Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Rechnungslegungsvorschriften großer Kapitalgesellschaften im internationalen Vergleich

Unterschiedliche Gewinnausweise nach HGB und IAS am Beispiel des Jahresabschlusses einer Aktiengesellschaft

Title: Rechnungslegungsvorschriften großer Kapitalgesellschaften im internationalen Vergleich

Diploma Thesis , 2000 , 67 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Thomas Eilers (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das externe Rechnungswesen liefert wichtige Informationen. Diese Daten mit den Daten anderer Unternehmen vergleichen zu können, ist eines der wichtigsten Ziele auf dem internationalen Kapitalmarkt. Durch die jeweiligen nationalen Rechnungslegungsvorschriften ist das Ziel der Vergleichbarkeit kaum erreichbar. Deutsche Kapitalgesellschaften haben Jahresabschlüsse auf Grundlage des Handelsgesetzbuches vorzulegen. Die Vorschriften des Handelsgesetzbuches verkörpern vor allem Begriffe, wie Vorsichtsprinzip und Gläubigerschutz, was sich aus den Bewertungs- und Ansatzvorschriften ergibt. Dies bedingt, daß die Ergebnisausweise, je nach Rechnungslegungsmethode, mehr oder weniger stark voneinander abweichen.

Daraus resultierend sind Versuche deutscher Unternehmen gescheitert Zugang zur New York Stock Exchange (N.Y.S.E.), einem „der wichtigsten internationalen Börsenplätze“, zu bekommen, während die US-amerikanische Rechnungslegung an deutschen Börsen anerkannt worden ist.
Aus diesem Grund gehen immer mehr deutsche Unternehmen dazu über, ihre Jahresabschlüsse auch nach US-amerikanischer oder internationaler Rechnungslegung vorzulegen.
Unternehmen, die sich im Handelssegment der Deutschen Börse AG „Neuer Markt“ – ein Handelssegment für kapitalbedürftige Wachstumsunternehmen und risikobereite Investoren – listen lassen, sind mittlerweile sogar verpflichtet, neben dem Abschluss nach HGB, einen Abschluß auf Grundlage der US-amerikanischen „Generally Accepted Accounting Principles“ (US-GAAP) oder den „International Accounting Standards“ (IAS) vorzulegen, wobei eine Überleitungsrechnung akzeptiert wird.

Ziel dieser Arbeit ist es, die wesentlichen Unterschiede in der Rechnungslegung nach HGB und IAS und deren Auswirkungen herauszuarbeiten um letztlich die Frage zu klären, welche Rechnungslegungsmethode die realistischeren Ergebnisse liefert. Darüber hinaus sollen die Auswirkungen der Rechnungslegungsunterschiede auf einige betriebswirtschaftliche Kennzahlen untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thematische Einordnung

1.2 Problemdarstellung und Ziel dieser Arbeit

1.3 Vorgehensweise

2. Grundlagen der Rechnungslegung

2.1 Deutsche Rechnungslegung

2.2 Internationale Rechnungslegung

2.2.1 International Accounting Standards

2.2.2 Rahmenkonzept – Frameworks

2.2.3 Funktionen und Prinzipien der IAS

3. Jahresabschluß 1999 der MobilCom AG

3.1 Bilanz – Balance Sheet

3.1.1 HGB

3.1.2 IAS

3.2 Gewinn- und Verlustrechnung –Statement of Income

3.2.1 HGB

3.2.2 IAS

4. Unterschiede in den Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften zwischen HGB und IAS

4.1 Bilanz – Balance Sheet

4.1.1 Vermögensgegenstände – Assets

4.1.1.1 Anlagevermögen - Non current assets

4.1.1.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände – Intangible Assets

4.1.1.1.1.1 Geschäfts- oder Firmenwert – Goodwill

4.1.1.1.2 Sachanlagen – Tangible fixed assets

4.1.2 Verbindlichkeiten – Liabilities

4.1.3 Rückstellungen – Provisions

4.1.4 Sonderprobleme

4.1.4.1 Latente Steuern – Deferred Taxes

4.1.4.2 Leasing – Accounting for leases

4.1.5 Eigenkapital – Stockholders‘ Interest

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung – Income Statement

4.2.1 Abschreibungen - Amortisation and Depreciation

4.2.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen – Other expenses

4.3 Einfluß auf Kennzahlenwerte

5. Zusammenfassung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Analyse der Unterschiede zwischen den Rechnungslegungsvorschriften nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Accounting Standards (IAS) am Beispiel der MobilCom AG. Es soll geklärt werden, welche Methode realistischere Ergebnisse liefert und wie sich diese Unterschiede auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen auswirken.

  • Vergleich der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach HGB und IAS
  • Analyse der Auswirkungen unterschiedlicher Standards auf den Gewinnausweis
  • Untersuchung von Leasing- und Firmenwert-Bilanzierung
  • Einfluss latenter Steuern auf das Konzernergebnis
  • Analyse der Auswirkungen auf ausgewählte Unternehmenskennzahlen

Auszug aus dem Buch

4.1.1.1 Anlagevermögen – Non current assets

Nach HGB sind beim Anlagevermögen nur Gegenstände auszuweisen, „die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen“ (§ 247 Abs. 2 HGB).

