1. Definition von Kommunikation und Funktionen nonverbaler Kommunikation. 3
2. Funktion von nonverbaler Kommunikation 5
2.1 Nonverbale Kommunikation und Status 6
2.1.1 Definition von Status 6
2.1.2 Steuerung von einer sozialen Situation und Status 7
2.1.3 Selbstdarstellung und Status 8
2.1.4 Kommunikation von Emotionen und Status 9
2.1.5 Kommunikation von Einstellungen und Status 10
2.1.6 Kanalkontrolle und Status 10
3. Nonverbale Kommunikationskanäle und Status 11
3.1. Gesichtsausdruck 12
3.1.1. Die Auswirkung des Gesichtsausdrucks auf den Status 13
3.2. Blick 13
3.2.1. Die Auswirkung des Blicks auf den Status 13
3.3. Gesten 13
3.3.1. Die Auswirkung der Gesten auf den Status 14
3.4. Körperhaltung 14
3.4.1. Die Auswirkung der Körperhaltung auf den Status 15
3.5. Körperkontakt 15
3.5.1. Die Auswirkung des Körperkontakts auf den Status 15
3.6. Räumliches Verhalten 16
3.6.1. Die Auswirkung des räumlichen Verhaltens auf den Status 16
3.7. Kleidung, Körperbau und andere Aspekte der äußeren Erscheinung 16
3.7.1. Die Auswirkung der Kleidung, des Körperbaus und andere Aspekte der
äußeren Erscheinung auf den Status 17
3.8. Nonverbale Vokalisierungen 18
3.8.1. Die Auswirkung nonverbaler Vokalisierungen auf den Status 19
4. Fazit 19
5. Literaturverzeichnis 21
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1. Definition von Kommunikation und Funktionen nonverbaler Kommunikation Im Folgenden wird auf die Definition von Kommunikation eingegangen. Zunächst wird eine allgemeine Definition von Shannon und Weaver geliefert, was durch die Definition von Watzlawick ergänzt wird. Die Definition von Kommunikation dient dem Verständnis von nonverbaler Kommunikation. Die Definition von Watzlawick zeigt, dass Kommunikation nicht nur aus verbaler Kommunikation besteht und wird der Dynamik von Kommunikation gerecht.
Kommunikation wird von Shannon und Weaver im allgemeinsten Sinne als ein Prozess definiert, in der ein Sender einem Empfänger Informationen übermittelt. Der Sender 'kodiert' die Botschaft und übermittelt sie über einen oder mehrere Kanäle an den Empfänger, der wiederum diese Botschaft 'dekodiert'. Die Eigenschaften des Empfängers, des Senders und des Kommunikationskanals bestimmen zu einem großen Teil, wie die Information kodiert und dekodiert wird. Demnach ist es von großer Bedeutung, welchen Wissensstand bspw. Sender und Empfänger haben und welchen Kanal sie nutzen. So nutzen sie bei einem Telefonat lediglich ihren Vokalen und Auditiven Kanal. Sender und Empfänger müssen in solchen Fällen ihre Kommunikationsstrategien den gegebenen Umständen anpassen (vgl. Forgas 1995:93). Watzlawick hingegen definiert Kommunikation anhand von fünf Axiomen, welche die Grundregeln der menschlichen Kommunikation erklären sollen. Diese sind: 1. Man kann nicht nicht Kommunizieren 2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt 3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung 4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten 5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär
(http://www.paulwatzlawick.de/axiome.html [Stand 18.05.2011]) Das Kommunikationsmodell von Watzlawick geht im Gegensatz zu der Definition von Shannon und Weaver auf mehrere Punkte der Kommunikation ein, die nicht immer verbal sein müssen. D.h. auch nonverbale Kommunikation wird hierbei beachtet. Somit ist Watzlawicks Modell tiefgründiger und umfassender. Watzlawick geht im ersten Axiom darauf ein, dass Kommunikation ein unaufhörlicher Prozess ist, in dem fortwährend kommuniziert wird. Dies bedeutet, dass „Informationen gesendet“ werden können, auch wenn sprachlich nicht kommuniziert wird. Somit ist u.a. das Schweigen von Partnern, die sich im selben Raum befinden und voneinander weg schauen, auch
