eigentlich fast nichts anderes mehr. Jede bekloppte Idee - mach ich ’n Konzept draus. Muss man ja. Ohne Konzept geht heute gar nichts mehr. Deswegen gibt’s ja so viele.
Und dann hat man auch noch Freunde. So eine Freundschaft, die will ja gepflegt sein, sonst geht die ein, nicht? Das ist wie ein Pflänzchen, so muss man sich das vorstellen. Wie ein kleines, zartes Pflänzchen. Also, am Anfang. Und dann später eigentlich auch. Ich lerne deshalb auch ganz bewusst gar keine neuen Leute mehr kennen. Ich hätt eh keine Zeit, mich um die zu kümmern.
Ich habe auch - das wird Sie wahrscheinlich gar nicht interessieren - ich hab auch seit längerem schon den Wunsch, den Watzmann zu besteigen. Ich weiß auch nicht. Ist so ein Spleen von mir. Ich bin ja - das wussten Sie wahrscheinlich noch gar nicht - Mitglied im Deutschen Brombeerclub und wenn die Genossen, also die Mitglieder, also die Freunde, das sind ja alles Freunde, wenn die also dann davon erzählen, wie das ist auf dem Watzmann, auch auf anderen Bergen, aber eben doch vor allem auf dem Watzmann, dann werde ich da schon manchmal so sehnsüchtig, so sentimental, nicht? Doch, also der Watzmann, das wär schon was. Da hoch und dann mal so richtig durchatmen. Mal wieder zu sich selbst kommen. Auch so eine innere Ruhe finden. Gelassenheit. - Und dann halt wieder zurück.
Hm.
I. GLÜCK UND SO
Es lässt sich beobachten, dass die Frage nach dem Glück derzeit eine häufig gestellte ist. Ferner mangelt es nicht an Versuchen, diese Frage auch zu beantworten. Unsere Gegenwart ist geprägt von mannigfachen Äußerungen dazu, wie sich ein glückliches und erfülltes Leben führen lässt.
Die Orte und Arten der entsprechenden Entwürfe sind dabei sehr heterogen. Zeitgenössische Lebenskunst reicht von stark psychologisch geprägten Modellen nahezu totaler Machbarkeit über spirituelle Konzepte zur Erlangung innerer Kraft und Seelenruhe bis hin zur ausschweifenden Behandlung lebenspraktischer Probleme in der Populärkultur. Seit neuestem interessiert sich sogar die akademische Philosophie wieder verstärkt für dieses Feld, das sie einst im Zuge der Ausdifferenzierung einzelner Wissenschaftsbereiche aus den Augen verloren hatte.
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Man könnte nun meinen, dass Menschen immer schon intensiv nach dem Glück gesucht hätten. Das führt dann zu so beliebten Einleitungssätzen wie: „Die Frage nach dem Glück ist so alt wie die Geschichte der Menschheit.“ Solche Äußerungen sind trügerisch. Sie suggerieren eine Kontinuität und Stabilität von menschlichen Problematisierungsstrategien, wobei unterzugehen droht, welch eklatante Unterschiede bei der Suche nach einem glückenden bzw. glücklichen Leben zwischen verschiedenen Kulturen und natürlich auch bereits innerhalb einer Kultur bestehen. Dementsprechend geht es mir an dieser Stelle auch darum, charakteristische Züge für gegenwärtige Glückskonzepte ausfindig zu machen, also solche Aspekte zu isolieren, die sich in vielen dieser Entwürfe wiederfinden. Denn so alt das Bestreben, eine Lebenskunst, also eine Strategie für den gelingenden Umgang mit der eigenen Existenz zu finden, auch sein mag, so speziell scheint mir doch das aktuelle Gefüge zu sein, das sich in den letzten, sagen wir, 50 Jahren um diesen traditionellen Topos herum gebildet hat.
Dieter Mersch zufolge orientiert sich die Kultur unserer Gegenwart an einer Kultivierung des Technischen im buchstäblichen Sinne: Techniken der Mobilität, der Lebensbequemlichkeit, der Mediatisierung und Speicherung aller möglichen Daten und Erfahrungen, der Erforschung immer tieferer Bereiche der Natur, um deren Verbesserung willen und um der Erzeugung und Reproduktion weiterer Techniken und aller möglichen Illusionen 1 .
Geführt wird hier - stark vereinfacht und mit den Worten Friedrich Nietzsches gesprochen -
ein Kampf „um ‚Mehr’ und ‚Besser’ und ‚Schneller’ und ‚Öfter’“ 2 . In ihrer Fokussierung auf die Möglichkeiten zur Optimierung aller erdenklichen Lebensbereiche verdammt sich die heutige westliche Kultur dazu, sich ständig selbst übertreffen zu müssen. Daher muss man in ihr auch grundsätzlich davon ausgehen, dass die Dinge so, wie sie sind, nie gut genug sein können. In diesem Sinne besteht ein permanenter Handlungsbedarf, eine unablässige Aufforderung zur Tat - einer Tat, durch die Bestehendes zum Besseren verändert werden soll. In einer an Techniken und Technologien reichen Gegenwart fehlt es dann auch nicht an Mitteln und Wegen, solche Verbesserungsvorhaben in Angriff zu nehmen.
