Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in das Thema und Zielsetzung der Hausarbeit 1
2. Theoretische Grundlagen 2
2.1 Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente 2
2.1.1 Mindestlohn 2
2.1.2 Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes 3
2.2 Arbeitsmarkttheorien 3
2.2.1 Die klassische Theorie 4
2.2.2 Die keynesianische Theorie 5
3. Gründe für die Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente 7
3.1 Gründe für die Festsetzung eines Mindestlohnes 7
3.2 Gründe für die Deregulierung und Flexibilisierung
des Arbeitsmarktes 8
4. Mögliche Auswirkungen der arbeitsmarktpolitischen Instrumente
auf den Arbeitsmarkt 9
4.1 Mögliche Auswirkungen eines Mindestlohnes 9
4.2 Mögliche Auswirkungen einer Flexibilisierung und
Deregulierung des Arbeitsmarktes 11
5. Zusammenfassung und eigene Meinung 13
Literaturverzeichnis 15
Literaturverzeichnis 15
Abkürzungsverzeichnis a.a.O. am angeführten/angegebenen Ort BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie EU Europäische Union
StWG Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft vom 8. Juni 1967 (BGBl. I S. 582), zuletzt geändert durch Gesetz vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407, 2422) Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Deutschland 1
Abbildung 2: Arbeitsangebot und -nachfrage nach der klassischen Theorie 5
Abbildung 3: Mindestlohn im Arbeitsmarktmodell der klassischen Theorie 10
1. Einführung in das Thema und Zielsetzung der Hausarbeit
Die Ziele der staatlichen Wirtschaftspolitik in Deutschland sind seit 1967 in § 1 StWG 1 fixiert. Daraus ergibt sich, dass die Erreichung eines hohen Beschäftigungs-standes eine der wesentlichsten Hauptaufgaben der staatlichen Wirtschaftspolitik ist. Auch die aktuelle Bundesregierung richtet sich an diesem Ziel aus. Arbeitsplätze zu sichern sowie Arbeitslosigkeit zu vermeiden und zu minimieren, hat eine sehr hohe Priorität. 2 Denn eine hohe Arbeitslosigkeit trägt große politische Gefahren in sich, bringt negative volkswirtschaftliche Konsequenzen mit sich und kann negative individuelle Folgen für jeden Einzelnen haben. 3
Abbildung 1 ist jedoch zu entnehmen, dass die durchschnittliche Anzahl der gemeldeten Arbeitslosen in Deutschland seit 1991 nie unter 2,5 Millionen lag. Das wirtschaftspolitische Ziel eines hohen Beschäftigungsstandes wurde insoweit Jahr für Jahr klar verfehlt. 4
Abbildung 1: Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Deutschland
(vgl. Bundesagentur für Arbeit (22.01.2011), http://www.arbeitsagentur.de)
Allerdings wurden in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um einen hohen Beschäftigungsstand in Deutschland zu erreichen. Zum Beispiel wurde Anfang 2009 die Möglichkeit zur Festsetzung von branchenbezogenen Mindestlöh-
1 vgl. § 1 StWG (31.10.2006). 2 vgl. Redaktionsteam Jahreswirtschaftsbericht 2011 des BMWi: 2011, S. 9. 3 vgl. Schenk, H.: 2009a, S. 15.
4 vgl. a.a.O., S. 18.
nen geschaffen. 5 Die aktuelle Bundesregierung setzt zur Erreichung dieses Zieles insbesondere auf eine Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes. 6 Doch welche Auswirkungen haben die vorgenannten Instrumente auf den Arbeitsmarkt und welches dieser Instrumente ist das bessere, um das Ziel eines hohen Be-schäftigungsstandes zu erreichen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Autor dieser Hausarbeit. Zielsetzung des Autors ist es, die vorgenannten arbeitsmarktpolitischen Instrumente zu erklären, die Argumente der Befürworter dieser Instrumente darzustellen und diese im Hinblick auf deren mögliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt nach der klassischen und keynesianischen Theorie zu beleuchten, um sich danach eine eigene Meinung zu den Instrumenten bilden zu können.
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente
2.1.1 Mindestlohn
Ein Mindestlohn definiert die Untergrenze der Bezahlung für abhängig Beschäftigte. Diese Untergrenze darf kein Arbeitgeber unterschreiten. Zu unterscheiden ist zwischen einem gesetzlich festgesetzten „flächendeckenden" Mindestlohn, der für alle abhängig Beschäftigten in einer Volkswirtschaft gilt und gesetzliche festgesetzten Mindestlöhnen, die lediglich für bestimmte Branchen gelten. 7 Der Autor dieser Hausarbeit beschränkt sich bei seinen nachfolgenden Ausführungen darauf, die Wirkungen eines gesetzlich festgesetzten „flächendeckenden" Mindestlohns zu beschreiben, da sich hiermit insbesondere die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt nach der klassischen und keynesianischen Theorie besser darstellen und verdeutlichen lassen.
5 vgl. Redaktionsteam Jahreswirtschaftsbericht 2011 des BMWi: 2011, S. 40.
6 vgl. a.a.O., S. 38f..
7 vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (25.01.2011), http://www.bpb.de.
2.1.2 Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes
Unter der Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes ist die Aufhebung von Regulierungstatbeständen in einer Volkswirtschaft zu verstehen, die im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt stehen. Diese Beseitigung einschränkender Bestimmungen für unternehmerisches Handeln soll mehr Wettbewerb schaffen und zu einer höheren volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit beitragen. 8 Gerade der Arbeitsmarkt in Deutschland wird durch viele Regulierungen eingeschränkt und gelenkt. 9 Deregulierungs- und Flexibilisierungsmaßnahmen sind beispielsweise die Schaffung der Möglichkeit zur freien Bestimmung der Lohnhöhe, die Einführung kürzerer Kündigungsfristen bzw. die Abschaffung des Kündigungsschutzes oder der Wegfall der Tarifbindung von Unternehmen. 10
2.2 Arbeitsmarkttheorien
Auf dem Arbeitsmarkt trifft die Arbeitskräftenachfrage und das Arbeitskräfteangebot einer Volkswirtschaft zusammen. Unternehmen und der Staat fragen menschliche Arbeit nach; angeboten wird Arbeit von privaten Haushalten. Diese erhalten als Gegenleistung für das zur Verfügung stellen ihrer Arbeitskraft ein Entgelt (Lohn), welches für die privaten Haushalte Einkommen und für die Unternehmen Kosten darstellt. 11
In der Volkswirtschaftslehre existieren seit 1936 zwei unterschiedliche Ansätze, um die Zusammenhänge des Arbeitsmarktes zu erklären. Die klassische und die keynesianische Theorie, die nachfolgend unter Tit. 2.2.1 und Tit. 2.2.2 näher erläutert werden. 12
8 vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (25.01.2011), http://www.wirtschaftslexikon.gabler.de.
9 vgl. Kress, U.: 1998, S. 8.
10 vgl. Kress, U.: 1998, S. 8.
11 vgl. Schenk, H.: 2009b, S. 27.
12 vgl. a.a.O., S. 28.
Arbeit zitieren:
Timo Geiger, 2011, Betrachtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente der Festsetzung von Mindestlöhnen und der Deregulierung bzw. Flexibilisierung des Arbeitsmarktes im Hinblick auf deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, München, GRIN Verlag GmbH
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