Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Allgemeine Informationen über Jungen-Arbeit 3
2.1 Ziele 4
2.2 Voraussetzungen 4
2.3 Methoden 5
3. Praxisbeispiel 7
3.1 Das Mann-Sein ins Spiel bringen- Jungen haben’s nötig 7
3.2 Maskenspiel- ein Projekt in der 6. Schulstufe 8
4. Schlussbetrachtung 9
Literaturverzeichnis 10
2
1. Einleitung
Hoffnung auf eine gerechte Gesellschaft und das Verlangen nach Gleichberechtigung lassen Jungenarbeit immer wieder neu zum Thema werden. Dennoch sind die Anliegen von Jungenarbeit oftmals vielfältig und umstritten. Sind Jungen heutzutage vielleicht orientierungslos und brauchen neue Angebote für positive Identitätsbildung? Doch was macht Jungen-Arbeit überaus aus und wie kann man konkret und effektiv mit Jungen und Männern speziell in der Schule arbeiten? Diesen Fragen möchte ich mich in meiner Ausarbeitung näher widmen und zunächst einige allgemeine Informationen über Jungenarbeit, deren Ziele, Voraussetzungen und Methoden anführen (Kap 2).
Da Jungenarbeit ein sehr praxisbezogenes Thema ist, folgt ein konkretes Praxisbeispiel aus der Schule (Kap 3), um im nächsten Schritt meine Ausarbeitung zusammenfassend auf den Punkt zu bringen (Kap 4).
2. Allgemeine Informationen über Jungenarbeit
Zunächst möchte ich anführen, dass es DIE Jungenarbeit nicht gibt, sondern dass Jungenarbeit immer eine Vielfalt von Methoden, Anwendungen und Praktiken umfasst, die sich im weitesten Sinne mit Jungen und Männern und ihren Problemen und Fragen befasst.
Es geht außerdem um die Entwicklung einer gewissen Sichtweise bzw. eines speziellen Blickes auf Jungenarbeit, denn diese kann nicht einfach als eine Methode angewendet werden. So beschreibt es auch Holger Karl in seiner Kritik: “Jungenarbeit bedeutet für mich, einen bestimmten Blick auf Jungen zu haben und dieser Blick hat für mich verschiedene Facetten, sowohl die geschlechterpolitische als auch die empathische” 1 . Dieser Blickwinkel hat natürlich gewisse bestehende Bilder von Männlichkeit als Grundlage, sollte aber offen für Veränderung sein.
1 Karl, Holger (…), Neues aus dem Mekka der antisexistischen Jungenarbeit, S. 91-107.
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2.1 Ziele
Grundlegend sollte Jungenarbeit zunächst das Ziel haben, Selbst- und Verantwortungsbewusstsein aufzubauen und zu stärken. Sie sollte Hilfestellung bei der Identitätsbildung sowie beim Herstellen von Selbstbezügen geben. Jungen müssen wieder mehr lernen, sich selbst wahrzunehmen und zu spüren. Darüber hinaus sollte versucht werden, wieder eine Vielfalt von Männlichkeit herzustellen bzw. Jungen zu unterstützen, ihre eigene männliche Identität zu finden. Jungenarbeit sollte Jungen ermutigen, sich ihren eigenen Platz in der Gesellschaft zu suchen. Dabei sollte von festgefahrenen Männlichkeitsmustern Abstand genommen und Jungen gelehrt werden, wie sie eigene Positionen beziehen und Standpunkte vertreten können.
Auch sollte Jungenarbeit Vorbilder schaffen, denn es fehlen Väter und männliche Bezugspersonen gerade im pädagogischen Bereich. Hier ist das übergeordnete Ziel also die Ausbildung einer positiven männlichen Identität. Weitere Ziele sollten die Verwirklichung von Chancengleichheit, Gleichberechtigung und Gleichstellung, sowie der Abbau der Geschlechterhierarchie sein. Jungenarbeit sollte versuchen, auf all diesen Ebenen bestmöglich aktiv zu sein. Jungenarbeit sollte sich außerdem zum Ziel setzten, Jungen auf ihrem Weg zum Mann-Sein zu begleiten und das Junge-Sein kritisch zu reflektieren. Männliches Handeln sollte auch in Beziehung zu Frauen und anderen kritisch hinterfragt werden, um notwendigeVeränderungen zu schaffen, wo diese benötigt werden.
Alles in allem sollte Jungenarbeit Freiräume für Jungen schaffen, in denen sie sich entfalten können und in dem sie geschützt von Vorurteilen Fragen und Probleme ansprechen und bewältigen können. 2
2.2 Voraussetzungen
Jungenarbeit sollte vornehmlich von männlichen Leitern und Jugendhelfer betreut und geleitet werden, um eine optimale geschlechterbezogene pädagogische Arbeit mit
2 Vgl. Forster, Edgar J., Jungenarbeit als Männlichkeitskritik, S. 3f.
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Arbeit zitieren:
Esther Kaiser, 2009, Grundlagen und Prinzipien der Jungenarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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