ProSiebenSat.1 Media AG I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. II
Abk ürzungsverzeichnis. III
1 Einleitung. 1
2 Der Anfang. 2
2.1 Die Person Leo Kirch. 2
2.2 Die Gründung. 3
2.3 Die ersten Schritte. 4
3 Der Erfolg. 6
3.1 Die Geschäftsfelder. 6
3.1.1 Kirch Media GmbH Co. KGaA. 7
3.1.2 Kirch PayTV GmbH Co.KGaA. 8
3.1.3 Kirch Beteiligungs GmbH Co.KG. 8
3.2 Die Konkurrenz. 9
3.3 Die dominierende Firma. 10
4 Der Abstieg. 11
4.1 Der Rechteerwerb. 11
4.2 Das Pay-TV. 12
4.3 Die Managementprobleme. 13
5 Der Fall. 14
5.1 Die endgültige Zahlungsunfähigkeit. 14
5.2 Die Investoren-Szenarien. 15
5.3 Die deutsche Medienlandschaft nach Kirch. 16
6 Der Begriff Teleshopping. 18
6.1 Direct Response Television. 19
6.2 Infomercials. 19
6.3 Verkaufsshows 20
ProSiebenSat.1 Media AG I
7 Die Sender. 21
7.1 HSE24. 21
7.2 QVC Deutschland. 23
7.3 RTL Shop. 25
7.4 1-2-3.TV. 27
7.5 Auktionshaus. 28
8 Die Kunden. 30
8.1 Die Zuschauer. 30
8.2 Die Besteller. 31
8.3 Das Seh- und Bestellverhalten. 32
9 Die künftigen Erfolge. 34
9.1 Die Erfolgsfaktoren. 34
9.2 Die Zukunft. 35
10 Fazit. 36
11 Literatur- und Quellenverzeichnis. 37
11.1 Text. 36
11.2 Bilder 41
ProSiebenSat.1 Media AG
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Veranstalterbeteiligung und zuzurechnende Programme.
Abb. 2: Beteiligungsverhältnisse rund um KirchMedia.
Abb. 3: Die Gläubigerbanken des Kirch-Konzerns.
Abb. 4: Logo des Senders HSE24.
Abb. 5: Eingehende Anrufen und abgehenden Paketen des Senders.
Abb. 6: Starfriseur Udo Walz bei HSE24.
Abb. 7: Logo des Teleshoppingsenders QVC.
Abb. 8: Nettoumsätze von 1996 bis 2005.
Abb. 9: „Weihnachten im Juli“ bei QVC.
Abb. 10: „Weihnachten im Juli“ bei QVC.
Abb. 11: Logo des Teleshoppingsenders RTL Shop.
Abb. 12: Logo des Teleshoppingsenders 1-2-3.TV.
Abb. 13: Logo des Auktionshauses auf Pro7.
Abb. 14: Moderatoren Johannes Riehm und Tanja Nowak.
Abb. 15: Bekanntheit und Nutzung nach dem Geschlecht.
Abb. 16: Bekanntheit und Nutzung nach dem Alter.
Abb. 17: Besteller nach dem Geschlecht.
Abb. 18: Besteller nach dem Alter.
Abb. 19: Kaufentscheidende Kriterien beim Teleshopping.
Abb. 20: Die Zuschauer ans Programm binden.