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eine Kommunikationsmethode. Darauf wird allerdings bei Shannon und Weaver nicht eingegangen. Im zweiten Axiom von Watzlawick wird außer dem inhaltlichen Aspekt der Kommunikation, auch der Beziehungsaspekt mit einbezogen. Die Kommunikation besteht demnach nicht nur aus Inhalten oder Informationen, die verbal geäußert werden, sondern auch aus Informationen über die Beziehung der Kommunikationspartner. Dies ist dann der Teil der Kommunikation, welches nicht ausgesprochen wird; somit die nonverbale Kommunikation. Als drittes Axiom stellt Watzlawick die Kommunikation als Ursache und Wirkung dar. Er deutet die Kommunikation als Kreislauf, in dem es weder Anfang noch Ende gibt. Auf jeden Reiz folgt eine Reaktion, während jeder Kommunikationspartner gleichzeitig Reizgebender und Reagierender ist. Watzlawick sieht demnach die Kommunikation als einen dynamischen und fortlaufenden Prozess. Dieses Axiom bezieht insofern auch die nonverbale Kommunikation mit ein. Denn auch wenn auf eine Aussage verbal nicht geantwortet wird, wird dennoch nonverbal geantwortet. Wiederum kann auch eine Diskussion, aufgrund von versendeten nonverbalen Signalen, begonnen werden, bspw., durch einen Blick, welches als nervend oder störend empfunden wird.
Das 4. Axiom geht auf die Vielseitigkeit von Kommunikation ein. „Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten“ bedeutet, dass Kommunikation aus digitalen, d.h. inhaltlichen Aspekten, die komplexe Informationen übermitteln, aber auch aus analogen Komponenten, d.h. mehrdeutigen Informationen, besteht. Wie Beziehungen können auch Kommunikationen komplementär oder symmetrisch sein, da sie auch die Beziehungsebenen von Kommunikationspartnern ansprechen. Die Beziehungsebene wird durch die Kommunikation übermittelt. Auf diesen Punkt geht das fünfte Axiom ein. Dieses Axiom besagt, dass Kommunikationen symmetrisch sind, d.h. beide Partner sind gleichstark oder komplementär. Ein Kommunikationspartner kann demnach stärker als der Andere in der Kommunikation sein. Jedem Axiom kann die nonverbale Kommunikation zugeordnet werden. Die Theorie von Watzlawick sieht Kommunikation nicht nur als partnergerichtete Kommunikation, sondern viel breiter. Ihm zufolge ist jede Informationsübertragung Kommunikation. Diese Definition kann dazu führen, dass jedes Verhalten interpretiert wird und dies fälschlicherweise zu Überinterpretation führen. Nicht zu jeder Zeit gibt es einen Kommunikationspartner, dem eine Botschaft überbracht werden kann. Der Kommunikationspartner, der diese Definition akzeptiert, müsste während der ganzen Kommunikation auf jedes einzelne Detail seines Gegenübers achten, um keine
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Information zu übersehen. Doch dies würde die zwischenmenschliche Kommunikation sehr verkomplizieren und zu keine haltbaren Informationen führen, da nicht jedes Verhalten etwas aussagt oder eindeutig interpretiert werden kann (vgl. Argyle 2005). Während sich die verbale Kommunikation auf die bewusste Informationsübertragung und Wahrnehmung beschränkt. Gehört die nonverbale Kommunikation zum größten Teil zur unbewussten Ebene der Kommunikation. Sie wird aber vom Unterbewusstsein wahrgenommen und beantwortet.