Zeitgenössische Lebenskunst ist von diesem Diktat des optimierenden Eingriffs nachhaltig geprägt. Entweder huldigt sie ihm rückhaltlos und weitet es bruchlos auf die Haltung des Einzelnen zu sich selbst aus („Holen Sie das Beste aus sich heraus und werden Sie der Mensch, der Sie immer sein wollten.“) oder aber sie versucht, die Schaffung von Räumen für
1 Dieter Mersch, Europäische Kulturgeschichte I, Druckversion (auf CD-Rom), Potsdam 2006, S. 154.
2 Friedrich Nietzsche, Umwertung aller Werte, Bd.1, zitiert nach: Mersch, Europäische Kulturgeschichte I, S. 155.
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den unüblich gewordenen Zustand der Inaktivität als temporäre „Auszeit“ zu unterstützen („Lernen Sie, sich zu entspannen.“ „Schalten Sie einfach mal ab.“). Das Besondere hierbei ist ein spezielles Verständnis dessen, was die Transformierung seiner selbst mithilfe einer Lebenskunst bedeutet. Denn sicherlich kann man sagen, dass auch frühere Konzeptionen vom Erreichen des individuellen Glücks auf eine Steigerung des Selbst abzielten. Doch scheinen die spezifische Art und das Ziel des Steigerns in den gegenwärtigen Lebenskunstentwürfen doch eine neue Erscheinung zu sein. Nicht umsonst kommt dem Begriff der „Optimierung“ derzeit eine Schlüsselrolle zu. Man kann Prozesse optimieren, Umsatzzahlen und Wandlungsraten - und eben auch die eigene Person. Die „Selbstoptimierung“ zielt vor allem auf ein maximales, effizientes Ausreizen und Auslasten des eigenen Potentials sowie dessen, was das Leben zu bieten hat. Die Fähigkeiten und Techniken zu erlernen, sich und seinem Dasein das Meistmögliche zu entlocken, kann als ein zentrales Motiv zahlreicher gegenwärtiger Lebenskunstkonzepte angesehen werden. Auffällig ist zudem, dass viele der heutigen Glücksstrategien auf eine quasinaturwissenschaftliche Weise argumentieren. Sie sind durchzogen von einem strengen Ursache-Wirkung-Verständnis und verwenden Erkenntnisse aus der Psychologie, der Biologie und der Neurowissenschaft, salopp und einprägsam auch oft „Hirnforschung“ genannt. Auf diese Weise scheint es möglich zu sein, glückliche Zustände ganz gezielt und verlässlich herbeizuführen. Da man nun zu wissen glaubt, wo im menschlichen Körper die „guten Gefühle“ produziert werden - im Gehirn - und wie diese Produktion durch selbst gesetzte Impulse angeregt werden kann, eröffnen sich für die Selbstoptimierung bisher ungeahnte Möglichkeiten.
Es wird zu fragen sein, was sich in dieser Lebenskunst noch ausdrückt, außer der womöglich gut gemeinte Vorsatz, den Menschen dabei zu helfen, ein zufriedeneres Leben zu haben.
II. DIR RATGEBERLEBENSKUNST DER GEGENWART
Es gibt nicht die gegenwärtige Lebenskunst. Wann immer ich dennoch davon spreche, polemisiere ich. Wie bereits angedeutet, ist das Feld der Entwürfe zur Gestaltung eines glücklichen Daseins heutzutage sehr breit und vielschichtig.
Ich will mich im Folgenden besonders der zeitgenössischen Lebenskunst widmen, die mir in besonderem Maße mit einer auffälligen Doppelzüngigkeit aufzutreten scheint. Ziel ist es, zu ergründen, was die Stimme neben der Stimme ist, die dort selbstbewusst und eindringlich
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Ratschläge zur Selbstoptimierung ausspricht. Was wird durch diese Ratschläge hindurch mitkommuniziert?
Zu finden ist diese Lebenskunst am ehesten in der weit verbreiteten und ausschweifenden Ratgeberliteratur, in konzentrierter Form aber auch in Magazinen, populärwissenschaftlichen Zeitschriften sowie den zahlreichen Lifestyle-Portalen im Internet. Ihr eigen ist eine besonders extreme Haltung zur Gestaltungsfähigkeit des eigenen Lebens bzw. des eigenen Glückes. Es handelt sich bei diesen Lebenskunstentwürfen um besonders radikale Äußerungen der Auffassung, dass ein gelingendes Leben zu führen in erster Linie in der Hand des einzelnen Menschen selbst liegt, dass er sein Dasein verbessern und sich seine Wünsche erfüllen kann.