Abb 21: Umsatzprognose bis 2010
ProSiebenSat.1 Media AG III
Abkürzungsverzeichnis
f./ff. folgende S. Seite vgl. vergleiche Zit. zitiert Abb. Abbildung ebd. ebenda Aufl. Auflage o.V. ohne Verfasser o.J. ohne Jahr z.B. zum Beispiel bzw. beziehungsweise Bd. Band ZDF Zweites Deutsches Fernsehen ARD Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen
RTL Radio Télévision Luxembourg Sat.1 SatellitenFernsehen GmbH H.O.T. Home Order Television TV Television GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung KG Kommanditgesellschaft DSF Deutsches Sportfernsehen AG Aktiengesellschaft Ltd. Limited company TMG Tele München Gruppe Ufa Universum Film AG DM Deutsche Mark DSF Deutsche Sportfernsehen HSE24 Home Shopping Europe DRTV Direct Response Television CD Compact Disk QVC Quality, Value und Convenience
ProSiebenSat.1 Media AG III
Mio. Million Mrd. Milliarden IT Informationstechnik CE Consumer Electronics
ProSiebenSat.1 Media AG 1
1 Einleitung
Im Jahr 2000 war es soweit. Die Unternehmen Pro Sieben Media AG und Sat.1 SatellitenFernsehen GmbH fusionieren zur ProSiebenSat.1 Media AG, das größte Fernsehunternehmen in Deutschland. Zur diesem neuen Spitzenunternehmen gehören weiterhin die Sender Pro7 und Sat.1, sowie Kabel 1, N24 und 9Live. Zwei Jahre später stand man kurz vor der Fusion mit der KirchMedia, aber man entschied sich, nachdem feststand, dass die Kirch-Gruppe kurz vor der Insolvenz stand, wieder um. Die Aktie des Unternehmens stützte ab. Nach einigen Tiefschlägen hat sich alles wieder zum Guten gewendet. Heute ist es so, dass die Umsätze pro Jahr immer weiter steigen. Die neuesten Berichte zeigen, dass im ersten Quartal des Jahres 2007 der Konzernumsatz um 7,7 Prozent gestiegen. Überraschenderweise zeigen sich die positiven Veränderungen vor allem bei den Sendern Kabel 1 mit 15% und N24 mit 13%. 1 Um weiter zu der Spitze Deutschlands zu gehören, hat sich die ProSiebenSat.1 Media AG einem neuen Bereich zugewandt. Im Jahr 2006 startete man die auf dem Sender Pro7 ausgestrahlte Teleshoppingsendung namens „Auktionshaus“. Der Teleshoppingmarkt entwickelte sich immer weiter und man geht davon aus, dass die Idee Früchte tragen wird, denn der Teleshoppingmarkt ist auf dem besten Weg mehr und mehr Erfolge zu erzielen.
Die folgende Hausarbeit bearbeitet die Vergangenheit und die Gegenwart des Unternehmens ProSiebenSat.1 Media AG. Im ersten Teil wird die Vergangenheit näher erläutert, in diesem Fall also die Geschichte des Kirch-Konzerns, der auch mitverantwortlich war, dass dieses Unternehmen heute als das größte Fernsehunternehmen bezeichnet wird. Hierbei wird vom Aufstieg bis zum Fall des Medienpaten Leo Kirch berichtet, sowie auch die einzelnen Bereiche näher vorgestellt. Im zweiten Teil wird die Gegenwart bearbeitet, also das neueste Projekt „Auktionshaus“ im Bereich Teleshopping. Zudem wird erst einmal geklärt, was Teleshopping eigentlich bedeutet. Außerdem werden die konkurrierenden Teleshoppingsender vorgestellt, sowie aufgezeigt, wer die Zuschauer und Kunden eines solchen Senders bzw. Programms sind. Abschließend stehen noch die Zukunftsaussichten für Teleshopping zur Diskussion.
