Inhaltsverzeichnis
2
1. Einleitung
2
2. Die Theorie der menschlichen Kommunikation nach
Watzlawick
3. Grundsätze schulischer Kommunikation
3
4. Die Axiome der menschlichen Kommunikation
4
4.1 Axiom 1 4
5
4.1.1 Das Axiom in der Schule
6
4.2 Axiom 2
7
4.2.1 Das Axiom in der Schule
9
4.3 Axiom 3
10
4.3.1 Das Axiom in der Schule
11
4.4 Axiom 4
12
4.4.1 Das Axiom in der Schule
4.5 Axiom 5 13
4.5.1 Das Axiom in der Schule 14
5. Zusammenfassung
16
6. Literaturverzeichnis
17
1
1. Einleitung
In dieser Arbeit soll die Kommunikationstheorie von Watzlawick darauf hin untersucht werden, inwieweit sie sich in Bezug auf Schulkommunikation anwenden lässt. Die Axiome menschlicher Kommunikation nach Watzlawick bilden hierfür die Grundlage und werden im Folgenden kritisch betrachtet. Watzlawick selbst bezeichnet die Aufstellung seiner Axiome als allgemeingültig. Daraus folgt, dass sie sich seiner Meinung nach zwangsweise auch auf Schule anwenden lassen müsse. Es folgt ein Theoriekapitel, in dem zunächst einige Begriffe erklärt werden und die konstruktivistische Theorie Watzlawicks vorgestellt wird. Im dritten Kapitel werden kurz einige Grundsätze schulischer Kommunikation erörtert. Im Anschluss sollen die Axiome der menschlichen Kommunikation nach Watzlawick erläutert und im Ansatz kritisch analysiert werden. Zu diesem Zweck sollen Beispiele aufgeführt werden, in welchen eine Verbindung zwischen der jeweiligen Theorie eines Axioms und der Schulpraxis zu erstellen, versucht wird. Hierzu werden auch persönliche Erfahrungen aus Schulpraktika und unserer eigenen Schulzeit erläutert. In dieser Arbeit soll also untersucht werden, in welchem Maß sich die Kommunikationstheorie nach Watzlawick auf Schule anwenden lässt und wo eventuelle Grenzen liegen.
2. Die Theorie der menschlichen Kommunikation nach
Watzlawick
Paul Watzlawick ist als Konstruktivist anzusehen. Unter Konstruktivismus versteht man die Einsicht, dass die Wirklichkeit, so wie sie ist, nicht erkannt werden kann, denn jeder konstruiert sich seine eigene Wirklichkeit. Watzlawick geht dementsprechend davon aus, dass es verschiedene Wirklichkeitsauffassungen gibt, die auch widersprüchlich sein können. Diese widersprüchlichen Auffassungen sind nach Watzlawick durch Kommunikation entstanden.
Unter sozialer Kommunikation versteht Paul Watzlawick den Austausch, die Vermittlung und die Aufnahme von Informationen zwischen Menschen. Diese Definition ermöglicht es, dass Kommunikation mit “Informationsaustausch” gleichgesetzt werden kann (vgl. Watzlawick et al., 1969: 30).
2
Laut Watzlawick hat Kommunikation zwei wesentliche Aufgaben. Zum einen bezeichnet der Begriff ein Wissensgebiet und zum anderen das Verhalten während eines Kommunikationsprozesses. Watzlawick definiert diese Aufgaben genauer, indem er sagt: “Eine einzelne Kommunikation heißt Mitteilung (message), ein wechselseitiger Ablauf von Mitteilungen zwischen zwei oder mehreren Personen wird als Interaktion bezeichnet” (Watzlawick, 1987: 50f). Kommunikation und Interaktion beinhalten nicht nur den Austausch von verbalen Informationen, sondern implizieren auch non-verbale Botschaften. Zu diesen nonverbalen Zeichen gehören unter anderem Gestik und Mimik. Der Begriff
Kommunikation umfasst also sowohl das Gespräch, als auch das Verhalten während des Informationsaustausches.