Sie wissen genau, was Sie wollen: reich und glücklich sein, eine harmonische Beziehung haben, Karriere machen, Freunde gewinnen, etwas Sinnvolles schaffen, ein interessantes Leben führen. Doch wie sich das erreichen lässt, ist Ihnen weniger klar. Garantiert fehlt es Ihnen weder an festem Willen noch an Engagement, sondern an ganz besonderem Know-how.
Sich in einzelnen Bereichen anzustrengen nutzt wenig, wenn Sie nicht gleichzeitig die grundlegenden Spielregeln des Lebens anwenden. Nur: Auf das Spiel des Lebens wurden die meisten von uns unzureichend vorbereitet. Niemand hat uns genau erklärt, wie es funktioniert und welche Gesetze wir unbedingt beachten müssen, um Glück, Liebe und Erfolg zu erreichen. 3
Der Rahmen, in dem wir uns nun bewegen, wäre mit diesem Zitat umrissen. Dies ist der Standpunkt, von dem aus die Lebenskunstkonzepte der Ratgeberliteratur operieren. Gesetzt ist ein nahezu allumfassendes Ziel: emphatische Zufriedenheit in jedem wichtig erscheinenden Lebensbereich. Es folgt sodann die Feststellung, dass sich viele Menschen von einem solchen Zustand mehr oder weniger weit entfernt wähnen. Sie verstünden sich schlicht nicht richtig aufs Leben, was jedoch nicht verwunderlich sei, denn bisher habe es flächendeckend an der Vermittlung der nötigen Kompetenzen und Einsichten gefehlt. Dagegen soll nun etwas unternommen werden. Um die einzuleitende Veränderung auch tatsächlich gelingen zu lassen, bedarf es allerdings einer fachkundigen Anleitung, die mit dem „ganz besonderen Knowhow“ aufwarten kann. Diese Anleitung wird dem Individuum nun - zumeist in Buchformendlich zugänglich gemacht.
Nein, gekleckert wird in diesen Konzeptionen vom gelingenden Leben wahrlich nicht. Die Ziele, die sie sich stecken, sind hoch, die Nachfrage ist es ebenso. Noch immer ist eine wachsende Zahl von Publikationen in diesem Genre zu verzeichnen. Einige Bücher dieses einschlägigen Genres sind zu regelrechten Klassikern geworden. Dale Carnegies Sorge dich nicht - lebe! aus dem Jahr 1948 erfreut sich noch immer großer Beliebtheit und wurde allein
3 Eva Wlodarek, Spielregeln des Lebens für mehr Glück und Erfolg, Frankfurt am Main 2001, Klappentext.
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in Deutschland bislang zirka drei Millionen Mal verkauft. 4 Kanonische Veröffentlichungen jüngeren Datums sind beispielsweise Mihaly Csikszentmihalyis Flow - das Geheimnis des Glücks (1990) oder der Dauerseller simplify your life (2001) von Werner Tiki Küstenmacher und dem deutschen „Zeitmanagement-Guru“ Lothar J. Seiwert. Bisweilen versuchen sich auch Prominente in diesem Metier und teilen ihre Tipps und Lebenserfahrungen mit uns; so wie zuletzt unter anderen der ehemalige Fußballnationaltorhüter Oliver Kahn in seinem Buch Ich - Erfolg kommt von innen (2008).
Die Machbarkeitsratgeber und ihre kleinen Geschwister in Presse und World Wide Web scheinen gegenwärtig die explizitesten und auch prominentesten Vertreter der Lebenskunst zu sein. In ihnen werden meist sehr verschiedene Ansätze und Denkarten zu mehr oder weniger einheitlichen Konzepten verwoben, die zugleich tief greifend, leicht zugänglich und umgehend realisierbar sein sollen, die also „wirksame Rezepte“ bieten, die man „sofort
umsetzen kann.“ 5 Neben vielen Anregungen aus der Psychologie werden insbesondere die Forschungsergebnisse der Neurobiologie verarbeitet. Hinzu kommen einige Ausflüge in die Philosophie sowie in spirituelle und religiöse Gefilde. Diese Einflüsse werden zudem vermengt mit gewissen Eigenschöpfungen der Branche, von denen das ‚Positive Denken’ sicherlich am bekanntesten geworden ist. Unterlegt wird der gesamte Komplex schließlich von einer ökonomisch kalkulierenden Rationalität die eine „kluge Lebensführung“ letztendlich davon abhängig macht, auch im Umgang mit der eigenen Person zu wirtschaftlich sinnvollen Entscheidungen, also einem effizienten „Selbstmanagement“ in der Lage zu sein. Das Ziel der so generierten Entwürfe ist die Anleitung zur Erarbeitung eines selbst hergestellten Glücks, in dem nicht allzu viele Wünsche offen bleiben und das Michael Marykritisch - wie folgt beschreibt:
Man brauche das Leben nur in die Hand zu nehmen. Das Glück liege zwar nicht auf der Straße, aber in einem selbst; und daher könne jeder darüber verfügen. Man könne sein Leben gestalten, ganz nach Wunsch und Wille. Karriere sei planbargemäß eigener Vorstellungen. Gesundheit sei machbar - bis ins hohe Alter. Partnerschaft sei gestaltbar - den Ideen der Partner entsprechend. Sexualität könne erarbeitet werden - zum Wohl der Beziehung und der Partner. Glück sei ein Anspruch, ein Geburtsrecht geradezu, es könne trainiert werden. 6 „Glück“ bedeutet in diesem Falle also sowohl ein permanent andauernder Zustand, in dem sich der wahrhaft glückliche Mensch befindet, als auch ein emphatisches Erleben, das mit deutlich spürbarer Freude, Lust und Begeisterung einhergeht. Dem Einzelnen wird dieses vollkommene Glück in Aussicht gestellt. Und praktischerweise ist es eben auch dieser