1 O.V. 2007a.
ProSiebenSat.1 Media AG 2
2 Der Anfang
2.1 Die Person Leo Kirch
„Schon als Student war der fränkische Winzersohn vom Fernsehen fas-ziniert. Für ihn war klar, daß sich die Neuheit zum Massenmedium ent-wickeln würde, und damit verband er seine Überlegungen über die eige-
2 nen Zukunft.“
Leo Kirch wurde am 21. Oktober 1926 in Würzburg geboren und hatte keine besonders angenehme Kindheit. Er wurde streng katholisch erzogen, was sich bis heute auf ihn auswirkt, denn er soll stets sehr bescheiden und anspruchslos leben. Die Jahre, als Krieg herrschte, verbrachte Leo Kirch im Arbeitsdienst, wo er sich mit seinem ersten zukünftigen Geldgeber, Wolfgang Wunder, später Bankier, anfreundete. Er machte sein Abitur und studierte Betriebswirtschaftslehre und Mathematik. Während des Studiums lernte er Hans Andresen kennen, der später für ihn Hollywood-Filme einkaufte. Eins steht fest: Gegen jede Regel machte Kirch gerne Geschäfte mit Freunden. 3 „Persönliche Sympathie war für [...] [ihn] stets ein entscheidendes Auswahl- kriterium.“ 4 Diesspiegelte sich auch in der Personalentwicklung wider. 5 „Ty- pischfür Kirchs Führungsstil ist, seinen Nachwuchskräften viel Verantwortung zu übertragen, die sie bei anderen Firmen nicht so schnell erhalten wür- den.“ 6 DiePflege von guten und freundschaftlichen Kontakten war stets der Erfolgsgarant für Leo Kirch und man beschrieb ihn gerne als charmant, guter Zuhörer und jemand, der gerne persönlich hilft. Man bezeichnete ihn sogar als anziehend: „Ein Mensch, der das alles einmal erlebt hat, der sich einmal vom weiterhin gerühmten Charme des Leo Kirch hat bezaubern lassen, der ist ihm in der Regel für längere Zeit verpflichtet.“ 7 In geschäftlicher Hinsicht scheint er nichts auszulassen. „Als Unternehmer mit hoher Risiko- und Einsatzbereitschaft verfolgt er seine Ziele konsequent und mit Geschick. [...] Mit seinem Anliegen im Hintergrund zu bleiben war Kirch stets erfolgreich.“ 8 Typisch für ihn ist es auch, die Öffentlichkeit zu scheuen. Was auch weiter nicht schlimm war, denn bis Mitte der 90er Jahre kam er kaum in der deutschen
2 Naeher 1989, S. 16.
3 Vgl. Preiß 2002, S. 16.
4 Ebd.
5 Vgl. ebd.
6 Keller 1994, S. 179. Zitiert nach: Preiß 2002, S. 16f.
7 Riehl-Heyse 1995, S. 130f. Zitiert nach: Preiß 2002, S. 17.
8 Preiß 2002, S. 18.
ProSiebenSat.1 Media AG 3
Presse vor. 9 Manche waren aber anderer Meinung. So zum Beispiel der ZDF-Intendant Dieter Stolte. Er sagte dazu:
„’Sein größter Fehler [...] war und ist, daß er nicht versteht, daß er kein
kleiner Filmhändler ist, [...] sondern der Chef eines großen, mächtigen,
einflussreichen Kommunikationskonzerns, der nicht im Dunkeln, abge-schirmt im Verborgenen arbeiten und wirken kann.’“ 10
Aber trotz dieser Kritik wurde er gerne als „Programmdirektor der Deutschen“ 11 oder als „Genie“ 12 bezeichnet.
„[...] Leo Kirch [,] ein Dunkelmann, der nicht so recht ins Medienalphabet
der Bundesrepublik Deutschland passen will. Der nicht nur die normale
Buchstabenordnung sprengt, sondern auch sämtliche Vorstellungen ei-
ner fairen und vernünftigen Wirtschaftsordnung im Fernsehland. Mit ei-
nem dynamischen und zugleich beängstigenden Anspruch auf Macht
[...]. Ein Mann, der Offenheit und Transparenz für eine Todsünde hält.
Der aus dem Nichts einen weltweit verzweigten Medienkonzern aufge-baut, der herrliche, einmalige Bildschirm-Kultur-Dokumente des Jahr- 13 hunderts und die ‚Muppets’ ermöglicht hat.“
2.2 Die Gründung
„Die Entstehung des Kirch-Konzerns begann mit einer grandiosen un-
ternehmerischen Leistung: Im besten [...] Sinne erkannte Leo Kirch
schon in den 50er Jahren, dass die Neukombination der Faktoren alter
Kinofilm und neues Medium Fernsehen zu guten Gewinnen führen könn-
te, schließlich würde es beim Fernsehen schon bald einen immensen
14 Bedarf an Filmen geben.“
Sein erstes Unternehmen gründete Leo Kirch im Jahr 1955 in Nürnberg zusammen mit seinem Freund Hans Andresen. Er nannte es Sirius Film und sein Zweck war der Handel mit Filmrechten. 15 Sein erstes Geschäft wickelte er 1956 ab, als Sirius Film die deutschsprachigen Rechte an Federico Fellinis Filmen, der inzwischen zum Kult-Regisseur geworden ist, erworben hat. 16 „Darunter waren Meisterwerke wie ‚La Strada’ oder ‚Freunde für Leben’.“ 17 „Den Kaufpreis von damals extrem hohen 130.000 Mark soll vor allem der Vater von Kirchs Frau Ruth finanziert haben.“ 18 „La Strada“ erhielt 2 Monate
