Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Merkmale der modernen Zweierbeziehung 4
3 Die These der Instabilität der modernen Zweierbeziehung. 5
4 Theoretische Erklärungsansätze 7
4.1 Der familienökonomische Ansatz von Becker 7
4.2 Das austauschtheoretische Modell zur Ehestabilität von Lewis und Spanier 9
4.3 Die Individualisierungsthese von Beck 10
5 Weitere Ursachen 12
5.1 Wandel der Beziehungsideale 12
5.2 Die Eigendynamik der Scheidungsentwicklung 13
6 Gesellschaftliche Folgen 15
6.1 Pluralisierung der Lebensformen 15
6.2 Wandel der Kindschaftsverhältnisse 16
6.2.1 Zunahme von Ein-Eltern-Familien 16
6.2.2 Anstieg von Fortsetzungsehen und Stieffamilien 17
6.3 Ökonomische Folgen 18
7 Fazit 19
8 Anhang 21
9 Literaturverzeichnis 24
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1 Einleitung
„Die Institution der Scheidung ist wahrscheinlich genauso alt wie die Ehe selbst.“ (Hill/Kopp 2006, S. 268-269) Mit diesem Satz möchten Hill und Kopp verdeutlichen, dass es Ehescheidungen in allen Epochen und in fast allen Kulturkreisen gegeben hat. Jedoch waren sie stets die Ausnahme. Heute ist Scheidung allerdings zu einem Massenphänomen geworden. Seitdem im Jahre 1888 die Scheidungszahlen erstmals dokumentiert wurden, kann man einen fast konstanten Anstieg dieser erkennen (vgl. Hill/Kopp 2006, S. 269). Die Zahl der Ehescheidungen erfasst jedoch nur einen kleinen Teil der Beziehungsdynamik. „Die Trennungs- ratevon nichtehelichen Lebensgemeinschaften innerhalb der ersten 6 Jahre ist etwa dreimal so hoch wie die Trennungsrate von Ehen.“ (Peuckert 2008, S. 172) Aus diesem Grund wurde in den letzten Jahren vermehrt von der Instabilität der modernen Zweierbeziehung gesprochen (vgl. Peuckert 2008; Lois 2009; Schmidt 2006). Die vorliegende Arbeit möchte die These der Instabilität der Zweierbeziehung näher darstellen und diese auf ihre gesellschaftlichen Auswirkungen hin untersuchen. Die zentrale Fragestellung der Arbeit lautet dabei: Welche gesellschaftlichen Veränderungen lassen sich durch die hohen Scheidungs- und Trennungsraten verzeichnen?
Zunächst werden die zentralen Merkmale der modernen Zweierbeziehung dargestellt (vgl. Kapitel 2). In einem zweiten Schritt werden die empirischen Ergebnisse in Bezug auf Scheidung und Trennung zusammengetragen und die These der Instabilität der modernen Zweierbeziehung dargestellt (vgl. Kapitel 3). Danach werden drei soziologische Erklärungsansätze vorgestellt (vgl. Kapitel 4). Neben den theoretischen Erklärungsansätzen wird in Kapitel 5 nach weiteren Ursachen für die Instabilität der modernen Zweierbeziehung gefragt. In Kapitel 6 werden die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung untersucht. Abschließend werden in einem Fazit die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und nochmals diskutiert (vgl. Kapitel 7).
Das Konzept der Zweierbeziehung schließt auch homosexuelle Paare ein. Jedoch sei an dieser Stelle angemerkt, dass in der vorliegenden Arbeit nur auf heterosexuelle Paarbeziehungen eingegangen wird. Des Weiteren wird versucht auch andere Formen des Zusammenlebens (z.B. nichteheliche Lebensgemeinschaften) mit in die Arbeit einzubeziehen. Dies gestaltet sich jedoch an vielen Stellen schwierig, da sich die Forschung bis jetzt größtenteils auf Ehen beschränkt hat (vgl. Arránz Becker 2008, S. 172).
