Unterschiede von HGB und IAS/IFRS
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis i
Tabellenverzeichnis i
Abk ürzungsverzeichnis ii
Internationale Rechnungslegung 7
1. Handelsgesetzbuch (HGB) 8
1.1 Entstehung und Aufbau 8
1.2 Wichtige gesetzliche Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung 10
1.3 Bilanzpolitik. 11
1.4 Bestandteile des Jahresabschlusses 11
1.5 Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz 12
1.6 Reformierung des HGB 14
2. International Accounting Standard/ International Financial Reporting Standard
(IAS/IFRS) 14
2.1 Herkunft 14
2.2 IAS/IFRS im Einzel- und Konzernabschluss 15
2.2.1 Einzelabschluss 15
2.2.2 Konzernabschluss 16
2.3 Rechnungslegungsziele und Rechnungslegungsgrundsätze 17
2.4 Bilanzpolitik und Wahlrechte. 18
2.5 Bestandteile des Jahresabschlusses 18
Unterschiede von HGB und IAS/IFRS
3. Vergleich von HGB und IAS/IFRS 19
3.1 Immaterielle Vermögensgegenstände (intangible assets) 19
3.1.1 Geschäfts- und Firmenwert (Goodwill) 19
3.1.1.1 Bilanzierung und Bewertung nach HGB 19
3.1.1.2 Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS 20
3.1.2 Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände 20
3.1.2.1 Bilanzierung und Bewertung nach HGB 21
3.1.2.2 Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS 21
3.2 Sachanlagen (property, plant and equipment) 21
3.3 Finanzanlagen (financial assets) 22
3.4 Vorräte und Fertigungsaufträge 24
3.4.1 Vorräte (inventories) 24
3.4.2 Fertigungsaufträge 24
3.5 Rückstellungen (provisions) 25
3.5.1 Definition 25
3.5.2 Bilanzierung und Bewertung nach HGB 26
3.5.3 Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS. 27
3.6 Latente Steuern (deffered taxes) 28
3.6.1 Definition 28
3.6.2 Bilanzierung und Bewertung nach HGB 29
3.6.3 Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS. 30
3.7 Fremdwährungsumrechnung 31
3.7.1 Grund für die Fremdwährungsumrechnung 31
3.7.2 Bilanzierung und Bewertung nach HGB 31
3.7.3 Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS 31
Unterschiede von HGB und IAS/IFRS
3.8 Konzern (group) 32
3.8.1 Definition von Konzern 32
3.8.2 Konzernabschluss nach HGB 33
3.8.3 Konzernabschluss nach IAS/IFRS 33
3.9 Gewinn- und Verlustrechnung (GuV-Rechnung, income statement) 34
3.9.1 Definition 34
3.9.2 GuV nach HGB 35
3.9.3 GuV nach IAS/IFRS 36
4. Umstellung vom HGB auf IAS/IFRS anhand eines Beispiels 38
Fazit 44
Literaturverzeichnis 45
Unterschiede von HGB und IAS/IFRS
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Aufbau der Rechnungsvorschriften im HGB 9
Abbildung 2: Rechnungslegung in Deutschland 16
Abbildung 3: Überblick über Rückstellungen 27
Abbildung 4: Aufgaben des Konzernabschlusses. 32
Abbildung 5: Konsolidierungskreise nach IAS/IFRS 34
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Bestandteile des Jahresabschlusses 12
Tabelle 2: Ebenen des Maßgeblichkeitsprinzips. 12
Tabelle 3: Geltung des Maßgeblichkeitsprinzips 13
Tabelle 4: Sachanlagen 22
Tabelle 5: Finanzanlagen 23
Tabelle 6: Vorräte 24
Tabelle 7: Handelsrechtliche Gliederung der GuV. 36
Tabelle 8: Beispielgliederung der GuV nach IAS/IFRS 37
