INHALTSVERZEICHNIS
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Beschreibung der Einrichtung 1 . 1
1.1 Beschreibung der Ergotherapeutischen Abteilung
2
2. Allgemeines Krankheitsbild / Störungsbild
2.0.1. Historie der Schizophrenie 2
2.0.2. Beschreibung und Definition der Schizophrenie 3
2.1 Ursachen
3
Klinisches Bild, pathologische Veränderungen 2 2 5
3
2.2.1. Grundlegende Erkenntnisse bezüglich der Symptomatik schizophrener Erkrankungen
6
2.2.2. Psychopathologische Kriterien und Regeln für die Diagnostik der Schizophrenie nach ICD 10
2.2.3. Formen der Schizophrenie nach ICD 10 7
2.3 Verlauf 10
2.4 11 Prognose
2.5 12 Behandlung allgemein
12
2.5.1 „Verhandeln statt Behandeln“
2.5.2 Ziele der Behandlungen
12
Zitat von Peter Dietrich
13
3 . 14 Spezielles Krankheitsbild
14
3.0.1 Diagnose laut Krankenakte
3.0.2 Erläuterung von Nebendiagnosen
14
3.1 Angaben zur Person 14
3.2 soziale und berufliche Anamnese 14
3.2.1. Biographie tabellarisch 14
3.2.2 . sozialer Hintergrund 15
3.2.3. Entwicklung in der Kindheit 15
3.2.4. Schulbildung 15
3.2.5 . beruflicher Werdegang 15
3.2.6. Freizeitgestaltung 15
3.3 medizinische Anamnese 16
3.4 Medikation 16
3.5 Eigenanamnese
16
4. Eigene Gedanken
17
5. Ergotherapeutische Befundaufnahme
17
5.1 erster Eindruck vom Klienten
17
5.1.1. Äusseres Erscheinungsbild 17
5.1.2. Ausdrucksverhalten 17
Fähigkeitsanalyse 5 2 18
5.2.1 Grundarbeitsfähigkeit 18
5.2.2 Emotionaler Bereich 18
5.2.3 Sozialer Bereich 18
5.2.4 Körperlicher Bereich / Motorik 19
5.2.5 Körperlicher Bereich / Perzeption 19
5.2.6 Kognitiver Bereich 19
5.2.7 Berufsspezifischer Bereich / Arbeitssituation 20
5.3 Selbständigkeit
20
5.4 Motivation / Perspektive des Klienten
20
5.5 Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdeinschätzung
20
5.6 Vergleich von Tätigkeits- und Fähigkeitsanalyse
21
5.6.1 Tabelle Tätigkeitsanalyse 21
5.6.2 Tabelle Fähigkeitsanalyse 22
5.6.3 Erläuterung zu 5 6 23
Behandlungsplan / Handlungsplan 6 . 23
6.1 23 Bewertung des Befundes in Hinblick auf die Zeitplanung
Zielplanung für das Arbeitsverhalten 6 1 1 23
Zielplanung für den emotionalen Bereich 6 1 2 23
Zielplanung für den kognitiven Bereich 6 1 3 23
Übergeordnetes Behandlungsziel, Reha- Ziel, Richtziel 6 2 24
6.3 Zwei Grobziele mit jeweils zwei zugeordneten Feinzielen
24
6.4 Ergotherapeutische Maßnahmen 24
24
6.4.1 Handlungsmethode mit Begründung
24
6.4.2 Therapeutische Medien und Mittel mit Begründung
25
6.4.3 Handlungskriterien mit Begründung
25
6.5 Behandlungsdurchführung
6.6 Selbstwahrnehmung des Therapeuten
25
7. Beschreibung der Behandlungseinheit / Handlungseinheit
26
7 1
Grobziel mit zwei zugeordneten Feinzielen 26
7.2 Ergotherapeutische Maßnahmen
26
7.2.1 Handlungsmethode mit Begründung 26
7.2.2 Therap. Medien u. Mittel mit Begründung 26
7.2.3 Behandlungskriterien mit Begründung 27
8 Vorschläge für die weitere Behandlung
28
9 Reflexion des gesamten Praktikum
28
10 Quellenangaben (Literaturverzeichnis)
28
1. Beschreibung der Einrichtung
Hof „Merjehop“
Hofgut für Psychisch Kranke Erwachsene
Nesselbrunner Strasse 10
35075 Gladenbach - Weitershausen
Der Merjehop als Hofgut besteht seit mehr als 250 Jahren. Als Einrichtung für psychisch Kranke seit 1989 und in privater Trägerschaft.
