INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung 2
2 Die Geschichte der Ukraine im Überblick 2
2.1 Die Geschichte der Ukraine 2
2.2 Sprachliche Entwicklung 6
2.3 Ergebnisse der Volkszählung 2001 7
3 Politische Situation - Verhältnis Ukraine-Russland
9
3.1 Politische Situation 9
3.2 Verhältnis zu Russland 11
3.3 Regionale Politik 17
3.4 Sprachprestige 19
3.5 Religion 20
3.6 Bildungspolitik 21
4 Sprachvergleich - Sprachkontakt - Suržyk
26
4.1 Vergleich Ukrainisch - Russisch 27
4.1.1 Alphabet 27
4.1.2 Phonetik, Phonologie, Morphologie 30
4.1.3 Syntax 31
4.1.4 Lexik 32
4.2 Suržyk 33
4.2.1 Etymologie 34
4.2.2 Entwicklung 34
4.2.3 Definition, Einteilung 36
4.2.4 Suržyk in den Medien und in der Literatur 41
4.2.5 Beispiel für zeitgenössischen Suržyk 42
5 Medien in der Ukraine 44
5.1 Printmedien 46
5.2 Rundfunk 49
5.2.1 Fernsehsender 49
5.2.2 Radiosender 51
5.3 Werbesprache 52
6 Sprachsituation in den Regionen 52
6.1 Stadt Kiev und Zentralukraine 52
6.2 Halbinsel Krim 57
6.3 L’viv 61
6.4 Odesa 63
6.5 Ostukraine 65
6.6 Transkarpatien 68
7 Zusammenfassung 72
8 Резюме на русском языке
74
9 Bibliographie 76
10 Abbildungsverzeichnis 80
1 Einleitung
Die Ukraine ist flächenmäßig das größte Land, das zur Gänze in Europa liegt. Sie kann auf eine lange und interessante Geschichte zurückblicken - die Hauptstadt Kiev stellt die Wiege der ostslawischen Völker dar. Ukrainer, Weißrussen und Russen haben also hier ihren Ursprung. Auch in sprachlicher Hinsicht die Ukraine bemerkenswert - während die alleinige Amtssprache das Ukrainische ist, leben hier auch viele Menschen mit russischer Muttersprache, nämlich sowohl Russen als auch Ukrainer. Ein Großteil der Menschen spricht sogar beide Sprachen.
Ich habe das Land im Sommer 2008 im Rahmen eines Praktikums besucht und habe Zeit in der Hauptstadt Kiev sowie in Odessa an der Schwarzmeerküste im Süden des Landes verbracht. Obwohl ich diese Reise in erster Linie zur Verbesserung meiner Russischkenntnisse unternommen hatte, fiel mir bald die Koexistenz des Russischen und des Ukrainischen im täglichen Leben der Ukrainer auf. Diese Eindrücke waren für mich der Anreiz, mich näher mit der Sprachsituation in der Ukraine zu beschäftigen.
In der vorliegenden Arbeit werde ich die verschiedenen Aspekte dieses Themas untersuchen. Zuerst möchte ich einen Überblick über die geschichtliche und sprachliche Entwicklung der Ukraine geben. Das Wissen um die Geschichte des Landes bildet die Grundlage, die heutige sprachliche Situation zu verstehen, denn die Ukraine war lange Zeit in verschiedene Herrschaftsbereiche aufgeteilt, die die jeweilige sprachliche Entwicklung prägten. Auch werde ich die heutige ethnische und sprachliche Verteilung im Land - laut den aktuellsten Volkszählungsergebnissen - vorstellen.
Danach soll die aktuelle politische Situation erläutert werden - inklusive jener Geschehnisse seit der Unabhängigkeit der Ukraine, die auch in sprachlicher Hinsicht relevant sind und die außerdem das Verhältnis zu Russland beeinflussten. Das Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine war nicht immer einfach - die Ukraine schwankte seit der Unabhängigkeit zwischen pro- und antirussisch agierenden Kräften in der Politik. Auch bildungspolitische sowie religiöse Aspekte sollen in diesem Abschnitt berücksichtigt werden. Weiters werde ich die beiden ostslawischen Sprachen Ukrainisch und Russisch auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in verschiedenen linguistischen Bereichen untersuchen, sowie die aus deren engen Kontakt entstandene Mischsprache Suržyk vorstellen. Ich werde dessen Entwicklung nachzeichnen, sowie seine verschiedenen Ausprägungen und seine Rolle in der ukrainischen Populärkultur und in der Literatur untersuchen.
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Ein Kapitel meiner Arbeit wird sich mit der ukrainischen Medienlandschaft und der Rolle der beiden konkurrierenden Sprachen in den Massenmedien, einem Bereich also, der das tägliche Leben der Menschen stark betrifft, beschäftigen.
Da sich die sprachliche Situation in den verschiedenen Regionen der Ukraine stark unterscheidet, werde ich ausgewählte Gebiete vorstellen und die jeweilige Lage erläutern. Dabei wird das Ost-West-Gefälle bezüglich der Dominanz einer Sprache deutlich werden - im Westen überwiegt der Gebrauch des Ukrainischen und im Osten hat das Russische nach wie vor die bedeutendere Rolle inne.
Insgesamt wird sich zeigen, dass die Ukraine ein gespaltenes Land ist - in sprachlicher, kultureller und auch politischer Hinsicht.
2 Die Geschichte der Ukraine im Überblick
Die Ukraine hat eine lange und wechselvolle Geschichte - in diesem Kapitel möchte ich einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung des Landes sowie jene der Sprachsituation geben.
2.1 Die Geschichte der Ukraine
Den Ursprung aller ostslawischen Völker - also der Russen, der Weißrussen und der Ukrainer - stellt die Kiever Rus’ dar, die im 9. Jahrhundert von den Warägern gegründet wurde und im 10. Jahrhundert (nach der Christianisierung 988) den Höhepunkt ihrer Macht erreichte.
Die unterschiedlichen ostslawischen Völker und deren Sprachen sollten sich erst im Laufe der Jahrhunderte differenzieren. Das Gebiet der heutigen Ukraine war stets in unterschiedliche Herrschaftsbereiche eingeteilt - diese Tatsache erschwerte die Bildung einer starken ethni- schenIdentität der Ukrainer. Sie wurden zumeist als „kleiner Bruder“ der Russen betrachtet - diesdrückt sich auch in ihrer Fremdbezeichnung aus (HÖBART 1994, 113): Bis ins 19. Jahr- hundertnannten sie sich selbst „Rusyny“ (abgeleitet von Rus’), wurden im Russischen Reich jedoch als „Kleinrussen“ (Malorusskie) und in Österreich-Ungarn als Ruthenen bezeichnet. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts sollte die sich die Bezeichnung „Ukrainer“ etablieren - der Name „Ukraine“ findet sich erstmals in einer Chronik aus dem Jahr 1187 und bedeutet wörtlich „an der Grenze“ bzw. „Grenzland“.
Andreas KAPPELER (1994, 265ff.) gibt einen Abriss über die weitere Geschichte des Landes: Die westlichen Gebiete Galizien und Wolhynien wurden 1199 zu einem Fürstentum vereinigt und von 1234 bis 1264 war Fürst Danylo dessen Herrscher. Danylo ist als Gründer großer westukrainischer Städte wie L’viv bekannt und wurde im Jahr 1253 von Papst Innozenz IV. zum König der Rus’ (rex Russiae) ernannt. Er erhoffte sich von päpstlicher Seite Unterstützung im Kampf gegen die Mongolen - dies wurde allerdings nicht umgesetzt. Vorübergehend war Danylo auch Herrscher über Kiev.
Mitte des 14. Jahrhunderts wurde das Fürstentum Galizien-Wolhynien auf Polen und Litauen aufgeteilt - dies stellt den Ursprung vor allem des polnischen Einflusses auf die westlichen Gebiete der Ukraine dar. Im Jahr 1362 fielen die meisten Gebiete der Ukraine (inklusive Kievs) an das Großfürstentum Litauen und im Jahr 1385 wurde die Personalunion zwischen Litauen und dem Königreich Polen eingerichtet.
Mitte des 15. Jahrhunderts (1458) wurde die unabhängige Metropolie Kiev begründet, die erst über zweihundert Jahre später (1686) dem Moskauer Patriarchat unterstellt wurde. Um die Wende zum 16. Jahrhundert kamen zentralukrainische Gebiete wie etwa Černihiv und Pere- jaslavzum Moskauer Reich. Im Jahr 1569 wurde die sogenannte Lubliner Union zwischen Polen und Litauen errichtet - dies führte dazu, dass fast die gesamte Ukraine zu Polen kam. Ende des 16. Jahrhunderts kam es zu Kosakenaufständen - die Kosaken wehrten sich gegen die polnische Herrschaft. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde zu diesem Zwecke das Kosaken-Hetmanat gegründet. In den folgenden Jahren gab es erneut Kosakenaufstände - im Jahr 1648 kam lehnte sich auch das übrige Volk gegen die Polen auf. Dies geschah unter der Füh- rungvon Hetman Bohdan Chmel’nyc’kyj. Nach dem Sieg des Hetmans über das polnische Heer in Zboriv 1649 bemühte er sich, seinen Staat dem Russischen Reich unterstellen zu können. Im Jahr 1654 kam es zur Unterzeichnung der Vereinbarung von Perejaslav, die die Ein-
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gliederung der östlichen Gebiete der Ukraine links des Flusses Dnepr (ukr. Dnipro) in das
Russische Reich zur Folge hatte. Dies markiert den Beginn des russischen Einflusses auf die
Ostukraine.
Auch Hetman Ivan Mazepa (Regierungszeit 1686-1708) war anfangs ein enger Verbündeter
des russischen Zaren Peter I. Im Jahr 1708 jedoch ging er ein Bündnis mit Schweden gegen
Russland ein. Dies führte zu einer Spaltung der Kosaken, der Großteil kämpfte auf Seiten
Russlands unter der Führung von Ivan Skoropads’kyj. Mazepa selbst fiel 1709 in der Schlacht
von Poltava und Skoropads’kyj wurde sein Nachfolger. Im Jahr 1764 wurde das Amt des
Hetmans abgeschafft und im Jahr 1772 kam es zur Ersten Teilung Polens, die auch die Ukrai-
ne betraf, denn Galizien fiel dadurch an Österreich. Im Folgenden kam es zur stärkeren Be-
siedelung der Südukraine - im Jahr 1783 wurde die Halbinsel Krim von Russland annektiert
und im Jahr 1794 die Stadt Odessa gegründet. Nach der Zweiten Teilung Polens 1793 fiel
auch die rechtsufrige Ukraine (Gebiete rechts des Dnepr) an Russland und nach der Dritten
Teilung 1795 war fast die gesamte westliche Ukraine russisch.
Die Unterdrückung der ukrainischen Kultur und vor allem der Sprache wurde ab Mitte des 19.
Jahrhundert deutlich - im Jahr 1863 wurde ein teilweises Verbot ukrainischer Druckschriften
erlassen. 1876 wurde das Verbot noch ausgeweitet. Ab Mitte der 1880er Jahre wurde die
Schwerindustrie in den südlichen und östlichen Gebieten aufgebaut - dies führte in den fol-
genden Jahrzehnten zur verstärkten Einwanderung von Russen in diese Gebiete.
Die folgende Karte zeigt, wie das Gebiet der heutigen Ukraine um 1900 in verschiedene Herr-
schaftsbereiche aufgeteilt war.
Abb. 2: Die
Ukraine um 1900
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Nach der Februarrevolution von 1917 versammelte sich Anfang März der Ukrainische Nationalkongress und wählte die sogenannte Zentralna Rada („Zentralrat“), deren Vorsitzender der Historiker und ukrainische Nationalist Mychajlo Hruševs’kyj wurde. Anfang 1918 wurde die Unabhängigkeit der Ukraine ausgerufen, wichtige Teile des Landes wurden aber im Folgen- denvon den umliegenden Mächten besetzt, so etwa Kiev durch die Bolschewiki sowie L’viv durch die Polen. Vor allem um Kiev gab es dann Kämpfe zwischen polnischen und russischen Truppen. Im Jahr 1922 wurde schließlich die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik (ukr. Українська Радянська Соціалістична Республіка, russ. Украинская Советская Социалистическая Республика) in die neu gegründete Sowjetunion eingegliedert. In den Jahren 1932 und 1933 gab es eine verheerende Hungersnot in der Ukraine - auch als Holodomor bekannt - der etwa 3,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Sie wurde vom Stalin-Regime initiiert und ist heute von vielen Ländern als Genozid anerkannt. Auch in den folgenden Jahren wurde durch „Säuberungen“ Angst und Schrecken in der Ukraine verbreitet. Der Zweite Weltkrieg zog das Land ebenfalls stark in Mitleidenschaft. 1939 wurden die westlichen Gebiete in die Ukrainische Sowjetrepublik eingegliedert. 1941 wurde das Land von den Deutschen besetzt, im Jahre 1943 aber von den sowjetischen Truppen zurückerobert. In den Nachkriegsjahren gab es erneut „Säuberungen“ in der Ukraine und auch gegen die verbliebe- nejüdische Bevölkerung gab es unter dem Vorwand des „Kampfes gegen jüdischen Kosmopolitismus“ Repressionen.
Im Jahr 1954 wurde die Krim anlässlich der 300-Jahr-Feier der „Wiedervereinigung der Ukraine mit Russland“ an die Ukraine übergeben.
In den folgenden Jahren ging die Verdrängung der ukrainischen Sprache und Kultur weiter so gab es immer wieder gegen ukrainische Intellektuelle gerichtete „Säuberungsaktionen“. Im Jahr 1989 wurde das Sprachengesetz beschlossen und kurz darauf das Ukrainische als of- fizielleStaatssprache festgelegt. 1990 wurde Leonid Kravčuk Parlamentspräsident. Im August 1991 folgte die Unabhängigkeitserklärung der Ukraine - die Kommunistische Partei wurde verboten. Im Dezember sprachen sich in einer Volksabstimmung 90% der Bürger für die Unabhängigkeit des Landes aus - Kravčuk wurde zum ersten Präsidenten gewählt. Im Jänner 1992 begann der Streit mit Russland um die Stationierung der Schwarzmeerflotte und um die Krim. Im Juni wurde der Krim weitgehende Autonomie verliehen. Im Oktober desselben Jahres trat der neue Präsident, Leonid Kučma, sein Amt an. Im Jahr 1999 wurde Kučma wiedergewählt und konnte bei der Wahl 2004 nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten. Im November 2004 wurde Viktor Janukovyč zum Sieger der Stichwahl gegen Viktor Juščenko erklärt. Die offensichtlichen Wahlfälschungen führten zu Protesten seitens der Be-
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völkerung und schließlich zur sogenannten Orangenen Revolution. Diese führte dazu, dass die Wahl wiederholt wurde und Juščenko als Sieger hervorging. Bei der folgenden Präsident- schaftswahlim Jänner 2010 musste Amtsinhaber Juščenko eine schwere Niederlage einste- cken - ererhielt nur 5,45% der Stimmen. Die beiden erfolgreichsten Kandidaten waren die Premierministerin Julija Tymošenko sowie Viktor Janukovyč. Die Stichwahl brachte einen Sieg für Janukovyč, der seit Februar 2010 Präsident der Ukraine ist.
2.2 Sprachliche Entwicklung
Auch die sprachliche Teilung des Landes ist historisch bedingt, da die verschiedenen Regionen eine unterschiedliche Geschichte haben. Gerhard SIMON (2008, 59f.) gibt einen Überblick über diese Entwicklungen. Da große Teile im Osten und Süden der Ukraine bis 1918 zum Russischen Reich gehörten, waren sie großem Russifizierungsdruck der zaristischen Regierung ausgesetzt. Die russische Sprache sollte als einzige im öffentlichen Raum genutzt werden. Nach der Machtergreifung durch die Bolschewiki setzte sich erst eine gegenteilige Sprachpolitik durch - während der Zeit der Korenizacija („Einwurzelung“) wurde das Russi- schezurückgedrängt und das Ukrainische massiv gefördert. So sollte etwa im administrativen Bereich das Ukrainische bevorzugt werden - die Beamten mussten Ukrainisch lernen und anwenden (von dieser Anweisung waren höhere Beamte aus Moskau ausgenommen; KOWA- LEWSKYJ 1962,30f.) Ab den 1930er Jahren ging die Ukrainisierung wieder zurück und das Russische wurde erneut stärker. Die Politik zugunsten des Russischen wurde fokussiert und erreichte während der Brežnev-Zeit, also in den 70er und frühen 80er Jahren, ihren Höhepunkt. Das Ziel war damals, vor allem im Bildungssektor das Ukrainische so weit wie möglich durch das Russische zu ersetzen. In der Westukraine stellte sich die Situation anders dar. Die westlichen Gebiete kamen erst zur Zeit des Zweiten Weltkriegs zur Sowjetunion - seit jeher lebten dort weniger ethnische Russen als in der Ost- und Südukraine. Ab den 1930er Jahren wanderten zudem viele von ihnen in die Großstädte des Ostens um in der sich entwickelnden Industrie zu arbeiten. Dies verstärkte die ethnische und sprachliche Teilung des Landes zusätzlich.
Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion war das Ukrainische der Verdrängungspolitik ausgesetzt und das Russische wurde massiv gefördert. Erst mit dem Erlass des Sprachengesetzes von 1989 begann der Aufschwung des Ukrainischen. Ab diesem Zeitpunkt war es alleinige Amtssprache des Landes und die Ukrainisierung des Bildungswesens und der Medien begann in den folgenden Jahren.
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Insgesamt ist festzuhalten, dass die geschichtliche Entwicklung des Landes berücksichtigt werden muss, um die komplizierte Sprachsituation in der Ukraine zu verstehen.
2.3 Ergebnisse der Volkszählung 2001
Um die aktuelle Situation der Verteilung der Sprachen und Ethnien in der Ukraine zu veranschaulichen zu können, habe ich die aktuellsten Zensus-Ergebnisse untersucht.
Die bis dato letzte Volkszählung in der Ukraine stammt aus dem Jahr 2001 - sie war zugleich die erste Volkszählung nach der Unabhängigkeit des Landes. Den dabei erhobenen Daten (http://2001.ukrcensus.gov.ua/rus/results/general/nationality/) zufolge hat die Ukraine 48.157.102 Einwohner - davon sind 77,8% Ukrainer und 17,3% Russen. Weiters gibt es eine große Anzahl von kleineren Minderheiten, die je deutlich weniger als ein Prozent der Bevölkerung bilden, wie zum Beispiel Weißrussen (0,6%), Krimtataren (0,5%) oder Polen (0,3%).
SIMON (2008, 60) gibt zu bedenken, dass bei allen Angaben, die die ethnische Zugehörigkeit betreffen, zu beachten sei, dass bei der Volkszählung nur die Selbsteinschätzung der Befrag- tenentscheidend ist. Dies könne dazu führen, dass Menschen „mit einer labilen ethnischen Identität“ bei den Zählungen von 1989 und 2001 je unterschiedlichen Angaben machten um der bezüglich Prestige jeweils höher stehenden Ethnie anzugehören. Waren dies 1989, in den letzten Monaten des Sowjetregimes, noch die Russen, hatten die Ukrainer zwölf Jahre später bereits erheblich an Ansehen gewonnen.
Da es relativ viele Ukrainer gibt, die das Russische als ihre Muttersprache angeben, gestaltet sich die Aufteilung der Sprachen gegenüber jener der Ethnien etwas anders: So sprechen 67,5% der Einwohner (unabhängig von ihrer Volksgruppenzugehörigkeit) Ukrainisch als Erstsprache und 29,6% Russisch. Bei der Beurteilung der Angaben, die die Menschen bezüglich ihrer Muttersprache machen, ist zu beachten, dass sich diese nicht unbedingt mit der im Alltag vornehmlich verwendeten Sprache decken muss (PODOLYAN 2005, 2). Generell lässt sich festhalten, dass die Ukraine sprachlich zweigeteilt ist - während im Westen eher Ukrainisch gesprochen wird, sprechen im Osten und Süden auch die ethnischen Ukrainer bevorzugt Russisch. Zur Illustration sei die Verteilung der Sprachen und Ethnien in einigen Beispielregionen angeführt (für die genauere Untersuchung der Sprachsituation in den verschiedenen Regionen der Ukraine, siehe Kap. 6)
x Oblast’ L’viv
Die Stadt L’viv (ukr. Львiв, russ. Львов, dt. Lemberg) hat 735.000 Einwohner und liegt im äußersten Westen der Ukraine, nur 80 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Sie ist auch Hauptstadt der Oblast’ L’viv. Der Anteil von Menschen, deren Muttersprache Ukrainisch ist, ist hier mit 95,3% besonders hoch. Nur 3,6% der Einwohner L’vivs sind Rus- senund von diesen gibt wiederum gibt ein relativ großer Prozentsatz (12,1%) das Ukrainische als Muttersprache an.
x Oblast’ Donec’k
Die Stadt Donec’k (ukr. Донецьк, russ. Донецк) hat 985.000 Einwohner und liegt im Osten der Ukraine. In dieser Oblast’ bilden zwar (wie mit Ausnahme der Krim überall in der Ukraine) die Ukrainer mit 56,9% die Bevölkerungsmehrheit, die russische Sprache ist aber in fast allen Lebensbereichen dominant. So geben nur 24,1% der Bewohner Ukrainisch als Muttersprache an, während es für das Russische 74,9% sind. Diese Region ist beispielhaft für den östlichen Teil der Ukraine, in dem die eigentliche Amtssprache immer noch eine untergeordnete Rolle spielt. Seit dem Jahr 2006 wird in den Oblasti Donec’k und Charkiv am 6. Juni (dem Geburtstag Aleksandr Puškins) der Tag der Russi- schenSprache gefeiert.
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x Oblast’ Odesa
Die Hafenstadt Odesa (ukr. Одеса, russ. Одесса) hat ca. eine Million Einwohner und liegt im Süden der Ukraine, am Schwarzen Meer. Auch sie ist die Hauptstadt der gleich- namigenOblast’. Im südlichen Teil der Ukraine ist die Dominanz des Russischen gegen- überdem Ukrainischen nicht ganz so ausgeprägt wie in den östlichen Landesteilen, allerdings hat auch hier ein großer Anteil der Ukrainer Russisch als Muttersprache und der Gebrauch des Russischen allgemein ist auch hier weit verbreitet. In der Oblast’ Odesa le- ben62,8% Ukrainer und 20,7% Russen, die Verteilung der Muttersprachen gestaltet sich folgendermaßen: 46,3% Ukrainisch - 41,9% Russisch. Im Hinblick auf den relativ geringen Anteil an ethnischen Russen ist die russische Sprache also stark vertreten.
3 Politische Situation - Verhältnis Ukraine-Russland
3.1 Politische Situation
Bereits seit dem Erlass des Sprachengesetzes im Oktober 1989 - also seit der Periode der Perestrojka - ist das als ist das Ukrainische als alleinige Amtssprache der Ukraine festgelegt. Das Sprachengesetz ist - mit kleinen Änderungen aus dem Jahr 1995 - heute noch gültig. Es besagt, dass neben dem Ukrainischen (als Amtssprache der Ukraine) in Gebieten, in denen eine andere Sprachengemeinschaft die Bevölkerungsmehrheit stellt, auch deren Sprache in staatlichen Einrichtungen und im Justizwesen genutzt werden kann (SIMON 2008, 61). Dies bezieht sich - wie eine Reihe weiterer garantierter Sonderrechte - in erster Linie auf die Russen und das Russische. So beinhaltet das Sprachengesetz auch die Garantie der freien Wahl der Ausbildungssprache (STEWART 2000, 10). Generell müssen höhere Beamte meist sowohl Ukrainisch als auch Russisch beherrschen - ist dies nicht der Fall, gibt es aber keinerlei Sanktionen.
Es gab und gibt in der Ukraine immer wieder Konflikte um die Frage, ob das Russische nicht landesweit als gleichwertige zweite Amtssprache eingeführt werden sollte. Einige politische Parteien versuchten, dieses Thema für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, so etwa
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die regierende Partei der Regionen. Diese Partei (ukr. Партія регіонів, russ. Партия регионов), die seit Februar 2010 mit Viktor Janukovyč den ukrainischen Präsidenten stellt, versuchte in der Vergangenheit, mit der Ankündigung, das Russische als zweite Amtssprache einzuführen, Stimmen zu gewinnen - so etwa bei der Präsidentschaftswahl im Jahre 2004, die in der Orangen Revolution münden sollte. Zum damaligen Wahlprogramm gehörte sogar die geplante Einführung einer russisch-ukrainischen Doppelstaatsbürgerschaft. Prorussische Kräfte können in der Ukraine auf jene ethnisch russischen Wähler zählen, die sich mit der Akzeptanz des Ukrainischen als alleinige Staatssprache schwer tun. Ein beträchtlicher Teil dieser Gruppe weigert sich sogar völlig, das Ukrainische zu verwenden oder überhaupt richtig zu erlernen. Für sie ist es auch schwer, sich mit der Tatsache abzufinden, nicht mehr - wie zu Sowjetzeiten - zum dominanten Volk, sondern zu einer ethnischen Minderheit zu gehören. Ein kurzes Portrait der Partei der Regionen (russ. Партия регионов, ukr. Партiя регiонiв):
Der Ursprung dieser Partei liegt im ostukrainischen Donec’k (GÖLS 2009, 3). Sie definiert sich als Unternehmerpartei, hat eine straffe innere Hierarchie und ist damit am ehesten eine Partei im traditionellen Sinne, während sich die restlichen politischen Gruppen zumeist zusammenschließen und als Blöcke antreten. Die Schwerpunkte der Partei liegen einerseits auf wirtschaftlichen Themen, andererseits stehen die Erhaltung der russischen Sprache und Kultur und die starke Bindung an Russland im Vordergrund. So tritt sie auch gegen einen Nato-Beitritt der Ukraine ein. Sie ist mit 175 Mandaten (von 450) die stärkste Fraktion im ukrainischen Parlament Verchovna Rada.
Die zweitstärkste politische Kraft des Landes ist der Block Julija Tymošenko (Блок Юлї Тимошенко) unter der Führung der ehemaligen Premierministerin. Er entstand im Jahr 2002 und stellt ein Bündnis aus mehreren Parteien dar. Der Block tritt populistisch auf und ist ganz auf die Parteivorsitzende eingestellt. Ideologisch ist er schwer einzuordnen - GÖLS (2009, 4) schreibt hier: „Die ideologische Unbestimmbarkeit der Partei drückt sich z.B. darin aus, dass man zwar einerseits linkspopulistische Forderungen stellt, andererseits aber mit einer Mitgliedschaft in der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) liebäugelt.“ Der Block Julija Tymošenko hält 156 Mandate im Parlament.
Die drittstärkste Fraktion ist der Block Naša Ukrajina-Narodna samoobrona (Блок Наша Україна-Народна самообронa; „Unsere Ukraine-Nationale Selbstverteidigung“), das Bündnis des ehemaligen Präsidenten Viktor Juščenko unter Vorsitz des ehemaligen Innenministers Jurij Lucenko. Der Block hält 72 Mandate in der Verchovna Rada. Er setzt sich aus ideolo-
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gisch sehr unterschiedlichen Parteien zusammen - diese Tatsache führte in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten und Umbildungen. Die Partei Naša Ukrajina hat ihren Ursprung in der radikalen nationalistischen „Volksbewegung der Ukraine für Perestrojka“ (RUCH; Народний Рух України) und vertritt (in abgeschwächter Form) ähnliche Anliegen, nämlich die Förderung der ukrainischen Sprache und Kultur. GÖLS (2009, 4): „So ist es nicht verwun- derlich,dass die Partei in ihren Programmen immer wieder den kulturellen Grundstock der Ukraine und den Wert der ukrainischen Sprache betont - jedoch weit weniger radikal als RUCH.“
Die beiden letztgenannten Fraktionen bilden also den ideologischen Gegenpol zur regierenden Partei der Regionen. Sie stehen für eine Loslösung der Ukraine vom Einfluss Russlands und für eine Orientierung des Landes in Richtung Westen, bzw. EU und Nato. Außerdem gab es etwa während der Regierung Juščenko/Tymošenko auch eine größere Pressefreiheit als dies zur Zeit der Fall ist. Ähnlich wie in Russland geht die Entwicklung der Medien wieder in Richtung staatlicher Beeinflussung oder sogar Lenkung. Regierungskritische Journalisten haben es in der Ukraine bei ihrer Berichterstattung immer schwerer.
3.2 Verhältnis zu Russland
Aufgrund des komplizierten geschichtlichen Hintergrunds ist das Verhältnis der Ukraine zu Russland auch heute noch gespannt. Am deutlichsten zeigte sich dies in den letzten Jahren in den Streitigkeiten um Gaslieferungen aus Russland in die Ukraine, die während der Regie- rungszeitdes antirussischen Präsidenten Juščenko zum Politikum wurden. Insgesamt ist das Verhältnis der beiden Staaten von einer gewissen Arroganz der russischen Seite gekennzeichnet. Man betrachtet die Ukrainer zwar als „Brudervolk“, man sieht sich allerdings selbst jedenfalls als „großen Bruder“, also als überlegen (MELNYK 2010, 1). Die Tatsache, dass Russland die Ukraine traditionell als unterlegen betrachtet, äußert sich bereits in der Bezeichnung Malorossija, mit der die während der Zarenzeit eroberten östlichen Gebiete der heutigen Ukraine belegt wurden (FILATOVA 2007, 33):
Schon in den Vereinbarungen von 1654 nannte sich der Zar „Selbstherrscher von ganz Groß- und Kleinrußland“ und bezeichnete die Ukraine als Malorossija - ‘Kleinruß-land’. Allein dieser Name sagte, daß man in Moskau die Ukrainer als kein eigenständiges Volk sondern als Teil des Russischen Reiches sah.
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Diese Bezeichnung sollte lange erhalten bleiben - die damit einhergehenden Assoziationen allerdings noch länger. Der Begriff der „Brudervölker“ spielte vor allem zur Sowjetzeit eine große Rolle. Auch heute noch wird das „brüderliche“ Verhältnis der Sowjetvölker manchmal glorifiziert. Die russische Sowjetrepublik sah die ukrainische (ebenso wenig wie die anderen Mitgliedsstaaten) jedoch nie als gleichberechtigt - anders ist etwa die starke Russifizierung und Verdrängung der ukrainischen Sprache und Kultur nicht zu erklären. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion fürchtete man in der Ukraine in den ersten Jahren um das Bestehen des Staates - vor allem Russland betrachtete man als Bedrohung (ALE- XANDROVA 2001,696). Man befürchtete eine Spaltung der Gesellschaft. Im Mai 1997 wurde ein Vertrag über „Freundschaft, Zusammenarbeit und Partnerschaft“ zwi- schenRussland und der Ukraine unterzeichnet - dies führte zu einer Verbesserung der Beziehungen, vor allem aufgrund der Tatsache, dass Russland darin auf alle territorialen Ansprüche gegenüber der Ukraine verzichtete.
Heute ist der prorussische Präsident Janukovyč im Amt und die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland haben sich scheinbar gebessert - dies ist aber nur auf der Ebene der hohen Politik der Fall. Ljudmyla MELNYK (2010, 1) schreibt: „Sie, die Regierungen, scheinen in brüderlichen Beziehungen zu stehen und nicht die Völker.“ Sie sieht sogar die Demokratie in der Ukraine - die sich vor einigen Jahren während der Orangenen Revolution als so voller Perspektiven dargestellt hatte - als vom Kurs Janukovyčs ernsthaft bedroht. So führe der dieser „nicht zur Schaffung eines demokratischen Staates, sondern zur Schaffung eines postsowjetischen Systems, das als Staat bezeichnet wird.“ Russland versucht wie schon in vergangenen Zeiten, die Ukraine für seine eigenen Zwecke zu nutzen - bei der Eroberung der südöstlichen Gebiete unter Zarin Katharina II. war etwa vor allem der Zugang zum Schwarzen Meer von Interesse. Heute versucht man, durch die Beeinflussung der ukrainischen Regierung einen Nato-Beitritt des „kleinen Bruders“ zu verhindern.
Orangene Revolution
Die sogenannte „Orangene Revolution“ im Jahr 2004 stellt wohl die wichtigste Zäsur in der ukrainischen Politik in den Jahren seit der Unabhängigkeit des Landes dar. Am 31. Oktober 2004 fanden in der Ukraine Präsidentschaftswahlen statt (SCHEER, SERDYUK 2007, 100) nachdem Präsident Kučma nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten durfte, hießen die aussichtsreichsten Kandidaten Viktor Janukovyč (der amtierende Ministerpräsident) und Vik-
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tor Juščenko (Führer der Opposition). Die beiden Kandidaten vertraten unterschiedliche Lager und insbesondere unterschiedliche Ansichten zu sprach- und kulturpolitischen Fragen. Die Ukraine stand am Scheideweg und sollte sich zwischen dem ostorientierten Janukovyč, der dafür eintrat, die Kontakte nach Russland aufrechtzuerhalten und zu intensivieren und dem prowestlichen Juščenko, der die Abkehr von Russland und die Orientierung in Richtung Nato und EU forderte, entscheiden. Es traten zahlreiche weitere Kandidaten - vor allem der sozialistischen und kommunistischen Parteien - an, die jedoch über wenige Prozentpunkte nicht hinauskamen. Es kam also am 21. November 2004 zu einer Stichwahl zwischen Janukovyč und Juščenko. Die zentrale Wahlkommission verkündete den Sieg Janukovyčs - trotz offensichtlicher Wahlfälschung und massiver Kritik der Wahlbeobachter der OSZE. Daraufhin forderten Juščenko und seine Mitstreiterin Julija Tymošenko die Wähler zu friedlichen Protes- tengegen die Wahlmanipulationen auf. Hundertausende Menschen folgten dem Aufruf und versammelten sich vor allem auf dem Kiever Majdan Nezaležnosti („Unabhängigkeitsplatz“). Der Platz wurde zum Symbol für die Proteste, die wochenlang andauern sollten. Am 26. Dezember wurde die Präsidenten-Stichwahl schließlich wiederholt und Viktor Juščenko zum Sieger und damit zum neuen Präsidenten der Ukraine erklärt - die Orangene Revolution war erfolgreich gewesen. Die folgende Abbildung zeigt die Stimmanteile der beiden Kandidaten:
Zum Vergleich die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2010: Die Teilung des Landes in den westlichen Teil mit den Tymošenko-Unterstützern und den östlichen Teil mit den Anhängern
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Janukovyčs ist erhalten geblieben - im Westen fiel in vielen Gebieten die Zustimmung für die prowestliche Julija Tymošenko nicht mehr so stark aus wie 2004 für Viktor Juščenko.
Abb. 4: Präsidentschaftswahlen 2010: Wahlergebnisse nach Regionen
Die Protestbewegung der Orangenen Revolution wurde im Westen mit Wohlwollen verfolgt, man erhoffte sich eine Stärkung der Demokratie in der Ukraine und auch die Bekämpfung der allgegenwärtigen Korruption im Land. Auf der anderen Seite griff Russland massiv in den Wahlkampf ein - so reiste Präsident Putin vor der Wahl sowie vor der Stichwahl persönlich an um dem Kandidaten Janukovyč seine Unterstützung auszusprechen und die russischen Wähler zu mobilisieren.
Die Bewegung von Juščenko wurde auch von vielen populären Künstlern unterstützt, darunter etwa Popstar Vjerka Serdjučka oder Comickünstler Sergej Migrin. Im Folgenden ein Beispiel für dessen gegen die Regierung Kučma sowie deren Protegé Janukovyč gerichtete Comics in ukrainischer Sprache (SCHEER, SERDYUK 2007, 102f.):
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Arbeit zitieren:
Karoline Pemwieser, 2011, Ukrainisch kontra Russisch, München, GRIN Verlag GmbH
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Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
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Ausarbeitung, 39 Seiten
Russistik / Slavistik: Ukrainisch kontra Russisch ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Russistik / Slavistik: neuer Titel erschienen: Ukrainisch kontra Russisch
Karoline Pemwieser hat einen neuen Text hochgeladen
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