INHALTSVERZEICHNIS
ORWELLS SPRACHZOMBIES 1
1 SPRACHE, DENKEN - DETERMINISMUS? 3
1.1 Sprache und Denken - Einige terminologische Weichenstellungen 3
1.2 Der Ursprung des Sprachdeterminismus -
Blinde Ethnologen und schwimmende Anthropologen 4
1.3 Die zwei Komponenten des Denkens - Sprach-Inseln im Ozean des Schweigens 7
1.4 Zwischenkonklusion 9
2 ONTOGENESE UND SPRACHERWERB 10
2.1 Wygotskis kompetente Säuglinge 10
2.1.1 Alte Vorurteile abstreifen 10
2.1.2 Wygotskis Beitrag für die Moderne 13
2.1.3 Über Wygotski hinaus 15
2.2 Wissen durch Handlung 15
2.3 Zwischenkonklusion 18
3 PHYLOGENESE UND AUFMERKSAMKEIT 18
3.1 Tomasellos noch kompetentere Säuglinge 18
3.1.1 Erlebte Erfahrung - Die Grundlage der Ontogenese menschlichen Denkens 18
3.1.2 Die Bedeutung von Zeigegesten und gemeinsamen Hintergründen 20
3.2 Die neuronale Basis der Weltauffassung - Friths vorreflexive Weltmodelle 22
3.3 Zusammenfassung 23
ABSCHLUSS : CAPTAIN PICARD IST SPRACHLOS 24
LITERATURVERZEICHNIS
Embodied thoughts. Die Ontogenese des Menschen als Grundlage seines Denkens in Abgrenzung zur Sprache.
ORWELLS SPRACHZOMBIES
George Orwells beklemmende Dystopie 1984 beschreibt eine düstere Zukunft, worin auf der ganzen Welt repressive Regierungen eine neue Form der Sprache, das sogenannte »Neusprech« einführen, welche alle anderen Sprachen, also »Altsprech«, sukzessive bis in die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts verdrängen und schließlich ersetzen soll. Im Anhang des Romans heißt es zu den „Grundlagen des Neusprech“:
Neusprech sollte nicht nur ein Ausdrucksmittel für die den Anhängern des Engsoz [englischer Sozialismus, Anm.: MN] gemäße Weltanschauung und Geisteshaltung bereitstellen, sondern auch alle anderen Denkweisen unmöglich machen. Es war geplant, daß, wenn Neusprech ein für allemal angenommen und Altsprech vergessen worden war, ein ketzerischer Gedanke - d. h. ein von den Prinzipien des Engsoz abweichender Gedanke - buchstäblich undenkbar sein sollte, insoweit wenigstens, als Denken an Worte gebunden ist (Orwell, 361)
Wie man hier unschwer erkennen kann, beruht diese Konstruktion Orwells auf der geläufigen Annahme, dass das Denken weitgehend durch die Sprache konstituiert wird. Dieser Vorstellung entsprechend ließe sich weiter fragen: Besteht das menschliche Denken in einer Art inneren Sprache mit sich selbst (einer Art »Mentalese« 1 )? Entsteht unser Bewusstsein erst, wenn wir selbstbezügliche Begriffe wie »ich«, »mir« oder »mich« verwenden? Determiniert die Sprache das Denken?
Wenn wir Orwells Grundgedanken folgen, so scheint es, dass wir derartige Fragen ausschließlich bejahen müssten und somit die Gefahr bestünde, dass in einer fernen Zukunft hinterhältige sprachmanipulierende Agitatoren, mit den nötigen Mitteln, dieses Primat der Sprache vor dem Denken ausnutzen und aus uns Menschen beinahe gedankenlose Zombies machen könnten. Dies geschieht in Orwells Fiktion zum einen durch die Verringerung des sprachlichen Lexikons…
[D]ie besondere Funktion bestimmter Neusprechwörter, zu denen auch Altdenk gehörte, lag weniger darin, Bedeutungen auszudrücken, als vielmehr, sie zu zerstören. Diese naturgemäß wenigen Wörter hatten ihre Bedeutung so ausgeweitet, daß sie ganze Batterien von Worten einschlossen, die dann, weil sie von einem übergeordneten Begriff hinreichend abgedeckt wurden, ausrangiert und vergessen werden konnten. [...] In Neusprech ließ sich ein ketzerischer Gedanke selten weiter als bis zu der Wahrnehmung verfolgen, daß er ketzerisch war: um darüber hinauszugehen, fehlten die notwendigen Wörter (ebd., 367f)
… und zum anderen durch bedeutungseingrenzende Wortverkürzungen:
1 Vgl. (Pinker).
1
Embodied thoughts. Die Ontogenese des Menschen als Grundlage seines Denkens in Abgrenzung zur Sprache.
