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Inhalt
I Einleitung
II Morphologische Eigenschaften der Basken
1.1. Körpergröße
1.2. Längenbreitenindex des Kopfes
1.3. Morphologischer Gesichtsindex
1.4. Nasenindex
1.5. Farbe der Haare
1.6. Farbe der Augen
1.7. Einordnung der Basken in ein Rassengefüge
III Serologische Eigenschaften der baskischen Bevölkerung
1.1. Geographische Verteilung des AB0-Blutgruppensystems in Europa und Vorderasien
1.2. Geographische Verteilung des Rhesus Faktors
1.3. Einordnung der Basken in das Rassensystem nach ABO Blutgruppen
IV Die baskische Sprache Euskera
1.1. Die Kaukasus-Hypothese kombiniert mit der out-of-africa -Theorie
1.2. Die Basken als Urbewohner der iberischen Halbinsel
1.3. Gegenüberstellung der beiden Theorien
V Diskussion
VI Literatur
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I. Einleitung
Kommt man als Tourist in das heutige zweigeteilte Baskenland (?Abb.1), so sieht man neben zweisprachigen Verkehrschildern, viele Grafittis und Posteranschläge an Mauern und Häuserwänden. Meist fallen einem dabei als Fremden die drei Buchstaben „ E. T. A. “ (?Abb. 2) , die in den letzten Jahren immer wieder in Verbindung mit Mordanschläge in die deutschen Medien gelangen, ins Auge. Dieses Akronym steht für „Euskadi Ta Askatasuna“, was übersetzt „Baskenland und Freiheit“ bedeutet und eine für eben diese Maxime eintretende seit 1961 militante „radikal-nationalistische Gruppe“ (Kasper 1997) - gegründet 1959 (Kasper 1997) unter der damaligen Franco Diktatur - bezeichnet. Sie richtet sich hauptsächlich gegen die spanische Regierung in Madrid und deren Anhänger, womit sich das Streben nach politischer Autonomie der insgesamt vier spanischen Basken-Provinzen, Viscaya, Alava, Guipúzcoa und Navarra (?Abb.1), die von den Basken als „Euskadi“ zusammengefasst werden, äußert.
Abb. 1: Das heutige Baskenland (Kurlansky, 1999)
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Doch auch das Streben nach Einigkeit, für das „Euskadi“(=Baskenland) in „ETA“ steht, wird als Ziel angesehen. Hiermit sollen die zu Frankreich gehörenden drei Basken-Provinzen, Labourd, Basse-Navarre und Soul (?Abb.1), die von den Basken als „Euskadi Norte“ bezeichnet werden, zu einem „Euskadi“ zusammengeführt werden. Dieses Ziel ist häufig in der auf den ersten Blick unsinnigen mathematischen Gleichung „4+3=1“ in der Öffentlichkeit zu sehen.
Abb.2: Die Schriftzüge „ETA“ fallen an zahlreichen Wänden im Baskenland auf. Der Schriftzug bedeutet, „ETA, der Kampf geht weiter. (Saller, 2001)
Um dieses Phänomen des Strebens nach Unabhängigkeit und Einheit zu begründen reicht ein Blick zurück in die Vergangenheit, denn schließt man die Franco-Ära von 1937 bis 1975 aus, so waren die Basken immer ein eigenständiges Volk. Weder die Kelten, Römer, Westgoten, Franzosen noch die Mauren konnten die Basken unterwerfen und somit beherrschen. Die ersten Erwähnungen findet das Volk der Basken bei römischen Schriftstellern wie Sallust,
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Plinius oder Tacitus vor ca. 2000 Jahren. Und schon zu diesem Zeitpunkt beschreiben die Römer die Basken als „ an acient – or at least not a new – people“ (Kurlansky,1999). Dies wirft eine Frage auf, mit der sich ab dem 16. Jahrhundert über die Jahrhunderte hinweg, um nur einige zu nennen Leibniz, Wilhelm von Humboldt und Voltaire beschäftigten und deren Antwort auch heute noch ein Rätsel ist.
Die Frage nach der Herkunft der Basken.
Ein Volk, das neben der Erfindung der Espandrillos oder des Pelotaspiels uns alltäglich meist unbewusst in Form der „txapel“, der Baskenmütze auf den Straßen begegnet und durch hervorragende Kenntnisse der Seefahrerei und des Schiffbaus zur Entstehung unseres heutigen Weltbildes einen schwerwiegenden Teil beitrug, allerdings in unserer Gegenwart nur im Einklang mit Gewalt und Terror der ETA in den deutschen Medien auf sich aufmerksam macht.
II. Morphologische Eigenschaften der baskischen Bevölkerung
„Man muß, so schreibt [Edwards], die körperlichen Merkmale der Völker studieren, deren Geschichte man schreibt. Dadurch wird man Aufschlüsse gewinnen über das Schicksal der verschiedenen Völker, ihre Dauer, ihre Herkunft etc.“ (Mann, 1990)
So zitiert Werner Sombart 1938 in seinem Werk „Vom Menschen“ den Anthropologen, Physiologen und Gründer der Société éthnologique de Paris, William Frédéric Edwards. Um Licht in das Dunkle der Frage der Herkunft der Basken zu bringen wurde eine von Paulette Marquer 1963 veröffentlichte Studie über die körperlichen Merkmale der baskischen Bevölkerung gemacht. Darin wurden insgesamt von 946 Basken im Alter von 20-47 Jahren davon 537 spanische, 221 französische Männer und 131 spanische, sowie 57 französische Frauen, morphologische Merkmale untersucht. Diese morphologischen Merkmale waren um nur einige der 24 Körpermaße, die im Folgenden näher ausgeführt werden zu erwähnen:
1) Körpergröße
2) Längenbreitenindex des Kopfes
3) Morphologischer Gesichtsindex
4) Nasenindex
5) Farbe der Haare
6) Farbe der Augen
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1.1. Körpergröße
Für die baskischen Männer ergab sich hier eine durchschnittliche Körpergröße zwischen 169 cm und 170 cm, für die Frauen eine Größe zwischen 156 cm und 157 cm. Diese Körpergrößen stellen wie Abb.3, anhand einer weiteren Untersuchungen über Körpermerkmale der iberischen Bevölkerung zeigt eine Ausnahme im Vergleich zur restlichen Bevölkerung der iberischen Halbinsel dar.
Abb. 3: Durchschnittliche Körpergröße auf der iberischen Halbinsel, im Baskenland sind mit durchschnittlich 166 cm Körpergröße die größten Bewohner der iberischen Halbinsel anzutreffen. (Schwidetzky, 1974)
1.2. Längenbreitenindex des Kopfes
Beim Längenbreitenindex ist eine Differenzierung zwischen den spanischen und den französischen Basken vorzunehmen. So ist im spanischen Teil des Baskenlandes ein Längenbreitenindex von 77,8 für Männer und 79,8 für Frauen ermittelt worden. Mit einem Längenbreitenindex von 82,1 für Männer bzw. 81,4 für Frauen weichen die französischen Basken mit einem durchschnittlich kürzeren und breiteren Kopf-Phänotyp, womit sie Brachycephalie von den spanischen Basken aufweisen. Die spanischen Basken sind währenddessen mit diesem Schädelindex der Mesocephalie zuzuordnen.
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1.3.Morphologischer Gesichtsindex
Der morphologische Gesichtsindex als morphologische Gesichtshöhe in % der Jochbogenbreite beträgt bei den baskischen Männern 89,9 bei den Frauen 86,85. Somit weisen die Basken insgesamt eine Schmalgesichtigkeit, Leptoproposie auf.
1.4. Nasenindex
Insgesamt besitzen die Basken eine schmale Nase und sind somit leptorrhin. Der Nasenindex für die baskischen Männer als Breite der Nase in % der Nasenlänge ist 57% bzw. für Frauen 53%.
1.5. Farbe der Haare
Im Baskenland sind überwiegend dunkle Haarfarben anzutreffen, wobei über 50% der Testpersonen die Haarfarbe Kastanienbraun besaßen. Hierbei ist anzumerken, dass der französische Teil der Basken einen höheren Anteil von helleren Haarfarben aufweist.
1.6. Farbe der Augen
Die Augenfarben mit einer mittleren bis starken Pigmentierung sind am häufigsten anzutreffen, sehr starke Pigmentierung fallen weg. Ähnlich wie bei den Haaren ist auch im französischen Teil des Baskenlandes eine Tendenz zu geringerer Pigmentierung zu beobachten.
1.7. Einordnung der Basken in ein Rassengefüge
Die einzelnen morphologischen Merkmale dieser Untersuchung besitzen nur wenig Aussagekraft. Erst in Kombination können sie hinsichtlich der Fragestellung nach der Herkunft der Basken zur Klärung dieser Problematik dienen. Dabei können die Körpermaße zur Einordnung in einen Rassenkomplex herangezogen werden. Dies wirft auch die Frage auf, ob das baskische Volk eine eigene Rasse darstellt oder ein Mischung mehrerer Rassen. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Theorien zur rassischen Klassifizierung der Basken durch Retzius 1842 oder Broca 1863 aufgestellt. Jedoch die beiden wohl
Arbeit zitieren:
Diplom Biologe Roland Schmitt, 2002, Die Herkunft der Basken, München, GRIN Verlag GmbH
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