4 Vgl. Harenberg. Das Buch der 1000 Bücher, Mannheim & Gütersloh 2005.
5 Bodo Schäfer, Die Gesetze der Gewinner. Erfolg und ein erfülltes Leben, München 2003, Vorwort.
6 Michael Mary, Die Glückslüge. Vom Glauben an die Machbarkeit des Lebens, Bergisch Gladbach 2003, S. 9.
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Einzelne, der sich - mithilfe des jeweiligen Konzepts und der nötigen Bereitschaft zur Arbeit an sich selbst - dorthin bringen kann. Die einzelnen Entwürfe bieten dazu stets bestimmte „Techniken“, „Wege“, „Strategien“, „Schlüssel“, „Methoden“, „Geheimnisse“, „Rezepte“ oder „Regeln“ an (meistens drei, fünf, sieben oder zehn), die es dann lediglich richtig und konsequent zur Anwendung zu bringen gilt.
Doch wie genau ist es dem Einzelnen nun möglich, sich selbst so umfassend zu optimieren? In den zahlreichen Lebenskunstkonzepten der Ratgeberliteratur gibt es durchaus verschiedene Ansätze, wie das Fernziel des vollständig erfüllten Lebens erreichbar ist. Das Fundament auf dem sie fußen ist jedoch im Grunde stets dasselbe. Es lautet: bewusste Kontrolle. Sonja Lyubomirsky übertitelt die Kapitel in ihrem Buch Glücklich sein. Warum Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben aus dem Jahr 2007 unter anderem so: „Üben Sie Dankbarkeit und positives Denken“, „Seien Sie optimistisch“, „Vermeiden Sie Grübeleien und soziale Vergleiche“, „Seien Sie hilfsbereit“, „Pflegen Sie Ihre sozialen Beziehungen“, „Entwickeln Sie Lebensbewältigungsstrategien“(!), „Genießen Sie die Freuden des Lebens“, „Setzen Sie
sich Ziele“, „Beschäftigen Sie sich mit Religion und Spiritualität“. 7 Alle diese Hinweise, so weit gefächert sie auch erscheinen mögen, beruhen letztlich darauf, dass sie unter Anleitung des Bewusstseins in Angriff genommen werden müssen. Lebenskunst scheint hier also vor allem zu bedeuten, so viele eigene Aktionen wie möglich im Modus der bewussten Führung auszuüben. Das Bewusstsein des Einzelnen soll maßgeblich erweitert werden, um immer mehr Lebensbereiche damit zu kontrollieren.
Küstenmacher & Seiwert geben in simplify your life gleich mehrere hundert Tipps, die auf diese Weise funktionieren. So raten die beiden zum Beispiel dazu, sich ein „persönliches optimales Schlafmuster aus Nachtschlaf und über den Tag verteilten Nickerchen“ zusammenzustellen. Sollte es dabei zu Schwierigkeiten kommen, gilt folgender Hinweis:
„Trennen Sie sich dafür gegebenenfalls von alten Gewohnheiten.“ 8 Der Tipp ist mit diesem Satz beendet.
Michael Mary verwendet für diese Art von Rezepten und Anweisungen den schönen Begriff des Kleingedruckten: „Kleingedrucktes klingt immer selbstverständlich, auch wenn es undurchführbar sein wird. Zusätzlich weckt es Hoffnungen und garantiert Erfolge.“ 9 Und in der Tat behaupten Küstenmacher & Seiwert hier, eine Methode für die Verbesserung der eigenen Person bereit zu halten, die sich aber letztlich darauf beschränkt, dem Individuum
7 Sonja Lyubomirsky, Glücklich sein. Warum Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben, Frankfurt am Main & New York 2008 S. 8f.
8 Werner Tiki Küstenmacher & Lothar J. Seiwert, simplify your life. Einfacher und glücklicher leben, Frankfurt am Main & New York 2002, S. 216.