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2 Merkmale der modernen Zweierbeziehung
Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Begriffen, um eine Beziehung zwischen zwei Menschen zu bezeichnen (z.B. Partnerschaft, Intimbeziehung, Dyade, primäre Beziehung, …). Jeder dieser Begriffe betont eine bestimmte Facette von Beziehung. In der vorliegenden Arbeit wird mit dem Begriff der Zweierbeziehung gearbeitet, der von Lenz (2009, S. 48) wie folgt definiert wird:
„Unter einer Zweierbeziehung soll ein Strukturtypus persönlicher Beziehung zwischen Personen
unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts verstanden werden, der sich durch einen hohen Grad an
Verbindlichkeit (Exklusivität) auszeichnet, ein gesteigertes Maß an Zuwendung aufweist und die
Praxis sexueller Interaktion - oder zumindest deren Möglichkeit - einschließt.“ Somit umfasst der Begriff hetero-, wie auch homosexuelle Paare und ist unabhängig von der Institutionalisierungsform, der Anzahl der (gemeinsamen) Kinder sowie auch von der Form des Zusammenlebens (vgl. Lenz 2009, S. 49). Lenz macht weiterhin darauf aufmerksam, dass das Konzept der Zweierbeziehung unabhängig von gegenwärtigen kulturellen Vorstellungen von Ehe ist. Ehe sieht er als „eine mögliche Ausprägung von Zweierbeziehungen“ (Lenz 2009, S. 49). Lediglich die „rechtliche Legitimation durch den Staat“ (Lenz 2009, S. 49) unterscheidet die Ehe von anderen Formen der Zweierbeziehung.
Weiterhin definiert Lenz drei konstitutive Merkmale für eine Zweierbeziehung. Das erste Merkmal ist die Prozesshaftigkeit. Zweierbeziehungen zeichnen sich durch eine hohe Dynamik aus (vgl. Lenz 2009, S. 52). Ein weiteres Charakteristikum ist die Konstruktion von Wirklichkeit. Lenz lehnt sich hier an Berger und Kellner (1965, S. 222) an, die bereits auf die nomosbildende Funktion der Ehe aufmerksam gemacht haben. Für Berger und Kellner erfolgt die Wirklichkeitskonstruktion in der Ehe durch das Medium des ehelichen Gesprächs (vgl. Berger/Kellner 1965, S. 225). Lenz beschränkt die gegenseitige Konstruktion von Wirklichkeit nicht nur auf die standesamtlich legitimierte Ehe, sondern erweitert dieses Konzept auch auf andere Institutionalisierungsformen von Beziehung (vgl. Lenz 2009, S. 53). Als drittes Merkmal der Zweierbeziehung sieht Lenz die emotionale Verbundenheit. Diese drückt sich vor allem in einem Repertoire an Beziehungssymbolen aus (vgl. Lenz 2009, S. 54-56).
Burkart betrachtet die Zweierbeziehung zunächst als persönliche Beziehung. Jedoch betont er auch, dass die Zweierbeziehung zugleich eine soziale Institution ist. (vgl. Burkart 2008, S. 172) „Das heißt, es gibt Strukturen, Regeln und Normen.“ (Burkhart 2008, S. 172) Des Weiteren definiert Burkart (2008, S. 173) vier Problembereich der modernen Zweierbeziehung:
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„Es gibt vier grundlegende Probleme, mit denen Paarbeziehungen heute konfrontiert sind: a) das
Problem der biografischen Dauerhaftigkeit; b) der Institutionalisierungsgrad und die
Institutionalisierungsformen des Paares; c) das Verhältnis von Individualität und Paar (und damit auch
das Spannungsverhältnis von Bindung und Autonomie); d) das Verhältnis von Paar und Geschlecht.“ Das „Problem der biografischen Dauerhaftigkeit“ (Burkhart 2008, S. 173) soll im folgenden Abschnitt in Rahmen der These der Instabilität der modernen Zweierbeziehung näher erläutert werden.
3 Die These der Instabilität der modernen Zweierbeziehung
Die These der Instabilität von Zweierbeziehungen wird oft mit der extremen Entwicklung der Scheidungszahlen begründet. Hill und Kopp (2006, S. 271) fassen die Entwicklung mit folgenden Worten zusammen:
„Wenn man die Entwicklung der Zahl der Scheidungen je 10.000 Einwohner in den nun über 100
letzten Jahren betrachtet, so kann man einen fast linearen Anstieg dieser Kenngröße beobachten.
Während im Jahre 1888 die Scheidungsrate bei 1,4 Scheidungen je 10.000 Einwohner lag, insgesamt
wurden damals nur 6.618 Ehen geschieden, beträgt die entsprechende Rate im Jahre 2004 für die alten
Bundesländer 26,6 beziehungsweise für die neuen Bundesländer 22,2. Auch diese Entwicklung findet
sich in allen modernen Industrienationen.“
Eine Abbildung, die die Entwicklung der zusammengefassten Ehescheidungsziffer 1 im Zeitraum von 1970 bis 2004 verdeutlicht, befindet sich im Anhang 1 (vgl. Seite 21). Auch hier lässt sich ein fast linearer Anstieg beobachten, der im früheren Bundesgebiet nur durch die Reform des Ehe- und Familienrechts im Jahr 1977 und in den neuen Bundesländern durch die Wiedervereinigung im Jahr 1990 unterbrochen wurde. Generell bestand in der DDR eine höhere Scheidungsneigung aufgrund eines liberaleren Scheidungsrechts in Vergleich zur BRD (vgl. Peuckert 2008, S. 170).