2. Funktion von nonverbaler Kommunikation
Die Kenntnis von der Funktion der nonverbalen Kommunikation ist wichtig, um die Bedeutung besser nachvollziehen zu können. Deshalb wird in diesem Teil auf die Funktion nonverbaler Kommunikation eingegangen. Heiner Ellgring nennt als wesentliche Funktion nonverbaler Kommunikation die Reduzierung von Unsicherheit zwischen Sender und Empfänger durch Informationsübertragung. Sie diene der Beseitigung von Unsicherheit über den momentanen psychischen und emotionalen Zustand der Kommunikationspartner. Diese Funktion ist allerdings hauptsächlich bei nonverbaler Kommunikation während Unterhaltungen, also verbaler Kommunikation, von Bedeutung. Sie sieht die nonverbale Kommunikation nur in der Verbindung mit verbaler Kommunikation. Über nonverbale Kommunikation als eigenständiges Kommunikationsmittel sagt diese Definition demnach nichts aus.. Außerdem besitze nach Ellgring die nonverbale Kommunikation noch eine weitere Funktionen. Er sieht darin eine relationale Funktion, bzw. den Beziehungsaspekt der Kommunikation, was er auch als „Beziehungs-Regulation“ bezeichnet. Die nonverbale Kommunikation übernehme die Übermittlung von Informationen über die Beziehung zum Interaktionspartner (vgl. Ellgring 1986:15 f). Joseph P. Forgas hingegen nennt fünf Funktionen, die nonverbale 'Signale' zu erfüllen haben. Die erste Funktion wäre die Steuerung einer sozialen Situation, dazu gehört beispielsweise die Regulierung des Augenkontakts, um Unterhaltungen beginnen oder beenden zu können. Die zweite Funktion, die Forgas nennt, ist die Selbstdarstellung der Person, die nonverbale Signale sendet, d.h. die nonverbalen Signale präsentieren dem Gegenüber das Selbst des Interaktionspartners und werden auch genutzt, um beispielsweise dem Gegenüber positive Informationen über sich senden zu können. Da über die Persönlichkeit oder Status, die zur Selbstdarstellung gehören, nicht verbal kommuniziert werden darf, wird
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unter Menschen die nonverbale Kommunikation zur Übertragung solcher Informationen verwendet. Solche Informationen verbal zu übermitteln, gilt in der westlichen Kultur als verpönt und stößt auf Kritik. Es ist 'ökonomischer' (Forgas 1999), sie nonverbal zu versenden, da sie mehrdeutig sind und somit eine Interpretationsmöglichkeit bieten. Dies führt dazu, dass die Informationen bspw. über den Status durch die Mehrdeutigkeit nicht kritisiert werden können, schließlich kann niemand für etwas was er nicht gesagt hat, in Rechenschaft gezogen werden. Als dritte Funktion nennt Forgas die Kommunikation von emotionalen Zuständen. Wie der Name bereits besagt, werden durch das nonverbale Kommunikationsmedium Informationen über emotionale Zustände gesendet, da sie zu verbalisieren verpönt ist. Die letzten beiden Funktionen sind Kommunikation von Einstelungen und die Kanalkontrolle. Einstellungen werden genauso gut, oder gar besser über die nonverbalen Kanäle übertragen, als über verbale Kanäle. Wobei die fünfte Funktion, die Kanalkontrolle besagt, dass die nonverbalen Kommunikationssignale die Übergabe des Rederechts zwischen Kommunikationspartnern kontrollieren. Beispielsweise kann durch Blickverhalten Beginn und Ende einer Rede gekennzeichnet und das Rederecht dem Anderen übergeben werden, in dem der Redewillige den Blick des Sprechers einfängt und sich z.B. nach vorne beugt (vgl. Forgas 1999:133 ff).
2.1 Nonverbale Kommunikation und Status
Diese Arbeit analysiert den wechselseitigen Einfluss von nonverbaler Kommunikation auf den Status. Deshalb zunächst die Definition von 'Status'. Als nächstes wird untersucht, welchen Einfluss die Funktionen nonverbaler Kommunikation, die oben bereits genannt wurden, auf den Status haben. Ob Status zu bestimmten nonverbalen Verhaltensweisen führt oder ob das eigene nonverbale Verhalten oder des Gegenübers den Status beeinflusst.
2.1.1 Definition von Status
Henley definiert 'Status' folgendermaßen: "Status bezieht sich auf die gesellschaftliche Position einer Person und darauf, wie diese Person von einer gesellschaftlichen Gruppe beurteilt wird[...]" (Henley, 1988, S.35). Dabei ist es unbedeutend, welche Werte und Maßstäbe in der Gesellschaft von Belang sind. Andere Definitionen besagen, dass 'Status' die Stellung ist, die der Einzelne in der Hierarchie von Machtbeziehungen inne hat (vgl. ebd.). Ellgrings Definition von 'Status', ist eng mit Macht verknüpft. 'Status' ist seiner Meinung nach das "Macht-Ungleichgewicht" zwischen Personen. Hierbei werden
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Arbeit zitieren:
Hassan Mohsen, 2011, Nonverbale Kommunikation & Status, München, GRIN Verlag GmbH
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