9 Mary, Die Glückslüge, S. 48.
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dazu zu raten, sich künftig so und nicht mehr anders zu verhalten. Ob der Einzelne sich aber tatsächlich in der neuen, besseren Weise verhalten kann, steht nirgendwo zur Disposition. Es
wird vorausgesetzt, dass „mit Disziplin und etwas Gewöhnung“ 10 dieser Schritt ohne weiteres möglich sei. Die Instanz, die all das zu vollbringen hat, ist das Bewusstsein des jeweiligen Menschen. Es muss all den bisherigen Verhaltensmustern der Person zum Trotz die erstrebte Veränderung durchsetzen und überwachen. Inwiefern eine solch eklatante Ausweitung des Bewusstseins tatsächlich möglich oder überhaupt erstrebenswert ist, wird in den Entwürfen an keiner Stelle ernsthaft diskutiert.
Die Verfasserinnen und Verfasser der gegenwärtigen Glücksratgeber legitimieren ihre Positionen stattdessen zusätzlich, indem sie sich auf die Wissenschaft berufen. Stefan Klein nennt in seinem äußerst erfolgreichen Buch Die Glücksformel oder Wie die guten Gefühle entstehen aus dem Jahre 2002 insbesondere die Hirnforschung, die Molekularbiologie und die Psychologie als die Disziplinen, in denen man dem Glück zunehmend wissenschaftlich auf
die Schliche kommt. 11 Seine Schlussfolgerung lautet folgerichtig: „Wir wissen heute schon sehr viel darüber, was Glück ist.“ 12 Mit diesem Wissen ist „hartes“ Wissen gemeint, also empirisch nachprüfbare, objektiv gültige Aussagen. Um diese treffen zu können, muss man das Glück freilich messbar und also quantifizierbar machen, damit man sodann gezielte Operationen zur Glückssteigerung anberaumen kann.
Die in den USA entstandene Glücksforschung zieht an einem ähnlichen Strang. Sie sammelt Daten und Werte über das Glücksempfinden einzelner Menschen und größerer Gruppen. Sie vergleicht Glücksniveaus in verschiedenen Ländern, sozialen Schichten oder Lebensabschnitten. Somit wird es sowohl möglich, Thesen darüber aufzustellen, was Menschen im Allgemeinen zuverlässig glücklich machen soll, als auch verschiedene politische und wirtschaftliche Kalküle auf die ermittelten Werte auszurichten. Die Ratgeberliteratur sichert ihre Modelle mit Berufung auf derlei Wissenschaftlichkeit ab und verleiht ihren Thesen und Methoden somit zusätzliche Autorität. Die Erreichbarkeit des individuellen Glücks durch das Individuum selbst ist in diesem Sinne dann sogar wissenschaftlich belegt. Bewiesen ist laut Stefan Klein: „Wir können unser Leben so einrichten, dass wir aus [den] Programmen der Evolution möglichst viel Freude und wenig
Verdruss ziehen.“ 13
10 Küstenmacher & Seiwert, simplify your life, S. 30.
11 Vgl. Stefan Klein, Die Glücksformel oder Wie die guten Gefühle entstehen, Reinbek 2002, S. 12f.
12 Ebd., S. 12.
13 Ebd., S. 17.
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Einen nicht ganz unerheblichen Haken weist die Idee dieser selbst erschafften universellen Sorglosigkeit dennoch auf. Denn wenn die Fähigkeiten des Menschen, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, nahezu unbegrenzt sind, dann gibt es auch keine wirkliche Entschuldigung dafür, nicht erfüllt, glücklich und optimiert zu sein. Michael Mary resümiert dementsprechend:
Wer altert, ist selbst schuld daran. Dumm ist, wer erfolglos bleibt. Zum Versager wird, wer leidet. Wer nicht dauernd glücklich ist, wer sein Leben nicht meistert, der arbeitet nicht genug an sich. Der muss mehr tun. 14 Und Ulrich Bröckling vertieft diese Beobachtung, indem er anmerkt: Dem Appell, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen, ist die Warnung beigemischt, man habe die Konsequenzen seines Tuns und Lassens ohnehin selbst zu tragen. […] die frohe Botschaft, jeder sei seines Glückes Schmied, bedeutet im Umkehrschluss: An seinem Unglück ist jeder selbst schuld. Wer Erfolg hat, beweist damit »mentale Fitness«; wer scheitert, muss sich das auch noch als persönliches Versagen anrechnen lassen. 15
Es gäbe zu dieser zeitgenössischen Lebenskunst noch wesentlich mehr zu sagen, was an dieser Stelle jedoch nicht mehr erfolgen kann. Interessant sind die Konzepte der Glücksratgeber meiner Ansicht nach vor allem deshalb, weil sie eine bestimmte Tendenz unserer westlichen Kultur radikal zu Ende denken. In ihnen spricht sich die Überzeugung von den nahezu unbegrenzten Einflussmöglichkeiten des Menschen auf die Welt und das eigene Leben sehr, sehr deutlich aus. Der Mensch dieser Kultur fühlt sich nicht grundsätzlich ausgeliefert, sondern grundsätzlich befähigt. Die Realität bietet ihm ständig latenten Gestaltungsbedarf und der Fortschritt bringt die Techniken zur erfolgreichen Gestaltung mit sich. Etwas, das nicht nach eigenem Ermessen geformt werden kann, gibt es nicht oder wird über kurz oder lang formbar werden. Die Ratgeberlebenskunst verspricht dem Einzelnen, in sein Dasein nach ebenjenen Prinzipien schnell und verlässlich eingreifen zu können und es so von jeder einschneidenden Tragik frei zu halten.
