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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Grundinformationen zur interpretierten Karte 2
2.1. Orientierung und grobe Gliederung des Blattes 2
2.2. Standortermittlung nach vorliegenden UT-MKoordinaten 3
3. Physiogeographische Analyse 5
3.1. Relief 6
3.2. Hydrologie 8
3.3. Klima 12
3.4. Vegetation 14
4. Anthropogeographische Analyse 16
4.1. Flächennutzung und Wirtschaft 16
4.2. Siedlungen und Bevölkerung 17
4.3. Verkehrsflächen 19
Literaturverzeichnis 22
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1. Einleitung
Die Karteninterpretation ist ein aus Analyse und Synthese bestehender Prozess, welcher sich mit der Interaktion von Elementen in einer Karte beschäftigt. Zur Analyse werden Informationen und Wissen aller Zweige der Geographie herangezogen (vgl. A. HÜTTERMANN, 1993, S 13). Vereinfacht erklärt handelt es sich bei der Karteninterpretation um eine Bestandsaufnahme mit darauffolgender ganzheitlicher Darstellung der Ergebnisse.
2. Grundinformationen zur interpretierten Karte
Die Interpretation erfolgt auf der Grundlage des Blattes „L5130 Erfurt W“. Inhalt der Karte ist ein Ausschnitt der Planungsregion Mittelthüringen im Maßstab 1:50.000. Sie wurde vom Thüringer Landesvermessungsamt im Jahre 2004 herausgegeben und liegt im Koordinatensystem UTM vor.
2.1 Orientierung und grobe Gliederung des Blattes
Die Aufteilung der Karte erfolgt nach folgendem Muster: links ist eine Blattübersicht aufgeführt, in welcher alle Karten eines überregionalen Gebietes (über Thüringen hinaus) mit ihrer Kartenbezeichnung gezeigt werden. Die Karten innerhalb des Bearbeitungsgebietes des Thüringer Landesvermessungsamtes sind hellblau unterlegt, das rechts abgedruckte Blatt „L5130 Erfurt W“ dunkelblau. Unter der Blattübersicht ist die Verwaltungsgliederung zu finden. Ebenfalls im linken Drittel des Blattes - zwischen Karte und Blattübersichtbefindet sich eine ausführliche Legende in drei Sprachen. Dieser schließt rechts die eigentliche Karte an. Das in der Karte dargestellte Gebiet liegt im Bereich der UTM-Zone 32U im Gitterquadrat PB (100km-Quadrat) unter der Projektion des geodätischen Referenzsystems WGS84.
Die letzte umfassende Aktualisierung der Karte wurde im Jahre 1992 durchgeführt, einzelne Ergänzungen im Jahre 2004. Im Blatt L5130 Erfurt W wird das Gebiet mit den UTM-Koordinaten vom Ostwert/Rechtswert ca. 32UPB175
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bis 32UPB408 und Nordwert/Hochwert von ca. 32UPB290 bis 32UPB513 bzw. nach den Geografischen Koordinaten in Grad, Minuten und Sekunden von 10°39‘55“E bis 10°59‘55“E und 50°47‘56“N bis 50°59‘56“N dargestellt. Die Koordinateneinteilung erfolgt gemäß UTM in 1-km-Quardate. Das Blatt zeigt die Mittelstädte Arnstadt und Gotha im Süden und Westen, das westliche Stadtgebiet der Landeshauptstadt Erfurt im Osten sowie zahlreiche mitunter sehr kleine. Die Karte gibt einen Ausschnitt von 3 Verwaltungsbereichen wieder. Im nordöstlichen Teil wird die kreisfreie Stadt Erfurt angerissen, westlich, etwa zwei Drittel der Karte einnehmend, der Landkreis Gotha sowie südöstlich der westliche Teil des Ilm-Kreises. Geomorphologisch beinhaltet der in der Karte abgebildete Bereich hauptsächlich das Thüringer Becken. Im Südwesten, unterhalb des Ortes Gräfenhain beginnen bereits die Ausläufer des Thüringer Waldes, der sich dann auf der südliche Nachbarkarte „L5330 Suhl“ erstreckt, wobei die Stadt Suhl auch hier nur zu einem kleinen Teil abgebildet ist. Hier befinden sich auch die höchsten Punkte in der interpretierten Karte. Im südlichen Teil der Karte liegt etwa im Bereich 32UPB178305 der Berg „Brandkopf“ sowie der Ziegelberg bei 32UPB184290. Beide Berge erreichen eine Höhe von 692 Metern. Westlich schließt die Karte „L5128 Eisenach O“ mit der Kleinstadt Waltershausen als Tor zum Thüringer Wald sowie den Westteil von Eisenach an. Die im Norden anschließende Karte „L4939 Erfurt NW“ beinhaltet den Nordwesten der Thüringer Landeshauptstadt sowie einen Teil die relativ dünn besiedelten Verwaltungsbereiche Sömmerda und Unstrut-Hainich-Kreis. Letztlich schließt im Westen der Kartenausschnitt „L5132 Erfurt“ an, der einen großen Teil der Stadt Erfurt sowie den Westen von Weimar darstellt.
