Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
1. 3
1. 3
2. (Jugend- ) Mission 3
2. 3
2. 3
3. Communauté de Taizé 4
3. 4
3.1. Frère Roger und die Entstehung 4
3.2. Intention/Grundkonzept 6
3.3. Taizé heute 7
3.3. 7
3.3. 7
4. Jugend und Taizé heute 9
4. 9
4.1. Zeichen der Zeit 9
4.2. Jugendliche über Taizé
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4.3. Taizé über Jugendliche
12
12
12
5. Fazit 13
5. 13
5. 13
6. Literaturverzeichnis 15
6. 15
6. 15
6. 15
6. 15
2
1. Einleitung
Rückblickend auf das von mir besuchte Seminar im Wintersemester 2009/10 „Crossroads - Christentümer in Bewegungen und Begegnungen” werde ich mich mit der Frage, ob Taizé eine Form der Jugend-Mission ist, beschäftigen.
Die Arbeit beginnt mit der Klärung meines Verständnisses von Jugend-Mission bzw. Mission, welches grundlegend ist für den Verlauf dieser Arbeit.
Anschließend werde ich mich näher mit der Entstehung der Gemeinschaft Taizés beschäftigen. Hierzu betrachte ich zunächst ihre Entstehung selbst im Zusammenhang mit Frère Roger, dem Gründer Taizés und die mit der Gründung verbundene Intention, sowie die Entwicklung bzw. Veränderungen des Konzeptes bis zur heutigen Zeit. Diese Faktoren können Hinweise auf erste Anzeichen einer Missionsintention geben.
In einem weiteren Schritt möchte ich konkreter auf die oben genannte Fragestellung eingehen, indem ich versuche, die Verbindung zwischen der „Communauté de Taizé“ (Gemeinschaft Taizés) und den Jugendlichen, genauso wie einige mögliche Gründe hierfür, aufzuzeigen.
Zum Abschluss werde ich mich dann direkt mit der Frage, ob Taizé eine Form der Jugend-‐ Mission ist, beschäftigen.
2. (Jugend-‐) Mission
In diesem Kapitel möchte ich mich mit meinem Verständnis von Mission bzw. Jugend - Mission genauer beschäftigen, denn „͵Mission‘ transportiert viele Missverständnisse und ist höchst erklärungsbedürftig“ 1 .
Der Begriff Mission enthält heute eine Vielfalt an Implikationen. Angefangen im Gespräch, über die Heilsverkündigung bis hin zur Sakramentenspendung. Unter
1 KRANEMANN, BENEDIKT/ PILVOUSEK, JOSEF/ WIJLENS, MYRIAM (Hg.), Mission - Konzepte und Praxis der
katholischen Kirche in Geschichte und Gegenwart. Würzburg 2009, 7 .
3
Jugend-Mission verstehe ich eine Form der Mission, bei der es weniger um die bloße Verbreitung der Heilsverkündigung Gottes in Jesus Christus geht, sondern mehr um den Dialog mit den Jugendlichen über ihren Glauben und die damit verbundene Möglichkeit, den Jugendlichen das Christentum näher zu bringen.
Um es mit den Worten Michael Gabels zu sagen, verstehe ich unter (Jugend-‐) Mission ein „inspirierender und bereichernder Import an Ausdrucksformen und Gestaltungsmöglichkeiten, in denen der Reichtum des eigenen Glaubens auf neue Weise erfahren wird“ 2 . Hierbei ist es mir noch wichtig zu betonen, dass die Aufgabe einer solchen Mission auch die ist, im Dialog offen für Neues zu sein und vor allem an der Lebenswelt der Jugendlichen anzuknüpfen: Gemeinsam mit ihnen einen Weg finden, also ganz im Sinne des Zweiten Vatikanisches Konzils die Zeichen der Zeit erkennen und in die Missionsarbeit mit einbeziehen.
Zuletzt ist noch festzuhalten, dass ich mich bei diesem Bild der Jugend - Mission vor allem auf diejenigen Jugendliche beziehe, die zwar getauft sind, aber den Kontakt zur Kirche (zum größten Teil) verloren haben.