Die Entwicklung der letzten Jahre sieht wie folgt aus:
„Von 1992 bis 2003 stieg - mit Ausnahme des Jahres 1999 - die Zahl der Ehescheidungen in
Deutschland beständig von 135 000 auf 214 000 an. Seit 2004 ist die Entwicklung bei den
Ehescheidungen rückläufig, nur 2008 gab es eine Steigerung.“ (Statistisches Bundesamt 2011) Die rückläufige Entwicklung der Scheidungszahlen in den letzten Jahren kann mit dem Geburtenrückgang und niedrigeren Eheschließungszahlen begründet werden.
1 „Die zusammengefasste Ehescheidungsziffer ist ein Maß, das die Scheidungsinstensität des jeweiligen Kalenderjahres abbildet. Sie gibt an, welchen Prozentsatz der in dem betreffenden Jahr geschlossenen Ehen
geschieden wird, wenn sich die in dem betreffenden Jahr beobachteten ehedauerspezifischen
Scheidungsziffern über die gesamte Ehedauer nicht ändern würden.“ (Peuckert 2008, S. 168)
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Im Jahr 2009 wurden in Deutschland 185 817 2 Ehen geschieden (vgl. Statistisches Bundesamt 2011). Damit lag die Rate der geschiedenen Ehen je 10.000 Einwohner bei 23. In 49,2 Prozent der Ehescheidungen waren minderjährige Kinder davon betroffen. Die Gesamtzahl der betroffenen minderjährigen Kinder beträgt im Jahr 2009 insgesamt 145 656 (vgl. Statistisches Bundesamt 2011). Welchen Einfluss die hohen Trennungs- und Scheidungsraten auf die Kindschaftsverhältnisse haben wird unter Punkt 6.2 (vgl. S. 16) näher erläutert.
Es lässt sich auch einen Zusammenhang zwischen der Ehedauer und der Scheidungshäufigkeit erkennen. Peuckert (2008, S. 171) fasst diesen wie folgt zusammen: „Die Scheidungshäufigkeit variiert mit der Ehedauer. In allen Ehejahren ist ein tendenzieller Anstieg
des Scheidungsniveaus zu erkennen. Die höchste Scheidungshäufigkeit zeigt sich heute für eine
Ehedauer zwischen 5 und 9 Jahren mit einem Scheidungsgipfel im fünften Ehejahr. Seit einigen
Jahrzehnten zeichnet sich aber auch verstärkt das Verhaltensmuster der späten Scheidung - nach dem
19. Ehejahr - ab. [Hervorhebung im Original, K.S.]“
Der Trend zur späten Scheidung wurde auch für das Jahr 2009 vom Statistischen Bundesamt bestätigt. Die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung betrug 14 Jahre und 4 Monate. Im Vergleich dazu waren es 1992 nur 11 Jahre und 6 Monate (vgl. Statistisches Bundesamt 2011).
Allerdings sind nicht nur Ehen instabiler geworden. Rupp (1996, S. 49) kommt zu dem Schluss, dass die Trennungsrate von nichtehelichen Lebensgemeinschaften in den ersten 6 Jahren mehr als dreimal so hoch ist wie die von Ehen (8% bei Ehen, 29% bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften). Sie resümiert, dass nichtehelichen Lebensgemeinschaften im Vergleich zu Ehen noch weniger Stabilität besitzen (vgl. Rupp 1996, S. 49). Auch Lois (2009, S. 190) kommt in seiner Erhebung zu ähnlichen Ergebnissen. Er untersuchte die Trennungswahrscheinlichkeiten von Ehen und nichtehelichen Lebensgemeinschaften und kam dabei zu folgendem Schluss:
„Das im ersten Kohabitationsjahr erreichte Maximum der Trennungswahrscheinlichkeit beträgt bei
NEL 15,7%. Von 100 Paaren trennen sich also im Durchschnitt 16 im ersten Jahr nach der
Haushaltsgründung. Ein Vergleich dieser Zahlen mit der maximalen Hazardrate bei Ehen (2,1% im
siebten Ehejahr) macht deutlich, dass nichteheliche Lebensgemeinschaften wesentlich instabiler sind
als Ehen.“
Zur Verdeutlichung befindet sich eine Abbildung über den Verlauf des Trennungsrisikos über die Dauer von Ehen bzw. die Kohabitationsdauer von nichtehelichen Lebensgemeinschaften im Anhang 2 (vgl. S. 22). Darin wird deutlich, dass sich bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften ein eher U-förmiger Verlauf des Trennungsrisikos ergibt, während das
2 Das Statistische Bundesamt merkt an: „Die tatsächliche Zahl der Ehescheidungen dürfte für 2009 etwas höher liegen, da in Bayern bedingt durch technische Umstellungen bei der Datengewinnung von einer
Untererfassung von schätzungsweise 1 900 Fällen auszugehen ist.“
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Trennungsrisiko von Ehen erst leicht ansteigt, seinen Höhepunkt um das sechste Ehejahr erreicht und danach abfällt (vgl. Lois 2009, S. 189-190). Es kann festgehalten werden, dass nichteheliche Lebensgemeinschaften ein höheres Trennungsrisiko als Ehen besitzen.