Diese Auffassung von Kommunikation/Interaktion hängen nach Watzlawick mit seiner konstruktivistischen Sichtweise zusammen. Wenn er Kommunikation betrachtet, betrachtet er ein offenes System. Das bedeutet, dass zwei Personen in einem Kommunikationsprozess nicht als einzelne Personen angesehen werden, sondern als ein System gelten. Für Watzlawick zählt somit nicht nur die Wirkung auf eine Person, sondern die Beziehung zwischen Sender und Empfänger. Die Theorie der menschlichen Kommunikation Watzlawicks stützt sich auf fünf Axiome. Er untersucht damit Störungen, die unter Umständen in der Kommunikation auftreten und dadurch Missverständnisse hervorrufen können. Nach Watzlawick benötigen die Axiome jedoch keine weitere Erklärung: “Ein Axiom ist ein Grundsatz, der keines Beweises bedarf.” Mit einer solchen Definition schafft er sich einen Freiraum, in dem er zunächst keine Kritik befürchten muss. Er stellt die Axiome so auf, dass sie stimmig scheinen und macht damit eine Begründung fast unnötig. In der Forschung geht man häufig davon aus, dass es sehr schwierig ist, allgemein gültige Gesetze für menschliches Verhalten aufzustellen.
3. Grundsätze schulischer Kommunikation
Der Unterricht baut auf der Interaktion zwischen Schülern und Lehrern auf. Sprache ist in der Schule in einigen Fächern nicht nur Medium sondern auch Gegenstand des Unterrichts. „Unterricht ist im wesentlichen Sprache, geschieht durch Sprache,
3
darüber hinaus ist Sprache einer der Hauptgegenstände von Unterricht“ (Lange, Neumann, Ziesenis 1994: 116). Diese Tatsache setzt zwingend voraus, dass der Lehrer „ein grundlegendes Wissen von den Gesetzmäßigkeiten der unterrichtlichen Kommunikation (...) haben muss“ (vgl. Lange u.a. 1994: 116). Allgemein ist zu beachten, dass nicht nur der Inhalt, also ein Thema, sondern auch die zwischenmenschliche Beziehung kommunikationsrelevant sind. In der Schule kommt dieser Aspekt besonders zum Tragen, da die schulische Kommunikation durch vorgeprägtes Rollenverhalten beeinflusst wird. Zusätzlich erschwerend ist häufig die Tatsache, dass der Lehrer sich selbst und seine Rolle innerhalb der Klassensituation anders wahrnimmt als die Schüler und umgekehrt. Einer Zusammenfassung der Interaktionsanalyse von Flanders (1966) zu folge ergaben sich folgende, nicht gerade ermutigende, Ergebnisse: Unterricht folgt immer einem ähnlichen Interaktionsmuster und variiert in dieser Hinsicht kaum; der Interaktionsanteil des Lehrers beträgt im Schnitt 68%, der der Schüler lediglich 20%, der Rest besteht aus Schweigen und Durcheinander; höchstens 20% aller Schülerfragen beziehen sich auf den Unterrichtsgegenstand, insgesamt fragen Schüler erstaunlich wenig (vgl. Lange u.a. 1994: 118). Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass Kommunikation im Unterricht in der Regel „verzerrt oder gestört“ ist (Lange u.a. 1994:113). An dieser Stelle kommt die Kommunikationstheorie von Watzlawick zum Tragen, die sich mit verschiedenen Formen der Kommunikationsstörung beschäftigt. „Die Axiome menschlicher Kommunikation (...) haben fundamentale Bedeutung für die Unterrichtsanalyse undplanung bekommen“ (Lange u.a. 1994: 117).
4. Die Axiome der menschlichen Kommunikation
4.1 Axiom 1: „Man kann nicht nicht kommunizieren.” ( Watzlawick et al., 1969: 30)
4
Arbeit zitieren:
Boris Stoev, 2009, Watzlawicks Axiome der menschlichen Kommunikation in der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Germanistik - Didaktik: Watzlawicks Axiome der menschlichen Kommunikation in der Schule ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Germanistik - Didaktik: neuer Titel erschienen: Watzlawicks Axiome der menschlichen Kommunikation in der Schule
Boris Stoev hat einen neuen Text hochgeladen
Selbstreguliertes Lernen - Kooperation - Soziale Kompetenz
Fächerübergreifendes Lernen in...
Hanna Kiper, Wolfgang Mischke
Soziales Lernen in der Grundschule
50 Übungen, Aktivitäten und Sp...
Dianne Schilling, Ursula Tigges
Pädagogik und soziale Ungleichheit
Aktuelle Beiträge - Neue Herau...
Jutta Mägdefrau, Eva Schumacher
0 Kommentare