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A. Erste Definitionen einem anderen Fall kann diese komplett ignoriert werden. Für eine Navigationsanwendung ist der Ort als Kontext In der Wissenschaft gibt es viele Versuche Kontext zu erforderlich. Hingegen für Anwendungen die mit einem definieren. Während die meisten Menschen im Groben die stationären Gerät verknüpft sind, ist dieser nicht relevant. Es Bedeutung von Kontext verstehen, fällt es Ihnen schwer muss also bei der Erfassung der aktuelle Anwendungsfall diesen genau zu erklären. Die ersten Definitionen sind daher herangezogen werden. Aufzählungen von Beispielen oder Synonyme für Kontext. Schilit und Theimer [4] sagen in einem der ersten Werke zu D. Definition nach Dey und Abwod
diesem Thema, dass Kontext Ort, Identität von Personen und Die am häufigsten zitierte Definition von Kontext in der Objekte in der Umgebung und deren Dynamik ist. Ähnlich Wissenschaft liefern Anind K. Dey und Gregory D. Abowd: gehen auch Brown et al. [5] vor. Sie definieren Kontext Context is any information that can be used to characterize ebenfalls als Ort und Identität von Personen in der Umgebung. the situation of an entity. An entity is a person, place, or object Weiter aber auch als die aktuelle Tageszeit, Jahreszeit, that is considered relevant to the interaction between a user Temperatur, etc. Diese Definitionen, die Kontext mit and an application, including the user and applications Beispielen erklären, haben aber den gravierenden Nachteil themselves [2].
nicht immer anwendbar zu sein. Es ist praktisch nicht möglich Sinngemäß übersetzt bedeutet dies: Kontext ist jede eine nicht aufgelistete Information dahingehend zu bewerten, Information, welche dazu benutzt werden kann, die Situation ob diese zum Kontext gehört.
einer Entität zu beschreiben. Eine Entität ist eine Person, ein B. Synonyme Ort oder ein Objekt, die für die Interaktion zwischen Anwender und Anwendung erheblich ist, einschließlich des Wie bereits erwähnt, wird Kontext auch über Synonyme Anwenders und der Anwendung selbst. definiert. Franklin und Flachsbart [6] sehen Kontext als Durch die allgemeine Form hat die Definition den Vorteil, Situation des Anwenders. Brown [7] hingegen sagt, Kontext die Wichtigkeit der Informationen in den Vordergrund zu seien die Elemente der Anwenderumgebung, die der stellen. Dey und Abowd teilen die Umgebung dazu nicht in verwendete Computer kennt. Wie bei den Definitionen von Kategorien auf. Auch auf das Unterstützen anhand von Kontext anhand von Beispielen, sind diese hier in der Praxis Beispielen wird verzichtet. Weiterhin entscheidet der oftmals schwer anwendbar. Des Weiteren verschiebt sich das Entwickler hier selbst, welche Informationen er als Kontext Problem. Man müsste jetzt das verwendete Synonym verwendet. Dabei wird auch nicht unterschieden, ob der definieren.
Kontext implizit, zum Beispiel über Sensoren, oder explizit, C. Definition nach Schilit et al. zum Beispiel durch eine Anwendereingabe festgestellt wird. Die Ausarbeitung von Schilit et al. [8] kommt daher schon Da wir jetzt eine Vorstellung davon haben, was Kontext ist, näher an das Ziel einer Definition von allgemeiner Form. Die können wir uns damit beschäftigen wie Kontext in mobilen Autoren definieren Kontext als die ständig wechselnde und Anwendungen verwendet werden kann. ausführbare Umgebung. Dabei teilen sie die Umgebung in drei Kategorien auf:
Computing context - Damit ist die technische III. DEFINITION VON KONTEXTSENSITIVEN ANWENDUNGEN Umgebung gemeint. Netzwerkverbindung, Bandbreite, Kontextsensitive Anwendungen beziehen sich immer auf Kosten aber auch naheliegende Ressourcen wie die verfügbaren Informationen des aktuellen Kontextes. Wie Drucker, Bildschirme und PC-Arbeitsplätze. man diese Informationen am effektivsten nutzt, ist eine große User context - Betrachtet die Benutzerumgebung. Ort Herausforderung für Programmierer, die unterschiedlich des Anwenders, umgebende Personen, aber auch die bewertet und deshalb hier geklärt wird. aktuellen soziale Situation. A. Schilit und Theimer Physical context - Informationen die aus Sensoren Auch hier liefern Schilit und Theimer [4] eine der ersten gewonnen werden. Helligkeit, Geräuschpegel oder Definitionen für Kontextsensitive Anwendungen. Nach ihrem Temperatur.