Unterschieden wird dabei zwischen Gegenständen, „deren Nutzung zeitlich begrenzt ist“ und solchen „deren Nutzungsvorrat im Zeitablauf nicht abnimmt“.

Anzusetzen sind Gegenstände des Anlagevermögens höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen.

Ist die Nutzungsdauer von Anlagegütern zeitlich begrenzt, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen, d.h. auf die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer, zu vermindern. Spezielle Regelungen zur Bestimmung der Nutzungsdauer oder des Abschreibungsverfahrens sieht das HGB nicht vor; die Verteilungsmethode muß aber den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung entsprechen.

Außerplanmäßige Abschreibungen sind zulässig, wenn bei Gegenständen des Anlagevermögens außergewöhnliche Wertminderungen, z.B. sinken der Kurswerte unter die Anschaffungskosten, eingetreten sind. Ist der niedrigere Wert angesetzt worden, darf er beibehalten werden, auch „wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen“ (Beibehaltungswahlrecht). Bei „dauernder Wertminderung“ besteht allerdings Zwang zum Ansatz des niedrigeren Wertes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel ordnet das Rechnungswesen methodisch ein und definiert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit vor dem Hintergrund der internationalen Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen.

2. Grundlagen der Rechnungslegung: Es erfolgt eine theoretische Herleitung der Unterschiede zwischen dem kontinentaleuropäischen Code-Law-System (HGB) und dem angelsächsisch geprägten IAS-Regelwerk.

3. Jahresabschluß 1999 der MobilCom AG: Darstellung der Konzernbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen des Untersuchungsobjekts nach HGB und IAS im direkten Vergleich.

4. Unterschiede in den Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften zwischen HGB und IAS: Der Hauptteil analysiert spezifische Bilanz- und GuV-Positionen wie Goodwill, Sachanlagen, Leasing und latente Steuern sowie deren Einfluss auf Kennzahlen.

5. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Bilanz- und GuV-Auswirkungen der unterschiedlichen Rechnungslegungsstandards.

6. Fazit: Kritische Würdigung der Aussagekraft beider Rechnungslegungsformen und Ausblick auf die Notwendigkeit einer Anpassung der deutschen Rechnungslegung an Kapitalmarktbedürfnisse.

Schlüsselwörter

Rechnungslegung, HGB, IAS, Jahresabschluss, MobilCom AG, Bilanzierung, Bewertung, Konzernabschluss, Goodwill, Leasing, Latente Steuern, Kennzahlenanalyse, Fair Presentation, Vorsichtsprinzip, Internationalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Unterschieden in der Rechnungslegung zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und den International Accounting Standards (IAS) am praktischen Beispiel der MobilCom AG.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bilanzierung von Anlagevermögen, Firmenwerten, Leasingverhältnissen sowie der Bildung latenter Steuern und deren Einfluss auf den Gewinnausweis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der unterschiedlichen Rechnungslegungsmethoden auf den Konzerngewinn und ausgewählte betriebswirtschaftliche Kennzahlen zu untersuchen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein konkreter Fallvergleich durchgeführt, bei dem der Jahresabschluss 1999 der MobilCom AG nach zwei verschiedenen Regelwerken gegenübergestellt und analysiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Unterschiede in den Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften für Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und die GuV-Rechnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Bilanzierung, HGB, IAS, Goodwill, Leasing und Rentabilitätsanalyse.

Wie beeinflusst die Leasing-Bilanzierung nach IAS das Konzernergebnis im Vergleich zum HGB?

Nach IAS müssen Leasinggegenstände aktiviert werden, was zu höheren Abschreibungen führt, während beim HGB die Leasingraten als Aufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst werden.

Warum weicht der Goodwill-Ausweis zwischen HGB und IAS so stark ab?

Die Differenz resultiert im Wesentlichen aus dem nach HGB bestehenden Wahlrecht zur erfolgsneutralen Verrechnung des Firmenwerts mit der Kapitalrücklage, das nach IAS nicht existiert.

Excerpt out of 67 pages  - scroll top

Details

Title
Rechnungslegungsvorschriften großer Kapitalgesellschaften im internationalen Vergleich
Subtitle
Unterschiedliche Gewinnausweise nach HGB und IAS am Beispiel des Jahresabschlusses einer Aktiengesellschaft
College
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Oldenburg e.V.
Grade
sehr gut
Author
Thomas Eilers (Author)
Publication Year
2000
Pages
67
Catalog Number
V17391
ISBN (eBook)
9783638219785
ISBN (Book)
9783638699808
Language
German
Tags
Rechnungslegungsvorschriften Kapitalgesellschaften Vergleich Untersuchung Problems Gewinnausweise Beispiel Jahresabschlusses Aktiengesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Eilers (Author), 2000, Rechnungslegungsvorschriften großer Kapitalgesellschaften im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17391
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  67  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint