Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 01
2. Materialbasis und methodisches Vorgehen 02
3. Frauenbilder im Fernsehen 03
3.1 Die Serie „Sex the city“ 03
3.2 Figurencharakterisierung 04
4. Thematische Schwerpunkte der Kritiken 06
4.1 Reden über Sex 06
4.2 Mode und Männer 07
4.3 Unabhängige Frauen 08
5. Analytische Betrachtung der Kritiken 10
5.1 Kritiken der unterschiedlichen Zeitungen 10
5.2 Unterschiede in der geschlechtsspezifischen Auseinandersetzung 14
6. Schlussbetrachtung 17
7. Literaturverzeichnis 18
8. Internetquellen 18
1. Einleitung
Täglich werden Menschen durch die Massenmedien mit unterschiedlichen Medienbildern von Frauen und Männern konfrontiert. Darstellungen, die bestimmte Klischees oder Stereotypen aufzeigen, werden durch Medien konstruiert und an die Konsumenten und Konsumentinnen vermittelt. Sie dienen als Leitbilder und Identifikationsmuster, die die Zuschauer verinnerlichen. Sie prägen die Menschen und präsentieren Ideale, an die wir uns anpassen. Dies geschieht eher unbewusst bei der Rezeption.
Ich konzentriere mich in meiner Arbeit auf das Frauenbild im Fernsehen und untersuche es anhand der Filmkritiken zu der erfolgreichen Fernsehserie „Sex and the City“.
Das Bild der Frau, das in den verschiedenen Filmen und Serien präsentiert wird, beruht meist auf den Vorstellungen des Mannes von einer Frau, wie auch bei „Sex and the City“. Diese Tatsache beruht darauf, dass in Medienbetrieben Männer die höheren Positionen besetzen und dadurch die Frauen aus ihrer Sicht darstellen (vgl. Mühlen Achs, G. 1995, 15). Zudem orientierten sich die Frauen immer an einer androzentrischen Weltordnung, das heißt auf eine männlich fixierte Weltordnung (vgl. Mühlen Achs, G. 17).
Ich möchte mit meiner Arbeit herausstellen, was für ein Frauenbild die Serie „Sex and the City“ vermittelt, inwiefern es sich von traditionellen Mustern und Klischees unterscheidet und wieso die Serie bei Frauen so beliebt ist. Hierfür werde ich zunächst Informationen zu der Serie zusammenfassen und die vier Hauptprotagonistinnen kurz charakterisieren. Weiter werde ich die thematischen Schwerpunkte der Kritiken erläutern und mich dann mit den Kritiken auseinandersetzen. Erst werde ich die Inhalte der einzelnen Kritiken wiedergeben und untersuchen, ob die Zeitungen sich in ihren Kritiken unterscheiden. Im Anschluss werde ich darauf eingehen, inwiefern sich die Kritiker und die Kritikerinnen in ihren Auseinandersetzungen differenzieren. In meiner Schlussbetrachtung möchte ich schließlich die Frage beantworten, was für ein Frauenbild „Sex and the City“ kreiert, wo die Unterschiede zu dem konventionellen Frauenbild liegen und warum dieses beim weiblichen Geschlecht so viel Anklang findet.
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2. Materialbasis und methodisches Vorgehen
In der folgenden Arbeit möchte ich zeigen, wie sich Kritiker der deutschen Presse mit der Serie „Sex and the City“ und dem durch die Serie vermittelten Frauenbild auseinandersetzen und ob man geschlechtsspezifische Unterschiede feststellen kann.
Zunächst werde ich kurz die Serie und ihre Protagonistinnen vorstellen und dann die thematischen Schwerpunkte der Kritiken erläutern und zusammenfassen. Danach widme ich meine Arbeit der Analyse einiger Kritiken, die in der Zeit der Ausstrahlung der Serie in den Jahren 2001 bis 2004 erschienen sind. Dabei möchte ich, bevor ich zum Schluss meiner Arbeit komme, versuchen, die unterschiedlichen Auseinandersetzungen einmal der verschiedenen Zeitungen und zum anderen zwischen den Geschlechtern zu erläutern.
Zugrunde liegen hier diverse Kritiken der Tageszeitung (TAZ), Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Welt, Berliner Zeitung (BZ), Süddeutschen Zeitung (SZ), der Zeit und Heise online aus den Jahren 2001, in der die Serie in Deutschland angelaufen ist und 2004, in der die letzte Staffel endete. Desweiteren habe ich in Büchern der Unibibliothek recherchiert, die sich mit dem Thema Frauenbilder im Medium Fernsehen, sowie der unterschiedlichen Darstellung von Mann und Frau befassen, um einen Vergleich zu haben, inwiefern sich die traditionelle Darstellung der Frau von der in „Sex and the City“ unterscheidet. Ergänzt habe ich diese Informationsquellen durch wissenschaftliche Onlinearbeiten über das Frauenbild.
Grundlagen zu der Serie und den Charakteren habe ich ebenfalls online recherchiert und zusammengefasst.