Verständnis aus dem Jahr 1994 sind Anwendungen G. Chen und D. Kotz [1] fügen in ihrer Arbeit dieser kontextbasiert wenn sie die Fähigkeit besitzen eine Anpassung Kategorisierung noch eine weitere hinzu. Die Zeit wird als an den Ort der Nutzung, den Personen und Objekten in der vierter Punkt mit aufgenommen, da Zeit ein natürliches Umgebung und deren ständigen Veränderungen, also der Element und deshalb wichtig für viele Anwendungen ist. Time context - Angaben zur aktuellen Tageszeit, Woche, Dynamik, vorzunehmen. Diese Definition beschränkt implizit die Anwendungen dahin gehend, dass diese sich nur an den Monat und Jahreszeit. aktuellen Kontext anpassen können. Diese Definitionen vermitteln uns bereits ein gutes Hull et al. [9] definieren Kontextsensitivität als die Grundverständnis von Kontext, sind jedoch noch zu speziell Möglichkeit der mobilen Systeme den Kontext zu erfassen, zu gehalten. Wir können nicht alle möglichen Aspekte für die interpretieren und eine passende Antwort bzw. Auswertung unterschiedlichsten Situationen, in der sich ein Anwender für die lokale Benutzerumgebung und sich selbst zu gerade befindet, aufzählen. In einem Fall beispielsweise ist die generieren. physikalische Umgebung von sehr großer Bedeutung, in
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B. Dey und Abowd Umgebung handelt es sich in diesem konkreten Fall um einen Bürokomplex mit mehreren Räumen. Jeder Raum stellt dabei Dey und Abowd wählen für ihre Definition wieder eine eine geschlossene Kommunikationszelle dar. allgemeinere Form als die vorherigen Wissenschaftler. Das führt dazu, dass auch diese die am häufigsten zitierte B. Praktische Beispiele nach Schilit et. al Definition zur Kontextsensitivität ist: Im Folgenden werden die einzelnen Kategorien A system is context-aware if it uses context to provide kontextsensitiver Anwendungen von Schilit et al. durch relevant information and/or services to the user, where Beispiele genauer erläutert. Dabei wird die Klassifizierung des relevancy depends on the user’s task [2]. manuellen Informationszugriffes zunächst außer Acht Sinngemäß übersetzt: Ein System ist kontextbasiert, wenn gelassen. Diese wird ausführlich im nächsten Kapitel es Kontext benutzt, um dem Benutzer relevante Informationen beschrieben.
oder Dienste zur Verfügung zu stellen. Die Relevanz hängt von der Aufgabe ab, die der Anwender ausführt. Automatic contextual reconfiguration. Damit werden Diese Definition legt den Fokus auf die Relevanz für den Anwendungen klassifiziert, die Komponenten bei einem Anwender unter Abhängigkeit seiner Aufgabe. Auf diese wechselnden Kontext automatisch hinzufügen oder entfernen Weise wird der Anwender nur mit Informationen konfrontiert, können. In den Räumen des Bürokomplexes gibt es jeweils die für ihn von Bedeutung sind. Des Weiteren muss nach eine virtuelle Tafel, die dazu benutzt werden kann, dieser Definition das System den Kontext nur auswerten. Dies Informationen auszutauschen. Sobald ein Anwender mit erlaubt, anderes als bei Hull et al., das Erfassen und seinem mobilen Gerät einen Raum betritt, wird ihm diese Interpretieren des Kontextes anderen Diensten zu überlassen. virtuelle Tafel auf seinem Bildschirm angezeigt. Somit können zum Beispiel gemeinsam Dokumente angezeigt oder bearbeitet werden. Falls der Anwender den Raum wechselt, IV. KATEGORIEN VON KONTEXTSENSITIVEN ANWENDUNGEN ändert sich automatisch die Anzeige seines mobilen Gerätes. Um den Begriff der kontextuellen Information zu definieren Die automatische Konfiguration kann aber auch auf anderen ist es weitergehend sinnvoll, kontextsensitive Anwendungen Kontextinformationen, wie zum Beispiel den Personen in der und deren Eigenschaften in Kategorien einzuteilen. Wie wir Umgebung, basieren.