Die Worte Kommunistische Internationale z. B. beschwören das Bild einer universalen Verbrüderung der Menschheit, von roten Fahnen, Barrikaden, Karl Marx und von der Pariser Kommune. Das Wort Komintern hingegen läßt nur an eine festgefügte Organisation und an eine gut definierte Doktrin denken. [...] Komintern ist ein Wort, das sich fast gedankenlos aussprechen läßt, während Kommunistische Internationale ein Ausdruck ist, bei dem man sich zumindest flüchtig aufhalten muß (ebd., 370)
Die letzte Konsequenz dieser Manipulation wäre dann die Ausschaltung des eigenständigen Denkens und eine bis auf wenige Worte verkümmerte Sprache, quasi eine Robotersprache:
Im täglichen Leben war es zumindest manchmal erforderlich zu überlegen, bevor man sprach, doch ein Parteimitglied, das aufgerufen ist, ein politisches oder ethisches Urteil abzugeben, sollte fähig sein, die richtigen Ansichten so automatisch auszuspucken wie ein Maschinengewehr Kugeln. [...] [J]e kleiner die [sprachliche] Auswahlmöglichkeit, desto geringer die Versuchung zu überlegen. Letztlich hoffte man so weit zu kommen, daß der Kehlkopf ohne Einschaltung der höheren Gehirnzentren die Sprache artikulierte (ebd., 371)
In weniger theatralischerer Form wurde ein derartiger Sprachdeterminismus im Orwellschen Sinne auch von Vertretern des »Linguistischen Relativitätsprinzips« (LRP) angenommen, welches ausgedehnte sprachphilosophische Debatten und ethnolinguistische Feldstudien nach sich zog, die bis heute andauern. Benjamin L. Whorf gilt als derjenige, von dem das LRP in seiner starken Form als erstem formuliert wurde, wonach unterschiedliche Sprachgemeinschaften aufgrund ihrer Sprache zu völlig verschieden Wahrnehmungen der Welt (und damit verschiedenen Weltauffassungen) kämen. 2
Wir haben berechtigte Gründe, einem derartigen Sprachdeterminismus grundsätzlich zu widersprechen. Kann man nicht intuitiv handeln, Überlegungen anstellen und denken, ohne dass es dafür einer Sprache bedürfte? Können wir ohne Worte für etwas zu haben, nicht geistige Konzepte von etwas bilden, das uns sprichwörtlich »auf der Zunge liegt«? Was ist mit dem Kleinkind, dass noch keine selbstbezüglichen Wörter spricht; müssen wir ihm jegliche selbstbezogenen Gedanken absprechen, wenn es seine Hand nach einem Spielzeug ausstreckt und die Mutter auffordernd mit seinem Bick fixiert? Der vorliegende Aufsatz stellt einen Versuch dar, die These herauszuarbeiten und zu verteidigen, dass die menschliche Sprache sein Denken nicht determiniert, wie es vor allem von Whorf in seiner Radikalisierung der Theorie des Ethnolinguisten Edward Sapirs annimmt. Vielmehr wird das Denken als eine lebendige Wechselbeziehung einer nonverbalen (D) und einer sprachlichen Form (S) von Denken verstanden werden (S<>D). Damit würden Sprache und Denken untrennbar verwoben gedacht, als Einheit zweier Denkformen (D = D 1 , S = D 2 ). Die (vor allem sprachliche) Ontogenese des so verstandenen Denkens könnte, so die
2 Im nächsten Kapitel werden wir Gelegenheit dazu haben, diese These Whorfs genauer zu betrachten.
2
Embodied thoughts. Die Ontogenese des Menschen als Grundlage seines Denkens in Abgrenzung zur Sprache.
vorläufige Arbeitsthese, erklären, dass das Denken nicht sprachlich determiniert ist, sondern lediglich entscheidend durch die Entwicklung des menschlichen Denkens geformt wird (O>(D 1 <>D 2 )).
