängen dürfte. Aus diesem Grund ist wenig Material zu den Vorfahren von Varus vorhanden. Als Quelle ist zum einen J. Caesars ‘Bellum Civile’ dienlich, um Informationen zu den politischen Geschehnissen der Zeit zu erhalten, in der der Großvater und der Vater von Varus agierten. Hier sind allerdings keine biographischen Daten zu diesen beiden Vertretern der Quinctilii zu erwarten. Zum anderen bietet sich die ‘Historia Romana’ von Velleius Paterculus an, in welcher man mehr persönliche Informationen über die Quinctilii erhält als bei Caesar, jedoch eingeschränkt durch ihre Relevanz für den Verlauf der römischen Geschichte. Allerdings ist bei Velleius darauf zu achten, daß seine Berichte nicht wertungsfrei sind und er Varus die alleinige Verantwortung für die Niederlage im Teutoburger Wald unterstellt. Zum Verständnis der politischen Vorgänge in Rom in den Jahren 60 v. Chr. bis 40 n. Chr. ist Ronald Symes ‘The Roman Revolution’ sehr nützlich. Hier wird vor allem auf die Motivationen der Politiker dieser Zeit und ihre Stellung im Machtgefüge Roms eingegangen.
Die beste Möglichkeit, sich einen weitgehend vollständigen Überblick über alle zu den Lebensläufen der Quinctilii verfügbaren Details zu verschaffen, stellen die Artikel über die Quinctilii von den Verfassern Hans Gundel und Walter John in ‘Paulys Realenzyklopädie der Klassischen Altertumswissenschaft’ dar.
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‘The Augustan Aristocracy’ von Ronald Syme gehört wohl zu der aktuellsten Literatur zum Thema. Hier findet sich eine ausführliche Abhandlung über P. Quinctilius Varus und seine verwandtschaftlichen Beziehungen. Da Syme sich nur mit den Zeitgenossen von Augustus beschäftigt, schließt dies den Großvater und Vater von Varus aus.
Die Vorgehensweise in dieser Arbeit folgt chronologisch den Generationen, um so auch eine eventuelle Entwicklung aufzeigen zu können. Die Gliederung für jedes dargestellte Familienmitglied ist die, daß zuerst eine kurze Darstellung der politischen Lage zu dessen Lebzeiten am Anfang des Kapitels steht, welcher dann eine ausführliche Beschreibung des persönlichen Werdegangs folgt. Am Ende steht eine Deutung des Verhältnisses zu Augustus aufgrund der vorliegenden Informationen. In einer Schlußbetrachtung werden die vorgestellten Mitglieder der Qunctilii in ihrem jeweiligen Verhältnis zu Augustus in einen Zusammenhang gestellt.
Der Anhang enthält eine Liste der verwendeten Literatur und Quellen sowie die Stammbäume der Quinctilii und der Familie des Augustus. Die Numerierung der Quinctilii folgt der Numerierung in ‘Paulys Realenzyklopädie der Klassischen Altertumswissenschaft’.
Im Jahre 60 v. Chr. wird das erste Triumvirat zwischen J. Caesar, Pompeius und Crassus gebildet.
In den darauf folgenden Jahren 59 - 50 v. Chr. erobert Caesar Gallien. Cicero wird für die Jahre 58 - 57 v. Chr. verbannt. Dies geschieht auf Grund eines neuen Gesetzes, nach dem jeder geächtet werden sollte, der einen
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Arbeit zitieren:
Ulrike Kemper, 1996, Das Verhältnis der Quinctilii Varii zu Caesar Augustus, München, GRIN Verlag GmbH
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