Zum Einzugsgebiet gehört überwiegend der Großraum Marburg.
Der Merjehop ist ein substanziell sehr hochwertiger, im Jahre 1989 umgebauter Hof, welcher 1991 mit einem Denkmal Preis ausgezeichnet wurde. Die gesamte Beschaffenheit (Räumlichkeiten, Lage etc.) ist optimal für die Menschen die aufgrund psychischer Erkrankung dort hingekommen sind.
Auf dem Merjehop stehen 13 Einzelzimmer, 1 Doppelzimmer und eine kleine Wohnung zur Verfügung. Zusätzlich besteht im Ort ein Wohnhaus mit 3 separaten Wohnungen, wobei eine Wohnung privat vermietet ist. In den anderen beiden Wohnungen leben Bewohner weitgehend selbständig.
Zum Aufgabenspektrum der Bewohner gehören u.a. die Dinge des täglichen Lebens und die Tätigkeiten die zur Erhaltung des Hofbetriebes nötig sind.
Die Bereiche sind eingeteilt in:
- Gruppe für den Pferdestall (Reitaktivitäten individuell)
- Gruppe die Schafe zu Versorgen
- Gruppe für die Küche
- Gruppe für den Hofdienst (Schnee räumen, kehren, etc.)
- Reinigungsgruppe für Wohnraum (Aufenthaltsraum)
- Gruppe zur Erledigung aktueller Arbeiten
Zu den vertretenen Berufsgruppen gehören:
- Hofleitung Frau Pfaff
- Zwei Sozialpädagogen
- Zwei Erzieher
- Ein Landwirtschaftshelfer
- Eine Reitlehrerin
- Zwei Hauswirtschafterinnen
- Arzt für allgemein med. (ambulant)
- Arzt für Psychologie (ambulant)
Eine ganzheitliche Pflege und Betreuung steht im Vordergrund. Weitere Ziele sind:
- Erhaltung und Förderung sozialer Kompetenzen
- psychische und körperliche Stabilisierung
- Aufrechterhalten oder Wiedergewinnen vom gesunden Selbstwertgefühl
- evtl. eine berufliche Eingliederung
1
1.1 Beschreibung der Ergotherapeutischen Abteilung
Auf dem Merjehop besteht keine Ergotherapeutische Abteilung im klassischen Sinne. Doch durch die große Auswahl an verschiedenen Materialien und Räumen, haben die Bewohner Möglichkeiten sich gestalterisch und handwerklich zu betätigen. Angeboten werden u.a.:
- Sperrholz
- Peddigrohr
- Papier und Pappe
- Mal- und Zeichenutensilien
- Einmal in der Woche Musik u. Singstunde
- Bildhauerei (bedingt)
- Dreimal in der Woche kommt die Reitlehrerin
- Einmal wöchentlich Stadtfahrt, u.a. Einkäufe oder persönliche Erledigungen
Die Räumlichkeiten in denen mit o.g. Materialien gearbeitet wird sind:
Der Gemeinschaftsraum in dem sehr viel Platz ist, mit geräumigem Tischen an denen die Bewohner auch Blickkontakt haben und sie sich gegenseitig helfen können. Und die Werkstatt mit der nötigen Ausstattung wie Werkzeug, Maschinen, Materialien und Tischen.
Ziel der Behandlung auf dem Merjehop ist, mit Hilfe fachlicher Kompetenz und Engagement der Mitarbeiter/innen, den Bewohner wieder ins Handeln zu bringen, ihn auf dem Weg den Alltag zu bewältigen zu begleiten.
Der Stellenwert der Ergotherapie ist auf dem Merjehop hoch, und Maßnahmen zur personellen Erweiterung sind in Planung.
2. Allgemeines Krankheitsbild / Störungsbild
Schizophrenie / Psychose aus dem schizophrenen Formkreis
2.0 Definition und Deskription
2.0.1 Historie der Schizophrenen Psychosen
1896 prägte der Psychiater Emil Kraepelin den Begriff der “Dementia praecox” (frühzeitige Verblödung), ein Begriff der durch genauere Untersuchungen seine Daseinsberechtigung verloren hat, da die Patienten eben nicht "Verblöden".
Die Bezeichnung “Schizophrenie” (Spaltungsirresein) geht auf den Schweizer Psychiater Eugen Bleuler zurück (1911), für ihn bestand das Charakteristische dieser Erkrankung in einem Mangel an der Einheit der Persönlichkeit, in einer Zersplitterung und Aufspaltung des subjektiven Gefühls der Persönlichkeit sowie der psychischen Tätigkeiten des Fühlens, Denkens und Wollens. 1
___________________________
1 www.neuro24.de
2
2.0.2 Beschreibung der Schizophrenen Psychose
Definition:
Schizophrenien sind psychische Erkrankungen aus der Gruppe der sogenannten endogenen Psychosen; sie sind durch unterschiedliche Symptome des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivität gekennzeichnet und bilden syndromatisch verschiedene Erscheinungsformen. Sie betreffen häufig die gesamte Persönlichkeit, ohne jedoch das intellektuelle Potential herabzusetzen. Die Verursachung der Schizophrenen Psychosen ist bisher ungeklärt; wahrscheinlich wirken zahlreiche ursächliche und auslösende Faktoren zusammen.
Eine Schizophrenie liegt vor, wenn ein Mensch
- ohne erkennbare Hirnkrankheit
- ohne Trübung des Bewusstseins und
- ohne Einwirkung psychotroper Substanzen
Störung der Persönlichkeit (des Ichs und des Selbsterlebens), des Denkens, der Realitätsauffassung, der Wahrnehmung und der Affektivität aufweist. 2
Schizophrenie kann sich auf verschiedenen Ebenen äußern: Oft steht eine Störung des Realitätsbezugs, die sich in Halluzinationen und Wahn zeigt, im Vordergrund; aber gerade weniger "auffällige" Symptome wie Störungen des Denkablaufes, der Gefühle, der Motorik und des Bezugs zur eigenen Person sind häufige Merkmale der Schizophrenie. Je nach Ausprägung der unterschiedlichen Symptome werden verschiedene Typen von Schizophrenie unterschieden. Bei der Entstehung von Schizophrenie scheinen biologische Faktoren (Vererbung, Stoffwechselstörung von Gehirnbotenstoffen) eine entscheidende Rolle zu spielen, aber auch lebensgeschichtliche Bedingungen üben einen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf der Erkrankung aus. Bei der Behandlung steht die Therapie durch Psychopharmaka im Vordergrund; häufig werden begleitend die Bewältigung von Alltagsanforderung und der Umgang mit der Erkrankung psychotherapeutisch unterstützt. 3
2.1 Ursachen
Exkurs
Da bei meinem Sichtpatient eine von Drogen hervorgerufenen Schizophrenie ausgegangen wird, erläutere ich später noch mögliche diesbezügliche Ursachen
Suchte man in früheren Jahren nach der einen Ursache von schizophrenen Erkrankungen, so ist man heute zu der Auffassung gekommen, dass es eben diese eine Ursache nicht gibt. Stattdessen geht man von einem Ursachenbündel aus. Jeder der einzelnen in diesem Bündel enthaltenen Faktoren kann an der Entstehung der Erkrankungsbereitschaft (Vulnerabilität) für eine schizophrene Psychose mitwirken. Für sich allein genommen, reicht ein einzelner Faktor jedoch nicht aus, um beim einzelnen Betroffenen die Erkrankungsbereitschaft zu erklären. Besitzt ein Mensch eine Erkrankungsbereitschaft für eine schizophrene Psychose, so kann es durch Belastung zur Auslösung der Erkrankung kommen. Eine etablierte Annahme zur Ursache der Erkrankung kann also vereinfacht so dargestellt werden: viele einzelne Faktoren lassen eine Vulnerabilität entstehen; treffen Belastungen/Stress auf den vulnerablen Menschen, kann eine Erkrankung oder Wiedererkrankung in Gang gesetzt werden.
__________________________________
2 Dr. Radtke Psychiatrie (Schizophrene Psychosen)
3 www.psychatrie.de
3
Nachfolgend einige Faktoren, die eine Vulnerabilität entstehen lassen können:
Vererbung: Menschen mit schizophren erkrankten Verwandten haben ein höheres Erkrankungsrisiko. Vererbung spielt aber keine ausschließliche Rolle, denn bei ca. 60% der Betroffenen gibt es keine weiteren schizophrenen Erkrankungen in der Familie.
Biochemie: Das Gehirn besteht aus Milliarden von Nervenzellen, die durch komplizierte Stoffwechselprozesse miteinander in Verbindung stehen. An diesen Stoffwechselvorgängen sind eine Reihe von chemischen Substanzen (Botenstoffe) beteiligt. Wenn diese Substanzen in ein Ungleichgewicht geraten, kann dies schizophrene Symptome verursachen. Eine der wichtigsten chemischen Substanzen in Bezug auf schizophrene Erkrankungen ist das Dopamin. Neuere Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass weitere Botenstoffe an der Erkrankung beteiligt seien können. Der aus dem Gleichgewicht geratene Stoffwechselvorgang im Gehirn ist auch der Ansatzpunkt für die medikamentöse Behandlung.
Anatomie des Gehirns: Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass das Gehirn von Erkrankten leichte Unregelmäßigkeiten im Vergleich zu Gesunden aufweisen kann. Diese Abweichungen können auf mikroskopisch kleiner Ebene vorkommen, Abweichungen sind aber auch auf größerer Ebene möglich, z.B. Vergrößerung einzelner Hirnkammern (3. Ventrikel). Wichtig ist aber auch hier, dass es Betroffene gibt, die keinerlei Abweichungen der Hirnanatomie aufweisen, und dass es andererseits Gesunde gibt, die diese Differenzen zwar besitzen, jedoch nicht erkranken.
Soziale und familiäre Faktoren: Diskutiert wurden u.a. bestimmte Beziehungs- und Kommunikationsmuster in der Familie, Erziehungsstile und belastende Lebensereignisse. Die Beteiligung von familiären und sozialen Faktoren an der Verursachung schizophrener Erkrankungen ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt. Gesichert ist eher, dass diese Faktoren den Verlauf der Erkrankung beeinflussen können. Wichtig ist auch, dass die beobachteten Besonderheiten z.B. in den familiären Beziehungs- und Kommunikationsmustern nicht Ursache, sondern Resultat der Erkrankung eines Familienmitgliedes sein können. So kann ein überbehütender Umgang dadurch erklärt werden, dass Eltern frühzeitig die psychische Verletzlichkeit und Erkrankungsbereitschaft des Kindes wahrnehmen und entsprechend schützend reagieren.
Psychische Faktoren: Ältere Hypothesen interpretierten schizophrene Symptome (z.B. den Größenwahn) als eine Möglichkeit, eine belastend und konfliktreich erlebte Realität zu verlassen, sie durch Entweichen in eine Scheinwelt nicht mehr erdulden zu müssen. Neuere psychologische Forschung weist darauf hin, dass schizophren Erkrankte Störungen in der Informationsverarbeitung aufweisen, und dass schizophrene Symptome sich auf der Grundlage dieser veränderten Informationsverarbeitung entwickeln. Sowohl ältere als auch neuere psychologische Untersuchungen sind eher Hinweise auf die Auswirkung einer bereits vorhandenen oder latenten Erkrankung, die Ursachenklärung ermöglichen sie weniger. Die psychologischen Theorien tragen jedoch erheblich zum Verständnis des Verhaltens und Erlebens schizophren Erkrankter bei, sie ermöglichen zudem einen verbesserten therapeutischen Zugang.
Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass ein einzelner Faktor nicht ausreicht, um die Erkrankungsursache zu klären. Es ist immer das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die die Erkrankungsbereitschaft erklären. Dabei herrscht immer noch die Einschränkung, dass eine genaue Ursachenklärung für den einzelnen Betroffenen nicht möglich ist. Verständlicherweise beschäftigen sich Patienten und Angehörige oft ausführlich und ausdauernd mit der Ursache der Erkrankung, die Beantwortung der Ursachenfrage wird jedoch im Detail offen bleiben müssen. 4
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4 www.psychatrie-aktuell.de
4
„Cannabiskonsum erhöht das Risiko für Schizophrenie und Depression“
Mehrere neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Konsum von Cannabisprodukten gefährlicher ist, als bislang vermutet. Er erhöht deutlich das Risiko, an einer Schizophrenie oder Depression zu erkranken. Die Ergebnisse sind umso relevanter, wenn man sich die Zahlen zum Konsum betrachtet: Cannabis ist weltweit die am meisten konsumierte illegale Droge. Ihr Anteil am illegalen Drogenmarkt beträgt schätzungsweise 50 %. Nach Angaben der Vereinten Nationen konsumieren über 400 Millionen Menschen regelmäßig berauschende Hanfprodukte. Bundesweit gibt es ca. 3 - 4 Millionen Cannabiskonsumenten. In Deutschland hat sich der Konsum (regelmäßig und gelegentlich) von Cannabisprodukten bei den 18-24-jährigen von 1998 bis zum Jahr 2002 von 24 % auf 38 % erhöht.
Bislang war nicht klar, ob manche Menschen Cannabisprodukte einnehmen, um verschiedene depressive Symptome zu vermindern oder ob diese Symptome erst durch den Konsum überhaupt aufgetreten sind. Außerdem konnte nicht ausgeschlossen werden, dass andere Drogen mit eine Rolle spielten. Die Autoren betrachteten mehrere Studien aus verschiedenen Ländern. In einer Studie beispielsweise wurden junge schwedische Männer seit 15 Jahren beobachtet. Es zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Cannabis in der Jugendzeit und dem Ausbruch der Schizophrenie in späteren Jahren.
Insgesamt fanden die Autoren heraus, dass Jugendliche, die dreimal und häufiger Cannabisprodukte konsumierten, im Alter von 26 ein höheres Risiko hatten, an psychischen Störungen zu leiden als Jugendliche, die keine Cannabisprodukte konsumierten. Die Ergebnisse aller Studien sprechen dafür, dass der Gebrauch von Cannabis die Gefahr von Schizophrenie und Depression erhöht. Noch nicht geklärt ist die Frage, warum Cannabis möglicherweise solche psychischen Erkrankungen auslösen kann. 5
2.2 klinisches Bild, pathologische Veränderungen
Zu den schizophrenen Psychosen werden psychische Erkrankungen gerechnet, die von Störungen des Denkens, der Wahrnehmung, des Ich-Erlebens, des Verhaltens, des Antriebes, der Affektivität und insgesamt der ganzen Persönlichkeit gekennzeichnet sind. Nicht hingegen von Beeinträchtigung des Bewusstseins, wie dies für die organisch begründbare Störung typisch ist, und der Intelligenz.
Die Störungen können sich äußern in wahnhaften Vorstellungen und Denkweisen, Sinnestäuschungen, bizarren, uneinfühlbaren Verhaltensweisen, unangemessenes Gestimmt sein, wie auch abnorme Bewegungsmuster und ziehen Störungen des Realitätsbezuges und der Kommunikation mit sich.
2.2.1 Grundlegende Erkenntnisse bezüglich der Symptomatik schizophrener Erkrankungen:
1. schizophrene Psychosen sind tiefgreifende Störungen der Gesamtpersönlichkeit
2. kein Einzelsymptom ist spezifisch für schizophrene Erkrankungen
3. kein Einzelsymptom der Schizophrenie ist obligatorisch, d.h. es gibt kein Symptom dessen Vorhandensein für sich genommen die Diagnose sichert. Und ohne dessen Vorhandensein man nicht von einer schizophrenen Psychose reden kann.
4. das mit abstand häufigste Symptom der akuten Psychose ist die „mangelnde Krankheitseinsicht“
5 www.psychiatrie-aktuell.de
5
Arbeit zitieren:
Mario Schepp, 2003, Arbeitstherapie, München, GRIN Verlag GmbH
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