Um die Funktionsweise dieser Entwicklung zu erhellen, werden die Erkenntnisse zur der Sprachentwicklung bei Kindern, im Besonderen des Psychologen Lew S. Wygotskis und des Anthropologen Michael Tomasellos kritisch zu Rate gezogen und für die philosophische Fragestellung fruchtbar gemacht werden. 3
1
SPRACHE, DENKEN - DETERMINISMUS?
1.1 Sprache und Denken - Einige terminologische Weichenstellungen
Bevor wir nun in das Thema einsteigen, müssen wir uns über einige für die folgenden Überlegungen zentrale begriffliche Konzepte verständigen. So wird »Sprache«, nicht nur als Produkt geistiger, sondern auch sensomotorischer Aktivitäten verstanden werden. Zudem gehen wir davon aus, dass Sprache zwischen Menschen zirkuliert und durch in der Gemeinschaft ausgehandelte Bedeutungen als Kommunikationsmittel fungiert. Die Betonung dieses sozialen Aspekts der gemeinschaftlicher Aushandlung sprachlicher Bedeutungen bereitet ein Stück weit den Weg dahin, menschliches Denken weniger sprachabhängig und mehr auf sozialen Prozessen der Sprachentwicklung und der
3 Es kann auf den folgenden Seiten weder unser Anliegen sein, uns zu tief in den Gewässern der entwicklungspsychologisch-evolutionären Anthropologie zu bewegen, die nur durch die Inbezugnahme einiger wichtiger Anthropologien wie der Immanuel Kants, Arnold Gehlens und anderer philosophisch fruchtbar zu machen wäre und daher eines erheblich hören Arbeitspensums bedürfte, als uns hier gegeben ist. Noch ist es unsere Absicht die Beeinflussung des Denkens durch die Sprache herunterzuspielen. Doch wir sind gezwungen eine thematische Eingrenzung vorzunehmen. So werden wir die Sprachentwicklung weder kognitivistisch, noch genetisch determiniert betrachten, wie die Sprachwissenschaftler George Lakoff und Noam Chomsky, sondern
2
als ein soziales Phänomen. Die Sprache (D
[entstehend], um eine neue Art der gemeinsamen Problemlösung zu ermöglichen“ (Greenspan, 211), wird somit als Ergänzung zur nonverbalen Kommunikation (D
1 vom menschlichen Denken (D
3
Embodied thoughts. Die Ontogenese des Menschen als Grundlage seines Denkens in Abgrenzung zur Sprache.
Ontogenese des Menschen allgemein zu verstehen. Wir stimmen hierin grundsätzlich mit einem Sprachverständnis überein, wie es die Verhaltenswissenschaftlerin Dorit Urd Feddersen-Petersen vorschlägt:
Kommunikation ist ein Prozeß, bei dem ein Individuum, der Sender, das Verhalten eines anderen, des Empfängers, durch das Aussenden von Signalen beeinflußt. Es geht dabei um eine wechselseitige, kontingente (aufeinander abgestimmte) Informationsübertragung zwischen zwei oder mehreren Interaktionspartnern [...] (Feddersen-Petersen, 20)
Was dann das »Denken« betrifft, haben sich viele Forscher und Philosophen, von Wygotski über George H. Mead bis hin zum frühen Ludwig Wittgenstein dahingehend geäußert, dass Denken wesentlich ein »Operieren mit Symbolen« sei. Demjenigen, der hieraus jedoch vorschnell darauf schließen will, dass sprachliche Zeichen das Denken determinieren würden, können wir vorhalten, eine wichtige Unterscheidung übersehen zu haben, die uns im dritten Abschnitt der Arbeit noch weiter beschäftigen wird:
Menschen können natürlich auch ohne Symbole denken, wenn wir unter »Denken« Wahrnehmen, Erinnern, Kategorisieren und intelligentes Handeln verstehen, wie man es bei anderen Primaten auch findet. Aber die spezifisch menschlichen Formen des Denkens, z. B. diejenigen, die ich vollziehe, wenn ich dieses Argument formuliere [...], leiten sich [vom interaktiven Diskurs] ab oder werden vielleicht sogar durch ihn konstituiert (Tomasello 2006, 269f)
Diese definitorische Verdoppelung des Denkens in einen vorsprachlichen (D 1 ) und einen sprachlichen Teil (D 2 ) liegt der hier vorgestellten Theorie zu Grunde und bietet uns den Vorteil, eine differenziertere Darstellung der Entwicklung des Denkens beim Menschen zu ermöglichen. Dies erscheint uns nützlich, denn allzu oft vergessen diejenigen, die in der Debatte um Denken und Sprechen die einzigartige Sprachfähigkeit des Menschen (D 2 ) als Fundament seines Denkens betonen (zu denen auch die Vertreter des LRP gehören), allzu oft die kognitiven vorsprachlichen Grundlagen dieser Fähigkeit (D 1 ), die der Mensch mit allen intelligent handelnden, also auf veränderte Umweltverhältnisse problemlösend reagierenden, Lebewesen gemein hat.