gleich sehen werden, führt eben diese Einteilung zwangsläufig zu den kontextuellen Informationen und deren Bedeutung. Contextual commands. Darunter sind Anwendungen zu verstehen, die abhängig vom Kontext, in dem sie verwendet A. Schilit et al.
werden, unterschiedliche Ergebnisse erzeugen. Dazu Schilit et al. schlagen in ihrer Ausarbeitung eine Tabelle mit unterscheidet man zwei Fälle: Ein Anwender sitzt in der Mitte zwei rechtwinkligen Achsen vor. Eine Achse unterscheidet eines Besprechungsraumes des Bürokomplexes und bestätigt Anwendungen nach ihrer Aufgabe. Dazu zählt auf der einen die „Anzeigen“ Schaltfläche seines mobilen Gerätes. Das Seite das Bereitstellen von Informationen, auf der anderen gerade geöffnete Dokument wird an die vorher erwähnte Seite das Ausführen eines Befehls. Die andere Achse hingegen virtuelle Tafel gesendet und auf dieser angezeigt. Dieselbe unterscheidet ob diese Aufgabe manuell oder automatisch Tätigkeit an seinem eigentlichen Arbeitsplatz unmittelbar ausgeführt wird. Diese Einteilung führt zu vier Kategorien von neben einem Desktop-PC hat zur Folge, dass jetzt der PCkontextsensitiven Anwendungen (Abbildung 1). Bildschirm das Dokument darstellt. Des Weiteren kann sich das Aussehen der Anwendung ändern. Ein Anwender betritt
information
command
Erinnerungsfunktion auf seinem mobilen Gerät eine genauere Abbildung 1: Kategorisierung von Kontextsensitiven Anwendungen, Anweisung zum Eintreten angeben. Eine Benachrichtigung Quelle: [8]
kann in Abhängigkeit ausgelöst werden, wann, wo, wer und was mit dem Anwender gerade in Bezug steht. „Das nächste Diese Klassifizierung von Schilit et al. ist mit Unterstützung des ParcTab-Projekts 1 von Xerox entstanden. Der ParcTab ist Mal in der Bibliothek“, „Das nächste Mal wenn Barney da ist“, „Sobald mein Arbeitsplatz in der Nähe ist“, um ein Personal Digital Assistant (PDA), der über eine Infrarot beispielhaft mögliche Anweisungen zu nennen. Schnittstelle mit seiner Umgebung kommuniziert. Bei der
1 Vgl. hierzu [21], [22].
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ist bis auf den Meter genau angegeben. Es wäre aber auch V. KONTEXTUELLE INFORMATION
denkbar die Granularität gröber zu gestalten und die Räume Die Kategorie des manuellen Informationszugriffes ist dafür in Zonen einzuteilen. Dies ist vor allem bei durch Schilit et al. [8] nochmals in zwei Unterpunkte Anwendungen außerhalb von Gebäuden sinnvoll. Zum gegliedert worden. Beide Unterpunkte können
Beispiel lässt sich in einer Anwendung für Touristen die Stadt zusammenfassend als kontextuelle Information verstanden nach Stadtteilen und der dazugehörigen Entfernung in werden. Der genaue Unterschied wird in diesem Kapitel Kilometern darstellen. herausgearbeitet.