Tabelle 9: Aktivseite der Handelsbilanz zum 31.12.2003 39
Tabelle 10: Passivseite der Handelsbilanz zum 31.12.2003 40
Tabelle 11: Vermögenswerte der Eröffnungsbilanz nach IAS/IFRS zum 01.01.2004 41
Tabelle 12: Eigenkapital und Schulden der Eröffnungsbilanz nach IAS/IFRS zum 01.01.2004 42
i
Unterschiede von HGB und IAS/IFRS
Abkürzungsverzeichnis
AfA Absetzung für Abnutzung BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz EGHGB Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch GoB Grundsatz ordnungsmäßiger Buchführung HGB Handelsgesetzbuch IAS International Accounting Standards IASB International Accounting Standards Board IASC International Accounting Standards Committee IASCF International Accounting Standards Committee Foundation IFRS International Financial Reporting Standard IOSCO International Organization of Securities Commissions KapG Kapitalgesellschaft PublG Publizitätsgesetz US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles
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Unterschiede von HGB und IAS/IFRS
Internationale Rechnungslegung
In Deutschland ist das Handelsgesetzbuch (HGB) eine wichtige Grundlage für Bilanzen und Rechnungslegung. Jedoch kann man deutsche Unternehmen nicht mit anderen ausländischen Unternehmen vergleichen, da eine einheitliche Bilanzierung nicht gegeben ist. Auch aus Gründen der ständig voranschreitenden Globalisierung wird ein internationaler Standard nötig sein.
Das HGB stößt auf Ablehnung von anderen Staaten. Denn die Wahlrechte und vieles andere wie die Möglichkeiten zur Bildung stiller Reserven werden stark kritisiert und das national wie international. Wegen der Zunahme der Globalisierung seit den 90er Jahren muss deshalb eine andere gemeinsame Basis gefunden werden. Bei einer Einigung auf IAS/IFRS als internationalen Standard für die Rechnungslegung gibt es folgende positive Gründe: eine Erhöhung der Transparenz der Rechnungslegung und das Angebot von mehr bzw. besserer Finanzinformationen. Weiterhin erhalten Eigen- und Fremdkapitalgeber sowie Aufsichtsbehörden bessere Informationen, ob das Unternehmen auch zukünftig in der Lage sein wird, Einkunftszahlungen in Form von Ausschüttungen, Zinsen und Tilgungen leisten zu können. Mit der Notierung der damaligen Daimler Benz AG 1993 an der US-amerikanischen Börse wurden das Interesse und die Thematik einer einheitlichen internationalen Rechnungslegungsnorm für IAS/IFRS und andere derartige Vorschriften angeheizt. Jedoch musste die AG schon damals ihre Jahresabschlüsse mit US-GAAP veröffentlichen, da sie sonst nicht an der Börse zugelassen worden wäre. Die Daimler Benz AG war somit der Vorreiter und ein Beispiel für andere deutsche Unternehmen. Wegen der Globalisierung der weltweiten Kapitalmärkte und der Transparenz- bzw. Publizitätsanforderungen der Deutschen Börse AG kam es 2005 endlich soweit, dass kleine und mittlere Unternehmen ein Wahlrecht hatten, ob sie nach dem HGB oder einem internationalen Regelwerk ihren Jahresabschluss machen wollen. Für Konzerne hingegen wurde es sogar zu einer gesetzlichen Pflicht. 1