Interessant ist auch die Frage, wie sich die Beziehungsentwicklung im Generationenvergleich entwickelt hat. Schmidt et al. (2006, S. 26) kommen in ihrer Hamburger-Leipziger Drei-Generationen Studie zu folgendem Ergebnis:
„Die Fluktuation von Beziehungen ist von Generation zu Generation erheblich gestiegen. Dies wird
deutlich, wenn man die durchschnittliche Anzahl der Beziehungen für die drei Generationen
vergleicht und zu dem verblüffenden Ergebnis kommt, dass heute 30-jährige schon mehr Beziehungen
hatten als 60-Jährige in ihrem viel längeren Leben. Noch klarer werden die Unterschiede in der
Neigung zum Beziehungswechsel, wenn man untersucht, wie viele Beziehungen die Befragten bis zu
einem bestimmten Alter, das sie schon alle erreicht haben, hatten: Bis zum Alter von 30 Jahren hatten
beispielsweise die 1942 Geborenen nur etwa halb so viele feste Beziehungen wie die 1972
Geborenen. Der Jahrgang 1957 nimmt wieder eine mittlere Position ein.“ Sie resümieren, dass Beziehungen serieller und dadurch auch kürzer werden (vgl. Schmidt et al. 2006, S. 27). Gleichzeitig konnten sie allerdings auch festhalten, dass dieses Ergebnis nicht durch Bindungsunlust begründet werden kann. 95 Prozent der Befragten sahen eine feste Zweierbeziehung als die ideale Art des Zusammenlebens an (vgl. Schmidt et al. 2006, S. 31). „ ‚Beständigkeit‘ ist also nach wie vor eine wichtige Wertvorstellung.“ (Schmidt et al. 2006, S. 33) Doch woran liegt es, dass Zweierbeziehungen massenhaft zerbrechen, obwohl dennoch viel Wert auf eine dauerhafte Partnerschaft gelegt wird? Im nächsten Kapitel sollen drei theoretische Erklärungsansätze vorgestellt und erläutert werden.
4 Theoretische Erklärungsansätze
4.1 Der familienökonomische Ansatz von Becker
Der familienökonomische Ansatz entwickelte sich zu Beginn der 1950er Jahre. Instrumentarium, das ursprünglich zur Erklärung von wirtschaftlichem Handeln entwickelt wurde, wird darin auch zur Erklärung von menschlichen Sozialverhalten eingesetzt. Eine Grundannahme der Theorie besteht darin, dass Personen anstreben, ihren eigenen Nutzen zu maximieren (vgl. Hill/Kopp 2006, S. 115). Zwei Menschen gehen also eine Ehe ein, da sie sich davon versprechen einen höheren Nutzen zu erzielen, als wenn sie alleine geblieben wären (vgl. Becker 1982, S. 226). Der Nutzen, den eine Ehe erzielt, hängt jedoch nicht allein von den auf dem Markt gekauften Gütern ab, sondern von den durch den Haushalt produzierten Gütern, die Becker auch „commodities“ nennt (vgl. Becker 1982, S. 228). Diese können sein: „Qualität der Mahlzeiten, die Qualität und Quantität der Kinder, Prestige, Erholung, Kameradschaft, Liebe und Gesundheit.“ (Becker 1982, S. 228). Commodities sind
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Kerstin Schirmer, 2011, Die Instabilität der modernen Zweierbeziehung und ihre gesellschaftlichen Folgen, München, GRIN Verlag GmbH
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