Gliederung
1 Einleitung 3
2 Peergruppe und Konfliktlösung 4
3 Themenzentrierte Interaktion (TZI) als Grundlage 6
4 Ablauf des „Helferspiels“ 7
5 Resümee / persönliche Stellungnahme 9
Literaturverzeichnis 10
2
1 Einleitung
Klaus Lumma richtet sein Buch „ Strategien der Konfliktlösung“ vor allem an Menschen, die mit Konflikten innerhalb des Berufslebens besser umgehen lernen wollen. Aufgrund der im Buch dargestellten Methoden aus der humanistischen Psychologie, die sozusagen die Grundlage des „Zusammen-arbeitens“ bilden, hat es in jedem Fall eine Relevanz für das Arbeitsgebiet der Sozialen Arbeit. Diese Methoden finden gerade auch in der Jugendarbeit, im Beratungsbereich und der Teamarbeit (z. B. Teamsitzungen) Anwendung und sind bzw. sollten größtenteils Basis für die professionelle Sozialarbeit sein. Ich möchte hierbei nur die aus meiner Sicht wichtigsten beiden erwähnen: die personenzentrierte/ klientenzentrierte Beratung nach Carl C. Rogers und die Themenzentrierte Interaktion (TZI) von Ruth C. Cohn. Im Bereich der Einzelberatung ist die klientenzentrierte Beratung die wohl bekannteste und in der Praxis zumeist angewandte Methode. Das heißt allerdings nicht, dass die fundamentalen Techniken bzw. Schlagwörter „Empathie“, „Kongruenz“ und
„Wertschätzung“ nicht auch für die Arbeit mit Gruppen von Bedeutung sein können und sollten. Ruth C. Cohn entwickelte aus ihren Erfahrungen mit der Psychoanalyse eine universelle Methode, die für alle Gruppen, unabhängig von Alter und Grund des Zusammentreffens eine große Hilfe sein kann. Die Themenzentrierte Interaktion kann Bestandteil aller Gruppen sein, die ein gemeinsames Thema auch gemeinsam bearbeiten wollen (z. B. in der Schule, im Hochschul-seminar oder im Arbeitsalltag). Auch für die Peergruppenarbeit nach Klaus Lumma bildet die TZI die methodische Grundlage.(vgl. Lumma, 1988, S.265)
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2 Peergruppe und Konfliktlösung
Nun verstehen wir unter dem Begriff „Peergruppe“ zunächst, wie es uns auch das Wörterbuch erklärt, eine Gruppe gleichaltriger Jugendlicher mit gemeinsamen Interessen, Werten und Verhaltensnormen ("Peer·group, die; -,-s Bezugsgruppe gleichaltriger Jugendlicher")(vgl. http://www.langenscheidt. de/ ). In unserem Fall meint dieser Begriff zwar auch Menschen ähnlichen Alters (Erwachsene), aber vor allem solche, die aus einem gleichen Berufsfeld kommen und als "“[…] Gruppe von Gleichgestellten […]“"(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Peer_Group) gesehen werden kann. Das bedeutet, dass Gleichheit bezüglich des Lernthemas/interesses und des Lernstandes bestehen. Bei Klaus Lumma ist das Ziel der Arbeit mit der Peergruppe, Kooperations- und Konfliktlösungsverhalten über längere Zeit mit einer gleichbleibenden Gruppe zu trainieren. Die Peergruppe trifft sich also regelmäßig, da auch Lumma feststellt, dass durch die steigende Vertrautheit gewisse Ängste der Gruppenmitglieder abgebaut werden. Gerade in der Anfangsphase der Gruppe ist es wichtig, Bernstein/Lowy nennen diese Stufe „Voranschluss und Orientierung“, Distanz zuzulassen und Annäherung zu fördern, aber nicht zu erzwingen. Daraus folgt logischerweise, dass es sicherlich nicht sinnvoll ist, bereits in der „Phase des Anfangs“ ein Rollenspiel durchzuführen. Ansonsten würde man die meisten Teilnehmer emotional und psychisch überfordern, was definitiv negative Auswirkungen auf das Befinden des einzelnen hätte und schlussfolgernd auch auf die Entwicklung der Gruppe. Wer möchte schon in einem bestehenden Moment der Unsicherheit zusätzlich auch noch ins „kalte Wasser geschmissen“ werden? Zudem bietet die Arbeit mit einer beständigen Gruppe die Möglichkeit, sich mit den Fragen, Einstellungen und Ansichten aller Gruppenmitglieder und auch denen des „Group-workers“ (=Gruppenleiter; wird in der Peergruppenarbeit häufig auch Moderater oder Berater genannt) genauer und über einen längeren Zeitraum zu beschäftigen bzw. auseinanderzusetzen. So ist es für alle leichter, persönliche Standpunkte zu überprüfen, eigene und Veränderungen anderer bewusster wahrnehmen zu können und sich kontinuierlich weiter-zuentwickeln. Durch die in der Gruppe bzw. in vorherigen Intensivkursen gemachten Lernerfahrungen, die daraufhin im Alltag Anwendung finden sollen, können beim nächsten Treffen erneut reflektiert und
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Arbeit zitieren:
Michael Zeilbeck, 2006, Peergruppenarbeit und das „Helferspiel“, München, GRIN Verlag GmbH
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