

Inhaltsverzeichnis:
Einleitung Seite: 3
Der Schulversuch Seite: 4
Acht Gründe für die sechsjähriger Grundschule Seite: 6
Abschluss Seite: 12
Quellenverzeichnis Seite: 13
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Einleitung
Zurzeit gibt es in der Hamburger Bildungspolitik eine große Kontroverse beziehungsweise Diskussion über das vorherrschende Bildungssystem der Grundschule. Es wird darüber diskutiert, ob die Grundschule von nunmehr vier Jahren auf sechs Jahre verlängert werden soll. Wie man aus zahlreichen Medien entnehmen kann, haben sich hierbei zwei gegensätzliche Organisationen gebildet. Zum einen die Befürworter dieser Bildungsreform, welche dafür plädieren, dass es ein einheitliches Bildungssystem geben sollte, welches die sechsjährige Grundschule ermöglicht. Zum anderen die Gegner dieser Schulreform, die verhindern wollen, dass ihre Kinder mit vermeintlich Leistungsschwächeren sechs Jahre lang zur Grundschule gehen müssen. Diese Diskussion ist in Hamburg seit dem Jahre 2008 an der Tagesordnung. Die Zeitschrift "DIE ZEIT“ hat in einem Artikel vom 30. April 2009 (Hochgerechnet - Unterfordert die sechsjährige Grundschule gute Schüler? Nein, sagt eine neue Analyse alter Berliner Zahlen.) die Meinungen von vielen Professoren zusammenfassen. So gab es ein Statement von Professor Rainer Lehmann, Humboldt-Universität, der sagte, dass die sechsjährige Grundschule guten Schülern die Möglichkeit nimmt, ihre Leistungen möglichst stark zu fördern (vgl. Spielwak, 2009).
Diese Annahme erfreute die Gegner der Hamburger Schulreform, da sie nun Argumente gegen die sechsjährige Grundschule hatten. Sein Kollege Jürgen Baumert, Leiter des ersten Pisa Vergleich und Doyen der empirischen Erziehungswissenschaft sowie Direktor des Max Planck Institutes für Bildungsforschung, sagt im gleichen Artikel: „Die Befunde sprechen gegen die Annahme, dass mit dem frühen Übergängen auf ein grundständiges Gymnasium (…) eine generelle Förderung besonders leistungsfähiger Schüler erreicht wird. Sie hätten ihren Weg auch in der Grundschule gemacht."(Spielwak, 2009). Die letzte Annahme, von Jürgen Baumert, kann ich nur mit eigenen, persönlichen Erfahrungen Unterstreichen. Ich selber habe in Brandenburg eine Grundschule nach dem sechsten Schuljahr beendet und bin danach auf das Gymnasium gewechselt.
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Zu dieser Zeit gab es bei uns in der Region noch keine Ausnahmen, welche Schüler erlaubten, bereits nach der vierten Klasse das Gymnasium zu besuchen. Als ich nun in der achten Klasse war habe ich zum ersten von diesem Pilotprojekt in Brandenburg gehört, welches bei uns an der Schule LPK (Leistungsprofilklasse) hieß. Dieses ermöglichte Grundschülern mit einem Vierte-Klasseabschluss von 1,0 bereits auf das Gymnasium zu wechseln. Die Fünftklässler hatten nun 7 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche. Ihr Leben war geprägt von Auswendiglernen und Hausausgaben machen, die sie teilweise noch am Nachmittag in der Schule erledigen mussten. Meine persönliche Meinung ist es, dass der soziale Kontakt unter Gleichaltrigen stark eingeschränkt wurde, da diese" Eliteschüler" von Gleichaltrigen oft ausgeschlossen wurden. Auch hatten sie nachmittags nicht die Zeit zu spielen oder sich mit ehemaligen Klassenkameraden zu verabreden.
In der folgenden Arbeit versuche ich nun die Vorteile der sechsjährigen Grundschule mehr zu erläutern und zu beschreiben. Hierzu werde ich eigene Erfahrungen einbringen und das Buch, "Die sechsjährige Grundschule in Marburg" von Christian Kubina, als Beispiel für eine erfolgreiche Schulumstellung nutzen.
Der Schulversuch
Bevor ich auf spezielle Vorteile der sechsjährigen Grundschule eingehe, möchte ich kurz den Schulversuch in Marburg vorstellen. Die Otto-Ubbelohde-Schule (OUS) ist im Südviertel der Stadt Marburg (Hessen) gelegen. Mitte der 1980er Jahre begann die rot-grüne Koalition des Landes Hessen mit den Überlegungen, in Marburg zwei Standorte für sechsjährige Grundschulen vorzusehen. Nachdem die OUS in der Vergangenheit starke Probleme mit der Leistungsmotivation der Schüler und dem renovierungsbedürftigen Schulgebäude hatte, bewarb sich die Schule an diesen Projekten teilzunehmen. Die Lehrkräfte an dieser Schule sowie die Eltern der Grundschüler waren sich bewusst, dass dieses Projekt mit sehr viel Arbeit und Energie verbunden ist. Nach mehreren Elternversammlungen und Abstimmungen war klar, dass die OUS zu einer sechsjährigen Grundschule umgeformt werden wollte. Nicht nur die Dauer der Schuljahre sollte verlängert werden, sondern auch die
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Arbeit zitieren:
David Hoffmann, 2010, Die sechsjährige Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
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