3. Communauté de Taizé
In diesem Kapitel möchte ich mich vor allem mit der Entstehung, Intention und heutigen Existenz der „Communauté de Taizé“ beschäftigen.
Wichtig ist mir hierbei, dass die Entwicklung bis heute und deren Gründe zum Vorschein kommen, damit die Intention Taizés mit in die Frage nach einer möglichen (Jugend -‐) Mission einbezogen werden kann.
3.1 Frère Roger und die Entstehung
Roger Schutz wurde 1915 in der Provence in der Schweiz als Enkel eines Priesters, Sohn
2 GABE, MICHAEL, Mission als Teilhabe. In: KRANEMANN, BENEDIKT/ PILVOUSEK, JOSEF/ WIJLENS, MYRIAM
(Hg.), Mission - Konzepte und Praxis der katholischen Kirche in Geschichte und Gegenwart. Würzburg 2009,
29-48 (hier: 29).
4
eines evangelischen Pfarrers und jüngster Bruder von acht Geschwistern geboren. 3 Eine mehrere Jahre andauernde schwere Krankheit, mit zeitweiliger Genesung und dem damit verbundenen kurzzeitigen Besuchs eines Gymnasiums, führte dazu, dass Roger ab dem Alter von ca. 15 Jahren zu Hause unterrichtet wurde. 4 1936 begann er dann, trotz starker Glaubenszweifel, sein Theologiestudium an der Freien Theologischen Fakultät von Lausanne. Im dritten Studienjahr wechselte Roger zur Protestantisch - Theologischen Fakultät von Straßburg. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges verließ Roger Straßburg und fuhr nach einem kurzen Aufenthalt bei seinen Eltern nach Amsterdam zur Weltjugendkonferenz, als Vertreter des Bundes der missionarischen Jugendvereinigung. 5 Kurz darauf brach der Krieg aus, die Fakultät in Straßburg wurde geschlossen und Roger zog mit seiner Familie -‐ darunter ein Bruder mit Frau und Kindern, sowie eine Schwester, ebenfalls mit Familie -‐ in ein großes Haus in einem Dorf in der Nähe von Genf. Dadurch, dass Roger nun wieder in Lausanne studieren musste, konnte er einen Teil der Woche in Presinge bei seiner Familie wohnen.
Hier scheint Roger eine der ersten Erfahrungen des Gemeinschaftslebens gemacht zu haben, die für ihn von Bedeutung waren.
Roger beginnt an der Universität, den Gedanken eines Lebens in Gemeinschaft („Communauté“) zu verbreiten und übte diese auch 1939/40 mit den ersten Studenten aus, jedoch noch ohne feste Konturen. Ein Jahr später brach Roger schließlich auf, um ein Haus zu suchen, das gleichzeitig eine Auffangstation für Flüchtlinge sein sollte. Dieses fand er zufällig in Taizé. 6
Ein erstes Treffen in Taizé unter dem Diskussionsthema „Das Verhältnis zwischen Glauben und Wissenschaft“ findet, trotz Reisebeschränkungen aufgrund des Zweiten Weltkrieges, statt. Während der nachfolgenden Kriegsjahre gewährte Roger verfolgten Menschen (Juden und Widerständler) Zuflucht. 7
Bis hierhin ist zunächst einmal festzuhalten, dass Frère Rogers Leben schon mit seiner Geburt vorbestimmt ist, da er in einem sehr christlichen Elternhaus aufwuchs. Noch nach Studienbeginn ist sich Frère Roger jedoch nicht sicher, worauf er sich innerhalb
3 Vgl. CHIRON, YVES, Frère Roger Gründer von Taizé. Eine Biografie. Regensburg 2009, 21-27.
4 Ebd. 38f.
5 Ebd. 42-52.
6 Ebd. 52-57.
7 Ebd. 58-61.
5
Arbeit zitieren:
Mareike Janßen, 2010, Taizé – Eine Form der (Jugend-) Mission?, München, GRIN Verlag GmbH
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