III. SELBSTGOUVERNEMENTALISIERUNG
Michel Foucaults Konzept der „Gouvernementalität“, das er in zwei Vorlesungsreihen der Jahre 1978/79 am Collège de France skizzierte, hat in sozialwissenschaftlichen Überlegungen der Gegenwart einigen Eindruck hinterlassen. Mittlerweile gibt sich eine ganze
14 Mary, Die Glückslüge, S. 18.
15 Ulrich Bröckling, „Totale Mobilmachung, Menschenführung im Qualitäts- und Selbstmanagement“, in: ders., Susanne Krasmann, Thomas Lemke (Hg.), Gouvernementalität der Gegenwart. Studien zur Ökonomisierung des Sozialen, Frankfurt am Main 2000, S. 156.
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Forschungsrichtung den Titel „Governmentality Studies“. Ziel dieser Bemühungen ist es, die spezifischen Arten des Regierens in der Gegenwart erfassen und denken zu können. Es geht also darum, die komplexen Verhältnisse des Regierens und Regiert-Werdens zu analysieren, die sich insbesondere in der jüngeren Vergangenheit herausgebildet haben. Entscheidend hierbei ist vor allem eine neue Verquickung von überindividueller, staatlicher oder anderer gesellschaftsweiter Führung einerseits und Techniken der Selbstführung andererseits. Die Frage nach der Gouvernementalität der Gegenwart, also nach der speziellen Regierungskunst unter zeitgenössischen Bedingungen, vermutet hier eine grundlegend veränderte Konstellation. Die besondere Pointe liegt dabei in dem Gedanken, dass an die Stelle einer repressiv verfahrenden Machtausübung, die bestimmte Regeln klar vorgibt und von den Individuen fordert, sich nach ihnen zu richten, eine indirektere und mittelbare Form der Regierung tritt. Anstatt konkret vorzuschreiben, was erlaubt und verboten ist, entstehen und bestehen nun gewisse Kontexte, in denen dem Einzelnen bestimmte Handlungs- und Verhaltensweisen als unausweichlich notwendig und richtig erscheinen, sodass er sich selbst, „frei“, zu diesen entschließt. Es geht dem Gouvernementatlitätsdiskurs also um die Frage, inwieweit sich Bestimmt-Werden und Selbst-Bestimmen womöglich gegenseitig stützen und sich so zur zeitgemäßen Form der Regierung in kapitalistischen Demokratien verdichten. Diese Perspektive ist in der Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Lebenskunst äußerst brauchbar: Sie gibt ein Instrument ab, mit dem das eingangs beschriebene Unbehagen an heutigen Entwürfen vom gelingenden Leben genauer untersucht werden kann. Es lässt sich auf diese Weise konkret fragen, wo und wie bspw. die Glücksprogramme der Ratgeberlebenskunst Tipps, Strategien und Ziele für den Einzelnen formulieren, die mit bestimmten gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Tendenzen harmonieren. Wo also sind die Programme zum individuellen Glücklichwerden auch gleichzeitig Aufforderungen dazu, sich selbst, begeistert und hoch motiviert, im Sinne eines überindividuellen Regierungskalküls zu formen?
Ich möchte kurz auf einige Aspekte des von mir zuvor skizzierten Lebenskunsttyps eingehen, für die solche Beobachtungen zutreffend erscheinen.
So ist es z. B. ein dort immer wiederkehrender Topos, dass es für persönliches Glück unabdingbar sei, sich selbst bestmöglich und voll zu fordern. Nicht Untätigkeit und Verweigerung von Engagement, sondern beständige Aktivitätsbereitschaft und der volle Gebrauch der eigenen Ressourcen seien zuverlässige Wege zum erfüllten Leben. Ein Mensch, der sich auf diese Weise zu sich selbst verhält und der versucht, sich in diese Richtung zu transformieren, passt nun wiederum vorzüglich in die vermeintlichen Gesetzmäßigkeiten
10
einer Arbeits- und im Übrigen auch Studiumswelt, die beständig motivierte, leistungsbereite und sich maximal aufopfernde Teilnehmer fordert.
Ähnliches gilt auch für die in der Rageberlebenskunst häufig auftretende Forderung, sich stets offen für Neues zu halten und darüber hinaus zu lernen, „loszulassen“. Auffällig sind hier die Parallelen zu der immer wieder geforderten Flexibilität, die man für ein Bestehen auf dem gegenwärtigen Arbeitsmarkt angeblich zwingend mitzubringen hat.
In beiden Fällen wird deutlich, dass die Selbstgestaltung zu einem glücklicheren Menschen erstaunliche Ähnlichkeiten besitzt mit einer Anpassung des Selbst an die Bedingungen eines zunehmend neoliberal strukturierten Beschäftigungssektors. Mit den Worten Ulrich
Bröcklings: „Arbeit an sich selbst und training for the job fallen zusammen“ 16 - abgerundet noch mit der Pointe, dass der einzelne Mensch ebendiese Verquickung sogar als schlüssig und erstrebenswert empfinden soll.
Ein weiterer charakteristischer Zug der populären Lebenskunst unserer Zeit ist die Lobpreisung des Optimismus. Sie wird in der bereits erwähnten Selbsttechnik des „Positiven Denkens“ zelebriert, bricht sich aber seit neuestem noch intensiver in einer eigenen Forschungsrichtung, der „positiven Psychologie“ Bahn. In einer Ausgabe der populärwissenschaftlichen Zeitschrift „GEO“ aus dem Oktober 2006 ist ein ausschweifender Artikel zu diesem neuen Wissenschaftszweig zu finden, in dem einige seiner Forschungsergebnisse zusammengefasst werden. Ohne hier allzu stark zu vereinfachen, werden diese im Grunde wie folgt resümiert:
• Optimisten leben länger!
• Optimisten können besser mit schwierigen Situationen und Schicksalsschlägen umgehen!
• Optimisten finden schneller Freunde!
• Optimisten finden schneller einen Partner!
• Optimisten finden schneller einen Job!
• Optimisten sind leistungsfähiger!
• Optimisten sind erfolgreicher! 17
Besondere Aufmerksamkeit schenkt die „positive Psychologie“ nun der Möglichkeit, Optimismus lernen bzw. antrainieren zu können. Wieder unter Rückgriff auf neurowissenschaftliche und humanbiologische Erkenntnisse erfolgt dann zumeist eine
16 Bröckling, „Totale Mobilmachung“, S. 161.
17 Vgl. Ines Possemeyer, „Die Macht des Optimismus“, in: GEO. Das Reportage-Magazin, Ausg. 10 | Oktober 2006, Hamburg, S. 26-44.
11
Prozentangabe, inwieweit unsere Grundstimmung „von den Genen“ oder von äußeren, unbeeinflussbaren Faktoren bestimmt wird und inwieweit „wir selbst etwas tun können“. -Und natürlich können wir immer etwas tun. Der Anteil des eigenen Einflusses aufs persönliche Gemüt wird dementsprechend meist in einem Feld zwischen 90 und 40 % verortet - in jedem Falle also genug, sich um das Anheben seiner Stimmung aktiv zu bemühen. Aus einer Gouvernementalitäts-Perspektive heraus lohnt es sich nun zu ergründen, ob in dieser Feier des Optimismus womöglich noch mehr am Werke ist, als das Anliegen, den Nutzern dieser Lebenskunst zu besserer Laune zu verhelfen. Denn in dem Augenblick, in dem es als wissenschaftlich erwiesen gilt, dass ich als Einzelner immer etwas tun kann, um positiver und somit in jeder Hinsicht besser zu werden, ist auch klar, dass ich - bevor ich mich über andere Zustände beschweren darf - dieses Potential voll auszuschöpfen habe. Will man ein vollwertiges Leben führen, muss man also zunächst dafür sorgen, optimistisch zu sein. Auf diese Weise ist man dann immer auch maßgeblich selbst schuld, wenn man Pessimist bleibt, seine Ziele nicht erreicht oder eben sozial abrutscht. Der Rückschluss nämlich lautet: Wenn dein Leben nicht gelingt, bist du wahrscheinlich nicht optimistisch genug, obwohl die Lebenskunst der Gegenwart dir doch zahlreiche Programme dazu bereitstellt. Es lag und liegt also in erster Linie an dir und nicht an irgendwelchen gesellschaftlichen Verhältnissen.
Auf diese Weise liefern die vermeintlich harmlos daher kommenden Entwürfe zur Gestaltung eines glücklichen Lebens auch eine Ideologie des Selbst, die neoliberalen Tendenzen der gesellschaftlichen Entwicklung gut in die Karten spielt. Der Abbau von Sozialstaatlichkeit und sozialer Sicherung ist verbunden mit einem Appell an die Eigenverantwortlichkeit und Flexibilität des Einzelnen. Mithilfe der Selbstoptimierungsstrategien der zeitgenössischen Lebenskunstkonzepte ist jeder Mensch aufgerufen, sich selbst bestmöglich für die anstehenden gesellschaftlichen Wandlungen zu wappnen und dies auch noch als Chance zur freien Gestaltung der eigenen Person zu begreifen.
Not for the first and not for the last time socially created problems were to be resolved by individual efforts, and collective maladies healed by private medicine. 18
So bringt der polnisch-britische Soziologe Zygmunt Bauman diese Figur auf den Punkt. Wolfgang Kersting schließlich erkennt in dem Menschen, der sich am virtuellen Horizont gegenwärtiger Lebenskunstbemühungen abzeichnet eben auch
18 Zygmunt Bauman, „Broken Lives, Broken Strategies“, in: ders., Life in Fragments. Essays in Postmodern Morality, Oxford & Malden 1995, S. 82.
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das Selbst, das in Managementkursen und Trainierungsseminaren mit CD, Buch und Hörbuch, mit Atemübungen, Listenführung und Selbstbefragung geschult, gestählt, karrierepolitisch fit und für ein wirtschaftliches Überleben in Verhältnissen schwindender Sozialstaatlichkeit und zunehmender Globalisierung tauglich gemacht werden soll 19 .
Wenn sich das Individuum mit einem solchen Programm nun auch noch begeistert identifiziert, ist die Differenz zwischen der Selbstgestaltung des einzelnen Menschen und den Regierungspraktiken der mit gesellschaftsweiter Macht versehenen Institutionen im Grunde aufgehoben. Unter dem Label der Veredelung des eigenen Lebens findet eine zustimmende Ausrichtung der eigenen Person auf verschärfte soziale Verhältnisse statt, ohne diese Verhältnisse je in Frage zu stellen.
Es wäre jedoch ein fataler Fehlschluss, aus der Plausibilität der soeben ausgebreiteten Sichtweise abzuleiten, die Lebenskunst von heute würde nur diesem Paradigma gehorchen. Genauso falsch wäre es meiner Meinung nach, zu unterstellen, alle Nutzer solcher Entwürfe vom gelingenden Leben würden sich diesem Kalkül, so es denn besteht, ohne weiteres fügen. Dennoch sind die Parallelen äußerst auffällig die sich zwischen der Ratgeberlebenskunst bzw. ihren Geschwistern in den Magazinen und den Lifestyleportalen des Internets einerseits sowie den neoliberalen Umstrukturierungen der westlichen Gesellschaften andererseits nachzeichnen lassen. Man könnte auf die Idee kommen, dass die unablässige Berieselung der Menschen mit Programmen für eine derartige Selbsttransformierung auch etwas damit zu tun hat, dass ein großer Bedarf daran besteht, Menschen dazu zu bringen, die Gegenwart und ihre Imperative wider besseren Wissens doch anzunehmen und gutzuheißen.
19 Wolfgang Kersting, „Einleitung: Die Gegenwart der Lebenskunst“, in: ders. & Claus Langbehn (Hg.), Kritik der Lebenskunst, Frankfurt am Main 2007, S. 61.
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Literatur
Zygmunt Bauman, „Broken Lives, Broken Strategies“, in: ders., Life in Fragments. Essays in Postmodern Morality, Oxford & Malden 1995.
Ulrich Bröckling, „Totale Mobilmachung, Menschenführung im Qualitäts- und Selbstmanagement“, in: ders., Susanne Krasmann, Thomas Lemke (Hg.), Gouvernementalität der Gegenwart. Studien zur Ökonomisierung des Sozialen, Frankfurt am Main 2000.
Harenberg. Das Buch der 1000 Bücher, Mannheim & Gütersloh 2005. Wolfgang Kersting, „Einleitung: Die Gegenwart der Lebenskunst“, in: ders. & Claus Langbehn (Hg.), Kritik der Lebenskunst, Frankfurt am Main 2007. Stefan Klein, Die Glücksformel oder Wie die guten Gefühle entstehen, Reinbek 2002. Werner Tiki Küstenmacher & Lothar J. Seiwert, simplify your life. Einfacher und glücklicher leben, Frankfurt am Main & New York 2002.
Sonja Lyubomirsky, Glücklich sein. Warum Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben, Frankfurt am Main, New York 2008.
Michael Mary, Die Glückslüge. Vom Glauben an die Machbarkeit des Lebens, Bergisch Gladbach 2003.
Dieter Mersch, Europäische Kulturgeschichte I, Druckversion (auf CD-Rom), Potsdam 2006. Ines Possemeyer, „Die Macht des Optimismus“, in: GEO. Das Reportage-Magazin, Ausg. 10, Oktober 2006, Hamburg, S. 26-44.
Bodo Schäfer, Die Gesetze der Gewinner. Erfolg und ein erfülltes Leben, München 2003. Eva Wlodarek, Spielregeln des Lebens für mehr Glück und Erfolg, Frankfurt am Main 2001.
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Arbeit zitieren:
Falk Rößler, 2009, Laste dich aus!, München, GRIN Verlag GmbH
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