1 Vgl. Wolz, Matthias: Grundzüge der Internationalen Rechnungslegung nach IFRS, München 2005, S.
20
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Unterschiede von HGB und IAS/IFRS
Aus diesen genannten Gründen ist es von großer Bedeutung die Unterschiede des deutschen HGB mit einem internationalen Rechnungslegungswerk, in diesem Fall, IAS/IFRS zu vergleichen. Denn IAS/IFRS gewinnt immer mehr an Einfluss in Deutschland und auch auf der ganzen Welt als Bilanzierungsnorm. Daher ist diese Arbeit entstanden, um durch einen Vergleich die beiden Bilanzierungsregeln HGB und IAS/IFRS einander gegenüberzustellen, damit die Unterschiede und dadurch die Vor- und Nachteile deutlich werden. Dabei sollen zuerst einmal das HGB und dann das IAS/IFRS erläutert werden. Eingegangen wird im Folgenden auch auf deren Entstehung, Aufbau, Bilanzierungsgrundsätze und -politik sowie den Bestandteilen des Jahresabschlusses. Anschließend werden einzelne Bilanzposten dieser beiden Grundlagen miteinander verglichen und einander gegenübergestellt. Um dies zu veranschaulichen gibt es ein Beispiel zur Umstellung vom HGB auf IAS/IFRS und zum Schluss eine kurze Bewertung im Fazit.
1. Handelsgesetzbuch (HGB)
1.1 Entstehung und Aufbau
In Deutschland ist die wichtigste Grundlage für die Erstellung von Bilanzen und der Rechnungslegung das Handelsgesetzbuch (HGB).
Das Handelsrecht ist definierbar als ein Sonderprivatrecht von Kaufleuten, das im HGB niedergelegt wird. 2 Am 1. Januar 1900 trat es zeitgleich mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in Kraft. 3
Das HGB besteht aus fünf Büchern. Das erste Buch beschäftigt sich mit handelsrechtlichen Grundbegriffen wie der Definition eines Kaufmanns bzw. einer Kauffrau, die sich in den§§ 1 bis 7 HGB finden lassen. Im zweiten geht es um Handelsgesellschaften und stille Gesellschaften, darunter finden sich auch Kommandit- und offene Handelsgesellschaften. Die „Handelsbücher“ wird das dritte Buch genannt. Das vierte
2 Vgl. Handelsgesetzbuch, Beck-Texte im dtv, 47. Auflage, München 2008, S. IX
3 Vgl. Born, Karl: Rechnungslegung nach IAS; US-GAAP und HGB im Vergleich, 2. Aufl., Stuttgart
2001, S. 20
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Unterschiede von HGB und IAS/IFRS
Buch behandelt die Handelsgeschäfte, die der Kaufmann vorgenommen hat. Im fünften und letzten Buch finden sich Gesetzestexte für den Seehandel. „Die Vorschriften für die handelsrechtliche Rechnungslegung finden sich im Dritten Buch des HGB (§§ 238-342e HGB).“ 4
In der nachfolgenden Graphik wird der Aufbau des Dritten Buches dargestellt.
Zuerst gibt es den allgemeinen Teil, der die Vorschriften für alle Kaufleute in den §§ 238 bis 263 HGB beinhaltet. Danach folgen ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften und haftungsbeschränkte Personengesellschaften, die sich in den §§ 264 bis 289 HGB finden lassen. Zusätzlich gibt es noch Vorschriften für Konzerne, die in den §§ 290 bis 315a HGB nachzulesen sind. Hierbei zeigt sich eine Pyrami-denform, bei der der Spezialisierungsgrad von unten nach oben zunimmt. Das heißt, dass die Vorschriften für Kaufleute allgemein sind und die Vorschriften für Konzerne sehr speziell.
Grundlegende Buchhaltungsvorschriften sind in den §§ 238 und 239 HGB festgelegt. Nach § 238 HGB ist jeder Kaufmann dazu verpflichtet, Bücher zu führen. Im Folgenden werden noch einige wichtige gesetzliche Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) genannt.
4 Ruhnke, Klaus: Rechnungslegung nach IFRS und HGB, 2. Aufl., Stuttgart 2008, S. 75
5 Buchholz, Rainer: Grundzüge des Jahresabschlusses nach HGB und IFRS, 3. Aufl., München 2005,
S. 8
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Arbeit zitieren:
Felix Keß, 2010, Unterschiede HGB und IFRS, München, GRIN Verlag GmbH
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