1.2 Der Ursprung des Sprachdeterminismus - Blinde Ethnologen und schwimmende Anthropologen
Wir wollen uns nun näher mit der Vorstellung der Beziehung zwischen dem Denken und der Sprache beschäftigen, gegen die es in dieser Arbeit zu argumentieren gilt. Den Grundstein
4
Embodied thoughts. Die Ontogenese des Menschen als Grundlage seines Denkens in Abgrenzung zur Sprache.
für das LRP legten, in der Tradition Wilhelm von Humboldts, der Ethnologe Franz Boas, für den die linguistischen Kategorien das Denken verschiedener Völker lediglich marginal beeinflussten und sein Schüler Sapir, der die Möglichkeit witterte, dass Sprache das Denken zumindest kanalisiere. (vgl. Lucy, 21ff) Radikalisiert wurden ihre vorsichtigen Vermutungen dann von Whorf, einem gelernten Chemieingenieur und Linguisten, der davon überzeugt war, dass die Sprache das Denken fundamental beeinflusse und somit unsere mentalen Konzepte von der Welt ausschließlich sprachlich determiniert seien: „[T]hinking is a matter of LANGUAGE [...]“, (Whorf, 239) lautet die hinlänglich bekannte Parole Whorfs. Seine These genauer ausbuchstabierend gelangt er zu der Formulierung des LRPs:
We are thus introduced to a new principle of relativity, which holds that all observers are not led by the same physical evidence to the same picture of the universe, unless their linguistic backgrounds are similar, or can in some way be calibrated (Whorf, 214)
Das LRP besagt im Grunde nichts anderes, als dass die Weise wie wir die Welt wahrnehmen von den Verschiedenartigkeiten der Grammatiken verschiedener Sprachen abhängt und jeweils unterschiedliche »Weltauffassungen«, als mentale Konzepte dieser Weltwahrnehmungen konstituiert. Dementsprechend sind im Hauptfokus der Whorfschen Theorie insbesondere: „‘concepts‘ such as ‘time‘, ‘space’ and ‘matter’. This indicates that his focus was on tracing the connection between linguistic categories and the most fundamental abstract ideas that a person uses in interpreting experience.” (Lucy, 40) Whorfs Forschungsbemühungen mögen für sich spannend und erfüllt von einem grundlegenden Interesse an anthropologischen Fragestellungen sein, lassen jedoch in ihrer Durchführung starke Unstimmigkeiten erkennen. So ist mittlerweile bekannt, dass er bei seinen Bemühungen die eigene Theorie möglichst glaubwürdig durch Untersuchungen zu untermauern die gebotene wissenschaftliche Objektivität aus den Augen verlor (Schrott, 105). Während er die Unterschiede innerhalb der indoeuropäischen Sprachen extrem herunterspielte (Gipper, 12), hob er die Andersartigkeit von für europäische Ohren exotisch klingenden Sprachen hervor oder erschuf gar solche Unterschiede wenn nötig selbst: „Whorf rendered the sentences as clumsy, word-for-word translations, designed to make the literal meanings seem as odd as possible.“ (Pinker, 61ff, vgl. Gipper, 8ff) Auch eine seiner stärksten und bekanntesten Behauptung, das die Sprache der »Hopi«-Indianer über keine temporale Kennzeichnungen verfüge gilt heute als überholt: „Schon in meiner Analyse [...] habe ich gezeigt, an welchen Stellen deutlich Zeitbezüge impliziert sind.“ (Gipper, 12)
5
Embodied thoughts. Die Ontogenese des Menschen als Grundlage seines Denkens in Abgrenzung zur Sprache.