Eine Herausforderung bei der Darstellung von A. Proximate selection Informationen ist, eine informative und gleichzeitig angenehme und lesbare Benutzeroberfläche für den Anwender Diese Anwendungen heben nahe gelegene Objekte von zu schaffen. Die Interaktion von Anwendungen mit Interesse in der Umgebung besonders hervor, damit ein Kartendiensten wie Google Maps 2 hat dabei in den letzen Anwender sie visuell leichter erfassen und manuell auswählen Jahren einen entscheidenden Schritt in Richtung kann. Hierbei kann man diese Objekte nach drei Arten Benutzerfreundlichkeit gemacht. unterscheiden: Zunächst einmal sind Ein- und Ausgabegeräte von Bedeutung. Dazu zählen zum Beispiel Drucker, B. Contextual information
Bildschirme, Lautsprecher oder Kameras. Aber auch die Lässt man Abfragen über kontextuelle Informationen mobilen Geräte der Personen, die sich im selben Raum laufen, liefern diese abhängig vom Kontext verschiedene befinden, sind hier zu nennen. Diesen Geräten kann man dann Ergebnisse zurück. Die bevorzugten und gewöhnlichen zum Beispiel ein Dokument oder Bild zur weiteren Tätigkeiten von Anwendern können aufgrund der Situation, in Bearbeitung übermitteln. Zum zweiten Teil gehören denen sie sich gerade befinden, oftmals gut vorhergesagt immaterielle Objekte und Dienste, die an bestimmten Orten in werden. Diese Tatsache machen sich Anwendungen dieser Anspruch genommen werden. Es handelt sich hierbei Kategorie zu Nutze. Es gibt vorhersehbare Dinge, die ein beispielsweise um Speisepläne, Abfrage der Dienstzeit oder Anwender erledigt, wenn dieser sich beispielsweise in der Arbeitsplatzvorschriften. Als letzte Art von Objekten werden Küche befindet. Dort kann man Kaffee kochen oder Zeitung Orte gezählt, die außerhalb des gewohnten Bürokomplexes lesen. Im Büro beispielsweise pflegt der Anwender seinen liegen. Das können Restaurants, Nachtclubs, Tankstellen oder Kalender und macht Notizen zu bevorstehenden Aufgaben. Supermärkte sein.
Der ParcTab 3 PDA des Anwenders verfügt dazu über einen Für die effiziente Auswahl von beispielsweise Druckern Explorer, der sich als ein ortsabhängiges Dateisystem kann als Kriterium Lage und Entfernung vom Anwender zum beschreiben lässt. Dieser stellt dem Anwender Daten zur Gerät benutzt werden. Dabei spielt auch die Darstellung der Verfügung parametrisiert nach dessen aktuellen Informationen auf dem mobilen Gerät eine wichtige Rolle. Aufenthaltsort. Dadurch werden in diesem Beispiel Ordner Abbildung 2 zeigt vier verschieden Möglichkeiten. bzw. Verzeichnisse nach Orten benannt. In jenen Ordnern sind dann Dateien, Anwendungen und Verweise vorhanden.
Abbildung 2: Möglichkeiten zur Darstellung Kontextueller Information, in der er sich gerade befindet. Ein Beispiel sind hier Daten zu Quelle: [8] aktuellen öffentlichen Veranstaltungen oder eine generelle Beschreibung des Ortes bzw. der Stadt. Der Inhalt der Ordner Tabelle (a) zeigt dem Anwender alle nahegelegenen ist durch die Anwender selbst schreib- und veränderbar. Jeder Drucker in alphabetischer Reihenfolge an. In (b) würde der autorisierte Anwender kann so benutzerspezifische Daten Anwender sofort an erster Stelle den von ihm aus nächsten hinzufügen. Ein Beispiel dafür ist das Hinterlassen einer Drucker sehen. Möglichkeit (c) und (d) nutzen jeweils die Mitteilung für Kollegen in dem Ordner, der für das grafischen Optionen des mobilen Gerätes aus. Die nächsten persönliche Arbeitsbüro des Anwenders steht. Drucker sind in fetter bzw. in größerer Schrift hervorgehoben. Eine weitere Anwendung, die sich kontextuelle Neben der optimalen Darstellung der Informationen ist das Informationen zu Nutzen macht, ist Scoreboard [10]. Diese Beachten und Ermitteln der geforderten Granularität ein Anwendung läuft zusammen mit großen LCD oder Plasma weiterer wichtiger Faktor. Dargestellte Informationen, die sich Monitoren, die an einem öffentlichen Platz positioniert sind. schnell ändern, bedeuten bei einer hohen Aktualisierungsrate Durch Sensoren werden Personen festgestellt, die sich in der eine große Belastung für das Netzwerk. Außerdem sind Nähe der Monitore befinden. Die Anwendung erstellt absolut genaue Distanzinformationen nicht immer relevant. In dem Beispiel von Abbildung 2 ist eine feine
Arbeit zitieren:
Adam Staisch, 2011, Kontextuelle Information, München, GRIN Verlag GmbH
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