Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1. Messung der Gesundheit 1
2. Geschichte des Gesundheitssystems Chinas 2
3. Aufbau des Gesundheitssystems 3
3.1 Gesundheitssystem auf dem Land 4
3.1.1 Versicherungssystem 4
3.1.2 Leistungsangebot 5
3.2 Gesundheitssystem in der Stadt 5
3.2.1 Versicherungssystem 5
3.3.3 Leistungsangebot 6
4. Statistischer Vergleich zwischen Stadt und Land 7
Literaturverzeichnis 10
II
Einleitung
Schaut man sich Statistiken zu den Bruttoinlandsprodukten und den Lebenserwartungen der Länder dieser Welt an, lässt sich pauschalisiert sagen, dass sich in der Regel bei steigendem BIP auch die Lebenserwartung der Bevölkerung erhöht (OECD 2009: 16). In China jedoch lässt sich dieses Phänomen nur sehr begrenzt beobachten, denn trotz eines enormen Wirtschaftswachstums stagniert die durchschnittliche Lebenserwartung in vielen Provinzen und ist wie auch andere gesundheitsrelevante Faktoren (bspw. Kindersterblichkeitsrate) nicht mit anderen wirtschaftlichen Großmächten zu vergleichen 1 . Aus diesem Grund stellt sich die Frage, wie das Gesundheitswesen Chinas aufgebaut ist und warum sich das stetige Wachstum des BIP nicht auch positiv auf die Gesundheit der gesamten Bevölkerung auswirkt. Dieser Frage möchte ich in dieser Hausarbeit nachgehen. Demnach ist zunächst zu klären, an welchen Kriterien sich die Gesundheit in einem Land oder bestimmten Regionen des Landes messen lassen kann. Da sich in China speziell in den letzten 60 Jahren ein großer Wandel vollzogen hat, werde ich danach auf die Geschichte des Gesundheitswesens in China eingehen, um einen Überblick über die für das Gesundheitswesen relevanten Reformen zu gewinnen. Daran anschließend werde ich mich der Gegenwart zuwenden und mich dem Aufbau des heutigen Gesundheitssystems in China widmen. Das darauffolgende Kapitel zeigt zunächst, welche Auswirkungen das Gesundheitssystem auf die westlichen Provinzen bzw. die östlichen Ballungszentren Chinas hat, um diese Regionen abschließend gegenüberzustellen.
Messung der Gesundheit
Um die Gesundheit von verschiedenen Regionen vergleichen zu können, ist es zunächst notwendig zu klären, inwiefern sich Gesundheit überhaupt statistisch erfassen lässt. Die Frage ist also, welche Werte zieht man heran, um die Gesundheit messbar zu machen. Laut WHO (World Health Organisation)
1 Mit.offenen.Karten.-.2006.03.01.Chinas.ungleiche.Gesundheitsversorgung URL:
http://www.youtube.com/watch?v=9tmNQbn02GU Stand: 28.03.2011
1
lassen sich dafür drei verschiedene Typen von Gesundheitsindikatoren unterscheiden: Zum einen sind dies Indikatoren, die auf den sogenannten Outcome abzielen, wie zum Beispiel der Gesundheitsstatus, desweiteren sind es aber auch Indikatoren, die den Prozess erfassen bzw. auf das Input abzielen, wie beispielsweise die Verfügbarkeit von Angeboten zur Prävention bzw. Gesundheitsförderung. Der letze Typ besteht aus den Indikatoren, die sich auf Determinanten beziehen. Das können z. B. verhaltensbezogene Faktoren wie körperliche Bewegung oder aber auch verhaltensbezogene Indikatoren wie Lärmbelästigung sein (vgl. Walter/Schwartz 2003: 112). Aufgrund der begrenzten Datenlage werden in dieser Hausarbeit jedoch leider nur die Faktoren der Lebenserwartung, Kindersterblichkeit sowie Kosten und Leistungen der gesundheitlichen Versorgung behandelt werden können.
Geschichte des Gesundheitssystems
Da viele Ereignisse in den letzten Jahrzehnten enorme Auswirkung auf die Politik und das soziale Gefüge im Land hatten, ist es von Nöten die neuzeitige Geschichte des Landes zu verstehen, um das Gesundheitswesen Chinas begreifen zu können.
Aus diesem Grund werde ich im folgendem Kapitel kurz auf die wichtigsten Reformen und Ereignisse der letzten 60 Jahre eingehen, die das heutige Gesundheitswesen prägen, angefangen bei der Gründung der VR China im Jahr 1949. Zu jener Zeit wurde ein neues Sozialversicherungssystem eingeführt, welches das Wohl der Arbeiter und Bauern gewährleisten sollte (vgl. Hohmann/Lehmann 2003: 69). Darüberhinaus starteten viele Impfkampagnen (bspw. 460 Millionen Pockenschutzimpfungen in drei Jahren) und es wurde vermehrt auf Hygiene und präventive medizinische Behandlung wert gelegt. Die soziale Sicherheit, welche unter anderem ein zentrales Ziel der Kommunistischen Partei war, wurde dann 1953 durch die Arbeiterversicherung bzw. das Fünf-Garantien-System für die Bauern erweitert (vgl. Köster: 31). Diese Arbeiterversicherung umfasste eine Renten-, Arbeitsunfall- und Krankenversicherung, welche anfangs für ein Dritte-Welt-Land noch durchaus gut entwickelt war. Statistisch ließen sich durch diese Programme sogar enorme Erfolge vorzeigen. Die Lebenserwartung stieg beispielsweise im
2
Arbeit zitieren:
Daniel Burghardt, 2011, Gesundheitswesen in China, München, GRIN Verlag GmbH
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