Könnte aber Whorfs falsche Interpretation der Hopi-Sprache nicht ironischer Weise selbst der beste Beweis dafür sein, dass die in seinem Falle europäisch geprägte Sprache sein Denken bestimmte? Dass dies nicht zwingend der Fall sein muss, zeigt sich, hält man sich vor Augen, dass es sich hier um ein allgemeines Problem der naturwissenschaftlichen Praxis experimenteller Versuchsanordnungen und Feldforschungen handelt. Die Setzung der Versuchsanordnung beschränkt naturgemäß das Auffinden anderer möglicher Ergebnisse, die übersehen werden, weil sie von vornherein ausgeschlossen wurden. Whorfs Ergebnisse wurden gleichsam durch seinen Enthusiasmus verwässert, die Weltauffassung des Menschen sprachdeterministisch erklären zu müssen, damit seine Theorie einen Sinn ergibt. 4
Dessen ungeachtet sind Whorfs Argumente heute wieder (auch) wissenschaftlicher Gesprächs- und Zündstoff. Der Grund ist sicherlich darin zu suchen, dass alltägliche Erfahrungen sie scheinbar plausibilisieren. Beispielsweise verstehen es die Werbung, die Geschäftswelt und die Politik meisterlich, unsere Gedanken mit Euphemismen und anderen Wortspielen in die von ihnen gewünschten Bahnen zu lenken. Doch der in dieser Arbeit vertretenen Auffassung nach, müssen wir noch viel grundlegendere Denkprozesse (D 1 ) annehmen, die unser Leben bestimmen als solche wie die Frage danach, ob ich tatsächlich »nicht blöd bin« und mir ein »iPad 2« kaufe. Solche wären etwa die innere Gewissheit ein leibliches Wesen zu sein, von anderen umgeben zu sein oder sich im Raum zu bewegen. Wie diese vorsprachliche Ebene grundlegender Denkvorgänge, reziprok auf die sprachliche Ebene des Denkens einwirkt, wird später noch Thema sein. Nehmen wir, um die Idee von allen Menschen gleichermaßen gegebenen grundlegenden Denkprozessen zu veranschaulichen an, dass die rund 6500 Sprachen, die gegenwärtig auf unserem Planeten gesprochen werden jeweils in grundlegend unterschiedlichen mentalen Konzepten und Weltauffassungen resultierten. Wie ließe sich dann erklären, dass zum Beispiel die Begeisterung von Sportfans uns emotional mitreißen kann, egal wo auf der Welt wir in ein Stadion oder eine Sportarena gehen und das die meisten Menschen dazu in der
4 Ebenso ist es nicht verwunderlich, dass die Neurologie im proklamierten Jahrhundert der Neurobiologie (vgl. Monyer, hier: 33) schlechte Aussichten hat, den Geist materiell erklären zu können, da sie sich in ihren Untersuchungen ausschließlich auf das Hirn konzentriert, den in der Welt agierenden Körper und dessen mögliche Bedeutung für das Denken aber in ihren Experimentalanordnungen und Messmethoden ausblendet. Was natürlich wiederum nie die Möglichkeit ausschließt, dass man nicht auch durch das versehentliche Stehenlassen von Petrischalen das Penicillin erfinden kann.
6
Arbeit zitieren:
Marcel Nakoinz, 2011, Embodied thoughts, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Marcel Nakoinz gefällt Embodied thoughts
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache): Embodied thoughts ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Marcel Nakoinz gefällt Embodied thoughts
Joint Attention: Communication and Other Minds: Issues in Philosophy a...
Naomi Eilan, Christoph Hoerl, Johannes Roessler
Joint Attention: Communication and Other Minds: Issues in Philosophy a...
Naomi Elian, Naomi Eilan, Christoph Hoerl
Joint Attention: Its Origins and Role in Development
Patrick Moore, Chris Moore, Philip Dunham
PEP-R. Entwicklungs- und Verhaltensprofil
Förderung autistischer und ent...
Eric Schopler, Robert J. Reichler, Ann Bashford, Anne Häußler
0 Kommentare