9 Vgl. Preiß 2002, S. 18.
10 Lohmeyer 1989, S. 223.
11 Preiß 2002, S. 18.
12 Riehl-Heyse 1995, S. 128. Zitiert nach: Preiß 2002, S. 19.
13 Lohmeyer 1989, S. 222.
14 Preiß 2002, S. 11.
15 Vgl. Gehring 2003, S. 17.
16 Vgl. Preiß 2002, S. 11.
17 Ebd.
18 Radtke 1996, S. 21. Zitiert nach: Preiß 2002, S. 11.
ProSiebenSat.1 Media AG 4
nach dem Kauf einen „Oscar“ als bester ausländischer Film. Durch diesen Erfolg gelang dem Unternehmen Sirius Film die schnelle Refinanzierung ihrer Investition. 19 Leo Kirch konnte so etwas Kapital sammeln, um dann, im Jahr 1959, seinen ersten großen Deal abzuschließen 20 : „vierhundert Titel von Uni- tedArtists und Warner Brothers“ 21 . Im Laufe der Jahre gründete Leo Kirch verschiedene Firmen, wie zum Beispiel die Beta Film, die zentrale Rechte-handelsgesellschaft der Kirch-Gruppe. Zusätzlich gelang es Leo Kirch auch, sich als regelmäßiger Filmlieferant der ARD nach anfänglichen Startschwierigkeiten zu etablieren. Und nach der Gründung des ZDFs entstand ein weiterer Abnehmer seiner Programmware. 22 „Im Laufe der Zeit entstand mit der Kirch-Gruppe eines der größten Medienunternehmen Europas.“ 23
2.3 Die ersten Schritte
„Kirchs Aufstieg vom kleinen Firmenhändler zum Konzernherrn vollzog sich in engster Verbindung mit der Entwicklung des Fernsehens in der Bundesre- publikDeutschland.“ 24 Kirch versuchte von den späten 60er Jahren an die deutschen Rechte an Filmen und TV-Serien schon vor Drehbeginn zu sichern. Er zeigte sich sehr engagiert im Kinderfilmbereich - zunächst mit Realfilmen wie „Pipi Langstrumpf“ und später mit Zeichentrickproduktionen wie „Die Biene Maja“. Zusätzlich prägte er auch das deutsche Fernsehen mit Serien wie „Flipper“ und „Die Waltons“, besonders aber durch die Kultserie „Dy- nastie - DerDenver Clan“, die im ZDF ausgestrahlt wurde und nicht nur Leo Kirch, sondern auch den Sender groß machte. 25 Aber nicht nur seine Macht wurde größer, sondern auch die Anzahl seiner Mitarbeiter. „Während Ende der fünfziger Jahre nur fünf Mitarbeiter in seinem Sold standen, sind es Mitte der sechziger bereits zwei Dutzend. 1975 hat sich die Mitarbeiteranzahl im In- und Ausland auf rund vierhundert erhöht.“ 26
„Bis Mitte der 80er Jahre dominierte Kirch fast monopolartig den deut-
schen Markt für Fernsehrechte. Obwohl es eindeutige Regeln gab - das
ZDF wollte maximal 40 Prozent, die ARD bis zu 30 Prozent ihrer Pro-
duktionen bei Kirch kaufen - gelang es dem Filmhändler [...] durch die
19 Vgl. Gehring 2003, S. 17.
20 Vgl. Preiß 2002, S. 11.
21 Naeher 1989, S. 17.
22 Vgl. Gehring 2003, S. 17.
23 Ebd.
24 Naeher 1989, S. 20.
25 Vgl. Clark 2002, S. 79f.
26 Ebd., S. 79.
Arbeit zitieren:
Tanja Weizemann, 2007, Vergangenheit und Zukunft, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Medien / Kommunikation - Mediengeschichte: Vergangenheit und Zukunft ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Medien / Kommunikation - Mediengeschichte: neuer Titel erschienen: Vergangenheit und Zukunft
Tanja Weizemann hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare