Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Investitionsquote 3
2.1 Beschreibung 3
2.2 Systematisierung 3
2.3 Wechselwirkungen 4
2.4 Visualisierung 5
2.5 Bewertung und Eignungsanalyse 6
3. Fischbestände in der Nordsee (Leitarten) 8
3.1 Beschreibung 8
3.2 Systematisierung 9
3.3 Wechselwirkungen 9
3.4 Visualisierung 10
3.5 Bewertung und Eignungsanalyse 11
4. Ganztagsbetreuungsstätten 13
4.1 Beschreibung 13
4.2 Systematisierung 14
4.3 Wechselwirkungen 15
4.4 Visualisierung 16
4.5 Bewertung und Eignungsanalyse 16
5. Staatliche Ausgaben je Schüler 18
5.1 Beschreibung 18
5.2 Systematisierung 18
5.3 Wechselwirkungen 19
5.4 Visualisierung 20
5.5 Bewertung und Eignungsanalyse 21
6. Zusammenfassung und Fazit 23
7. Literaturverzeichnis 24
Einleitung
1 Einleitung
Nachhaltigkeit wurde erstmals weltweit bekannt im Jahre 1987. Zu diesem Zeitpunkt legte die Brundtland-Kommission für Umwelt und Entwicklung ihren Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ vor. Im Jahr 1992 wurde auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro ein globales Aktionsprogramm, die Agenda 21, für das 21. Jahrhundert beschlossen. Die teilnehmenden Staaten haben einen Vertrag unterschrieben, in dem sie aufgefordert werden eine wirtschaftlich leistungsfähige, sozial gerechte und ökologisch verträgliche Entwicklung zu gewährleisten 1 . Dies sind die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. Das Optimum ist es, wenn durch bestimmte Maßnahmen gleichzeitig Ziele in allen drei Dimensionen erreicht werden. In diesem Fall spricht man von einer win-win-win-Situation.
Nach der Definition der Brundtland-Kommission ist eine nachhaltige Entwicklung eine „Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen 2 .“
Demzufolge wird also von N achhaltigkeit gesprochen, wenn der Ressourcennachschub im Verhältnis zum Ressourcenverbrauch gleich eins ist. D. h., dass für spätere Generationen noch genau soviel Ressourcen vorhanden sein werden, wie für die heutige Generation vorhanden sind. Der „Ressourcenberg“ bleibt demnach unverändert. Demzufolge ist Nachhaltigkeit nicht mit der Effizienz, auch Ökoeffizienz genannt, zu verwechseln. Von Effizienz spricht man, wenn das Verhältnis Output zu Input maximiert wird. In diesem Fall erhalten wir ein besseres Ergebnis. Zwar werden die Ressourcen des „Ressourcenberges“ besser genutzt aber dennoch werden sie, wenn auch langsamer, verbraucht. Der „Ressourcenberg“ ist also irgendwann komplett verbraucht.
Es gibt vier Handlungsfelder, in denen nachhaltig gehandelt werden kann und soll. Dabei handelt es sich um die Generationengerechtigkeit, der Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt und der internationalen Verantwortung.
Leitbilder, die o. g. Handlungsfelder, die Ziele und Unterziele bilden das so genannte Indikandum. Mit Indikatoren können Sachverhalte bzw. Veränderungen nach erfolgten Maßnahmen angezeigt werden.
1 Vgl. Perspektiven für Deutschland, S. 1.
1
Einleitung
Diese Indikatoren sind das Thema dieses Referates. Im Folgenden werden vier Indikatoren vorgestellt. Diese Indikatoren werden zuerst beschrieben, dann systematisiert, als nächstes werden ihre Wechselwirkungen analysiert, im Anschluss daran wird auf visuelle Darstellungsmöglichkeiten eingegangen und zum Schluss werden sie auf ihre Eignung hin analysiert und bewertet. In diesem Referat wird auf folgende Indikatoren eingegangen:
• Investitionsquote
• Fischbestände in der Nordsee
• Ganztagsbetreuungsstätten
• Staatliche Ausgaben je Schüler
Die folgende Matrix gibt an, wie die einzelnen Indikatoren in diesem Referat eingeordnet worden sind.
2 Perspektiven für Deutschland, S. 1.
2
Investitionsquote
2 Investitionsquote
2.1 Beschreibung
Als ersten Indikator wird die Investitionsquote betrachtet. Die Investitionsquote wird als „Anteil der Bruttoanlageinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt (BIP)“ 3 verstanden. Bruttoanlageinvestitionen sind laut dem Statistischen Bundesamt „Investitionen in Form von Ausrüstungen, Bauten und sonstigen Anlagen der Unternehmen und des Staates“. Das BIP ist die in Geldeinheiten ausgedrückte Summe aller „im Inland entstandenen wirtschaftlichen Leistungen einer Berichtsperiode, unabhängig davon, in welchem Umfang inländische oder ausländische Wirtschaftseinheiten dazu beigetragen haben“ 4 . Dieser Indikator ist ein weit verbreiteter Indikator. Dadurch, dass er in jedem Land berechnet werden kann, und wird, ist dieser Indikator gut geeignet, um einzelne Länder zu vergleichen. Die Höhe der Investitionsquote kann man beim Statistischen Bundesamt in Erfahrung bringen. Bei der Investitionsquote handelt es sich um einen ökonomischen Nachschubindikator.
Die Investitionsquote fällt in das Handlungsfeld der Generationengerechtigkeit und der Lebensqualität. Sie ist ein Indikator für wirtschaftliche Zukunftsvorsorge. Denn erfolgreiches wirtschaften setzt Investitionen voraus. Eine dauerhafte Steigerung der Investitionsquote soll einen höheren Lebensstandard zur Folge haben und gleiche Chancen für die zukünftigen Generationen erhalten. Die Ziele sind demzufolge:
• Schaffung einer modernen und innovativen Wirtschaftsstruktur
• Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
• Hohes Beschäftigungsniveau
• Wirtschaftswachstum
Die Investitionsquote soll die wirtschaftliche Entwicklung darstellen. Sie ist zu diesem Zweck im Entwurf für die Strategie einer nachhaltigen Entwicklung der Bundesregierung als aussagekräftiger Indikator verwendet worden 5 .
2.2 Systematisierung
Durch diesen Indikator werden die Aktivitäten der Unternehmen und des Staates direkt erfasst. Jede Investitionsentscheidung, die der Staat oder ein Unternehmen trifft und
3 Brümmerhoff und Lützel (2002), S. 206.
4 Brümmerhoff und Lützel (2002), S. 59.
5 Vgl. Seiche (2002), S. 18.
3
Investitionsquote
durchführt verändert diesen Indikator. Entweder ist nur das BIP von dieser Aktivität betroffen oder die Bruttoanlageinvestitionen verändern sich. Durch eine Änderung von mindestens einen dieser Parameter folgt eine Änderung des Wertes für den Indikator Investitionsquote. Nur wenn sich beide Parameter im gleichen Verhältnis ändern, wird die Investitionsquote gleich bleiben.
Indirekt haben auch die Anlageentscheidungen der privaten Haushalte einen Einfluss auf die Höhe der Investitionsquote. Denn auch private Haushalte können ihre liquiden Mittel in Anlageformen investieren, die einen Einfluss auf die Investitionsquote haben. Da wäre z. B. die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen (VL) in bestimmten Fonds zu nennen. Diese Fonds investieren ihr Fondskapital in Anlagevermögen. Durch eine VL-Anlage der privaten Haushalte in einen Fonds dieser Art, wird das Bruttoanlagevermögen verändert und damit auch die Investitionsquote. Um auf diese Art den Indikator und die damit verfolgten Ziele zu beeinflussen fördert der Staat diese VL-Anlageform, um die Anreize für die privaten Haushalte zu erhöhen in diese Anlagenform zu investieren.
2.3 Wechselwirkungen
Über die Investitionsquote als ein Indikator für Lebensqualität lässt sich streiten, denn ein Anstieg der Investitionsquote hat nicht nur positive Folgen. Die Nebenwirkungen, die eine steigende Investitionsquote mit sich bringt haben zum Teil auch negative Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung. In der folgenden Übersicht sollen einige positive (durch ein + gekennzeichnet) und negative (durch ein - gekennzeichnet) Wirkungen einer höheren Investitionsquote dargestellt werden:
• Hohes Beschäftigungsniveau (mehr Bau- und Produktionsaufträge)
• Wirtschaftswachstum
• Mehr Güterverkehr
Investitionsquote
Dies ist lediglich ein Auszug von positiven und negativen Haupt- und Nebenwirkungen. Die genannten Punkte sollen lediglich Anhaltspunkte darstellen, in wie weit der Indikator Investitionsquote auch andere Auswirkungen zur Folge hat bzw. haben kann, als nur die Hauptwirkungen.
Dementsprechend ist die Investitionsquote ein Indikator, der anzeigt in wie weit sich die wirtschaftlichen Verhältnisse verändert haben.
Die Wechselwirkungen zu ökologischen Gesichtspunkten sind hingegen eher negativ zu bewerten. Als Beispiel ist hier als eine Folge das größer werdende Güterverkehrsaufkommen und die damit verbundene Erhöhung der CO 2 -Emissionen zu nennen.
Bei den sozialen Gesichtspunkten kann man u. a. eine Verringerung der Arbeitslosenzahlen und die damit verbundenen niedrigeren Sozialausgaben des Staates aufführen.
2.4 Visualisierung
Die Investitionsquote ist ein Indikator der schwer visuell darzustellen ist. Man kann die Zunahme von Ausrüstungen, Bauten und die sonstigen Anlagen der Unternehmen bzw. des Staates als visuellen „Nachweis“ nehmen. Allerdings ist dies bei technischen Anlagen schon wieder schwerer, da sich diese häufig auf Werksgeländen und in Werkshallen befinden, die man von Außen nur selten einsehen kann. Ein visueller Anhaltspunkt ist die Erschließung neuer Gewerbegebiete. Hier ist die Veränderung schnell zu ersehen. Ansonsten lässt sich die Investitionsquote am besten durch Diagramme visuell darstellen. Dabei hat man zwar keinen „festen“ Gegenstand vor Augen, allerdings zeigt ein solches Diagramm das gesamte Ausmaß auf einen Punkt gebracht. Ein weiterer Vorteil bei Diagrammen ist die schnelle Einsicht von Veränderungstrends, da hier die Daten der Investitionsquote über einen längeren Zeitraum einzusehen sind und verglichen werden können. Das folgende Diagramm stellt die Investitionsquote von 1991 bis 2000 dar.
5
Arbeit zitieren:
Björn Reschke, 2003, Indikatoren einer nachhaltigen Entwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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