1. Einleitende Bemerkungen
Im SS 2002 besuchte ich das Seminar „Kirchenerkundungen“, das sowohl theoretisch als auch praktisch in die Kirchenpädagogik einführte. Zusammen mit drei weiteren Kommilitoninnen versuchte ich, den Teilnehmern des Seminars einen kirchenpädagogischen Zugang zum Kloster Oberschönenfeld und seiner Abteikirche zu verschaffen:
Nach einer kurzen Einführung in die Umgebung des Klosters und seiner Geschichte ging es an die Erkundung der Abteikirche `Mariä Himmelfahrt´. Mit Hilfe von meditativer Musik und einem Teelicht, das während der „Entdeckungsreise“ das Leitmotiv darstellte, brachten wir den Seminarteilnehmern den Innenraum der Kirche näher. Folgende vier Gliederungsschritte bestimmten unser Referat: Annähern, Entdecken, Vertiefen und Ablösen.
Nachdem der Schwerpunkt unseres mündlichen Beitrags auf dem Innenraum der Klosterkirche lag, soll dieser nun in dem praktischen Teil meiner Seminararbeit auf die Umgebung des Klosters und seine Außenansicht verlagert werden.
Zu Beginn der Arbeit soll die Entstehung des Namens Oberschönenfeld aufgezeigt werden. Es folgt ein kurzer Abriss über die Geschichte des Klosters und seiner Abteikirche. Im Anschluss an diesen sogenannten `theoretischen Teil´ werden die elementaren Strukturen erläutert. Dabei wird zunächst auf die Vorerfahrungen der Kinder in der Grundschule eingegangen, dann die Jahrgangsstufe vorgestellt, mit der die Erkundung durchgeführt werden soll. Zudem findet eine Einordnung in den Lehrplan des Gymnasiums statt. Des Weiteren wird dem Leser die fächerübergreifende `Erkundungs-Exkursion´ vorgestellt.
Nun folgen die kirchenpädagogischen Zugänge zur Umgebung des Klosters und zur Kirche, der man sich von außen nähert.
Den Schluss der Arbeit bildet ein Kommentar der Verfasserin.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitende Bemerkungen
2. Kloster „Oberschönenfeld“ und seine Abteikirche
2.1 Name „Oberschönenfeld“
2.2 Geschichte des Klosters von 1211-1994
2.3 Klosterkirche „Mariä Himmelfahrt“
3. Elementare Strukturen
3.1 Vorerfahrungen der Kinder
3.2 Einordnung in den Lehrplan
3.3 Fächerübergreifende Exkursion
4. Kirchenpädagogische Zugänge
4.1 Umgebungserkundung
4.2 Erkundung der Kirche von außen
5. Meinung der Verfasserin
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, einen praxisorientierten kirchenpädagogischen Zugang zur Abtei Oberschönenfeld für Schüler einer fünften Jahrgangsstufe am Gymnasium zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie durch fächerübergreifende Erkundungen vor Ort nicht nur das historische und religiöse Wissen gefördert, sondern auch die Klassengemeinschaft durch gemeinsames Erleben gestärkt werden kann.
- Kirchenpädagogische Didaktik und methodische Aufbereitung
- Historischer Abriss des Klosters Oberschönenfeld
- Lehrplankonforme Gestaltung von Exkursionen
- Fächerverbindendes Lernen zwischen Religion und Erdkunde
- Praktische Erarbeitung von Kirchenräumen durch Lernstationen
Auszug aus dem Buch
2.1 Name „Oberschönenfeld“
Fährt man auf der Kreisstraße A3 zwischen Gessertshausen und Schwabmünchen, so fällt dem Autofahrer ein kleines Schild am Straßenrand mit der Aufschrift „Oberschönenfeld“ ins Auge. „Ob den Vorbeifahrenden etwas Zeit bleibt, über diesen Namen nachzudenken? Nähern sie sich einem „Schönen Feld“?“ Diese Fragen leiten das Buch des Freundeskreises Oberschönenfeldes über seine gleichnamige Abtei ein. Im Folgenden soll darauf eine Antwort gegeben werden.
Als historisch gesichert gilt, dass um die Wende des 12. Jahrhunderts in Oberhofen (anfangs „Oberhoven“), am heutigen Weiherhof, fromme Frauen, sogenannte Beghinen, in einer Art klösterlichen Gemeinschaft lebten. Im Jahre 1202 verbanden sich die Frauen noch enger miteinander, indem sie sich dem Zisterzienserorden anschlossen. Sie beschlossen, in ein neues Gotteshaus überzusiedeln, das eine halbe Wegstunde talwärts lag. Der Ort der Übersiedelung war genau der, an dem heute das Kloster Oberschönenfeld zu finden ist. Es bekam den Namen „Unserer lieben Frau von Schönenfeld“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitende Bemerkungen: Die Autorin erläutert den Anlass der Arbeit, der im Rahmen eines Seminars zur Kirchenpädagogik entstand, und gibt einen Überblick über den geplanten methodischen Aufbau.
2. Kloster „Oberschönenfeld“ und seine Abteikirche: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Hintergrund zur Namensentstehung, der geschichtlichen Entwicklung des Klosters seit 1211 sowie zur Baugeschichte der Abteikirche.
3. Elementare Strukturen: Es werden die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kirchenerkundung thematisiert, darunter die Berücksichtigung kindlicher Vorerfahrungen und die Einbindung in den schulischen Lehrplan.
4. Kirchenpädagogische Zugänge: Dieser Teil beschreibt konkrete methodische Ansätze und praktische Unterrichtsaufträge, um die Umgebung und das Kirchengebäude altersgerecht zu erschließen.
5. Meinung der Verfasserin: Die Autorin reflektiert die Bedeutung handlungsorientierter Lernmethoden gegenüber dem Frontalunterricht und plädiert für die Durchführung solcher Exkursionen trotz des hohen Organisationsaufwands.
Schlüsselwörter
Kirchenpädagogik, Oberschönenfeld, Abtei, Zisterzienser, Exkursion, Religionsunterricht, Fachübergreifendes Lernen, Heimatkunde, Klostermauern, Praxisbezug, Didaktik, Kirchenerkundung, Schüler, Gymnasium, Handlungsorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der kirchenpädagogischen Erschließung der Abtei Oberschönenfeld und zeigt auf, wie man diese für Schulklassen didaktisch nutzbar machen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Geschichte des Zisterzienserklosters, die didaktische Einordnung in den Lehrplan und die methodische Gestaltung von Exkursionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen praktischen Leitfaden für einen kirchenpädagogischen Zugang zur Abtei Oberschönenfeld zu entwerfen, der das Lernen vor Ort fördert.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch historische Literatur und eine didaktische Analyse der Lehrplananforderungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Theorieteil und einen praxisorientierten Teil zur Umgebungserkundung und Kirchenbegehung.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Kirchenpädagogik, Oberschönenfeld, Zisterzienserinnen, Exkursionsdidaktik und handlungsorientiertes Lernen.
Welche Rolle spielt die Einordnung in den Lehrplan?
Sie dient als notwendiges Fundament, um sicherzustellen, dass die Exkursion bildungspolitisch legitimiert und in den Unterrichtsstoff integriert ist.
Warum wird eine fächerübergreifende Exkursion empfohlen?
Die Kombination aus Religion und Erdkunde ermöglicht ein ganzheitliches Verständnis des Ortes, sowohl in Bezug auf die Geschichte als auch auf die geographische Umgebung.
- Arbeit zitieren
- Monika Reichert (Autor:in), 2002, Kirchenpädagogischer Zugang zur Abtei Oberschönenfeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17571