Nach der Recherchearbeit habe ich zunächst die Texte bearbeitet, analysiert und Exzerpte erstellt. Gemäß meiner Gliederung habe ich die Exzerpte sortiert und den Haupttext meiner Hausarbeit verfasst. Danach habe ich die Einleitung, den Schluss und zuletzt den Punkt „Materialbasis und methodisches Vorgehen“ ausformuliert.
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3. Frauenbilder im Fernsehen
Frauenbilder haben sich im Laufe der Zeit geändert. Um 1975 waren Frauen im Fernsehen unterrepräsentiert, für die Handlung von geringer Bedeutung und auf ihr Aussehen begrenzt (vgl. Mühlen Achs 1995, 16). Lange gab es keine Veränderung. Die traditionelle Rollenzuweisung wurde durch die Medien immer weiter aufrechterhalten. Frauen wurden als das schwache Geschlecht dargestellt und dem männlichen, starken Geschlecht untergeordnet. Sie waren emotionale, weiche Charaktere, die vom Mann abhängig und im Beruf fast immer erfolgloser sind. Der Mann übernahm die starken Rollen als Held und wurde selbstbewusst und unabhängig dargestellt, während die Frau der Tradition entsprechend die Kinder hüten und die Hausarbeit erledigen musste.
„Männer werden als unabhängiger, objektiver, aktiver, logischer, ehrgeiziger, risiko- und entscheidungsfähiger, selbstbewußter [sic] und technisch begabter gekennzeichnet; Frauen als sanfter, ruhiger, sauberer, ordentlicher, taktvoller, einfühlsamer, religiöser, emotional ausdrucksfähiger“ (Schenk 1979 In: Cornelißen 1994, 13).
Seit den 90ern unterziehen sich die Frauenbilder einem Wandel. Zwar werden auch heute noch die traditionellen Frauenbilder im Fernsehen vermittelt, doch mehr und mehr erobern selbstbewusste Frauenfiguren den Bildschirm. Erfolgreiche, unabhängige, kämpferische und selbstständige Frauencharaktere tradieren neue Frauenbilder.
3.1 Die Serie „Sex and the city“
“Sex and the City” war eine erfolgreiche Fernsehserie in den USA, die von Darren Star („Beverly Hills“, „Melrose Place“) produziert wurde und auf dem Buch „Sex and the City“ von der amerikanischen Journalistin Candace Bushnell basiert. Grundlage für dieses Buch war die von Candace in den Neunzigern geschriebene Kolumne über das Paarungsverhalten New Yorker Großstädter, die sie für den New York Observer verfasste (vgl. Neudecker, S. 2001). Insgesamt 94 Folgen wurden in Deutschland seit dem 18. September 2001 ausgestrahlt und fanden auch hier viele Anhänger. “Sex and the City” handelt von vier Single-Frauen, die in Manhattan leben. Alle sind sehr erfolgreich in ihrem Job. Es fehlt ihnen einzig der perfekte Mann zum Glück,
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obwohl sie schon alle Anfang dreißig und damit in einem Alter sind, in dem sich ledige Frauen, die noch eine Familie gründen wollen, unter Druck gesetzt fühlen. In der Serie werden die Erlebnisse der Freundinnen um die Hauptfigur Carrie Bradshaw dargestellt, die sich regelmäßig treffen und ihre Erfahrungen austauschen. Offen und selbstbewusst wird mit dem Thema Sex umgegangen, über das Carrie eine Kolumne schreibt. Grundlage für diese Kolumne sind ihre eigenen Erlebnisse und die ihrer Freundinnen auf der Suche nach dem Partner für eine gemeinsame Zukunft.
Ganz im Gegenteil zu dem, was dem Publikum zunächst vermittelt wird, endet die Serie mit einem traditionellen Happy End. Die vier Frauen finden schließlich doch ihr Glück in der Zweisamkeit. 3.2 Figurenvorstellungen Carrie Bradshaw
Die Hauptrolle in „Sex and the City“ wird von Sarah Jessica Parker gespielt. Carrie Bradshaw ist Journalistin und schreibt für den „New York Daily Star“ eine Sexkolumne, in der sie immer wieder neue Fragen (z.B. Wie viel Sex am Tag ist normal?) zu beantworten versucht. Den Stoff dafür bekommt sie aus ihrem eigenen Leben. Mit ihren drei Freundinnen Miranda, Samantha und Charlotte kämpft sie sich durch das Singleleben von Manhattan und gerät dabei immer wieder an „Mr. Big“, der ihren Traummann verkörpert.
Die Figur der Carrie begleitet den Zuschauer und übernimmt teilweise erzählerische Funktionen. Ihre Stimme aus dem Off lässt den Zuschauer mehr über die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen erfahren. Miranda Hobbess
Cynthia Nixon stellt den zynischen Charakter Miranda dar. Die erfolgreiche Rechtsanwältin hat Pech mit Männern und ist davon überzeugt, dass das Altjungferndasein das Schicksal der Erfolgreichen ist, da Intelligenz auf Männer abschreckend wirkt (vgl. Bahners, P. 2004). Im Laufe der Serie wird sie jedoch
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Arbeit zitieren:
Sandra Garthaus, 2006, Frauenbilder im Fernsehen anhand verschiedener Kritiken zu der Serie 'Sex and the city', München, GRIN Verlag GmbH
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