2.2 Standortermittlung nach vorliegenden UTM-Koordinaten
In Abbildung 1 ist die auf 100 Meter genaue Positionsangabe durch UTM erklärt. Das Koordinatensystem UTM teilt sich weltweit von Ost nach West in 60 Zonen auf (1-60), wobei Deutschland im Bereich von Zone 32 und 33 liegt. In Süd-Nord-
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Richtung findet die Aufteilung in Form von Buchstaben statt. Die Zählung von A-Z beginnt am Südpol und endet am Nordpol. Abgesehen vom äußersten Süden Deutschlands liegt die Bundesrepublik in Zone U. Demnach befindet sich der größte Teil Deutschlands (ebenso wie der Kartenausschnitt L5130) im Zonenfeld 32U. Teile Ostdeutschlands schließen mit Zonenfeld 33U an, Teile Süddeutschland mit Zonenfeld 32T. Die einzelnen Zonenfelder sind in Gitterquadrate eingeteilt, dessen Bezeichnung aus einem Buchstabenpaar besteht. Die Zusammensetzung der Buchstabenbezeichnung erfolgt durch die jeweilige Vergabe eines Buchstabens für den senkrechten und einen Buchstaben für den waagerechten Abschnitt mit jeweils 100 km. Das Zonenfeld 32U gliedert sich 36 Gitterquadrate. Jedes Gitterquadrat hat eine Größe von 100 x 100 Kilometern. Die vorliegende Karte liegt im Bereich des Gitterquadrats PB. Neben den Gitterquadratbezeichnungen gibt es eine Nummerierung der Gitterquadrate innerhalb eines Zonenfeldes. Für das Zonenfeld 32U gilt die Nummerierung von E300 (West) bis E700 (Ost) sowie von N5200 (Süd) bis N6200 (Nord). Der in Abbildung 1 eingezeichnete Punkt befindet sich im Zonenfeld 32U, im Gitterquadrat PB. Das Gitterquadrat PB (von E600-E700 und N5600-N5700) ist in weitere 1-km-Quadrate eingeteilt. Abbildung 1 zeigt das grün umrandete Quadrat mit der Bezeichnung 32UPB375345. Der Rechtswert (E) setzt sich hierbei aus dem 1-km-Qudrat westlich der Gitterlinie 37 innerhalb des Gitternetzpunktes PB sowie der Abschätzung des Abstandes zum nächsten 1-km-Qudrat zusammen. Da der grüne Punkt im Beispiel in der Mitte des 1-km-Qudrates liegt, erhält der Punkt die Ziffer 5. Zusammengeschrieben enthält der Punkt den Rechtswert/Ostwert 32UPB375 (32U-PB-37-5). Gleiches gilt für die Zusammensetzung des Nordwertes/Hochwertes.
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Abb. 1 Veranschaulichung der Vorgehensweise zur Ermittlung einer Ortsangabe im 100-Meter-Bereich am Beispiel der Arnstädter Innenstadt.
Quelle: THÜRINGER LANDESVERMESSUNGSAMT, TK50, eigener Scan des vorliegenden Blattes L5130 / 1 Quadrat entspricht 1 km*1km / genordet
Hier wird das 1-km-Quadrat zwischen den Linien 33 und 34 von Süd nach Nord betrachtet. Da auch hier der Punkt mittig liegt, setzt sich die Position aus Linie 33 im Süden und der Schätzung bis zur Linie 34 im Norden - in dem Fall wieder 5zusammen. Auch hier erfolgt die Positionsangabe auf eine Genauigkeit von etwa 100 Meter. In der Ortsangabe werden Rechts- und Hochwert zusammengeschrieben. Im Beispiel der Abbildung 1 hat die Ortsangabe die Bezeichnung 32UPB375345. Die 1-km-Quadrat zeigt den Innenstadtbereich der Mittelstadt Arnstadt.
3. Physiogeographische Analyse
In der physiogeographischen Analyse wird anhand der in der Karte verfügbaren Informationen ein Überblick über den geomorphologischen Zustand sowie die Flächennutzung geschaffen, wodurch sich weitere Faktoren wie Klima, Geologie oder Vegetation in der Vergangenheit, Gegenwart und wenn möglich Zukunft in ihrer Form und ihrer Ausprägung ableiten lassen.
Arbeit zitieren:
Tom Dennstedt, 2010, Karteninterpretation der topographischen Karte „L5130 Erfurt W“, München, GRIN Verlag GmbH
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