Inhalt
I. Zusammenfassung und Abbildung des Liniengleichnisses. 3
II. Das Höhlengleichnis 5
i. Inhaltliche Zusammenfassung. 5
ii. Auflösung des Gleichnisses 6
iii. Höhlengleichnis im Kontext des Idealstaats nach Platon 7
II. Fazit 8
2
I. Zusammenfassung und Abbildung des Liniengleichnisses
Platon unterscheidet zwischen der sichtbaren und der denkbaren Welt. Sein Gesprächspartner Glaukon soll sich nun beide Welten gedanklich in zwei ungleich große Teile einer endlichen Linie vorstellen. Beide Teile sollen nun wieder im selben Verhältnis geteilt werden. Dadurch entstehen vier Teile, welche den Weg zur Erkenntnis schrittweise darstellen.
Bereiche des Seienden Arten des Fürwahrhaltens
Abbildung 1
Darstellung des Liniengleichnisses nach Platon
3
Die grundlegenden Unterschiede zwischen Sein und Werden können wie folgt zusammengefasst werden:
Sein Werden - ewig - endlich - unveränderlich - veränderbar - nicht sinnlich wahrnehmbar - wahrnehmbar
An der Abbildung des Liniengleichnisses kann man nun nachvollziehen, was Sokrates damit meinte, als er sagte, man könne vollkommen Seiendes erkennen (vgl. S. 184). Nicht nur, dass er eine stufenweise Erkenntnis annimmt, sondern er geht auch von verschiedenen Stufen der Vollkommenheit der Existenz aus. Der Aufstieg innerhalb der vier Stufen kann nur gewährleistet werden, wenn die Seele des schrittweise Erkennenden verschiedenen Fähigkeiten der Seele durchläuft.
Die unterste und erste Stufe setzt Sokrates mit dem Vermuten gleich. Die zweite, nächst höhere Stufe, kommt der seelischen Fähigkeit des Glaubens zu. Die dritte Stufe der Erkenntnis setzt nun Verstand voraus. Die höchste Stufe aber kann nur derjenige betreten, welcher die seelische Fähigkeit der Vernunft besitzt. Diese Ab-oder Aufstufung der Seelenfähigkeiten „besitzen in dem selben Grade Deutlichkeit, wie ihre Gegenstände Wahrheit besitzen“ (S. 225). Damit meint Sokrates, dass auf der Stufe des Vermutens, die Gegenstände, welche wir wahrnehmen, eben sehr undeutlich wahrnehmbar sein müssen und somit auch den geringsten Grad an Existenz annehmen. Auf der höchsten Stufe befinden sich die Ideen, welche demzufolge den höchsten Grad an vollkommener Existenz aufweisen müssen. Denn nur die Ideen sind selbstständige Entitäten; dasjenige, was wir auf den anderen Stufen wahrnehmen können, sind bloß Abbilder, welche an den Ideen teilhaben (Metéxis), wie nun alles das, was wir als „schön“ bezeichnen, teil an der Idee des Schönen hat. Erst auf der höchsten Stufe, kommt das Individuum zur wahren Erkenntnis. (vgl. S. 223-225)
Hierfür gibt Platons Sokrates in der Politeia keine Begründung. Das Gleichnis steht für sich und es wird nicht für notwendig befunden, jene Vorstellung an dieser Stelle zu begründen.
4
Arbeit zitieren:
Mendina Morgenthal, 2009, Platon: Linien- und Höhlengleichnis, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Philosophie - Philosophie der Antike: neuer Titel erschienen: Platon: Linien- und Höhlengleichnis
Mendina Morgenthal hat einen neuen Text hochgeladen
Platonic Stoicism-Stoic Platonism: The Dialogue Between Platonism and ...
Christoph Helmig, Mauro Bonazzi
Platonism at the Origins of Modernity
Studies on Platonism and Early...
Sarah Hutton, Douglas Hedley
0 Kommentare